Schlagwort-Archive: Ende

Alle reden rein


Veröffentlicht am 22. Februar 2015

„Die Berater, die Frauen, die Sponsoren – alle reden auf die Spieler ein. Sie haben als Trainer nicht mehr den Einfluss, wie vor zehn oder 20 Jahren. Früher haben wir keine Psychologen gebraucht.“

(Felix Magath, „Ultra“, Tele5, 29. Januar 2015)

Chelsea FC – Manchester City 1:1 (1:1)


Veröffentlicht am 31. Januar 2015

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Spitzenspiel der Premier League kann Erwartungen nicht erfüllen

Ein besonderer Blick im Vorfeld galt Frank Lampard, der auf der Bank von Manchester City an die Stamford Bridge zurückkehrte. Die Zuneigung der Blues-Fans war ihm gewiss, 13 Jahre guter und verlässlicher Dienst in den Farben des FC Chelsea nicht vergessen. Schon sein Aufwärmen war ein Spalier von Applaus. Ab Mitte der zweiten Halbzeit durfte die Chelsea-Legende im Man City Trikot dann am Spiel aktiv teilhaben. Bei Einwechslung eine jubelnde Verbeugung des Heimpublikums in Gleichklang mit den Gästefans. In England achtet man Verdienste mit Respekt und Dank. Very British! Fernsehstationen aus 175 Ländern hatten das Spiel auf dem Schirm. Es stand die vermeintlich saisonentscheidende Partie auf dem Programm. Solch Erwartungshaltung wird selten erfüllt, was sich an diesem Tag eindrucksvoll bestätigte. Vor dem Anpfiff hatte Spitzenreiter Chelsea ein Punktpolster von fünf Zählern auf seinen ärgsten Verfolger, Titelverteidiger und Meister Manchester City. Die Citizens in Zugzwang. Alle Betrachter waren sich einig, der nächste Meister ist in diesem Spiel auf dem Rasen. Es kann aber nur einen geben. Weiterlesen

Dem Ende entgegen


Veröffentlicht am 23. Januar 2015

„In der Tat geht nicht nur die Karriere eines großen Fußballers zu Ende, sondern die Geschichte eines Vereins, wie man ihn kannte. Steven Gerrard war der letzte Lokalheld des Liverpool FC, an dem seit Jahren die Investoren zerren, der nun endgültig zu einem Franchisenehmer zu verkommen droht, mit jährlich wechselndem Personal das Geschäftskonzept der FA umsetzt und über dessen globalisierte Mittelmäßigkeit jetzt keine Identifikationsfigur mehr hinwegtäuschen kann.“

(11Freunde, Porträt Steven Gerrard, „Die Passion Stevie“, Ausgabe 159, Februar 2015)

Menschliche Qualitäten und Expertise


Veröffentlicht am 13. Dezember 2014

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Man muss kein Neurowissenschaftler sein, um wirksam etwas im Gehirn verändern zu können. Das tut jeder gute Lehrer, jeder gute Fußballtrainer, jeder Experte, dessen Metier es ist, andere zu beeinflussen. Man muss etwas von den Beeinflussungsmethoden und Übungen verstehen, die in dem spezifischen Bereich besonders wirksam sind. Sicher gibt es auch bereichsübergreifende menschliche Qualitäten, die gute Beeinflusser kennzeichnen, aber menschliche Qualitäten reichen nicht aus, um ein erfolgreicher Fußballtrainer zu sein. Es braucht neben menschlichen Qualitäten in allen Beeinflussungsberufen bereichsspezifische Expertise, um erfolgreich zu sein. Würde es einem Fußballtrainer helfen, noch besser zu werden, wenn er möglichst viel vom Gehirn versteht? Wohl kaum. Man hat nichts davon gehört, dass sich die Fußballtrainer am Ende der Dekade des Gehirns mit einem mal alle auf die Hirnforschung stürzen.

(Prof. Dr. Klaus Grawe, „Neuropsychotherapie“, Hogrefe Verlag, 2004)

Lokalkolorit


Veröffentlicht am 16. November 2014

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„Einmal hörte ich, dass es keinen nationalen Fußball gibt, weil doch Fußball universal ist. Ich würde eher sagen, der Mensch ist universal – aber nicht der Fußball. Die höchsten Weihen dieses Planeten erreicht doch gerade erst der, der seinen Lokalkolorit zeigt, die Eigenheiten und Stärken – wer sein Haus in der Farbe des Dorfes anstreicht, wie wir das nennen.“

„Eigentlich ist eine Fußballmannschaft nichts anderes als ein Tango-Orchester. Die besten Solisten versammeln sich, um die erhabensten Stücke zu zelebrieren. Auch die Fußballer sind Individualisten, die für ein gemeinsames Werk zusammenkommen. Wichtig ist aber gerade dabei, dass jeder die Verantwortung für sich selbst übernimmt, die Farbe seines Dorfes mitbringt; damit alle am Ende den schönsten Genuss überhaupt verspüren: mit dem Ball zu spielen.“

(César Luis Menotti, Vorwort „Buenos Aires“, Verlag Spielmacher, Oktober 2013)

Der Gestalter


Veröffentlicht am 12. November 2014

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Cesc Fàbregas findet bei Chelsea seine Rolle und ist der Motor im Mourinho-Team

