Schlagwort-Archive: Copa

Zwischen Fußballfeld und Stadionlaufbahn


Veröffentlicht am 1. August 2015

Im Finale gegen Aston Villa gewann Club Atlético Peñarol 1982 zum dritten Mal den Weltpokal. Die große Zeit von Isabelion Gradín war da schon lange vorbei.

Im Finale gegen Aston Villa gewann Club Atlético Peñarol 1982 zum dritten Mal den Weltpokal. Die große Zeit von Isabelino Gradín war da schon lange vorbei.

Isabelino Gradín war ein besonderer Sportler

In Süd- wie Mittelamerika schwärmt man gerade vom Mexikaner Jürgen Damm, dem Flügelflitzer vom diesjährigen Copa Libertadores Finalisten UANL Tigres aus Mexiko. Der ist schnell wie die legendäre Trickfilm-Maus „Speedy Gonzales“, bringt es mit dem Ball am Fuß laut Messdaten auf etwa 35 Kilometer pro Stunde, darin ähnlich dem Waliser Gareth Bale. Beide Flügelflitzer werden als Tempowunder gehandelt, haben allerdings darin kein Alleinstellungsmerkmal. Schon in alter Fußballzeit gab es einen flotten wie legendären Vorläufer, der ihnen in nichts nachstand, einst auf schnellen Füßen unterwegs war. Seine Laufleistungen wurden allerdings mit Medaillen gekrönt. Wer durch die Ciudad Vieja schlendert, die traumhafte Altstadt von Uruguays Hauptstadt Montevideo, kann über kurz oder lang auch auf die Plaza Isabelino Gradín gelangen und eine Denkmalstelle mit gleichem Namen entdecken. Benannt nach einem der großen Fußballer und Sportler Lateinamerikas: Isabelino Gradín. Weiterlesen

Gold Cup 2015


Veröffentlicht am 10. Juli 2015

imago19238363m_c

Erster Gruppenspieltag absolviert, USA und Mexiko siegreich

Analog zur Copa América findet in diesem Jahr der CONCACAF Gold Cup in den USA und Kanada statt. 13 der 14 Austragungsorte dabei in amerikanischer Hand, einzig das BMO Field in Toronto hält die kanadische Flagge hoch. Ähnlich wie die Copa verfügt auch die Kontinentalmeisterschaft für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik über ein zwölfköpfiges Starterfeld, das sich zunächst auf drei Vierergruppen verteilt. Die beiden Topteams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale, das schließlich von den beiden besten Drittplatzierten komplettiert wird – der Modus also identisch. Die Historie des Wettbewerbs allerdings nicht ganz so reichhaltig wie die seines südamerikanischen Äquivalents. Erst 1963 kam der CONCACAF Nations Cup in El Salvador zu seiner ersten Austragung, den Premierentitel sicherte sich Costa Rica. Das Turnier, seit 1991 besser unter dem Namen Gold Cup bekannt, findet heute alle zwei Jahre statt. Rekordsieger mit neun Titeln Mexiko, die USA bislang fünffacher Gewinner. Costa Rica immerhin dreimal erfolgreich, zuletzt 1989, lang ist es her. Diese drei Mannschaften, daran kann keinen Zweifel geben, werden den Turnierverlauf auch diesmal prägen. Einbrechen in die Phalanx des Top-Trios kann wohl am ehesten noch der Co-Gastgeber, Kanada holte im Jahr 2000 seinen zweiten Turniersieg und damit den letzten, der nicht nach Mexiko oder an die USA ging. Ein solcher Ausgang anno 2015 aber kaum vorstellbar. Nach dem schwachen Auftritt Mexikos kürzlich bei der Copa América in Chile, scheint das von Jürgen Klinsmann gecoachte US-Team leicht favorisiert. Überhaupt konnten die Soccer Boys in den letzten beiden Jahrzehnten den Abstand auf El Tri merklich verringern – seit 1991 stand die USA bei neun von zwölf Austragungen des Gold Cups im Finale, holte in dieser Zeitspanne alle seine fünf Titel, zuletzt 2013 durch einen 1:0-Finalsieg über Panama. Weiterlesen

Chile – Argentinien 4:1 i.E. (0:0 n.V.)


Veröffentlicht am 5. Juli 2015

imago20329572m_c

Gastgeber Chile gewinnt erstmals die Copa América

Im Vorfeld bei Fans wie Medien – nicht unter Spielern – ein unappetitliches Geklimper nebst Diffamierungen auf beiden Seiten. Alte politische Rivalitäten machten vor dem Sport mal wieder nicht halt. Dennoch, es traten zum Endspiel der Copa América 2015 die derzeit besten Teams des Kontinents an, kreuzten im Estadio Nacional in Chiles Hauptstadt Santiago die fußballerischen Klingen. In der Vorfeld-Rhetorik viel vom Generationengold die Rede. Dessen Glanz entfaltet sich im Fußball allerdings nicht immer, ist manchmal mehr Fluch als Segen. Auf der anderen Seite gibt es Siege von historischer Bedeutung. Chile gelang einer. Nun gehört man endlich zu den südamerikanischen Titelträgern. Auch Chile trat mit seiner „Goldenen Generation“ an, bessere Fußballer hatte das Land noch nie. Vor allem hatte man niemals ein besseres Team. Weiterlesen

Peru wird Dritter


Veröffentlicht am 4. Juli 2015

André Carrillo (Zweiter von rechts) erzielte im Spiel um Platz drei den Führungstreffer.

