Schlagwort-Archive: Casillas

Juve und Barca fahren nach Berlin


Veröffentlicht am 14. Mai 2015

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Real verpasst erste Titelverteidigung – Bayern raus mit Applaus

Das Champions League Endspiel im Berliner Olympiastadion findet ohne Beteiligung einer deutschen Mannschaft statt, gegen einen FC Barcelona in Topform reichte es für die Bayern zwar immerhin zu einem knappen Sieg im Rückspiel, nicht aber zum Finaleinzug. Luis Enrique damit weiter auf Pep Guardiolas Spuren und im ersten Dienstjahr in Katalonien auf Triple-Kurs. In der deutschen Hauptstadt trifft die Blaugrana in dreieinhalb Wochen auf einen Gegner, dem wohl nur die Wenigsten vor Saisonbeginn einen solchen Husarenritt auf internationaler Bühne zugetraut hätten. Juventus Turin verhinderte den spanischen Clasico in Berlin, setzte sich in der Summe nicht einmal unverdient gegen Real Madrid durch und wird Barcas Offensivzauber – so viel ist jetzt schon sicher – ein knallhartes Abwehrbollwerk entgegenstellen. Weiterlesen

Königsblau königlich


Veröffentlicht am 11. März 2015

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Schalke siegt im Bernabéu und verabschiedet sich mit erhobenem Haupt

In der jüngeren Vergangenheit wurde über den FC Schalke 04 nicht selten mit Hohn und Spott berichtet, auch an dieser Stelle gerne und oft die sportlichen Auftritte vor dem Hintergrund vollmundiger Kampfansagen oder das bisweilen höchst seltsam daherkommende Gebaren der Führungsriege aufs Korn genommen. Was S04 am Dienstagabend aber im Rückspiel des Champions League Achtelfinales beim Titelverteidiger auf den königlichen Rasen brachte, war aller Ehren wert. Zwar fehlte dem königsblauen Husarenstück im Bernabéu letztlich das Happy End. Selbst die größten Gegner und beharrlichsten Kritiker des Revierclubs aber ertappten sich dabei, wie sie sich mit den stark aufspielenden Schalkern unweigerlich bis in die Nachspielzeit solidarisierten, ihnen beide Daumen hielten, durchaus verblüfft ob der unerwartet dominanten wie spielerisch anspruchsvollen Darbietung. Weiterlesen

Der Gestalter


Veröffentlicht am 12. November 2014

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Cesc Fàbregas findet bei Chelsea seine Rolle und ist der Motor im Mourinho-Team

In der katalonischen Gemeinde Arenys de Mar erblickte er 1987 das Licht der Welt, zehn Jahre später bereits Schüler der legendären Ausbildungsakademie La Masia und Teil des großen FC Barcelona. 2003 fürchtete der blutjunge Cesc Fàbregas die große Konkurrenz bei Barca und sah wenig Perspektiven. Arsenal-Boss Wenger sah auch etwas, Potenzial und Zukunft des Jugendlichen, das Bündnis wurde geschlossen, Fàbregas Teil der Gunners. Der Katalane kam in ein furioses Klima, in seinem ersten Jahr debütierte er nur im Ligapokal, dort mit seinen 16 Jahren jüngster Arsenal-Spieler aller Zeiten. Fàbregas erlebte hautnah, wie die Gunners ihre größte Saison spielten, die Meisterschaft holten, dabei keine Partie verloren. Als Arsenal an die Titelverteidigung ging, gehörte Fàbregas zum Kader, hatte am 15. August 2004 gegen den FC Everton seinen heiß ersehnten Premier League Einstand. Weiterlesen

Identität


Veröffentlicht am 4. November 2014

„Spieler wie Gerrard, Puyol, Totti, Xavi, haben ein anderes Wesen, sie geben dem Verein seine Identität, sind eine echte Verbindung zu den Fans.“

