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Olympischer Geist entwichen


Veröffentlicht am 30. November 2015

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Hamburger Bürger mehrheitlich gegen Olympia

Auch demokratische Entscheidungen lassen Verlierer zurück. Bei allen gewichtigen Gründen der Neinsager, in Hamburg wurde auch ein Stück Zukunft und eine Chance per Wahlurne verspielt. Offensichtlich gibt es in deutschen Vorzeigestädten, wie München und Hamburg, keine mehrheitliche Bereitschaft für die Austragung Olympischer Spiele. Was an der Isar in Sachen Winterspiele passierte, wiederholte sich nun in Hamburg in Sachen Sommerspiele. Die Hamburger gaben beim Olympia-Referendum ein vernehmliches Nein zu Protokoll. Dieses Nein kam von der Mehrheit. Das Ja blieb auf der Strecke. Viele engagierte und fleißige Hamburgerinnen und Hamburger haben sich auf der Befürworterseite für Olympia ins Zeug gelegt. Es gelang ihnen trotz persönlichem Einsatz nicht, den Olympischen Geist unter ihre Mitbürger zu tragen. Den Machern und Helfern ist in ihrer Niederlage zu danken und ihrer Arbeit für Olympia Respekt zu zollen. Sie haben ein gutes Zeichen für Hamburg gesetzt und der Stadt eine Menge internationaler Achtung und Beachtung verschafft. Diesen unlöschbaren Verdienst sollten die nun triumphierenden Olympiagegner bitte nicht vergessen. Weiterlesen

HSV – Triumph vor 30 Jahren


Veröffentlicht am 21. Mai 2013

„Fantastico Gol, forza Magath!“

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Michel Platini schritt, eine Mischung aus französischer Präsident und italienischer Feldherr, über den Rasen des Olympiastadions zu Athen, als gelte es die Champions League-Trophäe ohne Spiel und Aufwand gleich mitzunehmen. In feinem Zwirn und teuren Schuhen gewandet, nahm er den Rasen so beiläufig ab wie sein Blick unbeteiligt über die HSVler in ihren Trainingsanzügen glitt. Auch Felix Magath schenkte er keine größere Beachtung, dieser allerdings prägte sich nicht nur jeden Grashalm, sondern auch die Gesten und Gesichter der Konkurrenz ein. Sein Trainer Happel hatte ihm und einigen ausgewählten Spielern vor wenigen Stunden etwas mit auf den Weg gegeben, „konzentriert euch“. Magath nahm seinen Trainer beim Wort. Der Angstschweiß vom Mittagsschlaf war vergessen, die unbesiegbare Juventus-Startruppe auch nur eine Mannschaft. Aber was für eine! Im Tor eine lebende Legende, Dino „Nazionale“ Zoff, an seiner Seite eine Garde Weltmeister, Tardelli, Scirea, Rossi, Cabrini und Gentile, außerdem die beiden Weltklassespieler Boniek und Platini. Wie konnte man denen ans Leder? Happel: „Die Italiener haben das Spiel schon abgehakt. Die sind sich zu sicher.“ Weiterlesen

Die Nacht von Hamburg


Veröffentlicht am 23. April 2013

Glanz über dem Volksparkstadion beim 5:1-Sieg über Real Madrid

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Große Vereine haben große Tage und Nächte, Abende des Zaubers und der Fußballgeschichte. So auch der Hamburger Sportverein. Worte, wie „unvergessen“ und „legendär“ müssen dann her, um die Erinnerung zu beleben. Die dabei waren, sind oft schon um einiges älter als das Ereignis noch immer frisch. So einen Abend, der vom Hamburger Volksparkstadion über ganz Fußballeuropa strahlte, war der 23. April 1980. Es stand an, das Rückspiel im Europapokal-Halbfinale der Landesmeister gegen Real Madrid. Das Ziel für beide Team war klar, Finale der Königsklasse im „Estadio Santiago Bernabéu“, eben jener Heimstatt des Gegners Real, aus dem der HSV eine 0:2-Hinspielniederlage mitgebracht hatte. Real und ganz Madrid wollte dieses Endspiel vor 110.000 Madrilenen um jeden Preis, für die Spanier ein Spiel des Jahrhunderts und fest eingeplanter Triumph. Den Grundstein hatten sie gelegt. In den Augen der europäischen Fußballexperten würde es auch so kommen, dem HSV wurden eher kärgliche Außenseiterchancen eingeräumt. Weiterlesen