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Walter Frosch


Veröffentlicht am 3. Dezember 2013

Mensch, Fußballer und Original

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Walter Frosch mit Bernd Hollerbach und Felix Magath

Diese Kerze brannte an zwei Enden, ist nun verglüht. Ein hanseatischer George Best. Aber nicht von der Elbe kam der St. Paulianer, sondern vom Rhein. Im Rückblick war Walter Frosch mehr als Fußballer, Original oder Füllhorn voller Anekdoten, er war ein Mensch. Keine Weltklasse auf dem Platz, kein Überflieger im Leben, aber ein aufrechter Freund seiner Freunde und gerader Typ mit Ecken und Kanten. Er konnte Fußball spielen, mit Einsatz und Herz. Nun hat wieder ein Charaktertyp die Fußballbühne und das Leben endgültig verlassen. Trauergäste in Ohlsdorf verbeugten sich vor Walter Frosch, um hanseatisch Tschüs zu sagen. Uwe Seeler, Felix Magath, Bernd Hollerbach und Horst Hrubesch, Jürgen Stars und Manfred Kaltz, natürlich viele St. Pauli Ex-Profis, auch Spieler aus dem heutigen Team, erwiesen Walter Frosch die letzte Ehre. Die Liste der Teilnehmer war lang. Uwe Seeler brachte es auf den Punkt: „Walter war ein Kämpfer.“ Weiterlesen

Der Trainer und sein Spielmacher


Veröffentlicht am 29. Oktober 2013

„Auch seinen Spielmacher Felix Magath versteht Happel intuitiv. Er lernt ihn als einen Spieler kennen, der äußerst gewissenhaft das Training durchzieht und nie Eskapaden liefert. Für Happel ist Magath fast zu ruhig, nur einmal sieht er ihn explodieren, als er nach einem Training die Schuhe in die Ecke schmeißt. Magath schaut sich, wie er in einem Interview mit Haruka Gruber sagt, viel von Happel und dessen Vorgänger Zebec für die eigene Trainingsarbeit ab: ‚Die Stärke von Ernst Happel und Branko Zebec war ihre kuriose Sprache. Man musste sich stark konzentrieren, um zu verstehen, was sie meinten. Deshalb kam ihre Botschaft so gut rüber.‘ Happel verteidigt auch Magaths Ansprüche auf die Rolle des Mittelfeldregisseurs in der Nationalmannschaft.“

(Klaus Dermutz, „Ernst Happel – Genie und Grantler“, Verlag die Werkstatt, 2012)