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Think


Veröffentlicht am 27. März 2018

„The reality is for people with a brain, with common sense, with knowledge of what sports is.”

(José Mourinho, Interview mit CNN, 21. März 2018)

Opposition aus Europa?


Veröffentlicht am 26. Januar 2015

Wahl des Fifa-Präsidenten wirft theatralische Schatten voraus

Der Schweizer Joseph S. Blatter werkelt seit 1975 als FIFA-Funktionär und steht dem Weltverband seit 1998 als allmächtiger Präsident vor. Im nächsten Jahr wird er 80 Jahre. An freiwilligen wie klugen Verzicht denkt er nicht, sein Mantra: „Ich muss sagen, dass ich meine Mission noch nicht erfüllt habe. Ich möchte weitere vier Jahre haben, um zu beweisen, dass Fußball mehr als ein Spiel ist.“ Der Herbst von Patriarchen ist seit König Lears Zeiten ein dunkles Geschäft. Fans in aller Welt graust es schon lange vor der „Mission“, bei WM-Eröffnungen pfeift sich das Stadionpublikum die Seele aus dem Hals, sobald der Name Blatter genannt. Pfiffe lassen Sepp Blatter allerdings seit jeher kalt. Kritik perlt ab, Stadien haben Hinterausgänge. Der FIFA-Boss kontert gern mit deftigen Gegenangriffen. Nun hat es die UEFA erwischt, die all die Jahre den FIFA-Alleinherrscher hat gewähren lassen. Blatter erbost: „Sie wollen mich loswerden. Die gesamte Opposition kommt, das muss man leider so sagen, aus Nyon von der UEFA“, verkündet der 78-Jährige über CNN, um noch in Verachtung nachzulegen: „Sie haben nicht den Mut, selbst einzusteigen“, womit er sogar Recht haben könnte. Fans haben bei diesem Machtpoker weder Stimme noch Gehör, sitzen als ohnmächtige Beobachter am Rand. Sponsoren sind dagegen wichtig wie einflussreich und wenden sich offensichtlich von dieser Art Weltverband ab. Top-Sponsoren wie Emirates/Luftfahrt, Sony, Castrol, Continental und Johnson & Johnson werden ihre auslaufenden Verträge mit der FIFA nicht mehr verlängern, verkündeten bereits ihren Verzicht auf eine Fortsetzung der Partnerschaft. Dennoch, der nächste FIFA-Präsident wird wieder Sepp Blatter heißen, ein Mann, der seine Dinge immer zu regeln wusste. Für ihn kann es nur einen geben, sich selbst. Quo vadis, FIFA?

Redaktion Magath & Fußball