In der katalonischen Gemeinde Arenys de Mar erblickte er 1987 das Licht der Welt, zehn Jahre später bereits Schüler der legendären Ausbildungsakademie La Masia und Teil des großen FC Barcelona. 2003 fürchtete der blutjunge Cesc Fàbregas die große Konkurrenz bei Barca und sah wenig Perspektiven. Arsenal-Boss Wenger sah auch etwas, Potenzial und Zukunft des Jugendlichen, das Bündnis wurde geschlossen, Fàbregas Teil der Gunners. Der Katalane kam in ein furioses Klima, in seinem ersten Jahr debütierte er nur im Ligapokal, dort mit seinen 16 Jahren jüngster Arsenal-Spieler aller Zeiten. Fàbregas erlebte hautnah, wie die Gunners ihre größte Saison spielten, die Meisterschaft holten, dabei keine Partie verloren. Als Arsenal an die Titelverteidigung ging, gehörte Fàbregas zum Kader, hatte am 15. August 2004 gegen den FC Everton seinen heiß ersehnten Premier League Einstand. Weiterlesen

Clásico sieht Real mit 3:1 über Barca vorn


Veröffentlicht am 26. Oktober 2014

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„Ich bin mit meinen Spielern zufrieden, weil sie mit einer einzigartigen Professionalität und Ernsthaftigkeit arbeiten. Sie haben die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, folgen den Anweisungen und unserer Idee vom Spiel. Wir haben sehr gut gespielt und mit hohem Tempo. Schon die erste Hälfte hat gezeigt, dass wir die Chance haben zu gewinnen. Und in der zweiten haben wir das Spiel gewonnen, weil wir gewinnen wollten.“

(Carlo Ancelotti, Pressekonferenz nach Spiel, 25. Oktober 2014)

„Unser Rivale spielte gut und hat verdient gewonnen. Wir begannen auch gut, die klareren Chancen hatte sicher Real. Wir hätten allerdings auch das 2-0 machen können. Insgesamt war es eine schwierige erste Halbzeit. Dieses Spiel hat gezeigt, es gibt Teams die so gut sind wie wir, oder noch besser. Wir werden weitermachen und am Ende der Saison sehen, wo wir stehen.“

(Luis Enrique, Pressekonferenz nach Spiel, 25. Oktober 2014)

Bundesliga startet in Saison 2014/15


Veröffentlicht am 22. August 2014

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Im Weltmeisterland beginnt der Ligalltag

Robert Lewandowski macht ein Team besser und es Gegnern schwerer. Insofern haben die Bayern den ersten Schlag der Saison gegen den BVB gewonnen, den zweiten Hieb – das Supercupendspiel – landeten aber die Dortmunder und schickten die Bayern 2:0 und Matthias Sammer rotgesichtig in den Süden zurück. Das Duell der beiden Großklubs wird auch die Saison 2014/15 bestimmen. Rhetorische Stilblüten und gegenseitige Pfeile von Funktionären aus beiden Vereinen werden uns als Begleitmusik zur Seite stehen, sehr zum Händerieb für Medien aller Arten. Aber auch spielerische Klasse und ungebrochene Magnetkraft fürs Publikum werden diese zwei Giganten bieten. Man muss kein Prophet sein, wenn es die Münchner für richtig halten, wird auch der Aderlass außergewöhnlicher Dortmunder Fußballer Richtung Bayern längst nicht beendet sein. Man weiß bei den Bayern, solche Karten treffsicher zu spielen, Mitbewerber zu schädigen. Die Antwort auf die Frage, ob Jürgen Klopp mit seinem BVB ein großes Stück der Strecke, bis zum Ende oder überhaupt nicht mithält, entscheidet über eine spannende oder eher langweilige Saison. Weiterlesen

Kein Esel


Veröffentlicht am 22. August 2014

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„Wenn ich 55 Minuten lang Autogramme gegeben habe, muss ich nicht auch noch irgendwo posten: War ein toller Tag heute. […] Ich bin froh, dass die Leute in meinem Umfeld nicht so fanatisch sind. Meine Eltern haben mich zwar immer zum Training gefahren, sich aber dann ins Vereinsheim gesetzt und Kaffee getrunken. Sie sind heute noch bei den Heimspielen. Sie fragen anschließend nur, ob ich Spaß hatte. Wenn ich Ja sage, war es ein guter Tag. […] Mein Lieblingsspieler war immer der Engländer Steven Gerrard. Der lief immer schon jedem Ball hinterher, mit großen Schritten. Er war vielleicht nicht der begnadetste Fußballer, aber überall auf dem Platz präsent, hat gegrätscht und gekämpft. […] Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Das versichere ich Ihnen. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will. Ganz generell, ich sage das nicht mit Blick auf einen bestimmten Verein, fühle ich mich in dem Geschäft manchmal wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich. […] Ich bin kein anderer Mensch als vorher. Ich achte genau darauf, dass mir keiner unterstellen kann, ich sei arrogant. Ich habe dazugelernt. […] Weltmeister, das ist nicht vergänglich. Wahrscheinlich kann ich mich noch mit 40 in ein TV-Studio stellen und von damals reden – vorausgesetzt, ich verkaufe mich nicht wie ein Esel.“

(Christoph Kramer, Interview Auszüge Der Spiegel, 18. August 2014)