Schlagwort-Archive: Chile

Andrés Iniesta


Veröffentlicht am 20. Dezember 2015

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„Vergessen Sie die Lionel Messi gegen Cristiano Ronaldo Debatte. Andrés Iniesta ist der beste Spieler der Welt. Er hat ein enormes Verständnis für das Spiel und lenkt damit seine Mannschaft. Kaum jemand versteht das Spiel so wie er. Andrés gibt dem Team Kraft. Messi ist ein kompletter Spieler, er kann ein Spiel alleine entscheiden. Genau wie Ronaldo mit seinen unterschiedlichen Eigenschaften. Spieler wie Andrés Iniesta oder Xavi haben jenseits ihrer Fähigkeiten außerdem noch ein großes Verständnis des Spiels und führen damit das Team an.“

(Jorge Sampaoli, Nationaltrainer Chile, Interview univision.com, 18. Dezember 2015)

Zwischen Fußballfeld und Stadionlaufbahn


Veröffentlicht am 1. August 2015

Im Finale gegen Aston Villa gewann Club Atlético Peñarol 1982 zum dritten Mal den Weltpokal. Die große Zeit von Isabelion Gradín war da schon lange vorbei.

Im Finale gegen Aston Villa gewann Club Atlético Peñarol 1982 zum dritten Mal den Weltpokal. Die große Zeit von Isabelino Gradín war da schon lange vorbei.

Isabelino Gradín war ein besonderer Sportler

In Süd- wie Mittelamerika schwärmt man gerade vom Mexikaner Jürgen Damm, dem Flügelflitzer vom diesjährigen Copa Libertadores Finalisten UANL Tigres aus Mexiko. Der ist schnell wie die legendäre Trickfilm-Maus „Speedy Gonzales“, bringt es mit dem Ball am Fuß laut Messdaten auf etwa 35 Kilometer pro Stunde, darin ähnlich dem Waliser Gareth Bale. Beide Flügelflitzer werden als Tempowunder gehandelt, haben allerdings darin kein Alleinstellungsmerkmal. Schon in alter Fußballzeit gab es einen flotten wie legendären Vorläufer, der ihnen in nichts nachstand, einst auf schnellen Füßen unterwegs war. Seine Laufleistungen wurden allerdings mit Medaillen gekrönt. Wer durch die Ciudad Vieja schlendert, die traumhafte Altstadt von Uruguays Hauptstadt Montevideo, kann über kurz oder lang auch auf die Plaza Isabelino Gradín gelangen und eine Denkmalstelle mit gleichem Namen entdecken. Benannt nach einem der großen Fußballer und Sportler Lateinamerikas: Isabelino Gradín. Weiterlesen

Chile – Argentinien 4:1 i.E. (0:0 n.V.)


Veröffentlicht am 5. Juli 2015

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Gastgeber Chile gewinnt erstmals die Copa América

Im Vorfeld bei Fans wie Medien – nicht unter Spielern – ein unappetitliches Geklimper nebst Diffamierungen auf beiden Seiten. Alte politische Rivalitäten machten vor dem Sport mal wieder nicht halt. Dennoch, es traten zum Endspiel der Copa América 2015 die derzeit besten Teams des Kontinents an, kreuzten im Estadio Nacional in Chiles Hauptstadt Santiago die fußballerischen Klingen. In der Vorfeld-Rhetorik viel vom Generationengold die Rede. Dessen Glanz entfaltet sich im Fußball allerdings nicht immer, ist manchmal mehr Fluch als Segen. Auf der anderen Seite gibt es Siege von historischer Bedeutung. Chile gelang einer. Nun gehört man endlich zu den südamerikanischen Titelträgern. Auch Chile trat mit seiner „Goldenen Generation“ an, bessere Fußballer hatte das Land noch nie. Vor allem hatte man niemals ein besseres Team. Weiterlesen

Der Topfavorit erwacht


Veröffentlicht am 1. Juli 2015

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Argentinien nach 6:1-Kantersieg über Paraguay im Finale

Trotz dreier Siege und einem Remis war es bislang nicht die ganz große Show, die Argentinien bei der Copa América in Chile bot. Lediglich vier Tore brachte die als Topfavorit angetretene Albiceleste in ihren vier Partien gegen Paraguay, Uruguay, Jamaika und Kolumbien zu Wege – ohne dabei wirklich zu überzeugen. Gegen die Cafeteros ging es torlos sogar bis ins Elfmeterschießen, der Halbfinaleinzug alles andere als eine klare Angelegenheit. In Concepción hieß der Gegner in der Vorschlussrunde wie schon während der Gruppenphase Paraguay – und erstmals im Turnierverlauf demonstrierte Gerardo Martinos Team eindrucksvoll, was angesichts einer Offensivreihe um Lionel Messi, Ángel Di María, Sergio Agüero oder Javier Pastore möglich ist. Der tapfer kämpfende Finalteilnehmer von 2011 hatte nicht den Hauch einer Chance, aufseiten der Albirroja mussten zudem noch während des ersten Durchgangs Shootingstar Derlis González und Spielführer Roque Santa Cruz verletzt vom Platz. Argentinien beim überdeutlichen 6:1 (2:1) insgesamt aber mindestens zwei Klassen besser und endlich auch mit jener Zielstrebigkeit und spielerischen Leichtigkeit unterwegs, die bislang noch eher selten zutage trat. Weiterlesen

Chile im Finale


Veröffentlicht am 30. Juni 2015

Charles Aránguiz und Torschütze Eduardo Vargas bejubeln die chilenische Führung.

