Schlagwort-Archive: BILD

Anspruch und Erwartung


Veröffentlicht am 30. Dezember 2017

„Die tagesaktuellen Medien sind dazu da, uns über das Geschehen ins Bild zu setzen. Nicht über die Vorurteile der Journalisten, sondern über das was sich in der Welt ereignet hat, soweit es für uns, die Bürger dieser Gesellschaft, wissenswert ist.“

(Michael Haller, Leitartikel, Cicero, Ausgabe Nr. 1, Januar 2018)

Alles aufgesaugt


Veröffentlicht am 23. August 2015

„Von Magath habe ich alles gelernt. Als er mein Trainer war, war ich 20 Jahre jung. Ich habe alles aufgesaugt. Er hat mir die Chance gegeben. Ich habe bei ihm sehr viel über Hierarchien, über die Bedeutung von Fitness und über Respekt gelernt. Ergebnis? Ich war nie schwer verletzt. Man muss eben manchmal auch Dinge machen, obwohl man eine ganz andere Meinung dazu hat.“

(Christian Tiffert, Bericht in BILD, 22. August 2015)

Arbeitsmoral


Veröffentlicht am 22. Januar 2015

„Felix ist ein Top-Mann, er ist fleißig, intelligent und sehr zielstrebig, immer mit einem sehr klaren Bild von dem, was er von den Spielern und Menschen um ihn herum will und verlangen kann. Er macht keine Kompromisse und macht was getan werden muss. Er hat eine große Arbeitsmoral und verlangt diese auch von seinen Spielern.“

(Mark McGhee, Co-Trainer Schottland, Daily Mail Online, 10. Januar 2015)

Auf den Gabentisch – kurz vor Schluss


Veröffentlicht am 23. Dezember 2014

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Furioser Roman über Liverpool-Legende Bill Shankly

Statistiken behaupten, der Großteil der Fußballfans ist männlich und die Mehrheit der Leser von Romanen weiblich. Kurz vor dem Weihnachtsfest der Versuch einer Zusammenführung. David Peace ist einer der spannendsten Autoren unserer Zeit, seine Kriminalromane führen uns tief in den Abgrund menschlicher Taten, knapp die Sprache, düster die Handlung, es gibt kein Gut und Böse, jeder trägt Schuld. Der Leser braucht Nerven, dafür wird er nie gelangweilt. Aufwühlend und verstörend kommen diese Meisterwerke daher. Seine von realen Ereignissen angeregten Romane brennen unter der Haut, gehen an Grenzen. Wer das „Red Riding Quartett“ über den Yorkshire Killer oder die „Tokyo-Krimis“ gelesen, der war Gast in der Apokalypse. Ein leidenschaftlicher Schreiber ist dieser Brite aus Ossett. Mit weniger Blut aber gleichermaßen Spannung springt uns David Peace in Sachen Fußball an, seiner zweiten Obsession. Vor Jahren beschäftigte ihn die Trainerlegende Brian Clough in dem Roman „Damned United“, nun huldigt er einem anderen Trainerdenkmal, dem Schotten Bill Shankly. Ein Meisterwerk mit allem was Fußball ausmacht, ein Werk voller Leidenschaft, von Größe und tiefem Fall. „Red or Dead“ ist ein wunderbarer Fußballroman. Was will man mehr? Weiterlesen

Auf den Gabentisch – Weihnachtsempfehlung I


Veröffentlicht am 14. Dezember 2014

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Berliner Fußballplätze und Stadien

Fußball einmal anders. Aber pur und mit Genuss. Arm und sexy bezeichnete ein Berliner Bürgermeister seine Stadt. Er vergaß dabei etwas fundamentales, Berlin war stets sportlich, immer fußballverrückt und ständig in Bewegung. „Der Berliner hat keine Zeit. Er hat immer etwas vor, er telefoniert und verabredet sich, kommt abgehetzt zu einer Verabredung und etwas zu spät – und hat sehr viel zu tun“, so einst Kurt Tucholsky, Berlins großer Journalist in einem seiner unvergessenen Wortgebilde über Deutschlands Hauptstadt. Wenn Tucholsky zum Buch griff, übertitelte er seine Rezensionen „Auf dem Nachttisch“. Diese Weihnachtsempfehlung unserer Redaktion hätte er dort sicher gern platziert. Ein engagiertes und kundiges Autorenteam hat im Verlag „edition else“ unter dem Titel „Rasen der Leidenschaften“ den Fußball Berlins anhand der Geschichte seiner Stadien und Fußballplätze eingefangen. Über ein Jahrhundert Berliner Fußballgeschichte wurden sachkundig dokumentiert, Freud und Leid einer Großstadt und seiner Menschen spiegeln sich in den Porträts der Fußballorte. Denoch ist dieses Buch kein lokal begrenztes Kompendium der Berliner Fußballbiographie, sondern vielmehr ein beeindruckendes Zeugnis deutscher und europäischer Fußballkultur. Dieses Buch kommt trotz historischer Last nie angestaubt oder antiquiert daher, es prickelt frisch und hebt den Blick erhellend, erzählt auch vom vibrierenden Temperament der Stadt Berlin und lädt zum sofortigen Spaziergang durch die Metropole an der Spree ein. Damit auch ein kommunikatives wie familienfreundliches Buch. Weiterlesen