André Carrillo (Zweiter von rechts) erzielte im Spiel um Platz drei den Führungstreffer.

2:0-Sieg über Paraguay im kleinen Finale

Die Copa América 2015 endete für Peru wie schon vor vier Jahren in Argentinien mit einem starken dritten Platz. Im kleinen Finale gegen Paraguay trafen André Carrillo und Paolo Guerrero für La Rojiblanca, die aus dem Duell der beiden Überraschungsteams des Turniers in Concepción als souveräner Sieger hervorgingen. Angreifer Carrillo von Sporting Lissabon brachte die Mannschaft von Ricardo Gareca kurz nach der Halbzeitpause mit einem sehenswerten Volley-Dropkick aus 18 Metern in Führung, Guerrero traf eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit zum 2:0-Endstand. Insgesamt war es der vierte Turniertreffer des Mannes von Flamengo Rio de Janeiro, der die Copa-Torjägerliste nun zusammen mit dem Chilenen Eduardo Vargas anführt.

Redaktion Magath & Fußball

Der Topfavorit erwacht


Veröffentlicht am 1. Juli 2015

imago20292330m_c

Argentinien nach 6:1-Kantersieg über Paraguay im Finale

Trotz dreier Siege und einem Remis war es bislang nicht die ganz große Show, die Argentinien bei der Copa América in Chile bot. Lediglich vier Tore brachte die als Topfavorit angetretene Albiceleste in ihren vier Partien gegen Paraguay, Uruguay, Jamaika und Kolumbien zu Wege – ohne dabei wirklich zu überzeugen. Gegen die Cafeteros ging es torlos sogar bis ins Elfmeterschießen, der Halbfinaleinzug alles andere als eine klare Angelegenheit. In Concepción hieß der Gegner in der Vorschlussrunde wie schon während der Gruppenphase Paraguay – und erstmals im Turnierverlauf demonstrierte Gerardo Martinos Team eindrucksvoll, was angesichts einer Offensivreihe um Lionel Messi, Ángel Di María, Sergio Agüero oder Javier Pastore möglich ist. Der tapfer kämpfende Finalteilnehmer von 2011 hatte nicht den Hauch einer Chance, aufseiten der Albirroja mussten zudem noch während des ersten Durchgangs Shootingstar Derlis González und Spielführer Roque Santa Cruz verletzt vom Platz. Argentinien beim überdeutlichen 6:1 (2:1) insgesamt aber mindestens zwei Klassen besser und endlich auch mit jener Zielstrebigkeit und spielerischen Leichtigkeit unterwegs, die bislang noch eher selten zutage trat. Weiterlesen

Chile im Finale


Veröffentlicht am 30. Juni 2015

Charles Aránguiz und Torschütze Eduardo Vargas bejubeln die chilenische Führung.

Charles Aránguiz und Torschütze Eduardo Vargas bejubeln die chilenische Führung.

Vargas-Doppelpack und der nächste heftig umstrittene Platzverweis

Der Gastgeber hat es geschafft! Durch einen 2:1-Erfolg über Peru erreichten die Chilenen in der Nacht von Montag auf Dienstag im Nationalstadion der Hauptstadt Santiago de Chile das Endspiel der Copa América 2015 im eigenen Land. Matchwinner für das Team von Jorge Sampaoli dabei ein Mann vom SSC Neapel: Eduardo Vargas sicherte La Roja mit seinen Turniertoren drei und vier den dritten Finaleinzug nach 1979 und 1987. Wie schon im Viertelfinale gegen Uruguay, als der brasilianische Schiedsrichter Sandro Meira Ricci den Topstar der Urus Edinson Cavani nach fragwürdiger Einlage des inzwischen nachträglich gesperrten Mainzers Gonzalo Jara des Feldes verwies, stand auch im Halbfinale der Unparteiische besonders im Blickpunkt. Mitte der ersten Halbzeit schon schickte José Ramón Argote Vega aus Venezuela den peruanischen Innenverteidiger Carlos Zambrano mit Rot vom Platz und brachte die Hausherren damit unweigerlich auf die Siegerstraße. Weiterlesen

Brasilianisches Déjà-vu


Veröffentlicht am 28. Juni 2015

Paraguays Viertelfinal-Held: Derlis González.

Paraguays Viertelfinal-Held: Derlis González.

