Schlagwort-Archive: Entwicklung

Entwicklung bei Shandong Luneng


Veröffentlicht am 29. Juni 2017

„Wenn man zu einem Abstiegskandidaten kommt, geht es nicht um Entwicklung sondern um notwendige Punkte für den Klassenerhalt. Dieses war mein Auftrag, dies ist gelungen. Die Entwicklung hat unmittelbar nach der Saison eingesetzt. Schon im Trainingslager nach der Saison und dann verstärkt im Wintertrainingslager wurden deutliche Verbesserungen erzielt. Da wir kaum Neuverpflichtungen zu verzeichnen hatten, ist unsere Mannschaft noch enger zusammengerückt. Der Mannschaftsgeist hat sich gegenüber der letzten Spielzeit deutlich verbessert. Wir haben konditionell, taktisch und spielerisch sichtbare Fortschritte in der neuen Saison gemacht. Diese Entwicklung hat die Mannschaft nach vorn gebracht. Aufgrund unserer Leistung gehören wir verdient zur oberen Region der Tabelle. Aber das Niveau und die Besetzungen der Top-Clubs ist zugegeben schon eine Herausforderung. Dennoch werden wir alles daran setzen, uns solange wie möglich oben in der Tabelle zu halten.“

(Felix Magath, Interview mit TITAN SPORTS CHINA, 23. Juni 2017)

Akzeptieren der Übermacht


Veröffentlicht am 15. Dezember 2015

„Solch eine Dominanz, wie sie heute ein FC Bayern an den Tag legt, ist in erster Linie die Konsequenz einer Gesamtentwicklung der Branche. Der wirtschaftliche Erfolg des Klubs sowie das Ungleichgewicht, das unter anderem durch die Champions League in die europäischen Ligen getragen wurde, haben dafür gesorgt, dass die Konkurrenzfähigkeit in der Bundesliga schon länger nicht mehr gegeben ist. Mit einem Jupp Heynckes hat der FC Bayern auch schon dominiert. Zusätzlich haben die Bayern durch die Verpflichtung von Götze und Lewandowski die Dortmunder auf Abstand gebracht. […] Die Entwicklung in der Liga gegenüber den Bayern ist insgesamt fragwürdig. Der eine huldigt Guardiola. Der andere sagt: Wenn wir hier mit vier Toren verlieren, haben wir es gut gemacht. Und der Dritte: Ich stelle nur noch Verteidiger auf. Es ist eine Art von Selbstaufgabe, ein Akzeptieren der Übermacht. So könnte ich nie arbeiten.“

(Felix Magath, Interview FAZ-Sonntagszeitung, 6. Dezember 2015)

Der Beste in der stärksten Zeit


Veröffentlicht am 21. November 2015

imago14532239m_c

„Pelé und Maradona haben beide auf ihre Weise das Spiel geprägt und jeder für sich zu seiner Zeit einen großen Unterschied gemacht – aber der Fußball hat sich entwickelt. Die Spieler sind heute besser als damals, das Spiel ist es auch. Messi ragt heute heraus, er ist der Beste in der stärksten Zeit der Fußball-Geschichte. Aber Messi wäre nicht so gut, wenn es Cristiano Ronaldo nicht gäbe. Ohne Ronaldo wäre er nicht viermal Weltfußballer geworden – und umgekehrt ist es genauso. Sie pushen sich gegenseitig. Beide sind fantastische Torjäger. Der Unterschied zwischen beiden liegt darin, dass Messi bei Barca wesentlich stärker in das Mannschaftsspiel eingebunden ist, als Ronaldo in Madrid.“

(Xavi, Interview ESPN, 18. November 2015)

Fehlende Unterstützung


Veröffentlicht am 24. September 2015

„Die Trainer werden immer schwächer gemacht, die Entwicklung läuft seit Jahren. Keiner unterstützt einen Trainer oder will auf ihn eingehen.“

(Felix Magath in Mroskos Talente, Ronald Reng, Verlag Piper, 2015)

Felix Magath zum Wechsel von Julian Draxler


Veröffentlicht am 15. September 2015

imago21053437m_c

„Bei Schalke 04 ist Julian in den letzten Jahren stagniert. Und da tut ein neuer Impuls gut. […] In Wolfsburg hat er Mitspieler, die ihn weiterbringen können. Von daher hat er es richtig gemacht. […] Auf der zentralen Mittelfeldposition hat er bei Schalke nicht mehr die Möglichkeiten gehabt. Das ist seine beste Position. Dafür hat man ihn nach Wolfsburg geholt. […] Die Mannschaft der Wolfsburger wird aber ein bisschen mehr auf ihn eingehen müssen. Er ist ein anderer Spielertyp als Kevin De Bruyne. […] Es war ein Fehler, dass er zu früh schon das Gesicht des FC Schalke wurde. Er wurde immer wieder in den Blickpunkt gerückt. Das ist für einen jungen Spieler schon eine Belastung. Diese Störfeuer wird er nun beim VfL Wolfsburg nicht mehr haben. Er wird nicht so im Fokus stehen wie bei Schalke. Das wird ihm gut tun.“

(Felix Magath, Interview SID, 15. September 2015)

Ist Vincent Keymer ein deutsches Schach-Jahrhunderttalent?


