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Sir Alf Ramsey


Veröffentlicht am 7. November 2013

Nationaltrainer Sir Alf Ramsey im Gespräch mit Alan Ball (beide England)

„Disziplin war ihm am wichtigsten. Er zögerte nicht, einen Spieler vor versammelter Mannschaft ins Gebet zu nehmen. Wenn jemand eine gute Chance nicht verwertet hatte oder dem Gegner durch einen Fehler ein Tor geschenkt hatte, stellte er den Betreffenden gnadenlos vor der Mannschaft zur Rede. Man wusste also genau, worauf man sich einließ, wenn man nicht so spielte, wie er sich das vorstellte.“

(Bobby Charlton über Sir Alf Ramsey, Statement bei fifa.com, Juli 2012)

Jimmy Murphy – Sachverstand mit Herz


Veröffentlicht am 20. September 2013

Triumphe und Tragödien eines Fußballlebens

Sir Matt Busby (links) zusammen mit Jimmy Murphy (damals noch Co-Trainer) während einer FA-Cup-Begegung in der Saison 1957/1958.

Sir Matt Busby (links) zusammen mit Jimmy Murphy (damals noch Co-Trainer) während einer FA-Cup-Begegung in der Saison 1957/1958.

Es gab auch große Fußball-Waliser vor Gareth Bale. John Toshack, Ryan Giggs und Jimmy Murphy, dieser heute fast schon vergessen. James Patrick „Jimmy“ Murphy, geboren am 8. August 1910, war ein guter Fußballspieler, der schon mit 17 Jahren für West Bromwich Albion aktiv war und über 200 Spiele machte, dazu noch 15 Länderspiele für Wales. Murphy hatte ein Auge für Mitspieler, interessierte sich für jeden Mannschaftsteil und besaß enormes Spielverständnis sowie nimmermüde Leidenschaft auf dem Platz. Seine große Zeit sollte aber nach der Spielerkarriere kommen. Weiterlesen

Was für ein Schotte!


Veröffentlicht am 10. Mai 2013

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Keine Abgesänge. Der Fußball liebt ihn, und er den Fußball. Daran wird sich nichts ändern. Alex Ferguson nimmt Abschied von der Trainerbank, nicht vom Fußball oder vom Leben. Im Trainerolymp muss er nicht um Einlass bitten, er wohnt dort längst. Dieses Leben hat noch tolle Dinge für ihn parat. Die Familie war immer seine feste Burg. Sie werden ihn willkommen heißen. Seine Pferde sind so edel wie seine Weine erlesen, die häusliche Bibliothek so üppig wie sein Wissensdurst groß. Auch bei den Red Devils wird man ihn weiterhin wollen, fragen und begehren. Manchester United ist Alex Ferguson und Alex Ferguson ist Manchester United. Das wird die Zukunft des Clubs nicht lähmen, sondern stärken. Wie er stets auf die Loyalität von Bobby Charlton bauen konnte, wird sich David Moyes auf die unbedingte Loyalität von Sir Alex verlassen können. Als der Meistertrainer des FC Aberdeen sich Richtung Manchester aufmachte, um einen Verein zu übernehmen, der im Mittelmaß versank und nur noch von der eigenen Legende lebte, ahnte niemand was da begann. Er hatte keinen Zauberstab, er wirkte keine Wunder. Er tat was Jungs aus dem rauen Govan gelernt haben, er begann hart zu arbeiten. Heute bestaunt die Fußballwelt den Neuschöpfer von Manchester United und verneigt sich respektvoll vor dessen Lebenswerk. Wenn er am Sonntag das Old Trafford betritt, steht wohl einer der emotionalsten Momente der englischen Fußballgeschichte bevor. Den Schotten wird es freuen. Dann wird er tun, was er immer getan, er wird seinen Job machen. Magnificent dieser Mann. DANKE Fergie.

Redaktion Magath & Fußball