Charles Aránguiz und Torschütze Eduardo Vargas bejubeln die chilenische Führung.

Vargas-Doppelpack und der nächste heftig umstrittene Platzverweis

Der Gastgeber hat es geschafft! Durch einen 2:1-Erfolg über Peru erreichten die Chilenen in der Nacht von Montag auf Dienstag im Nationalstadion der Hauptstadt Santiago de Chile das Endspiel der Copa América 2015 im eigenen Land. Matchwinner für das Team von Jorge Sampaoli dabei ein Mann vom SSC Neapel: Eduardo Vargas sicherte La Roja mit seinen Turniertoren drei und vier den dritten Finaleinzug nach 1979 und 1987. Wie schon im Viertelfinale gegen Uruguay, als der brasilianische Schiedsrichter Sandro Meira Ricci den Topstar der Urus Edinson Cavani nach fragwürdiger Einlage des inzwischen nachträglich gesperrten Mainzers Gonzalo Jara des Feldes verwies, stand auch im Halbfinale der Unparteiische besonders im Blickpunkt. Mitte der ersten Halbzeit schon schickte José Ramón Argote Vega aus Venezuela den peruanischen Innenverteidiger Carlos Zambrano mit Rot vom Platz und brachte die Hausherren damit unweigerlich auf die Siegerstraße. Weiterlesen

* 9. Februar 1931 – † 29. Juni 2015


Veröffentlicht am 29. Juni 2015

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Josef Masopust

Ihm gelang, was weder Diego Maradona noch Lionel Messi ihr Eigen nennen können. In einem WM-Endspiel schoss er ein Tor. Es war 1962 im Estadio Nacional de Chile zu Santiago, wo aktuell die Copa América 2015 ihrem Höhepunkt entgegen schwingt. Ein Mann aus dem großen Gestern des Fußballs war Josef Masopust, dessen Geburtsdorf Střimice schon in den Fünfziger Jahren dem Bergbau weichen musste. Am 9. Februar 1931 wurde er dort geboren, in Prag ist er nun am 29. Juni 2015 im Alter von 84 Jahren gestorben. Von 1952 bis 1968 spielte er für seinen geliebten Verein Dukla Prag, stand in 333 Spielen für den Club auf dem Platz und schoss 69 Tore. Im linken Mittelfeld zog er die Fäden und agierte stets auf technisch hohem Niveau. Es waren vor allem und ständig die Südamerikaner, unter ihnen der große Pelé, die ihn als „Brasilianer“ bezeichneten – zur damaligen Zeit noch ein uneingeschränktes Kompliment – damit seine Brillanz am Ball und seine spielerische Leichtigkeit ehrten. 1954 debütierte er im Nationalteam der Tschechoslowakei, 1966 beendete er nach 63 Länderspielen seine Karriere in der Nationalmannschaft. Mit Dukla wurde er achtmal Meister in seiner Heimat, der größte Triumph allerdings in der Niederlage. In besagtem Endspiel der WM in Chile gelang ihm am 17. Juni 1962 der Treffer für die Ewigkeit. Es war die 15. Minute, als die Tschechoslowakei den Favoriten schreckte und durch Josef Masopust mit 1:0 in Führung ging. Am Ende siegten die Brasilianer mit 3:1. Masopust kehrte mit seinem Team als Vizeweltmeister in die Heimat zurück, bejubelt und geehrt, als wäre man mit dem Titel heimgekommen. Seine Ehrungen waren damit nicht zu Ende. Im Jahr 1962 umgehend der größte persönliche Triumph. Josef Masopust wurde vor dem legendären Eusébio und dem deutschen Defensivstrategen Karl-Heinz Schnellinger Europas Fußballer des Jahres und gewann den Ballon d’Or. Bis 2003 blieb er der einzige Tscheche, dem diese Auszeichnung verliehen wurde, 2003 folgte ihm darin sein bei Juventus spielender Landsmann Pavel Nedvěd. In seiner Heimat trauert man weit über die Fußballszene um Josef Masopust. Die kleine Nation hat einen großen Sportler und Zeitzeugen verloren.

Redaktion Magath & Fußball

Brasilianisches Déjà-vu


Veröffentlicht am 28. Juni 2015

Paraguays Viertelfinal-Held: Derlis González.

Paraguays Viertelfinal-Held: Derlis González.

