Schlagwort-Archive: Basis

Soziale Bedeutung


Veröffentlicht am 24. März 2016

„Fußball hat eine hohe soziale Bedeutung und fördert den gegenseitigen Respekt. Die Arbeit an der Basis ist wichtig, wird aber oft nicht genug gewürdigt.“

(Felix Magath, Besuch beim SV Todtmoos, 21. März 2016)

Kleine und große Revolutionen


Veröffentlicht am 16. März 2016

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Zwischen Aufbruch und Routine – Fußballwelt im Wandel

Leicester City macht sich unter dem italienischen Trainer Claudio Ranieri Richtung englischer Meistertitel auf. Mit Enthusiasmus und Erfolg sorgt das Team aus den Midlands für eine kleine Revolution im englischen Ligabetrieb. Der geldschweren und traditionsbeladenen Restmeute in der Premier League gehen langsam die Spiele aus um den aufmüpfigen Außenseiter noch vom anvisierten Titelthron zu stoßen. Englands Fußballeliten blamieren sich dabei im Wochentakt und mutieren nebenher in den europäischen Cupwettbewerben zum belächelten Fallobst. Reich aber unfähig lautet das fatale Zeugnis. Ranieri und seine Jungs schwimmen nicht im Geld, frönen keiner Zeitgeistwelle, schwadronieren weder von Matchplänen noch über Ballbesitzstatistiken. Leicester City spielt kompromisslosen Fußball auf der Basis harter Arbeit und der Konzentration auf den zu erledigenden Job. Der 1951 in Rom geborene Ranieri steht auch als ein erfolgreicher Gegenentwurf zu den Bundesligatrainern neuer Färbung, die immer öfter als schwache Verfügungsmasse von manövrierenden Sportmanagern ausgewählt und aus Nachwuchsabteilungen oder direkt vom Schulhof rekrutiert werden. Ranieri lebt und kann Fußball aus dem Effeff. Sein Team versprüht keinen Glanz für die Galerie, scheffelt aber eine Menge Punkte für den Gipfel der Tabelle. Otto Rehhagels Diktum bleibt ewig jung und richtig: Modern ist, wer gewinnt! Ein bewundernswertes Team, mit einem gestandenen Trainer, in einem bemerkenswerten Club, mischt die graue Einförmigkeit der immer wiederkehrenden Standardbilder des englischen und europäischen Fußballs auf. Weiterlesen

Zirkus


Veröffentlicht am 31. Mai 2015

„Ich denke, dass ich ein romantischer Fan bin. Deswegen will ich es so ausdrücken: Ich habe mehr Sympathie für Iker Casillas, der seit seinen Kindertagen im Klub ist, als für Gareth Bale. Ich hatte mehr Sympathie für Emilio Butragueno als für Hugo Sanchez; mehr für Raul als für Zidane. Für mich ist wichtig, dass ich gesehen habe, wie die Spieler gewachsen, wie sie besser geworden sind. Wenn jemand bereits voll ausgebildet dazustößt, dann ist das gut, aber nur, wenn die Basis der Mannschaft eine andere ist. Falls nicht, dann besteht die Gefahr, dass sich der Verein in eine Art Harlem Globetrotters verwandelt. Und die Globetrotters messen sich nicht mit anderen, sie sind nicht ernsthaft, sie sind eine Showmannschaft, ein Team der Jongleure, eine Zirkustruppe. Doch wer will schon Zirkus ohne Emotion?“

(Javier Marías, Schriftsteller, Real-Fan, 11Freunde-Interview, 05. Mai 2015)

Torrausch vor Scheunentoren


Veröffentlicht am 22. Oktober 2014

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Offensives Feuerwerk und desaströse Defensiven kennzeichnen Champions League Spieltag

40 Tore in acht Spielen lassen die Anhänger der Champions League jubeln, die Fans der siegreichen Teams platzen vor Freude aus den Nähten. Und womit? Mit Recht! Aber wo um alles in der Welt bleibt bei so einem Torfestival das Defensivverhalten und die Abwehrdisziplin der unterlegenen Mannschaften? Verdienen Verteidiger noch ihre Berufsbezeichnung? Eine italienische Mannschaft kassiert im eigenen Stadion sieben Tore, Helenio Herrera würde sich bei dieser Nachricht wohl im Grabe drehen. Weiterlesen

Irrwege der Kritik


Veröffentlicht am 29. Mai 2014

„Die Behauptungen der Kritiker werden durch Wiederholungen eine orthodoxe Wahrheit, und diese orthodoxe Wahrheit wird als Objektivität behandelt, als Basis, von der aus sich weitere Kritiken entwickeln lassen.“

(Sir Noel Robert Malcolm, Daily Telegraph)

Weltmeister werden


Veröffentlicht am 7. Dezember 2013

Magath Kolumne – Hamburger Abendblatt

Die deutsche Gruppe hat ihre besonderen Reize. Portugal, Ghana und die USA sind drei attraktive Gegner, zwar alle drei nicht allererste Wahl, die uns viel, aber sicherlich nicht alles abverlangen werden – und der deutschen Mannschaft dabei helfen sollten, die Konzentration für das lange Turnier von Beginn an hochzuhalten. Weiterlesen