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Münchner Machtdemonstration


Veröffentlicht am 5. Oktober 2015

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Überlegene Bayern schlagen Dortmund 5:1

Mal ehrlich, wer glaubte vor dieser Bundesliga-Saison wirklich an einen Titelkampf? Nach fünf Spieltagen und fünf teils eindrucksvollen Siegen wurde diese Rolle – nicht zuletzt, weil Wolfsburg, Leverkusen oder auch Gladbach einen holprigen Start erwischten – Borussia Dortmund zugetragen. Na klar, denn irgendeiner muss es ja sein. Man käme ja sonst nicht umhin, jene Langeweile an der Spitze des deutschen Vereinsfußballs offen einzugestehen, die spätestens seitdem die Bayern nach Mario Götze auch noch Robert Lewandowski vom BVB wegholten eigentlich nicht mehr zu leugnen ist. Zugegeben, der starke Auftakt unter dem neuen Coach Thomas Tuchel war so nicht unbedingt zu erwarten gewesen, ließ in und um Dortmund sicher auch den einen oder anderen schon wieder vom Auto-Korso am Borsigplatz träumen. Bereits in der letzten Woche deutete sich jedoch an, dass das schwarz-gelbe Sommerhoch nicht über das gesamte Spieljahr würde tragen können. Das Unentschieden in Hoffenheim und selbst der enttäuschende Last-Minute-Punktverlust im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Darmstadt waren zwar ärgerlich, mit Sicherheit aber kein Grund, Trübsal zu blasen. Immerhin reiste der BVB zum Spitzenspiel nach München auch nach 14 Pflichtspielen ungeschlagen. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke monierte also mit Recht jene Weltuntergangsstimmung, die den Borussen vor dem „deutschen Clásico“ zugeschrieben wurde. Unabhängig davon aber wurde eines trotzdem schon deutlich: Borussia Dortmund wird nicht dazu in der Lage sein, eine Art Meisterschaftsrennen mit den Bayern zu entfachen. Wie auch, denn die Truppe von Pep Guardiola spielt nicht erst seit dieser Saison in ihrer eigenen Liga. Den vorläufig letzten Beweis dafür, dass das Duell der beiden besten deutschen Mannschaften längst keines mehr auf Augenhöhe ist, dieses Stand heute auch nicht mehr sein kann, erbrachten die Bayern mit einem fulminanten 5:1-Triumph über ihren ärgsten Verfolger aus dem Ruhrgebiet. An der Tabellenspitze haben die toll aufspielenden Münchner nach acht Spieltagen ihren Vorsprung nunmehr auf sieben Punkte ausgebaut – ein weiterer Rekord, der in den Süden geht. Beim BVB liest man derweil schon nicht mehr vom Bayern-Jäger und Meisterschaftsanwärter, sondern nach drei sieglosen Partien am Stück vom Krisenclub der Stunde, so läuft das Geschäft. Die Uhren werden sich dennoch auch in Dortmund weiter drehen – 17 Zähler hatte man im Vorjahr noch nicht einmal zur Winterpause.

Redaktion Magath & Fußball

Fünf Tore in neun Minuten


Veröffentlicht am 23. September 2015

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Historische Lewandowski-Gala im Spitzenspiel

Es ist bislang eindeutig nicht die Woche des Volkswagen Konzerns. Während das Flaggschiff der deutschen Automobilindustrie von einem handfesten Abgas-Skandal auf dem amerikanischen Fahrzeugmarkt erschüttert wird, kam der Vorzeige-Fußballclub der Autobauer aus Wolfsburg bei seinem Gastspiel in der Münchner Allianz Arena einmal mehr böse unter die Räder. Trotz starker erster Halbzeit scheiterte der Vizemeister letztlich überaus kläglich bei seinem Versuch, die meisterliche Festung der Bayern zu erstürmen. Das Spitzenspiel der englischen Bundesliga-Woche geriet dabei zur One-Man-Show: Robert Lewandowski, von Pep Guardiola mit Beginn des zweiten Durchgangs für Thiago auf den Platz geschickt, erzielte beim triumphalen 5:1-Erfolg der Gastgeber alle bayrischen Treffer. Für seine Saisontore Nummer vier bis acht benötigte der polnische Angreifer nicht mehr als neun Minuten. Der Gang auf die Toilette oder zum Stadionkiosk erfordert für jeden Fan üblicherweise größeren Zeitaufwand. Drei Minuten und 22 Sekunden benötigte Lewandowski, um den knappen aber durchaus verdienten 0:1-Pausenrückstand in eine komfortable 3:1-Führung zu verwandeln – dieses Feuerwerk natürlich gleichbedeutend mit dem schnellsten Hattrick der Ligageschichte. Kurz darauf wurde daraus erst der schnellste Vierer-, später sogar der schnellste Fünferpack in über 52 Jahren Bundesliga. Unglaublich. Fantastisch. Historisch. Weiterlesen