„Ich werde für Spanien – das ist sicher – mindestens bis 2016 spielen. Danach sehen wir weiter. Und in Madrid kann ich noch spielen bis ich 40 bin. Ich fühle mich fit und stark. Ein Torhüter kann problemlos bis mindestens 38 spielen. Der Belgier Michel Preud’homme war blitzschnell und spielte, bis er 38 wurde bei Benfica. Cañizares spielte, bis er 38 war, Oliver Kahn bis 39 und Gigi Buffon ist im Januar 37 geworden.“

(Iker Casillas, 33 Jahre, The Guardian, 3. November 2014)

Weltmeister Favorit – Europameister gestolpert


Veröffentlicht am 11. Oktober 2014

Alte und neue Kräfte auf dem Weg nach Frankreich

Deutschland muss keinen Tritt befürchten, der polnische Kader ist dem Weltmeister deutlich unterlegen. Kann sich die Truppe von Joachim Löw motivieren wird in Polen kein Stolperstein warten, der Weg nach Frankreich bleibt ein leichter Aufgalopp. Leicht sah es vor dem Start in die Qualifikation auch für Holland und Guus Hiddink aus. Seine zweite Amtszeit soll endlich wieder einen Titel bringen. Die 1988 in Deutschland erspielte EM-Krone bleibt der vorerst einzige Triumph der Elftal. Auf der Bank damals Hollands Trainerfürst Rinus Michels. Seither versuchten sich alle holländischen Trainerkoryphäen. Leo Beenhakker, Dick Advocaat, Guus Hiddink, Frank Rijkaard, Bert van Marwijk, Marco van Basten und Louis van Gaal nahmen Anlauf, allein ein Titel sollte dabei nicht rausspringen. Im Nacken hatten sie alle eine Hundertschaft von mehr oder minder fähigen Experten, das halbe Land und den Großen Johan Cruyff, der es stets besser wusste und weiß aber bis heute nie das Amt übernommen hat. Hiddink bekam nun wie van Gaal eine zweite Amtszeit, deren Start geriet eher dürftig. Die Auftaktniederlage in Tschechien war nicht im Erfolgsplan vorgesehen. Die Scharte nun aber etwas ausgewetzt. Mit einer Quälerei im Heimspiel gegen den Nobody Kasachstan, wo erst ein Platzverweis der Kasachen die Holländer auf die Siegerstraße führte wird dem konzilianten Hiddink etwas Gegenwind nehmen. Glanzlichter waren im Spiel seines Teams allerdings absolute Mangelware. Was wohl Johan Cruyff dazu sagt? Weiterlesen

Erste Runde rum


Veröffentlicht am 10. September 2014

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Europa erlebte ersten Spieltag der EM-Qualifikation

Weltmeister Deutschland und Titelverteidiger Spanien auf Kurs, der kleine Fußballzwerg Zypern siegt beim WM-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina. Viel Normalität, wenige Ausrufezeichen, bei 23 aus 53 kann nicht wirklich Spannung aufkommen. Aufregung aber allemal. Wie Luis Suárez und Mario Balotelli braucht auch Zlatan Ibrahimović das Theater um seine Person und lässt es gerne krachen, letztens nun per Ellbogen im Gesicht von David Alaba. Der Österreicher in Diensten von Bayern München hat überlebt, dennoch hätte Ibrahimović Rot verdient, bekam es nicht, lieferte aber danach mit seiner obligatorisch großen Klappe Sprüche und den Medien den größten Aufreger des ersten Spieltages dieser EM-Qualifikation. Ein Ergebnis gab es auch noch, Österreich und Schweden trennten sich 1:1. Obligatorisch auch die übliche Niederlage von Berti Vogts. Er und Aserbaidschan verloren zum Heimauftakt gegen Bulgarien 1:2. Island schlug die sich überschätzenden Türken souverän mit 3:0, Hollands neuer wie alter Trainer Hiddink unterlag mit Oranje in Tschechien mit 1:2 und die arg gerupften WM-Opfer Italien, England und Spanien siegten allesamt. Weiterlesen

