Schlagwort-Archive: Disziplin

Vorbild


Veröffentlicht am 14. Dezember 2017

„Als ich in den 90er Jahren nach Deutschland gekommen bin, hat mich Felix Magath als Trainer in der Fußball-Bundesliga inspiriert. Disziplin, Arbeit, Training waren seine Gebote, um erfolgreich zu sein. Das fand ich gut, er war mein Vorbild und hat mal gesagt: Disziplin bringt Erfolg. Und Erfolg zerstört Disziplin. Da ist etwas Wahres dran.“

(Velimir Petkovic, Handball-Trainer Füchse Berlin, Mannheimer Morgen, Interview)

Zuverlässiger „Fußballgott“


Veröffentlicht am 22. Juli 2015

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Borussia Mönchengladbach und Tony Jantschke: Das passt!

Tony Jantschke ist anders als viele seiner Berufskollegen. Gladbachs Nummer 24 zählt nicht zu den schillernden Stars in der Manege, wirkt inmitten einer sämtlichen rationalen und gesunden Verhältnismäßigkeiten entrückten Branche beinahe wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen. Wie ein archaisches Überbleibsel aus einer Zeit, in der Fußball noch Fußball war und es weniger auf eine marktgerechte Inszenierung des Schauspiels, als auf die nüchterne, sportliche Leistungsfähigkeit ankam. Jantschke ist weder Selbstdarsteller noch Lautsprecher, wirkt wesentlich älter, reifer als jene 25 Jahre, die sein Spielerpass ausweist. Auf Auswärtsreisen spielt er lieber Skat oder Doppelkopf, wenn die meisten Teamkollegen den DVD-Player oder das iPad vorziehen. Im Großen und Ganzen ist er einfach er selbst, weiß was er kann und ist damit bislang außerordentlich gut gefahren. Jantschke muss niemandem mehr etwas beweisen, hat sich dennoch in seinem öffentlichen Auftreten stets eine angenehme Bodenständigkeit bewahrt. Freilich hat auch der gebürtig aus Hoyerswerda im sächsischen Landkreis Bautzen stammende Defensivspezialist gelernt, mit der Zeit zu leben, besitzt inzwischen natürlich einen Twitter-Account, pflegt sein eigenes Facebook-Profil. Das alles aber wirkt bei ihm echt und weniger künstlich – wie seine Verbundenheit zur Borussia aus Mönchengladbach. So etwas kommt an bei den Fans, erst recht am Niederrhein, wo sich Tony Jantschke bei der aufstrebenden Fohlenelf auch dank Lucien Favre zum unverzichtbaren Leistungsträger und Anführer entwickelt hat. Weiterlesen

„Mit Schwarz am liebsten den Igel“


Veröffentlicht am 16. Juli 2015

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Unternehmer und Mäzen Wolfgang Grenke im Interview

