Schlagwort-Archive: Außenseiter

Juve vs. Barca – Das große Finale


Veröffentlicht am 6. Juni 2015

imago20066715m_c

Wer gewinnt und warum?

Berlin erwartet ein Endspiel mit klingenden Namen. Exzellente Fußballer und bunte Stars füllen die Reihen des FC Barcelona wie die von Juventus Turin. Beide Vereine und deren Geschichte gehören längst zu den Ikonen des Weltfußballs. Eine Champions League Saison kann wahrlich schlechter enden. Das Potenzial reicht aus, um eine würdige, bei gutem Verlauf sogar grandiose Fußballinszenierung abzuliefern. Die Bühne des Berliner Olympiastadions ist für ein Fußballfest gerichtet. Wetterfrösche künden von einem Sommertag, der sich laut Prognosen kurz vor dem Spiel in einem heftigen Gewitter entlädt, welches mit Anstoß aber sein Grollen eingestellt haben soll und der Partie eine frische Brise vorausschickt. Dann liegt es endlich bei den Teams. Der FC Barcelona sicher in einer öffentlichen Favoritenrolle. Juventus Turin in der Wohlfühlposition eines Außenseiters mit Chancen. Oft halten Endspiele nicht, was große Namen versprechen, aber es gibt immer Ausnahmen. Hoffen wir auf einen Sieg des Fußballs. Möge der Bessere gewinnen und nicht Fehlentscheidungen den sportlichen Tag trüben. Magath & Fußball wirft einen Blick auf die möglichen Siegchancen beider Teams. So oder so, es riecht nach Triple. Zwei Teams – zwei Meinungen. Weiterlesen

Made in Germany


Veröffentlicht am 16. November 2014

imago01180651m_c

Rehhagels Disziplin und Ordnung machte Griechenland einst zum Europameister

Wenn vermeintliche Fußballnationen gepeinigt, dann sind die Färöer-Inseln nicht weit. Einst schlugen sie, es war in der EM-Qualifikation 1990, auf fast heimischem Boden, man spielte im schwedischen Landskrona, die Österreicher mit 1:0. In unserem Nachbarland ist das seither eine quälende Sporterinnerung. Nun machte sich die Nationalmannschaft von der 43.000 Einwohner Insel auf nach Hellas und besiegte, was einst nicht mal dem persischen Großkönig Xerxes gelang, die Griechen auf deren heimischem Boden. Für den Ex-Europameister keine geringere Schmach als für die Wiener Alpenrepublik. Im Resultat kostete diese Niederlage dem italienischen Trainer Claudio Ranieri den Job, den er erst im Sommer diesen Jahres angetreten. Die Probleme des griechischen Fußballs liegen aber in einer eher schwachen Liga und den Verhältnissen im griechischen Fußball, weniger beim Trainer. Die Zeche zahlt aber wie immer dieser, und natürlich allein. Ranieri geht und ein Name ist wieder allgegenwärtig, weil gerade in Untergangstagen immer wieder die trostlose Gegenwart mit Niederlagen gegen Rumänien, Nordirland und die Färoer von der gloriosen Vergangenheit überdeckt wird. Dann hört man es über den Peloponnes schallen, was das doch für Zeiten waren, als der Deutsche noch unseren Fußball lenkte. Weiterlesen

Traum von Berlin


Veröffentlicht am 16. September 2014

imago14970596m_c

Deutsch-englische Duelle zum Gruppenstart im Fokus

32 Mannschaften in acht Gruppen zu je vier Teams kämpfen ab heute Abend zunächst um den Einzug in die K.O.-Runde. Darunter auch jene vier Bundesliga-Vertreter, die bereits im letzten Jahr allesamt geschlossen bis ins Achtelfinale vorstießen. Nach dem deutsch-deutschen Finale 2013 in Wembley und der bajuwarischen Halbfinal-Enttäuschung im Frühjahr, lebt der Traum von einer erneuten Endspielteilnahme auch deshalb, weil das große Finale am Samstag, 6. Juni 2014, im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird. Beim Blick auf die vier Vorrundengruppen mit deutscher Beteiligung fällt auf: Ausgerechnet der in Lostopf eins gesetzte FC Bayern München erwischte die wohl schwierigste Konstellation. Zwar sind die Münchner trotz namhafter Konkurrenz der Favorit auf Platz eins, Borussia Dortmund und der FC Schalke 04, ja sogar Bayer Leverkusen aus Topf drei, haben aber zumindest auf dem Papier leichtere Aufgaben zu bewältigen. Weiterlesen

Aus dem Sattel geworfen


Veröffentlicht am 25. Juni 2014

imago16702183m_imago16702017m_c

Italien geschlagen, England ohne Sieg, Uruguay mit Biss, Costa Rica heldenhaft

Wie es bei Shakespeare heißt, wenn zwei auf einem Pferd reiten, muss der eine hinten aufsitzen. Im Falle des Finales in Gruppe D zwischen Italien und Uruguay fiel einer vom Gaul, das Heimatland des weltberühmten Barden aus Stratford-upon-Avon schaffte es nicht mal zum finalen Ritt und die staunenswerten Männer aus Costa Rica hatten den Showdown nicht nötig, waren längst am Ziel. Ihnen gebührt Anerkennung und Respekt für eine großartige Leistung, drei Ex-Weltmeister konnten das Team von Jorge Luis Pinto nicht bezwingen und scheiterten an dieser als Mannschaft auftretenden Einheit. Italien tritt wie das Mutterland des Fußballs geschlagen die Heimreise an. In der Folge des italienischen WM-Aus verlässt mit Cesare Prandelli ein Gentleman und Mensch vorerst die große Trainerbühne, ein Charakter der in der Trainergilde fehlen wird und diesem Berufsstand Ehre machte. Englands Roy Hodgson wird im Amt bleiben, so kündigten der englische Verband und der Trainer es bereits an. Apropos England. Tabellenletzter und ein mickriges Pünktchen, die Three Lions fahren erneut geschlagen und gedemütigt zurück in die Heimat. Uruguay dagegen eine Runde weiter, leider auf einer Siegesstraße mit fahlem Glanz. Stürmer Luis Suárez wird die Schlagzeilen bestimmen, weniger wegen seiner Torjägerqualität, sondern eher wegen seiner dentalen Schübe. Weiterlesen