Schlagwort-Archive: De Bruyne

Felix Magath zum Wechsel von Julian Draxler


Veröffentlicht am 15. September 2015

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„Bei Schalke 04 ist Julian in den letzten Jahren stagniert. Und da tut ein neuer Impuls gut. […] In Wolfsburg hat er Mitspieler, die ihn weiterbringen können. Von daher hat er es richtig gemacht. […] Auf der zentralen Mittelfeldposition hat er bei Schalke nicht mehr die Möglichkeiten gehabt. Das ist seine beste Position. Dafür hat man ihn nach Wolfsburg geholt. […] Die Mannschaft der Wolfsburger wird aber ein bisschen mehr auf ihn eingehen müssen. Er ist ein anderer Spielertyp als Kevin De Bruyne. […] Es war ein Fehler, dass er zu früh schon das Gesicht des FC Schalke wurde. Er wurde immer wieder in den Blickpunkt gerückt. Das ist für einen jungen Spieler schon eine Belastung. Diese Störfeuer wird er nun beim VfL Wolfsburg nicht mehr haben. Er wird nicht so im Fokus stehen wie bei Schalke. Das wird ihm gut tun.“

(Felix Magath, Interview SID, 15. September 2015)

Tore, Debütanten und ein Derby


Veröffentlicht am 14. September 2015

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Ein Blick auf Europas Top-Ligen

Falsche Territorien. Cristiano Ronaldo läuft in Barcelona gegen Espanyol auf und schießt für Real Madrid fünf Tore beim 6:0-Auswärtssieg. Damit pulverisiert er den von Raúl mit 228 Treffern gehaltenen Torschützenrekord bei den Königlichen und liegt nun mit 230 Treffern auf Platz eins der ewigen Bestenliste. Raúl benötigte für seine 228 Tore insgesamt 550 Spiele, Ronaldo für seine Quote 203 Spiele. Sensationeller Wert des Portugiesen, der auch gleich noch an Clublegende Alfredo Di Stéfano vorbeizog. Der hatte in 329 Spielen für sein Weißes Ballett 227 Tore auf die persönliche Habenseite gebracht. Wird Ronaldos Torquote auch oft von schrecklicher Eitelkeit überlagert, die Statistik spricht staunenswert für ihn. Espanyol war allerdings auch ein Gegner an der Grenze zur Peinlichkeit. In solchen Partien, wo selbst die Frisur keinerlei Schaden nimmt, findet Ronaldo seine größte Profession und echte Lust am Spiel. Den ihm gebotenen Nährboden für eine One Man Show kann dann keiner so gut beackern wie der Mann aus Funchal. Einer, der mit CR7 mithält, diesem auch nach Belieben das Wasser reichen kann und dem Spiel doch den Mannschaftscharakter erhält, bleibt stets Lionel Messi, der andere Großstern im Blendwerk Fußball. Messi lief in Madrid auf und saß beim Spitzenspiel seines FC Barcelona gegen Atlético Madrid anfangs auf der Bank. Der kleine Argentinier wurde zum zweiten Mal Vater und bekam von Trainer Luis Enrique eine vermeintliche Pause geschenkt. Weiterlesen

Lehrstück


Veröffentlicht am 1. September 2015

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„Wer sich die Diskussion um De Bruyne genauer anschaut, der kann nur den Kopf schütteln. Wochenlang waren die Zeitungen und die Online-Portale voll von Mutmassungen, Spekulationen, Wasserstandsmeldungen. Es ist ein Lehrstück in Sachen Hysterie, das illustriert, wie sehr die Bundesliga um sich selber kreist. Denn es geht ja erst einmal darum, sich zu vergegenwärtigen, wer dieser Kevin De Bruyne ist: ein 24-jähriger Mittelfeldspieler, der in seiner noch jungen Karriere manche Station gesehen hat. Er war in Bremen, wo er passabel spielte. Er war beim FC Chelsea, wo er sich nicht durchsetzen konnte, ja, wo er sogar vom Trainer José Mourinho verlacht wurde: «Er hat mir gesagt, dass es nicht seiner Persönlichkeit entspreche, um seinen Platz im Team zu kämpfen.» Und er war in Wolfsburg, wo er eine überragende Rückrunde spielte. Aber nicht im Ansatz sind seine Erfolge zu vergleichen mit denen eines Spielers wie Ángel Di María, der von Real Madrid für eine ähnliche Summe zu Manchester United wechselte und von dort in diesem Sommer nun zu Paris St-Germain. Der Argentinier ist ein Weltklassespieler. De Bruynes Vita in Relation zu derjenigen gestandener Profis zu setzen, das hätte vielleicht helfen können, den anstehenden Transfer als jenen Irrsinn zu demaskieren, der er ist: eine Rochade, die De Bruyne zwar reicher macht, die ihm aber noch lange keine Erfolge garantiert.“