Ein Lieblingswort des innovativen Unternehmers und passionierten Schachspielers ist Nachhaltigkeit. Er weiß es mit Leben zu füllen. Zu diesem Leben gehören Kultur und Sport. Dank ihm haben die Berliner Philharmoniker und Schachweltmeister Magnus Carlsen in einer kleinen wie feinen Kur- und Bäderstadt einen zweiten Heimathafen. Was er an vielschichtiger Lebensleistung den 24 Stunden des Tages zu entreißen vermag ist staunenswert. Der 1951 in Baden-Baden geborene Unternehmer Wolfgang Grenke ist als Vorsitzender des Vorstands der GRENKELEASING AG auch verantwortlich für Strategie und Konzernentwicklung. Dem leidenschaftlichen Schachspieler sind diese Aufgaben wie auf den Leib geschnitten. 1978 gründete er die GRENKELEASING KG, aus dieser Erfolgsgeschichte wurde dann im April 2000 der Börsengang der GRENKELEASING AG, die heute Teil der Grenke Gruppe ist. Wolfgang Grenke wirkt schon sehr lange weit über sein Unternehmen hinaus. Er lässt die Gesellschaft teilhaben an seinem Erfolg, unterstützt vehement Jugend- und Bildungsprojekte, engagiert sich in Sachen Kultur, fördert die schönen Künste. Herausragendes Beispiel das Festspielhaus Baden-Baden. Ohne Grenkes Engagement wäre dies wohl nur ein Traum, heute ist es als größtes Opern- und Konzerthaus Deutschlands staunenswerte Realität. Mit viel Herzblut unterstützt Wolfgang Grenke außerdem unterschiedliche, wohltätige und soziale Projekte. Als Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe leistet er einen gewichtigen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Beitrag. Seinen Erfolgsweg aufzuzeigen und sein Engagement aufzuzählen hieße Bände verfassen. Hier soll der Blick nun auf den Schachmäzen und Schachspieler Wolfgang Grenke gerichtet werden, der im Interview auch einen klugen Blick auf den Fußball wirft. Im Schach hat er den Club OSG Baden-Baden zur absoluten Top-Marke im Reich von Caissa gemacht. Die WM-Duellanten Magnus Carlsen und Viswanathan Anand gehören zum Team. Ihre Mitspieler, unter ihnen Deutschlands Nummer eins Arkadij Naiditsch, sind die Crème de la Crème der Schachwelt. Als Mensch hat Wolfgang Grenke seiner Heimat und als Schachspieler den 64 Feldern lebenslang die Treue gehalten. Über das Brett gebeugt schlug er manche Schlacht und zog viele Lehren. Ein Leben mit Schach. Weiterlesen

Ritterschlag


Veröffentlicht am 21. April 2015

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„Was Guardiola in seinen vier Trainerjahren beim FC Barcelona erreicht hat, toppt alles, was seine Vorgänger im Camp Nou getan haben. Und da gab es viele großartige: Van Gaal, Rijkaard, Cruyff – um nur einige zu nennen. Guardiola aber hat bestimmte Bereiche – wie das Pressing gegen den Ball – auf ein neues Level gehoben. Barcelonas disziplinierte Spielweise und Arbeitseinstellung sind zu Markenzeichen seiner Mannschaften geworden. Pep erschuf eine Kultur, in der die Spieler wussten: Wenn wir nicht hart arbeiten, werden wir nicht länger für diesen Club spielen dürfen. Glauben Sie mir, das ist alles andere als einfach.“

(Sir Alex Ferguson, Vorwort „Pep Guardiola – Another Way of Winning“, Guillem Balague, 2012)

Authentisch bleiben


Veröffentlicht am 9. Januar 2015

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„Ich habe mit Felix viele Jahre vertrauensvoll und erfolgreich zusammengearbeitet. Jetzt geht er seine Wege, und ich gehe meine. Ich bin Felix sehr dankbar für die Zeit. Ich beschäftige mich jetzt mehr mit der Gegenwart als mit der Vergangenheit. Ich hatte viele Trainer. Felix hat mich aus Kaiserslautern geholt und gefördert. Er ist ein absoluter Profi, ich habe viel von ihm gelernt: Disziplin, Ordnung und Dinge über die körperliche Fitness. Aber ich versuche natürlich, meinen eigenen Weg zu gehen. Es macht keinen Sinn, irgendjemanden zu kopieren, man muss authentisch bleiben. Jeder ist eine eigene Person.“

(Bernd Hollerbach, Trainer Würzburger Kickers, Interview 11Freunde, 5. Januar 2015)

Made in Germany


Veröffentlicht am 16. November 2014

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Rehhagels Disziplin und Ordnung machte Griechenland einst zum Europameister

