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„Erfolg oder Ausreden – aber nicht beides“


Veröffentlicht am 8. Dezember 2015

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Apnoetaucherin Anna von Boetticher im Interview

Leidenschaftlich liebt Anna von Boetticher ihren Sport. Die Berliner Buchhändlerin ist in einer außergewöhnlichen Sportart unterwegs, dem Apnoetauchen. Darin gehört sie mittlerweile zur absoluten Weltklasse, holte bereits bedeutende Titel und jagt weiter Rekorde. Sie ist im Apnoetauchen längst eine begehrte Expertin, die versierte Workshops abhält und ihr Wissen weitergibt. Außerdem ist die Spitzensportlerin ein gern gesehener wie charmanter Gast in Talkshows. Mit Herzblut wirbt sie dort für ihren Sport. Bei Markus Lanz im ZDF kamen Felix Magath und Anna von Boetticher ins Gespräch und stellten schnell eine völlige Übereinstimmung in Sachen Leistungsbereitschaft und sportlichem Anspruchsdenken fest. Wie Felix Magath hasst auch Anna von Boetticher jede Ausrede bei fehlender Einstellung und strebt ständig nach Erfolgen, genügt sich niemals im Mittelmaß. Felix Magath wünscht vielen Fußballern diese Denkweise der Anna von Boetticher, dann wäre so manches Team wesentlich weiter. Im Training und im Wettkampf schont Anna von Boetticher sich nicht, akzeptiert keine Grenzen und lässt sich auch von einer Ohnmacht beim Weltrekordversuch nicht von ihren Zielen abbringen. Magath & Fußball traf die außergewöhnliche Sportlerin zum Interview. Weiterlesen

Riesiges Experiment


Veröffentlicht am 7. Dezember 2015

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„Früher haben die Praktiker den Sport bestimmt. Inzwischen scheint sich das Anforderungsprofil verlagert zu haben, hin zu den Theoretikern und denen, die von diesen Ausgangspunkten das Spiel verstehen: Position, Ball, Druck auf den Ballführenden, Verschieben und so weiter. Ausgelöst wurde das durch die Veränderung der Jugendarbeit nach dem schwachen Abschneiden bei der WM 1998 und der EM 2000. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass die Jugendabteilungen in den Bundesligavereinen sehr stark geworden sind. Sie bekommen mehr Geld und besser ausgebildete Trainer. […] So haben sich innerhalb eines Vereins die Machtverhältnisse verschoben. Weil der Profitrainer fast immer von außen kommt, die Jugendtrainer aber den Verein von innen kennen. Deshalb werden immer mehr Jugendtrainer zu Profitrainern gemacht. Das ist für die Vereinsmanager wirtschaftlich günstiger und gibt ihnen die Möglichkeit, stärkeren Einfluss auf sportliche Entscheidungen zu nehmen. Das Ganze ist ein riesiges Experiment. Ob es gutgeht oder nicht, weiß ich nicht.“

(Felix Magath, Interview FAZ-Sonntagszeitung, 6. Dezember 2015)

„Fußballhelden sind auch nur Menschen“


Veröffentlicht am 19. Oktober 2015

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TV-Moderator Markus Lanz im Interview

Er ist ohne Frage eines der prägenden Gesichter der modernen deutschen Fernsehunterhaltung. Von seinen Anfängen als Volontär bei Radio Hamburg, über seine Zeit als Nachrichtenmoderator bei RTL Nord, bis hin zu seinem endgültigen Durchbruch als Moderator und Redaktionsleiter des RTL-Magazins „Explosiv“ hat sich Markus Lanz in der Fernseh- und Medienlandschaft unserer Zeit einen Namen gemacht. Seit 2009 ist der gebürtig aus dem italienischen Bruneck stammende 46-Jährige im ZDF mit einer eigenen Talkshow unterwegs, moderierte unter anderem zwischen 2012 und 2014 die beliebte Samstagabendshow „Wetten, dass…?“. Im Interview mit Magath & Fußball spricht Markus Lanz über seine Herkunft, viele besondere Momente seiner Berufskarriere und seine Leidenschaft für den Sport und den Fußball. Weiterlesen

FC Chelsea – FC Arsenal 2:0 (0:0)


Veröffentlicht am 19. September 2015

Abwehrmann Kurt Zouma brachte die Blues auf die Siegerstraße.

Abwehrmann Kurt Zouma brachte die Blues auf die Siegerstraße.