(Neue Zürcher Zeitung, 29. August 2015)

Mourinho über De Bruyne


Veröffentlicht am 25. Juli 2015

„Seine Klagen finde ich unfair, weil ich ihn halten wollte. Er sagte mir, es liegt nicht in seiner Persönlichkeit für eine Position in der Mannschaft zu kämpfen. Er braucht ein Team, wo er weiß, er kann jedes Spiel spielen und muss wissen, dass er wichtig ist. Ich sagte ihm, das ist Chelsea, Sie sind sehr jung. Wir haben hier Eden Hazard, Mata und Willian und ich kann keinem einen Stammplatz versprechen. Wenn dies seine Mentalität ist muss ich es aber akzeptieren und wir verkauften ihn. Chelsea machte ein gutes Geschäft weil wir ihn billig gekauft und für einen fantastischen Preis verkauft haben.“

(José Mourinho, The Guardian, 24. Juli 2015)

Das Hoch im Norden hält an


Veröffentlicht am 8. Februar 2015

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Werder Bremen und der HSV siegen weiter

Es ist noch gar nicht so lange her, da musste man sich um Werder Bremen ernsthafte Sorgen machen. Die 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln, ein Freitagabend Ende Oktober, markierte den Tiefpunkt eines katastrophalen hanseatischen Saisonstarts, der das Fass an der Weser zum Überlaufen brachte und Robin Dutt den Trainerjob kostete. Seither ist viel passiert bei den Norddeutschen, mit Viktor Skripnik und Torsten Frings stehen zwei alte Bremer Bekannte in der Verantwortung, die ohnehin schon junge Mannschaft wurde noch einmal verjüngt und der 2:1-Sieg über Bayer Leverkusen am 20. Spieltag war mittlerweile schon der vierte Dreier in Serie. Nach drei Bundesliga-Runden im Fußballjahr 2015 firmiert Werder als bestes Rückrundenteam, hat sich bis auf Platz acht nach oben geschoben und ein zumindest für den Moment beruhigendes Sieben-Punkte-Polster zwischen sich und Relegationsrang 16 gelegt. Weiterlesen

Wolfsburger Paukenschlag


Veröffentlicht am 2. Februar 2015

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Die Bayern kassieren beim VfL so viele Gegentore wie in der kompletten Hinserie

Seit dem Wochenende rollt auch in der Bundesliga wieder der Ball. Sechs Wochen fußballfreie Zeit sind vorüber – für Spieler, Trainer und Clubchefs gleichermaßen kaum mehr als ein kurzes Durchschnaufen, im Vergleich zu den anderen Top-Ligen Europas aber eine gefühlte Ewigkeit. Von einem solchen Luxus rund um den Jahreswechsel träumt in England oder Spanien wohl so manch Dauerbrenner hinter vorgehaltener Hand. Nun aber auch hierzulande wieder Spannung, Spektakel und Spitzenfußball, in die Wochenendgestaltung der Fußballfans landauf- landabwärts ist wieder Normalität eingekehrt. Die Bundesliga ist zurück – und das mit einem Paukenschlag an der Tabellenspitze. Dort steht freilich auch nach Spieltag 18 der FC Bayern München mit einem komfortablen Vorsprung auf den VfL Wolfsburg, im direkten Duell der beiden topplatzierten Mannschaften aber mussten die Münchner ihre allererste Saisonniederlage hinnehmen. Weniger das Ende der Serie von saisonübergreifenden 21 Bundesliga-Partien ohne Niederlage, als die Art und Weise, wie sich der Rekordmeister zum Start in die Rückrunde präsentierte, dürfte dem bajuwarischen Selbstverständnis einen empfindlichen Stich versetzt haben. Weiterlesen