Schlagwort-Archive: Engagement

„Erfahrung ist ein ganz wichtiges Kriterium“


Veröffentlicht am 16. März 2018

Anlässlich seines Besuches in der Oberpfalz traf sich Felix Magath mit Josef Maier, Fabian Leeb und Frank Werner von den Oberpfalz-Medien zum Interview. Dabei ging es nicht nur um die jüngste Entwicklung des deutschen Fußballs, sondern insbesondere auch um die prekäre Situation des Hamburger Sport-Verein in der Bundesliga. Auch die Aufstiegschancen des 1. FC Nürnberg in Liga zwei wurden diskutiert. Nachfolgend lesen Sie den kompletten Interviewtext.

Felix Magath, Ihr alter Verein, mit dem Sie die größten Erfolge feierten, macht gerade den Abflug Richtung zweite Liga. Jetzt wurde auch noch ihr langjähriger Co-Trainer Bernd Hollerbach entlassen. Wie sehen Sie das HSV-Drama?

Felix Magath: Der HSV wurde die ganzen letzten Jahre schlecht geführt. Man hat schon viele Trainer vor Bernd Hollerbach verbraucht. Ohne dass sich die Situation beim HSV dadurch verbessert hätte.

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Wolken Richtung Paradies


Veröffentlicht am 25. September 2015

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VW Krise könnte in naher Zukunft auch den Fußball berühen

Stürzt ein Riese, klingt das Beben nach. Sämtliche Auswirkungen sind erst erkennbar, wenn sich der letzte Staub längst gelegt hat. Kein Mensch kann heute mit Gewissheit beleuchten, welche Folgen der als „Abgas-Skandal“ apostrophierte Vorgang auf den VW Konzern und die deutsche Gesellschaft haben wird. Das gilt auch für den Fußball. Das VW Imperium ist engmaschig mit dem Fußball verwoben und verästelt, das VW Logo gehört zum Bild dieses Sports. Der amtierende Pokalsieger VfL Wolfsburg wäre ohne die Autobauer nicht lebensfähig. Ein gerüttelt Maß Verdienst des bisherigen VW Bosses Prof. Dr. Martin Winterkorn, vormals ein begeisterter Hobbyfußballer und Torwart in Jugendmannschaften. Seine Fußballleidenschaft behielt er auch bei, als längst die Weihen eines großen Wirtschaftslenkers seine Stirn kränzten. Ein regelmäßiger Zuschauer mit Sporttemperament, verbrachte Winterkorn viel Zeit auf den Ehrentribünen des VfL Wolfsburg und von Bayern München. Meisterschaft und Pokaltitel am Mittellandkanal tragen auch seine Handschrift. Was der Abgang dieses  leidenschaftlichen Fußballfans nach sich zieht, ist nicht zu ermessen. Nachfolger Matthias Müller gilt als Freund des Rennsports, wird aber dennoch nicht umgehend das Fußballkapitel zuschlagen. Der Mann hat im Augenblick auch ganz andere Sorgen, als das Spiel mit dem Ball. Was bringt aber die Zukunft? Weiterlesen

El Tractor mit der Nummer vier


Veröffentlicht am 17. August 2015

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Der außergewöhnliche Weg des Javier Zanetti

Geboren wurde er 1973 in Buenos Aires, ging mit 19 Jahren in die Provinz zu Talleres de Escala, um nach einem Jahr und 17 Spielen in die Hauptstadt zum Vorortverein CA Banfield zurückzukehren. Dort spielte er 66 Partien in Abwehr und Mittelfeld und machte sich 1995 auf nach Europa, um die alte Welt zu erobern. Es sollte ihm gelingen. Javier Zanetti schrieb Fußballgeschichte. Als diese glanzvolle Spielerlaufbahn endete, waren Fabelrekorde gebrochen und eine Legende geschaffen. Zanetti gestaltete diese atemberaubende Karriere nicht mit dem infantilen Zirkus der Marke Beckham oder Ronaldo, sondern als ein kluger junger Mann, der ein gebildeter und verantwortungsvoller Erwachsener wurde. Ein Blick auf seine Zahlen lässt den Atem stocken und Ehrfurcht vor diesem Gentleman des Fußballs aufkommen, den seine Fans ob seines unermüdlichen Einsatzes ganz unfein aber respektvoll „Traktor“ nannten. Weiterlesen

„Schach kann junge Menschen begeistern“


Veröffentlicht am 21. Januar 2015

Beim futOUR Camp der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung 2014 bringt Michael Thomsen den Jugendlichen die Grundzüge des Schachspiels bei.

Beim futOUR Camp der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung 2014 bringt Michael Thomsen (links) den Jugendlichen die Grundzüge des Schachspiels bei.