Seleção scheitert wie 2011 im Elfmeterschießen an Paraguay

Bereits vor vier Jahren im argentinischen La Plata begegneten sich Brasilien und Paraguay im Viertelfinale der Copa América. Während der regulären Spielzeit und der anschließenden Verlängerung fielen keine Tore, es ging ins Elfmeterschießen. Justo Villar, schon damals im Tor der Albirroja, musste nach einem kollektiven Blackout der Brasilianer nicht ein einziges Mal hinter sich greifen: Elano, Thiago Silva, André Santos und Fred vergaben allesamt. Paraguay siegte 2:0, weil Marcelo Estigarribia und Cristian Riveros verwandelten. In chilenischen Wirtschaftszentrum Concepción kam es nun zur Neuauflage dieses Duells. Wieder begegneten sich anno 2015 beide Teams in der Runde der letzten Acht – und wieder fand diese Partie aus dem Spiel heraus keinen Sieger. Robinho hatte die ohne ihren gesperrten Superstar Neymar angetretene Seleção zwar schon nach 14 Minuten in Führung gebracht, ein vermeidbares Handspiel im eigenen Strafraum von Thiago Silva eröffnete Derlis González nach 72 Minuten jedoch die große Chance auf den Ausgleich: Vom Punkt aus erzielte der Angreifer vom FC Basel das längst überfällige 1:1, welches bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Anders als 2011 folgte keine Verlängerung, einmal mehr also musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Und einmal mehr verabschiedete sich der Rekordweltmeister frühzeitig aus dem Turnier. Weiterlesen

Argentinien gewinnt Elfer-Krimi


Veröffentlicht am 27. Juni 2015

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Lange kein Vorbeikommen an Kolumbiens David Ospina

Anders als es das Endresultat von 5:4 nach Elfmeterschießen vermuten lässt, war das Viertelfinale zwischen Argentinien und Kolumbien in Viña del Mar, der mit knapp 300.000 Einwohnern viertgrößten Stadt Chiles, die meiste Zeit über eine einseitige Angelegenheit. Der Vizeweltmeister dominierte das Geschehen, das im Vorfeld der Copa hoch gehandelte Team von José Pekerman konnte dem Anrennen der Gauchos offensiv wenig bis nichts entgegensetzen. Dennoch retteten sich die Cafeteros über die Spielzeit, was freilich in erster Linie der großartigen Tagesform von Schlussmann David Ospina zu verdanken war. Dass es Kolumbien überhaupt bis ins Elfmeterschießen brachte – mit Ausnahme des Endspiels gibt es bei der Copa América keine Verlängerung – kam einem mittleren Fußballwunder gleich. Vom Strafstoßpunkt aus versagten jedoch gleich drei kolumbianischen Schützen die Nerven – Luis Muriel, Juan Zúñiga und schließlich Jeison Murillo brachten das Leder allesamt nicht im Tor unter. Nachdem Lucas Biglia und Marcos Rojo auf argentinischer Seite ihre Matchbälle noch ausgelassen hatten, donnerte Carlos Tévez den 14. und entscheidenden Elfmeter des Abends humorlos unter die Latte. Argentinien damit der dritte Halbfinalist, Kolumbien ausgeschieden. Die Enttäuschung insbesondere bei David Ospina riesengroß. Weiterlesen

Peru folgt Chile


Veröffentlicht am 26. Juni 2015

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Ex-Bundesliga-Angreifer Paolo Guerrero mit Dreierpack

Bereits zum zweiten Mal nacheinander steht Peru im Halbfinale der Copa América. In Temuco bezwang die Mannschaft von Trainer Ricardo Gareca den Nachbar Bolivien souverän mit 3:1 (2:0) und trifft in der kommenden Woche nun auf Gastgeber Chile. Zum Matchwinner aufseiten der Peruaner schwang sich einer auf, den man hierzulande nur allzu gut kennt: Paolo Guerrero, von 2002 bis 2006 in Diensten des FC Bayern und anschließend bis 2012 im HSV-Trikot unterwegs, brachte es seinerzeit in 161 Bundesliga-Partien auf 47 Tore und 24 Vorlagen. Inzwischen bei Flamengo Rio de Janeiro unter Vertrag, erzielte Guerrero in der Nacht von Donnerstag auf Freitag alle drei Treffer für die Selección und katapultierte sich praktisch aus dem Nichts an die Spitze der Copa-Torjägerliste. Für Bolivien, das durch Martins Moreno immerhin noch zum Ehrentreffer gelangte, war allein schon die Teilnahme an der KO-Runde ein großer Erfolg. Immerhin gelang der von Mauricio Soria gecoachten Auswahl bei der diesjährigen Auflage der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft durch den 3:2-Erfolg über Ecuador zum ersten Mal seit 1997 wieder ein Sieg. Während „La Verde“ vor 18 Jahren mit dem Heimvorteil im Rücken erst im Finale an Brasilien scheiterte, war diesmal gegen starke Peruaner jedoch im Viertelfinale Endstation. Weiterlesen