Schlagwort-Archive: Christoph Kramer

Weichenstellung


Veröffentlicht am 10. November 2014

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Tabellenführer festigen ihre Position

Die Spitzenreiter in den kontinentalen Top-Ligen agierten wie Champions, setzten eindrucksvolle Zeichen Richtung Konkurrenz. Bayern und Chelsea bleiben weiter ungeschlagen, Real die Torfabrik des europäischen Fußballs und Juventus zeigte sich in einer für italienische Verhältnisse ungewohnten Torlaune. Nur in Frankreich wurde der Spitzenreiter gerupft. Weiterlesen

Kein Esel


Veröffentlicht am 22. August 2014

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„Wenn ich 55 Minuten lang Autogramme gegeben habe, muss ich nicht auch noch irgendwo posten: War ein toller Tag heute. […] Ich bin froh, dass die Leute in meinem Umfeld nicht so fanatisch sind. Meine Eltern haben mich zwar immer zum Training gefahren, sich aber dann ins Vereinsheim gesetzt und Kaffee getrunken. Sie sind heute noch bei den Heimspielen. Sie fragen anschließend nur, ob ich Spaß hatte. Wenn ich Ja sage, war es ein guter Tag. […] Mein Lieblingsspieler war immer der Engländer Steven Gerrard. Der lief immer schon jedem Ball hinterher, mit großen Schritten. Er war vielleicht nicht der begnadetste Fußballer, aber überall auf dem Platz präsent, hat gegrätscht und gekämpft. […] Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Das versichere ich Ihnen. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will. Ganz generell, ich sage das nicht mit Blick auf einen bestimmten Verein, fühle ich mich in dem Geschäft manchmal wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich. […] Ich bin kein anderer Mensch als vorher. Ich achte genau darauf, dass mir keiner unterstellen kann, ich sei arrogant. Ich habe dazugelernt. […] Weltmeister, das ist nicht vergänglich. Wahrscheinlich kann ich mich noch mit 40 in ein TV-Studio stellen und von damals reden – vorausgesetzt, ich verkaufe mich nicht wie ein Esel.“

(Christoph Kramer, Interview Auszüge Der Spiegel, 18. August 2014)

Der gerechte Lohn


Veröffentlicht am 19. Juli 2014

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Deutschland ist hochverdienter Weltmeister 2014

1954, 1974, 1990, 2014! Deutschland ist Weltmeister! Endlich, der vierte Stern! Doch wer hätte das noch vor zwei Monaten für möglich gehalten, als eine personell arg gebeutelte DFB-Auswahl am 21. Mai ins Trainingslager im Passeiertal in Südtirol aufbrach? Neuer, Schweinsteiger, Lahm – inzwischen WM-Helden und dem Legendenstatus nah – plagten sich mit mehr oder minder schweren Verletzungen, der Pflichtspielmarathon einer gedrängten Spielzeit hatte seine Spuren hinterlassen. Schnell ward zudem der Stab über Joachim Löw gebrochen, der einmal mehr mit ebenso mutigen wie überraschenden Kaderentscheidungen aufgewartet hatte, die Wünsche der etwa 81 Millionen Bundestrainer in unserem fußballverrückten Land natürlich nicht alle erfüllen konnte und deshalb öffentlich zum Abschuss freigegeben wurde. Kurzum: Die Kritiker und hiesigen Sportmedien rieben sich erwartungsfroh die Hände angesichts der unmittelbar bevorstehenden Zäsur in Fußball-Deutschland. Doch 59 Tage später ist plötzlich alles anders. Eine Generation, der die Siegermentalität auf der größten Bühne des Weltfußballs schon abgesprochen wurde, hat sich auf beeindruckende Weise selbst ein Denkmal gesetzt. Ein echtes Team hat es allen gezeigt. Weiterlesen