Zeiten von Nachdenklichkeit


Veröffentlicht am 18. Juni 2014

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Weltmeister am Scheideweg

In Deutschland, Holland und Italien herrscht die Fußballsonne, die Dinge stehen gut. Im Quartier des Weltmeisters horcht man dieser Tage dagegen tief in die eigene Befindlichkeit. Die Fröhlichkeit ist gedämpft, der van Gaal-Stachel sitzt tief. Beim Blick ins spanische Trainingsquartier sah man Trainer del Bosque über die nächsten Schritte und Torhüter Casillas wohl über die eigene Leistung grübeln. Eintracht in nachdenklicher Stille. Manche Situationen brauchen eben keine großen Worte. Beide legen ihr Augenmerk sicher auf das Wohl und Wehe der Furija Roja und blicken dem anstehenden Spiel gegen Chile entgegen. Am Ende der Nachdenklichkeit wird eine Reaktion stehen, die Fußballwelt den Spaniern dabei genau auf ihr Spiel sehen. Einige dann auf die große Erleichterung hoffen und den Weltmeister zurück in die Spur wünschen. Andere Zeitgenossen wohl längst die Messer wetzen, um mit den einst Unbesiegbaren abzurechnen. Für einen spannenden Abend – der weit mehr als ein Fußballergebnis liefern könnte – ist längst gesorgt. Kommt Spanien wieder in Tritt, die Normalität wäre hergestellt, scheitert der Weltmeister wie einst der Titelverteidiger Frankreich bei der Asien-WM, dann geht etwas zu Ende. Die rhetorischen Tiefausläufer solchen Abgangs würden uns noch weit über das Ende eines Fußballspiels heimsuchen.

Redaktion Magath & Fußball

Schwanengesang ?


Veröffentlicht am 14. Juni 2014

„Entweder wir gewinnen oder wir sterben mit dem Stil.“ Auch ein genialer Fußballer wie Xavi ist nicht vor den martialischen Überhöhungen der Fußballsprache gefeit. Es macht ihn menschlich. Menschen irren und haben Schwächen. Seine augenblickliche Schwäche mag darin bestehen sich im Sonnenuntergang der eigenen Karriere zu befinden. Weiterlesen

Brasilien WM 2014 (VI) – Spielgerät ist da


Veröffentlicht am 4. Dezember 2013

Ein buntes Kerlchen namens „Brazuca“

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Mit großem Pomp, weniger geht heute in der Welt von Schuh-Blatter-Ballherstellern nicht mehr, wurde der neue „Erdenbürger“ nun von der FIFA der Welt präsentiert. „Brazuca“ heißt die Schöpfung. Dieser ist bitte ausdrücklich nicht mit der Panzerfaust „Bazooka“ zu verwechseln und schlägt auch nur in Toren, nicht in Schützengräben ein. Ein buntes kleines Kerlchen tauchte vor unseren Augen auf, der WM-Ball Brasilien 2014 erblickte die Welt, entstiegen den Tiefen der adidas Labore. Farbenfroh wie die Stadt seiner Präsentation – Rio de Janeiro – kommt er daher. Betrachtern kamen sofort Assoziationen mit dem Karneval in den Sinn. So manch Weltstar des Fußballs denkt sicher nicht nur an die Strandschönheiten der Sambametropole, sondern wünscht sich vor allem ein erfolgreiches Tänzchen mit dieser Kugel. Die ist natürlich rund, versteht sich, und ein wissenschaftliches Geschöpf, ein Kunst- und Hochglanzprodukt moderner Ingenieurkunst, getestet und erprobt wie weiland Wernher von Brauns Saturn V. Längst vorbei die Zeit, wo Zeugwarte mit der Pumpe… Weiterlesen