Seleção scheitert wie 2011 im Elfmeterschießen an Paraguay

Bereits vor vier Jahren im argentinischen La Plata begegneten sich Brasilien und Paraguay im Viertelfinale der Copa América. Während der regulären Spielzeit und der anschließenden Verlängerung fielen keine Tore, es ging ins Elfmeterschießen. Justo Villar, schon damals im Tor der Albirroja, musste nach einem kollektiven Blackout der Brasilianer nicht ein einziges Mal hinter sich greifen: Elano, Thiago Silva, André Santos und Fred vergaben allesamt. Paraguay siegte 2:0, weil Marcelo Estigarribia und Cristian Riveros verwandelten. In chilenischen Wirtschaftszentrum Concepción kam es nun zur Neuauflage dieses Duells. Wieder begegneten sich anno 2015 beide Teams in der Runde der letzten Acht – und wieder fand diese Partie aus dem Spiel heraus keinen Sieger. Robinho hatte die ohne ihren gesperrten Superstar Neymar angetretene Seleção zwar schon nach 14 Minuten in Führung gebracht, ein vermeidbares Handspiel im eigenen Strafraum von Thiago Silva eröffnete Derlis González nach 72 Minuten jedoch die große Chance auf den Ausgleich: Vom Punkt aus erzielte der Angreifer vom FC Basel das längst überfällige 1:1, welches bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Anders als 2011 folgte keine Verlängerung, einmal mehr also musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Und einmal mehr verabschiedete sich der Rekordweltmeister frühzeitig aus dem Turnier. Weiterlesen

Argentinien gewinnt Elfer-Krimi


Veröffentlicht am 27. Juni 2015

imago20258385m_c

Lange kein Vorbeikommen an Kolumbiens David Ospina

Anders als es das Endresultat von 5:4 nach Elfmeterschießen vermuten lässt, war das Viertelfinale zwischen Argentinien und Kolumbien in Viña del Mar, der mit knapp 300.000 Einwohnern viertgrößten Stadt Chiles, die meiste Zeit über eine einseitige Angelegenheit. Der Vizeweltmeister dominierte das Geschehen, das im Vorfeld der Copa hoch gehandelte Team von José Pekerman konnte dem Anrennen der Gauchos offensiv wenig bis nichts entgegensetzen. Dennoch retteten sich die Cafeteros über die Spielzeit, was freilich in erster Linie der großartigen Tagesform von Schlussmann David Ospina zu verdanken war. Dass es Kolumbien überhaupt bis ins Elfmeterschießen brachte – mit Ausnahme des Endspiels gibt es bei der Copa América keine Verlängerung – kam einem mittleren Fußballwunder gleich. Vom Strafstoßpunkt aus versagten jedoch gleich drei kolumbianischen Schützen die Nerven – Luis Muriel, Juan Zúñiga und schließlich Jeison Murillo brachten das Leder allesamt nicht im Tor unter. Nachdem Lucas Biglia und Marcos Rojo auf argentinischer Seite ihre Matchbälle noch ausgelassen hatten, donnerte Carlos Tévez den 14. und entscheidenden Elfmeter des Abends humorlos unter die Latte. Argentinien damit der dritte Halbfinalist, Kolumbien ausgeschieden. Die Enttäuschung insbesondere bei David Ospina riesengroß. Weiterlesen

Peru folgt Chile


Veröffentlicht am 26. Juni 2015

imago20250902m_c

Ex-Bundesliga-Angreifer Paolo Guerrero mit Dreierpack

Bereits zum zweiten Mal nacheinander steht Peru im Halbfinale der Copa América. In Temuco bezwang die Mannschaft von Trainer Ricardo Gareca den Nachbar Bolivien souverän mit 3:1 (2:0) und trifft in der kommenden Woche nun auf Gastgeber Chile. Zum Matchwinner aufseiten der Peruaner schwang sich einer auf, den man hierzulande nur allzu gut kennt: Paolo Guerrero, von 2002 bis 2006 in Diensten des FC Bayern und anschließend bis 2012 im HSV-Trikot unterwegs, brachte es seinerzeit in 161 Bundesliga-Partien auf 47 Tore und 24 Vorlagen. Inzwischen bei Flamengo Rio de Janeiro unter Vertrag, erzielte Guerrero in der Nacht von Donnerstag auf Freitag alle drei Treffer für die Selección und katapultierte sich praktisch aus dem Nichts an die Spitze der Copa-Torjägerliste. Für Bolivien, das durch Martins Moreno immerhin noch zum Ehrentreffer gelangte, war allein schon die Teilnahme an der KO-Runde ein großer Erfolg. Immerhin gelang der von Mauricio Soria gecoachten Auswahl bei der diesjährigen Auflage der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft durch den 3:2-Erfolg über Ecuador zum ersten Mal seit 1997 wieder ein Sieg. Während „La Verde“ vor 18 Jahren mit dem Heimvorteil im Rücken erst im Finale an Brasilien scheiterte, war diesmal gegen starke Peruaner jedoch im Viertelfinale Endstation. Weiterlesen