Schlagwort-Archive: Bequemlichkeit

Vieles im Argen


Veröffentlicht am 21. Juli 2015

Andrey Arshavin: Nur eines von vielen nicht eingelösten Versprechen.

Andrey Arshavin: Nur eines von vielen nicht eingelösten Versprechen.

Russlands Fußball versinkt in der Bequemlichkeit seiner Spieler

Ohne Schwung stolpert der russische Fußball Richtung Heimvorteil des WM-Turniers 2018. Der ungeliebte wie auch erfolglose Nationaltrainer Fabio Capello ist nicht mehr im Amt. Öffentlich verbreitete Abfindungszahlen machen weiter die Runde, pendeln sich zwischen elf und 14 Millionen Euro ein. Viele Gerüchte, niemand weiß genaues, aber gerade dann wird ja gerne viel und oft geschrieben. Die Person Capello dient dabei auch als gutes Ablenkungsmanöver von den wirklichen Problemen. Als der Italiener sich von seiner Nationalmannschaft in einem für den Anlass angemieteten Moskauer Edellokal verabschieden wollte offenbarte seine Ex-Truppe erneut ihr egoistisches Gesicht. Außer einigen Betreuern der medizinischen Abteilung kamen ganze vier Spieler zum Abendessen. Capello mag eine Menge falsch gemacht haben, die russische Seele – was immer das sein mag – ist auch für einen Italiener nur schwer zu ergründen. Aber am desaströsen Eindruck der russischen Nationalmannschaft sind vor allem bequeme und satte Fußballer Schuld, deren höchstes Anliegen finanzstarke Verträge sind und nicht mehr die zu erbringende sportliche Leistung. Weiterlesen

Im Wald ist es doch viel schöner


Veröffentlicht am 10. Dezember 2013

Felix Magath ist ein Freund ausgedehnter Waldläufe, das ist bekannt. Regelmäßig, wo immer es seine Zeit erlaubt, geht er in freier Natur an die eigenen Belastungsgrenzen. Der gebürtige Aschaffenburger entstammt überdies einer Region, die für ihre natürliche Vielfalt berühmt ist. Im Interview mit dem Magazin „Der Spessart“ spricht der Meistercoach nicht nur über den Waldlauf als effektive Trainingsmethode, sondern erklärt darüber hinaus, warum es Sinn machen kann, im Wald hin und wieder auf Abwegen unterwegs zu sein. Nachfolgend einige Auszüge dieses interessanten Gesprächs.

„Die Spieler der heutigen Generation empfinden ein sinnvolles Lauftraining schnell als Angriff auf Ihre Bequemlichkeit. Dabei ist Laufen nun einmal die Basis unseres Sports. FM_Spessart_1Als Spieler und als Trainer habe ich mittlerweile doch eine gewisse Erfahrung. Und ich weiß: Lauftraining in der Vorbereitung kann das Verletzungsrisiko erheblich mindern. Und meine Waldläufe in der Saison waren ohnehin nicht so hart – es ging hier vor allem um die Regeneration.“

„Im Wald ist es doch viel schöner. Man bewegt sich an der frischen Luft, betrachtet ein paar Bäume, hört vielleicht einen Vogel singen. Ich habe auch immer darauf geachtet, dass die Spieler beim Laufen keine Kopfhörer getragen und Musik gehört haben. So nimmt man die Natur um sich ganz anders wahr. Das hilft, um den Kopf frei zu bekommen.“

„Ich bin manchmal mit den Spielern auch einfach querfeldein gelaufen. Um auf unebenem Gelände den Fuß richtig aufzusetzen, muss man sich konzentrieren, das ist eine gute Übung.“

(Felix Magath, Interview in Der Spessart, Ausgabe 2, Dezember 2013)