Der Barclaycard-Verantwortliche für Soziales Engagement Michael Thomsen im Interview

Michael Thomsen verantwortet seit Mitte 2012 den Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung bei Barclaycard in Deutschland. Dabei entwickelt er neue Projekte und Partnerschaften mit sozialen Einrichtungen und realisiert vielfältige gemeinnützige Aktivitäten. Der 44-jährige Hamburger ist Diplom-Sozialpädagoge und war viele Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in kulturellen und sportlichen Einrichtungen in der Hansestadt tätig. Michael Thomsen ist leidenschaftlicher Fan vom FC St. Pauli und war auch Fanbeauftragter des Vereins. Ebenso leitete er als Geschäftsführer den vom TV-Jounalist Reinhold Beckmann ins Leben gerufenen Verein NestWerk e.V.

Im Interview mit Magath & Fußball spricht Michael Thomsen über die Schulschachinitiative Yes2Chess, das breit angelegte CSR-Portfolio von Barclaycard und seinen persönlichen Bezug zum Fußball. Weiterlesen

„Yes2Chess“ – Schulen am Schachbrett


Veröffentlicht am 16. Januar 2015

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Kinder spielen Schach und lernen fürs Leben

Es ist von einer guten Sache zu berichten. Unter dem Motto „Yes2Chess“ – „Ja zu Schach“ – veranstalten Barclaycard und die Deutsche Schachjugend zum zweiten Mal ein internationales Schachturnier, an dem bundesweit Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis sechs teilnehmen können. Mit diesem Wettbewerb möchte Barclaycard die Akzeptanz von Schach bei Schülern, Lehrern und Eltern erhöhen und für Schach als Schulfach werben. Die Online-Schachgemeinschaft „Yes2Chess“, wo Kinder Schach erlenen, Partien spielen und darüber hinaus an einem Turnier teilnehmen können, läuft auch im Schuljahr 2014/15. Das Schachturnier wird via Internet auf www.schach.de in Deutschland, Spanien, Portugal, Schweden, Norwegen, Dänemark, den USA, und Großbritannien ausgetragen. Die Gewinner aus jedem Land werden nach London eingeladen, um dort im Finale gegeneinander anzutreten. Ein lohnenswertes Ziel steht den Teilnehmern also stets vor Augen. Das soziale Engagement von Barclaycard ist nicht nur vorbildlich, es hilft Menschen ganz konkret bei der Verwirklichung ihrer Ziele. Barclaycard ist in Deutschland seit 1991 als Zweigniederlassung der Barclays Bank PLC aktiv und heute eines der führenden Kreditinstitute in Deutschland. Großes soziales Engagement gehörte dabei stets zum Profil von Barclaycard. Besonders eindrucksvoll im Segment vielfältiger Programme ist das Format „Yes2Chess“. Schirmherr: Felix Magath. Weiterlesen

Indiens Aufbruch in den Fußball


Veröffentlicht am 15. Oktober 2014

1,3 Milliarden Menschen bekommen eine neue Fußballliga

Es gibt ihn noch. Der legendäre Straßenfußball ist überall, nicht als Floskel sondern als greifbare Lebensrealität. Ob auf Beton, auf wüstem Untergrund oder modrigen Plätzen, ordentlichem Gras oder in Wasserpfützen. Die Kinder Indiens lasen sich weder vom morastigen Untergrund noch von widrigen Verhältnissen abhalten, sie lieben den Sport Fußball und sie spielen ihn. Nicht „FIFA 15“ ist das Objekt ihrer Begierde sondern ein profaner Ball. Ob sich der Fußball im Riesenreich Indien durchsetzt hängt auch von diesen Kindern ab. Noch liegen Hockey und Cricket in der Gunst der Inder weit vorn, in beiden Sportarten ist das Land stete Weltklasse und holte alle großen Titel. Ab dieser Saison unternimmt der indische Vereins-Fußball einen neuen Start in die Fußballwelt, will groß durchstarten. Unter der Bezeichnung Indian Super League (NFL) nehmen acht Mannschaften den Spielbetrieb auf. Weiterlesen

Aufbruchzeiten – Englands Fußball am Scheideweg


Veröffentlicht am 29. August 2014

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Louis van Gaal und Felix Magath gestalten Neuanfang

Englands Fußball muss umdenken, Fans und Medien endlich einen klaren Blick auf die Realität tätigen. Bei Chelsea und Manchester City standen in der Startformation zum Saisonauftakt jeweils ein Engländer und zehn Ausländer. Darüber muss nicht nur der Nationaltrainer besorgt sein, sondern auch die britische Fußballöffentlichkeit. Louis van Gaal hatte bei Manchester United immerhin sieben Briten im Auftakt, musste sich nach der Heimniederlage umgehend Kritik aus der Öffentlichkeit anhören wegen zu weniger Investitionen in ausländische Stars. Diese Fußballöffentlichkeit muss sich entscheiden. Möchte man ein ausländisches Starensemble oder Teams mit heimischen Talenten, die sich aus eigenen Nachwuchsbereichen rekrutieren? Zweiteres würde den englischen Fußball in Gesamtheit voranbringen, den „Three Lions“ wieder internationale Geltung verschaffen. In zwei Jahren jährt sich der letzte Titelgewinn für England zum 60. Mal, darüber kann niemand froh sein im Mutterland des Fußballs. Weiterlesen

