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Unabsteigbar


Veröffentlicht am 2. Juni 2015

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HSV rettet sich in Karlsruhe

Der Hamburger Sport-Verein hat es wieder einmal geschafft und spielt auch in der Saison 2015/16 in der Fußball Bundesliga! In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Abstiegsendspiel im Karlsruher Wildparkstadion rettete den Dino nach dem glücklichen 1:1 im Hinspiel ein mehr als fragwürdiger Freistoßpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe. Auslöser ein vermeintliches Handspiel von KSC-Mittelfeldmann Jonas Meffert, der einen straffen Schuss von Slobodan Rajković aus zwei Metern Entfernung gegen den angelegten Arm bekam. Es lief schon die Nachspielzeit, als in seinem letzten Spiel im HSV-Trikot nicht Rafael van der Vaart zur Tat schritt, sondern der Chilene Marcelo Díaz das Leder gefühlvoll über die Mauer hob. Wie in Zeitlupe senkte sich der Ball ins Karlsruher Tor, nichts zu halten für Routinier Dirk Orlishausen. Ein Kunstschuss mitten ins Herz aller Badener, die sich nach dem Führungstreffer des eingewechselten Reinhold Yabo (78.) zwölf Minuten lang wie ein Erstligist fühlen durften. In der Verlängerung schließlich bewahrte Nicolai Müller die Hanseaten vor dem Vabanquespiel vom Elfmeterpunkt und schickte den Karlsruher SC ins Tal der Tränen. Während sich der HSV im zweiten Jahr nacheinander die Bundesliga-Zugehörigkeit nur über den glücklichen Relegationsumweg erkämpfte, steht die Mannschaft von Markus Kauczinski trotz einer fantastischen Zweitliga-Spielzeit am Ende mit leeren Händen da. Gerechtigkeit geht anders. Weiterlesen

Couch-Meister und Labbadia-Effekt


Veröffentlicht am 27. April 2015

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Bayern mit 25. Meisterschaft, HSV sendet Lebenszeichen

Am Sonntagabend war es soweit. Der VfL Wolfsburg hätte im Gladbacher Borussia-Park unbedingt gewinnen müssen, um nach dem 1:0-Sieg der Münchner im Heimspiel gegen tapfere Berliner das Unvermeidliche noch eine Woche hinauszuzögern. Taten die Wölfe aber nicht, stattdessen traf Max Kruse in der Schlussminute zum hochverdienten 1:0 für spielstarke Borussen und machte den FC Bayern damit vier Spieltage vor Saisonende endgültig zum neuen alten Deutschen Meister. Die Reaktion im Landessüden eher durch freudvolle Nüchternheit denn überschwängliche Begeisterung gekennzeichnet. Es gibt eben Wichtigeres, eine Meisterschaft allein reißt in München niemanden mehr vom Hocker. Erst recht nicht dann, wenn sie ohne direktes eigenes Zutun praktisch auf dem heimischen Sofa zur Kenntnis genommen werden durfte. Noch weniger, wenn sie derart klar und überlegen errungen wurde, wie im nunmehr dritten Spieljahr in Folge. Der FC Bayern in der Saison 2014/2015 seit Spieltag fünf unangefochten wie ungefährdet an der Tabellenspitze. Ernsthafte Konkurrenz? Einmal mehr absolute Fehlanzeige! Weit spannender fast schon traditionell der Kampf um den Klassenverbleib. Klarer Punktsieger am zurückliegenden Wochenende: Bruno Labbadia und der Hamburger Sport-Verein. Weiterlesen

HSV in der Gegenwart


Veröffentlicht am 19. Januar 2014

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„In vielen Vereinen fehlten einfach ausreichend Fußballkompetenz und auch das nötige Erfolgsstreben, um ganz vorn zu landen. Das gilt auch für den HSV. Die Ansprüche, die sich aus der Vergangenheit ableiten lassen, gelten nicht für Gegenwart und Zukunft. Im Selbstbild ordnet sich der HSV bei den großen Clubs ein. Die Wahrheit ist, dass man mal ein großer Club war. Es reicht nicht, nur der Dino zu sein, der niemals aus der Bundesliga abgestiegen ist. Es waren nicht Strukturen, die den HSV in diese Situation geführt haben, es waren Personen. In den Diskussionen um die Struktur wird verkannt, dass der HSV aktuell ein erhebliches sportliches Problem hat. Man hat schon den Manager und den Trainer getauscht und steht trotzdem schlecht da. Die Verantwortlichen haben über die Jahre die Wirklichkeit verdrängt und immer nur den Trainer oder die sportlich Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Das ist zu kurz gesprungen.“

„Es ist ja keine schlechte Phase, die der HSV hat. Es läuft dauerhaft schlecht. Beim HSV herrscht eine negative Stimmung, dass es einem Himmelfahrtskommando gleichkäme, sollte man den HSV in kurzer Zeit wieder nach oben führen müssen. Mit etwas Zeit und einer neuen Philosophie ist das möglich, wobei ich weiß, dass es schwierig ist, auf Geduld zu pochen. Und selbst wenn man genug Geld hat, bekommt man nicht jeden Spieler, weil andere Vereine auch attraktiv sind. Ich habe fast ein Jahr lang versucht, mir einen Überblick darüber zu verschaffen, wie es beim HSV aussieht. Das ist mir bis heute nicht gelungen. Beim HSV müsste man mit einer schonungslosen Bestandsaufnahme beginnen, um eine neue Erfolgsära zu starten.“

(Felix Magath, Interview, FAZ-Sonntagszeitung, 19. Januar 2014)

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Veröffentlicht am 24. August 2013

HSV-Fest in der Hauptstadt?

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Heute um 17 Uhr ist es soweit: Der Bundesliga-Dino feiert ein besonderes wie einzigartiges Jubiläum. Wenn im Berliner Olympiastadion die Schlussphase der Begegnung der Hertha mit dem HSV eingeläutet wird, springt knapp 300 Kilometer weiter nordwestlich die Bundesliga-Uhr auf 50 000 00:00:00. Seit genau 50 Jahren dann ist der HSV Mitglied in der höchsten deutschen Spielklasse. Man darf, nein man muss den Hut ziehen! Weiterlesen