Wenn vermeintliche Fußballnationen gepeinigt, dann sind die Färöer-Inseln nicht weit. Einst schlugen sie, es war in der EM-Qualifikation 1990, auf fast heimischem Boden, man spielte im schwedischen Landskrona, die Österreicher mit 1:0. In unserem Nachbarland ist das seither eine quälende Sporterinnerung. Nun machte sich die Nationalmannschaft von der 43.000 Einwohner Insel auf nach Hellas und besiegte, was einst nicht mal dem persischen Großkönig Xerxes gelang, die Griechen auf deren heimischem Boden. Für den Ex-Europameister keine geringere Schmach als für die Wiener Alpenrepublik. Im Resultat kostete diese Niederlage dem italienischen Trainer Claudio Ranieri den Job, den er erst im Sommer diesen Jahres angetreten. Die Probleme des griechischen Fußballs liegen aber in einer eher schwachen Liga und den Verhältnissen im griechischen Fußball, weniger beim Trainer. Die Zeche zahlt aber wie immer dieser, und natürlich allein. Ranieri geht und ein Name ist wieder allgegenwärtig, weil gerade in Untergangstagen immer wieder die trostlose Gegenwart mit Niederlagen gegen Rumänien, Nordirland und die Färoer von der gloriosen Vergangenheit überdeckt wird. Dann hört man es über den Peloponnes schallen, was das doch für Zeiten waren, als der Deutsche noch unseren Fußball lenkte. Weiterlesen

WM-Ausblick


Veröffentlicht am 24. Februar 2014

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„Wir haben einen tollen Kader mit großartigen Spielern. Wir sind in der Lage, den Weltmeistertitel zu verteidigen, aber wir dürfen nicht überheblich sein. Brasilien hatte schon immer technisch außergewöhnliche Spieler. Nun haben sie auch körperliche Stärke und taktische Disziplin verinnerlicht.“

(Vicente del Bosque, fußballeuropa.com, 29. November 2013)

Konsequenz und Fitness


Veröffentlicht am 10. Januar 2014

Konditionstrainer Werner Leuthard und Felix Magath

Konditionstrainer Werner Leuthard und Felix Magath

„Ich bin nicht streng zu den Spielern. Bei mir darf jeder alles, wenn er der Mannschaft hilft. Wenn mir einer sagt, er muss frei­tagabends zehn Bier trinken, um am Samstag ein Tor zu schießen, dann kriegt er die von mir. Aber ich erwarte, dass er Leistung bringt. Und wenn er sie nicht bringt, will ich keine Ausreden hören. Da bin ich konsequent, aber nicht streng. Ich lege Wert auf Disziplin, Ordnung und körperliche Fitness. Leider wird vieles hochstilisiert, das mit dem Medizinball zum Beispiel. Der spielt eine untergeordnete Rolle, macht weniger als ein Prozent meiner Trainingsar­beit aus. Meine Spieler – übrigens auch ein Verdienst meines langjähri­gen Konditionstrainers Werner Leuthard – sind immer die fittesten gewesen, das hat 2006 auch Jürgen Klins­mann bestätigt. Das wir bei unserer Trainingsarbeit kaum verletzte Spieler haben, darüber redet keiner.“

(Felix Magath, Interview Nürnberger Zeitung, 1. Januar 2014)

Fest der Liebe


Veröffentlicht am 19. Dezember 2013

Ehepaar Nicola und Felix Magath,Gala "Herz für Kinder", 07. Dezember 2013

Ehepaar Nicola und Felix Magath, Gala „Herz für Kinder“, 07. Dezember 2013

Pünktlich zum Weihnachtsfest 2013 gibt es im „Zeit-Magazin“ Wahrheiten über die Liebe zu lesen. Jahr für Jahr ist die Weihnachtsausgabe die beliebteste Ausgabe unter den Lesern. Zu diesem Fest macht die Redaktion der Liebe ihre Aufwartung und hat 44 „Sachverständige“ ausgewählt, von denen sie sich Antworten und Auskunft über das große Thema Liebe erhofft. Einer der Ausgewählten ist Felix Magath:

Die Zeit: Herr Magath, Sie haben als Trainer immer wieder Ihren Standort gewechselt, während ihre Frau und Ihre Kinder in München geblieben sind. Wie haben Sie es geschafft, die Liebe trotz Distanz und Stress zu bewahren?

Felix Magath: „Nicht ich habe es geschafft, sondern wir. Die Liebe ist bei uns eine Gemeinschaftsleistung meiner Kinder, meiner Frau und natürlich auch von mir. Wir haben Entscheidungen nicht nur zusammen getroffen, meine Frau und die Familie haben auch immer mit ganzem Herzen hinter meinen Engagements gestanden, sich völlig damit identifiziert. Wenn man liebt, spielt räumliche Trennung keine Rolle.“ Weiterlesen