Veröffentlicht am 7. September 2015

IMG_8510_c

Ein Gastbeitrag von Chessbase-Chefredakteur André Schulz

Es gab einmal eine Zeit, da war Deutschland das führende Schachland und stellte mit Adolf Andersson, Siegbert Tarrasch oder Emanuel Lasker die besten Schachspieler der Welt. Doch das ist lange her. Lasker war von 1894 bis 1921 auch der einzige deutsche Weltmeister. Nach dem Krieg spielten Wolfgang Uhlmann aus Dresden und Robert Hübner aus Köln immerhin noch bei den Qualifikationsturnieren um die Weltmeisterschaft mit und Hübner war in seiner besten Zeit sogar kurze Zeit die Nummer zwei der Welt. Aber auch das liegt nun schon über 35 Jahre zurück. Inzwischen gibt es keinen einzigen deutschen Weltklassespieler mehr. Der letzte Deutsche, der sich immerhin unter den Top 50 der Welt befindet, der in Lettland geborene Arkadij Naiditsch, hat gerade dem Ruf des Geldes folgend den Verband gewechselt und spielt nun für Aserbaidschan. Im Schach ist man sehr liberal in solchen Dingen. Weiterlesen

Felix Magath im Doppelpass


Veröffentlicht am 6. September 2015

imago20180367m_c

Mario Götze: „Ich denke, dass Götzes Leistung auch der Situation geschuldet ist: Er war in Dortmund Superstar, kam dann zum FC Bayern – und dort gehen bekanntlich die Uhren ein bisschen anders. Er wollte seinem Vereinstrainer zeigen, was er kann. Und das ist ihm gelungen.“

Julian Draxler: „Er ist ein anderer Spielertyp als Kevin de Bruyne. Julian ist mehr der Abschlussspieler als sein Vorgänger. Er wird mehr Tore schießen als Kevin de Bruyne, aber weniger vorbereiten.“

Transferaktivitäten: „Das ist eine völlig normale Entwicklung, die wir schon die ganzen Jahre über nicht wahrhaben wollten. Das Geld regiert den Fußball. Und da das meiste Geld in England liegt, regieren eben deren Klubs. Das Geld steht im Vordergrund und dem müssen wir Rechnung tragen. Wir haben immer noch diese romantische Vorstellung und möchten diese bewahren, aber auch international eine starke Rolle spielen. Aber das widerspricht sich. Wenn die Bundesliga und nicht nur der FC Bayern international konkurrenzfähig bleiben will, dann muss sie sich ändern.“

Wettbewerb: „Wir müssen aufpassen, dass wir den Wettbewerb nicht einstellen. Der FC Bayern ist nicht mehr einzuholen und wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren immer Meister. Vereine wie der FC Augsburg können nicht nach oben kommen, weil sie die Spieler nicht halten können. Selbst der VfL Wolfsburg kann einen Kevin De Bruyne nicht halten, obwohl man eigentlich die Möglichkeiten dazu hätte.“

(Felix Magath, Sport1 Doppelpass, 6. September 2015)

„Felix Magath hat an mich geglaubt“


Veröffentlicht am 20. August 2015

imago19216826m_c

„Von allen Trainern, die ich bisher hatte, war Felix Magath der wichtigste. Er wollte mich unbedingt und hat mich dann auch geholt. Das war gar nicht selbstverständlich, denn es ist auch ein Risiko, für einen jungen Spieler so viel Geld zu investierten. Aber er hat sich durchgesetzt. Wenn Magath was sagte, hat er es auch gemacht. Ich wusste immer, woran ich bei ihm war. Nach nicht einmal zwei Wochen stand ich in Wolfsburg schon das erste Mal in der Startelf. Danach habe ich meinen Stammplatz nicht mehr verloren, selbst wenn ich mal schlecht gespielt habe. Er hat an mich geglaubt, das fand ich super. Ich danke ihm für alles, denn er hatte einen großen Anteil an meiner Entwicklung.“

(Ricardo Rodríguez, Interview spox.com, 18. August 2015)

Selbstverteidigung


Veröffentlicht am 1. Mai 2015

imago19672925m_c

„Wenn wir die Saison auf Platz sieben beenden würden, ohne uns für Europa zu qualifizieren, könnte ich die Kritik verstehen. Ich finde es gut, dass Sie denken, wir sind das einzige Team, das den Titel gewinnen muss. Es ist für jeden Club unmöglich, sich in jedem Jahr weiterzuentwickeln. Wir können nicht jedes Jahr Titel gewinnen. Das ist unmöglich, insbesondere in dieser Spielzeit. Es gibt fünf andere Teams, die genauso stark sind wie wir. In dieser Saison hat Arsenal mehr Geld ausgegeben als wir, Chelsea, United und Liverpool auch – also wenn wir, warum auch immer, nicht Zweiter werden sollten, denke ich, ist das keine Schande. […] Sie denken, wir sind besser als Barcelona? Sie denken, wir müssten frustriert sein, gegen Messi, Neymar, Suárez, Iniesta, Busquets auszuscheiden? Ich glaube nicht.“

(Manuel Pellegrini, The Guardian, 26. April 2015)