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Zwischen Fußballfeld und Stadionlaufbahn


Veröffentlicht am 1. August 2015

Im Finale gegen Aston Villa gewann Club Atlético Peñarol 1982 zum dritten Mal den Weltpokal. Die große Zeit von Isabelion Gradín war da schon lange vorbei.

Im Finale gegen Aston Villa gewann Club Atlético Peñarol 1982 zum dritten Mal den Weltpokal. Die große Zeit von Isabelino Gradín war da schon lange vorbei.

Isabelino Gradín war ein besonderer Sportler

In Süd- wie Mittelamerika schwärmt man gerade vom Mexikaner Jürgen Damm, dem Flügelflitzer vom diesjährigen Copa Libertadores Finalisten UANL Tigres aus Mexiko. Der ist schnell wie die legendäre Trickfilm-Maus „Speedy Gonzales“, bringt es mit dem Ball am Fuß laut Messdaten auf etwa 35 Kilometer pro Stunde, darin ähnlich dem Waliser Gareth Bale. Beide Flügelflitzer werden als Tempowunder gehandelt, haben allerdings darin kein Alleinstellungsmerkmal. Schon in alter Fußballzeit gab es einen flotten wie legendären Vorläufer, der ihnen in nichts nachstand, einst auf schnellen Füßen unterwegs war. Seine Laufleistungen wurden allerdings mit Medaillen gekrönt. Wer durch die Ciudad Vieja schlendert, die traumhafte Altstadt von Uruguays Hauptstadt Montevideo, kann über kurz oder lang auch auf die Plaza Isabelino Gradín gelangen und eine Denkmalstelle mit gleichem Namen entdecken. Benannt nach einem der großen Fußballer und Sportler Lateinamerikas: Isabelino Gradín. Weiterlesen

Hype um Martin Ødegaard


Veröffentlicht am 14. November 2014

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15-jähriger Norweger begeistert Landsleute und zieht Großclubs an

Als Schachweltmeister Magnus Carlsen, Norwegens Sportidol und Nationalheld, zum WM-Kampf gegen Viswanathan Anand am Austragungsort Sotschi eintraf, erwarteten ihn naturgemäß die Reporter und Kamerateams schon am Flughafen. Die erste Frage an den 23 Jahre alten Champion galt aber nicht den 64 Feldern, sondern dem grünen Rasen. Der bekennende Fußballfreund und Fan von Real Madrid wurde um seine Meinung zum Landsmann Martin Ødegaard gebeten. Die Königlichen in Person des großen Zinédine Zidane bemühen sich um den aufgehenden Stern am norwegischen Fußballhimmel. Ein seltener Weg der Galaktischen, die lieber fertige Weltstars für exorbitante Summen ins Haus holen und dabei umgehend die globale Werbetrommel anwerfen, eben ganz nach dem Geschmack des allmächtigen Präsidenten Florentino Pérez. In den letzten zehn Jahren sind eigentlich nur Sergio Ramos, Gonzalo Higuaín, Marcelo und Raphaël Varane als Jugendliche verpflichtet worden. Weiterlesen

Arbeit gegen Starkult


Veröffentlicht am 23. Mai 2014

Erfolgswelle mit Atlético: Raúl Garcia, Koke u. Diego Godin

Erfolgswelle mit Atlético: Raúl Garcia, Koke u. Diego Godin

In Lissabon steigt CL-Finale Atlético vs. Real

Was in Lissabon ins Haus steht ist eine Fortsetzung der Primera División mit anderen Mitteln. Atlético Madrid ist schon vor Anpfiff Sieger, zu verlieren gibt es nichts mehr. Nach 18 Jahren hat man gegen die übermächtigen Giganten Barca und Real endlich wieder einen spanischen Meistertitel geholt. Atlético gehört von Auftritt und Namen wieder zur Crème de la Crème des kontinentalen Fußballs. Das Team von Diego Simeone kann Fußball arbeiten, ist mit einem beängstigenden Siegeswillen ausgestattet. An der Seitenlinie dirigiert der Argentinier seine Mannschaft und die Fans mit Feuereifer, dabei eine Mischung aus Vulkan und Zirkusdirektor. Dieser unbändige Wille von Team und Trainer brachte Atlético in aussichtslosen Saisonsituationen immer wieder auf die Siegerstraße, ließ verloren geglaubte Punkte noch aufs eigene Konto wandern. Simeones Mannschaft bietet tollen Fußball, ehrt diesen Sport durch Teamgeist und pure Lust am Spiel. Weiterlesen

Ambitionen


Veröffentlicht am 18. April 2014

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Fulham FC zu Gast an der White Hart Lane

Juande Ramos schien der richtige Mann für die Spurs. Der spanische Trainer hatte in zweijähriger Amtszeit mit dem FC Sevilla die Copa del Rey gewonnen, aber vor allem mit zwei UEFA-Cup Siegen auf kontinentaler Bühne für Furore gesorgt. Auf diesem internationalen Parkett wollten auch die Spurs aus London endlich tanzen, dafür musste man in der Premier League aber erst in die entsprechenden Ränge vorstoßen. Ambitioniert und mit großen Plänen wurde Ramos 2007 in London als neuer Manager der Tottenham Hotspurs vorgestellt. Das Abenteuer misslang gründlich. Zwar gewann man mit dem Liga-Cup endlich mal wieder eine Trophäe, aber der schlechteste Saisonstart der Vereinsgeschichte sorgte im Oktober 2008 für einen spektakulären Trainerwechsel. Der schweigsame und als modern apostrophierte Ramos war Geschichte und ein klassisches englisches Manager-Modell, Harry Redknapp, übernahm das Zepter an der White Hart Lane. Weiterlesen

Jimmy Murphy – Sachverstand mit Herz


Veröffentlicht am 20. September 2013

Triumphe und Tragödien eines Fußballlebens

Sir Matt Busby (links) zusammen mit Jimmy Murphy (damals noch Co-Trainer) während einer FA-Cup-Begegung in der Saison 1957/1958.

Sir Matt Busby (links) zusammen mit Jimmy Murphy (damals noch Co-Trainer) während einer FA-Cup-Begegung in der Saison 1957/1958.

Es gab auch große Fußball-Waliser vor Gareth Bale. John Toshack, Ryan Giggs und Jimmy Murphy, dieser heute fast schon vergessen. James Patrick „Jimmy“ Murphy, geboren am 8. August 1910, war ein guter Fußballspieler, der schon mit 17 Jahren für West Bromwich Albion aktiv war und über 200 Spiele machte, dazu noch 15 Länderspiele für Wales. Murphy hatte ein Auge für Mitspieler, interessierte sich für jeden Mannschaftsteil und besaß enormes Spielverständnis sowie nimmermüde Leidenschaft auf dem Platz. Seine große Zeit sollte aber nach der Spielerkarriere kommen. Weiterlesen