Premier League Spitzenspiel am 6. Spieltag in London

Es rumorte mächtig vor der Partie, das Gespann Arsène Wenger und José Mourinho wurde durch den Blätterwald gefegt. Dabei ging es eher um reißerische Schlagzeilen und weniger um sportliche Aspekte. Man kann es googeln. Der Tabellensiebzehnte FC Chelsea empfing den Tabellenvierten Arsenal London zur Auftaktpartie des sechsten Premier League Spieltags. Für die Fans der Blues also ungewohnte Vorzeichen. José Mourinho nahm schon vor Anpfiff entspannt seinen gewohnten Platz auf der Bank ein, ließ sich die Londoner Sonne ins Gesicht scheinen. Der Blick auf zwei Veteranen. John Terry landete auf der Bank von Chelsea, wo er aus Sicht von neutralen Beobachtern schon lange hingehört. Verteidigerkollege Branislav Ivanović führte die Blues als Kapitän aufs Feld. Petr Čech lief mit der Rückennummer 33 als unumstrittene Nummer eins im Kasten von Arsenal auf, inzwischen so alt oder jung wie seine Rückennummer. Für ihn großer Jubel und respektvoller Applaus von den Chelsea-Fans. Beim Erscheinen von Arsène Wenger erhob sich Mourinho und begrüßte diesen standesgemäß. Die Stamford Bridge natürlich ausverkauft. Bald wird ihr letztes Stündchen schlagen und der alte wie traditionsreiche Kasten in einen Fußballtempel der Moderne umgebaut, die Zahl von 60.000 Zuschauern fassen. Für drei Jahre Bauzeit werden die Blues eine andere Heimspielstätte für sich finden müssen. Bei Anpfiff der Partie dann tatsächlich Fußball. Es sollte dramatisch und fragwürdig werden. Weiterlesen

Ein Mann zu jeder Jahreszeit


Veröffentlicht am 13. September 2015

„Diese Ergebnisse sind die schlimmsten in meiner Karriere, sie entsprechen nicht meiner Qualität und meinem Status. Aber ich bin in der Lage, die Situation zu bewältigen. Ich habe nicht das Gefühl, unter Druck zu stehen und bin der richtige Mann für den Job. Ich glaube nicht, ein anderer, der kommen könnte, wäre besser darin, meine Arbeit zu machen. Um den Titel noch zu gewinnen, wird es nicht nur von uns abhängen, sondern auch von den Clubs, die über uns stehen. Selbst wenn wir jedes Spiel gewinnen bis zum Ende der Saison, wir werden immer abhängig sein von anderen Ergebnissen. Ich weiß, dass eine Menge Leute froh sind, mich nach so vielen Jahren in einer Situation wie dieser zu sehen. Sie sollen es genießen. Aber ich werde meinen Tag morgen auch genießen, wieder hart arbeiten, damit wir am Mittwoch gewinnen können.“

(José Mourinho, Interview BBC Sport, 12. September 2015)

Das Allerhöchste


Veröffentlicht am 30. August 2015

„Wenn ich noch einmal von vorn anfangen könnte, würde ich von jedem Spieler verlangen, Schach zu erlernen, um seine Konzentrationsfähigkeit zu schulen. Wenn man Schach erlernt, kann es anfangs drei oder vier Stunden dauern, bis ein Spiel endet. Aber wenn man es beherrscht und beginnt, Blitzschach zu spielen, ist es das Allerhöchste. Schnelle Entscheidungen unter Druck zu treffen – um nichts anderes geht es im Fußball.“

(Alex Ferguson, Meine Autobiographie, Edel Books, 2014)

Mentale Stärke


Veröffentlicht am 9. Juli 2015

José Mourinho beim Fachgespräch mit dem ehemaligen spanischen König Juan Carlos I. (links) und Toni Nadal, dem Onkel und Trainer von Tennisstar Rafael Nadal.

José Mourinho beim Fachgespräch mit dem ehemaligen spanischen König Juan Carlos I. (links) und Toni Nadal, dem Onkel und Trainer von Tennisstar Rafael Nadal.

 

„Ich bin ein großer Tennisfan, ich liebe diesen Sport. Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Spieler, denn im Tennis kommt es nicht nur auf Physis und Technik an, sondern insbesondere auch auf die mentale Stärke. Einzelsportarten sind aus meiner Sicht schwieriger als Mannschaftssportarten. Hier ist nur der Einzelne oder die Einzelne auf dem Platz – und damit ganz allein verantwortlich für Erfolg oder Misserfolg. Die Fähigkeit, diesen enormen Druck auszuhalten, versuche ich mir anzunehmen und auf meinen Sport und meinen Job zu übertragen.“

(José Mourinho, Interview Sky Sports News, 23. Juni 2015)

Druck?


Veröffentlicht am 22. Mai 2015

„Ich habe als Kind geweint, wenn ich verloren habe. Dieses Gewinnen-Wollen war schon immer da. Ich lebe ein ganz normales Leben – mit Druck. Ich empfinde das als förderlich. Ich fühle mich auch gesund, obwohl viel Druck in den letzten Jahren gemacht wurde. Von daher glaube ich nicht, das Druck etwas schädliches oder hässliches ist.“

(Felix Magath, Spiegel TV, 17. Mai 2015)

Titelfluch?


Veröffentlicht am 22. Januar 2015

„Einen Fluch des Titelgewinns gibt es nicht. Der Titel behält seinen Wert. Die Erwartungen der Fans waren ja immer da. Nach 2010, als wir so etwas wie die Weltmeister der Herzen waren, sind sie nochmals gestiegen. Und 2012 bei der EM war die Enttäuschung immens. Sie sehen, die Drucksituation erhöht sich jetzt kaum. Gegen Deutschland spielen alle mit größter Motivation.“

(Joachim Löw, Interview Der Spiegel, Ausgabe 50/2014)