Auf ein Wort mit der Mallorca-Zeitung


Veröffentlicht am 29. November 2013

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Ziel vor Augen

„Ich hatte eine lange und gute Karriere. Ich bin glücklich, dass ich so vielen Vereinen helfen konnte. Da möchte ich mich jetzt nicht in ein Abenteuer stürzen. Das habe ich oft genug gemacht. Das Engagement in Frankfurt etwa war ein Harakiri-Auftrag. Die Eintracht stand ja katastrophal da. Aber wenn jemand kommt und ein Ziel vor Augen hat, möchte ich gerne noch einmal helfen. Ich habe fast alle Ziele erreicht, bis auf einen Champions League-Sieg. Ich warte noch auf einen Verein, der sich zutraut, gegen Bayern, Real Madrid, Barcelona und Manchester United zu bestehen. Ich will nur im Einklang mit dem sein, was die Vereinsoberen wollen. Wenn ein Verein kommt und sagt: ´Wir wissen zwar, dass du Meister werden willst, aber wir sind froh, wenn wir Elfter werden´, dann mache ich das nicht.“

Klare Verhältnisse

„Für klare Verhältnisse mit einem einzigen Verantwortlichen bin ich zu haben. Schwierig ist es, wenn verschiedene Menschen mitreden. Wenn irgendwo ein Präsident ist und dazu noch ein sportlich Verantwortlicher, der sagt: ´Wir beide machen das, und wenn wir es nicht schaffen, dann gehen wir beide´, sage ich sofort: ´Bravo, da mache ich mit´. Aber auf die Nummer, wie sie in Deutschland abläuft, habe ich keine Lust. Da entlassen immer die sogenannten Manager die Trainer, wenn es eng wird, und behaupten, der Trainer war leider zu schlecht, und er hat diese und jene Fehler gemacht. Und dann heißt es: ´Jetzt wird alles besser´. Dann wird 14 Tage lang alles besser, aber ein Jahr später geht dasselbe Spiel von vorne los. Das Geschäft hat sich so entwickelt. Das ist immer die einfachste Lösung. Damit kommt man aber auf lange Sicht nicht vorwärts.“

Andere Gewichtung als  Joachim Löw

„Ich war immer gern Vereinstrainer und mache das lieber, weil ich lieber Spieler entwickle als eine Truppe zusammenzustellen und bei Laune zu halten. Das macht der Jogi Löw wunderbar. Ihre Frage, ob es einen Titel mit ihm gibt, das kann ich Ihnen nicht sagen. Aber eigentlich sollte jeder, aus dem was er macht, lernen. Und wenn er mal zurückschaut, ändert er vielleicht mal was. Er hat eine andere Spielauffassung als ich. Ich bin nicht gegen Löw. Ich gewichte nur anders. Fußball ist für mich zum einen, Tore zu schießen und zu verhindern. Und zum anderen Zweikämpfe. Aber die Tendenz geht mittlerweile dahin, keine Zweikämpfe mehr zu führen, weil in der Bundesliga so elendig gepfiffen wird. Es ist eine Wohltat, sich in England Fußball anzuschauen. Aber wenn bei jedem Körperkontakt gleich einer auf dem Boden liegt und der Schiedsrichter schon pfeift, bevor es zur Berührung kommt, dann wird das dem Fußball nicht gerecht. Das war ein Spiel für die sogenannten Proletarier. Für die unteren Schichten, die sich durchgeboxt haben. Dieser Charakter hat das Spiel groß gemacht.“

Aufgeblähte Champions League

„Das Grundproblem ist, dass man die Champions League so aufgepumpt hat. Da verdienen Bayern, Madrid oder Barcelona jedes Jahr 50, 60 Millionen Euro. Dadurch haben sie einen so großen wirtschaftlichen Vorteil, dass es Heuchelei ist, zu sagen, die Liga sei ein gerechter Wettbewerb. Deswegen sage ich: Seid doch ehrlicher und macht eine Europa-Liga! Die anderen Vereine in Deutschland werden den FC Bayern nicht mehr einholen. Der spielt seit 20 Jahren in der Champions League. Wie sollen denn da Freiburg und Augsburg mithalten? Bayerns Vormachtstellung ist nicht zu verhindern und wird auf Jahre anhalten. Dortmund konnte als letzter Verein noch mithalten, aber das ist seit vergangener Saison vorbei.“

(Felix Magath, Interview Auszüge, Mallorca Zeitung, 28. November 2013)

Besuch beim 1. FC Bruchsal


Veröffentlicht am 26. November 2013

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Fußballnachwuchs in Bruchsal

Liebe Fans, Leser, Seitenbesucher und Fußballfreunde,

am 23. November 2013 besuchte ich das Heimspiel des 1. FC Bruchsal gegen die SV Spielberg. Leider ging die Partie für die ersatzgeschwächten Gastgeber mit 1:5 verloren. Allerdings auch Anerkennung für die sportliche Leistung und den Auftritt der SV Spielberg. Mit diesem Besuch wollte ich auch meine Wertschätzung für den Amateurfußball in Gesamtheit zum Ausdruck bringen, den vielen ehrenamtlichen Helfern, engagierten Trainern und Spielern meinen Respekt für ihre Arbeit zollen. Weiterlesen