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Titel Nummer zehn für „El Tri“


Veröffentlicht am 27. Juli 2015

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Mexiko lässt Jamaika keine Chance, USA blamiert sich

Am Ende nahm der Gold Cup 2015 in den USA und Kanada also doch noch seinen standesgemäßen Ausgang – und das zumindest im Finale gänzlich ohne Schiedsrichtereinfluss. Der turmhohe Favorit Mexiko bot im Endspiel gegen Jamaika seine wohl beste Turnierleistung, siegte im mit fast 70.000 Zuschauern restlos ausverkauften Lincoln Financial Field in Philadelphia souverän wie hochverdient mit 3:1 (1:0) und sicherte sich seinen insgesamt zehnten Titel beim CONCACAF Nationenwettbewerb. Damit gingen nun bereits zwölf der letzten 13 Austragungen entweder an Mexiko oder an die USA. Zwar blieb der Mannschaft von Winfried Schäfer bei ihrer ersten Finalteilnahme der ganz große Triumph verwehrt, nicht zuletzt dank des sensationellen Halbfinalsiegs über den Gastgeber zählt Jamaika dennoch zu den großen Gewinnern der 23. Gold Cup Austragung. Noch nie zuvor war es einem Team aus der Karibik gelungen, bis ins Finale vorzustoßen. „Nur die Qualifikation für die Fußball-WM 1998 kann mit diesem Moment in der jamaikanischen Fußballgeschichte konkurrieren“, war unlängst in der Landeszeitung „The Jamaica Observer“ zu lesen. Ohnehin steht fest: Der antillische Inselstaat ist längst schon angekommen auf der Landkarte des Weltfußballs, der jüngste Erfolg muss keine Eintagsfliege bleiben. Weiterlesen

Erstaunliche Ruhe


Veröffentlicht am 21. Juni 2015

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Bei Manchester City soll das Team runderneuert werden

Ihm gab man keine Chance mehr, Nachfolgephantasien durchfluteten die Sportredaktionen dieses Kontinents. Schlagzeile türmte sich auf Schlagzeile: Rafael Benítez, Pep Guardiola, Jürgen Klopp hießen die auflagenstarken Namen. Der chilenische Ingenieur und Fußballtrainer Manuel Pellegrini wirkte in diesem medialen Wirbelsturm wie immer – ein Fels in der Brandung, der durch Stille beruhigt. Verbales Benzin in eine lodernde Berichterstattung gießen war seine Sache nie. Nicht nur er blieb ruhig, dies taten auch seine Arbeitgeber, was doch etwas erstaunt. Den Besitzern der Citizens um Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan muss allerdings attestiert werden, seit der Club in ihren Händen liegt, haben sie kein Oligarchen- oder Ölbaronverhalten an den Tag gelegt und bei Misserfolgen umgehend den Trainer vor die Tür gesetzt. Roberto Mancini durfte vier Jahre arbeiten, Manuel Pellegrini ist seit 2013 im Job. Die Titellosigkeit der letzten Saison und das erneute Versagen in der Champions League werden von den Verantwortlichen auch der Mannschaft angelastet und bleiben nicht allein am Trainer kleben. Gemeinsam mit Txiki Begiristain, dem seit 2012 amtierenden Sportdirektor, und einem Haufen Geld soll Pellegrini nun den Grundstein für ein neues Meisterteam legen, inklusive den Aufbau einer Mannschaft organisieren, die dem Champions League Titel nahe kommt, diesen holen kann. Die Ansprüche der Scheichs sind nicht geschrumpft. Der nächste Wurf muss für Pellegrini wie für Begiristain ein Treffer werden. Das Fußballauge ruht also auf den Transferaktivitäten von Manchester City und deren Begehrlichkeiten. Weiterlesen