Quo vadis, FIFA


Veröffentlicht am 18. November 2014

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Fußballweltverband scheitert spektakulär mit dem Versuch der Aufklärung

Rund um den Erdball engagieren sich Menschen unentgeltlich für den Fußball, spielen in Amateurvereinen, trainieren Kinder, Schüler und Jugendmannschaften, feuern als Fans ihre Clubmannschaften an oder stehen ihren Nationalteams zur Seite. Sie sind das Leben, sie sind der Fußball und das Salz in der Suppe dieses völkerverbindenden Sports, der Milliarden Menschen begeistert. Ob dagegen die FIFA ebenfalls noch den Fußball verkörpert, wird momentan weltweit in Frage gestellt. Der Dachverband des Weltfußballs steht schon lange in argem Misskredit und demontiert sich nun mit dem Theater um den Bericht einer selbst eingesetzten Ethikkommission im Eiltempo. Fußballliebhaber und Fans stehen ohnmächtig wie ratlos vor einem unfassbaren wie undurchsichtigen Schauspiel. Weiterlesen

Historische Chance vertan


Veröffentlicht am 18. Februar 2014

Gegen 23 Uhr, als alles vorbei war, saß Felix Magath in seinem Hotel, nahm einen Schluck Rotwein und sagte: „Es hätte etwas Gutes entstehen können. Ich gehöre zum HSV wie der HSV zu mir. Aber jetzt ist der Fall für mich erledigt. An diesem Tag hatte er „seinem“ HSV abgesagt, als Retter auf der Trainerbank und als Vorstandsmitglied nach Hamburg zurückzukehren. Mit einem Dilettantismus, der nicht mehr zu überbieten ist, hat der HSV möglicherweise eine historische Chance vertan. Fünf Punkte, die dafür sprechen:

1. Weil sich Vorstand und ein zerrissener Aufsichtsrat nicht auf eine Entlassung des erfolglosen Trainers van Marwijk einigen konnten (obwohl alle die Notwendigkeit erkannt haben), rückt der Abstieg immer näher. Setzt es heute in Braunschweig auch noch die siebte Niederlage in Serie, ist vermutlich schon alles zu spät.

2. Dem Verein fehlt ein Mann, der mit Kompetenz und Autorität die Zügel in die Hand nimmt. Jetzt bleiben die (vor allem sportlich) Ahnungslosen wieder unter sich.

3. Die „Marke HSV“ wird weiter und weiter beschädigt.

4. Die dringend notwendige Strukturreform (HSV plus) erscheint plötzlich fraglicher denn je. Denn was nutzt die schönste Reform, wenn niemand da ist, der sie dann auch mit Leben erfüllt?

5. Die Gräben im Verein, so tief wie der Grand Canyon, sind jetzt kaum noch zuzuschütten. Nun kann man streiten, ob Felix Magath der richtige Mann ist, die Probleme zu lösen (ich glaube ja!). Natürlich darf man auch anderer Meinung sein.

Aber einfach NICHTS tun – das darf man nicht. Die Chaos-Tage von Hamburg haben vor allem eines gezeigt: Letztlich geht es immer nur um persönliche Interessen – und nicht um den HSV!

(Alfred Draxler, BILD Kommentar, 15. Februar 2014)

„ran-Jahrhundertspiel“ auf Schalke


Veröffentlicht am 14. November 2013

„Es kommen schöne Erinnerungen hoch. Ich war mit Schalke Vizemeister, wir haben den DFB-Pokal gewonnen und waren im Champions League Halbfinale. Also so erfolgreich wie noch nie in der Geschichte von Schalke. Es war fast immer eine tolle Atmosphäre, auch wenn die Stimmung nicht immer für mich war.“

(Felix Magath, Interview in BILD, 13. November 2013)

Absurd und bodenlos


Veröffentlicht am 23. Oktober 2013

„[…] Wenn man weiß, dass in Spanien die Jugend-Arbeitslosigkeit bei über 50 Prozent liegt und Real Madrid gleichzeitig für den 24-jährigen Bale 100 Millionen Euro ausgibt, dann ist das nichts anderes als pervers, absurd, abartig und bodenlos. […]“

(Alfred Draxler, BILD Kommentar, 3. September 2013)