Schlagwort-Archive: Erfolge

HSV im Jahr 2018


Veröffentlicht am 16. April 2018

„Der Verein wird seit Jahren ‚geführt‘ und keiner hat etwas mit dem Niedergang zu tun. Immer sind es die Trainer, die jedes Jahr drei- bis viermal gewechselt werden. Wo so etwas hinführt, sieht man beim HSV. Es wird überhaupt nicht darüber gesprochen, wie das Geld verschleudert wird für eigenes Unvermögen. Die Verantwortung dafür trägt niemand.“

„Ich hatte immer mal wieder Kontakt mit Menschen, die in verantwortlicher Position im Verein waren. Aber eine wirkliche Absicht habe ich da nie erkennen können. Für einen runden Tisch oder so etwas wurde ich nie angefragt. Aus meiner Sicht gäbe es im Moment eine positive Lösung für den HSV nur mit Herrn Kühne. Ich wollte ihm keine Anteile abkaufen, sondern selber Anteile erwerben und mich im Zuge dessen mit Herrn Kühne besprechen, ob es Sinn macht den HSV wieder in die richtige Richtung zu bringen.“

„Der HSV ist ein großer Verein, der sehr gut verkauft werden kann, weil er viele Anhänger hat und durch seine früheren Erfolge stark bei den Fußballinteressierten überall verankert ist. Von daher wird der HSV nicht so schnell – da habe ich keine Angst – kaputtzukriegen sein. Selbst die letzten Jahre haben es nicht geschafft. Der HSV ist ja immer noch ein großer Traditionsverein, der jetzt vielleicht belächelt und nicht mehr respektiert wird. Aber trotzdem ist er ein großer Verein und er wird es mit Sicherheit auch wieder werden.“

(Felix Magath, Interview, NDR, 15. April 2018)

 

Gerd Müller – Mann der Tore


Veröffentlicht am 11. Oktober 2015

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„Die Zeit seiner Erfolge, die Sechziger- und Siebzigerjahre, liegen angesichts der rasant voranjagenden Entwicklung des globalisierten Spiels sehr weit zurück. Das Gedröhn der Sponsoren, die endlosen Vermarktungsketten, das eitle und stumpfe Gewäsch von Beratern und PR-Profis existierte nur in ganz zarten Vorstufen. […] Von all den großen Bayern-Spielern jener goldenen Periode hat Gerd Müller als einziger das Sprungbrett der damaligen Erfolge nie genutzt, um seine Karriere ins 21. Jahrhundert zu verlängern. […] 365 Bundesligatore, 68 Tore für die Nationalmannschaft. Ein Meister der Bescheidenheit, die nur endete, wenn er sich dem Strafraum des Gegners näherte. Bescheidenheit auch, nachdem er getroffen hatte. Er hob den Arm, hüpfte einmal unscheinbar, dann gehörte das Tor uns, den Zuschauern.“

(Der Spiegel, Ausgabe 42/2015)

Keinerlei Groll


Veröffentlicht am 3. Oktober 2015

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„Natürlich war ich im ersten Moment enttäuscht, aber ich akzeptiere seinen Entscheid. Wir hatten mit ihm eine unglaublich gute Zeit, alle profitierten lange Zeit extrem von ihm. Ich bin überzeugt, dass wir es mit Lucien Favre geschafft hätten, aus dieser Situation rauszukommen! Es ist natürlich sehr schade, dass er geht. Aber solche Momente sind Teil des Fussball-Geschäfts. Ich werfe Favre nichts vor, sondern behalte ihn in guter Erinnerung. Ich habe unter ihm in meiner ersten Bundesliga-Saison unheimlich viel gelernt, sein Fussball-Stil prägte mich auch als Goalie. Er hat Gladbach vor dem Abstieg gerettet und hier unglaubliche Erfolge gefeiert. Dank ihm erlebte der Klub tolle Jahre. Das sollte niemand vergessen. Wir schätzten Favre sehr, aber jeder ist jetzt genug professionell, um wieder nach vorne zu blicken.“

(Yann Sommer, Interview swissinfo.ch, 21. September 2015)

Struktureller Stillstand


Veröffentlicht am 1. September 2015

„Die Bundesliga ist den Weg der Professionalisierung nicht wirklich konsequent gegangen. Die größte Innovationsbremse ist der strukturelle Stillstand. In Deutschland existiert nach wie vor ein romantisiertes Vereins-Ideal und führt zu einem Festhalten an einer antiquierten 50+1-Regel. In vielen internationalen Ligen sind längst Investoren tätig. Dass damit kein Untergang der eigentlichen Fußball-Kultur einhergeht, zeigen ja gerade die Engländer, deren Tradition, Fair Play und Fan-Kultur hierzulande oft neidisch betrachtet werden. Die Struktur und Entscheidungswege unserer Bundesliga hemmen auch auf anderen Gebieten die Weiterentwicklung. Sei es bei der notwendigen technischen Unterstützung der Schiedsrichter oder in der TV-Vermarktung. Exklusives Pay-TV muss in Sachen Spitzen-Fußball endlich als selbstverständlich angesehen werden. Einerseits wollen wir international mithalten, die Strukturen sollen sich aber nicht an die Standards in anderen Ländern anpassen! Dass wir jetzt schon sportlich hinterherlaufen, hat sich in der letzten Europapokal-Saison gezeigt. Die Bayern-Erfolge haben den Blick auf die Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga lediglich verzerrt.“

(Felix Magath, Kolumne Express-Köln, 31. August 2015)

Schwimmen in Not


Veröffentlicht am 9. April 2015

„Wir sind hier halt eine totale Randsportart. Außer bei Olympia, dann wollen wir die Erfolge haben, aber richtig fördern wollen wir es nicht. Da müsste eigentlich mal eine Entscheidung her: Wollen wir Leistungssport oder nicht?“

(Markus Deibler, Weltrekordler 100 Meter Lagen, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2015)

Von Champion zu Champion


Veröffentlicht am 3. März 2015

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„Man kann seinen Beitrag gar nicht hoch genug einschätzen, er hat sehr, sehr viel für das Schachspiel getan. Was Fischer in den 60er-Jahren, Anfang der 70er-Jahre für das Schach geleistet hat, war revolutionär. Er hat das Schachbrett neu erfunden, er hat dem Schach in den Augen vieler Leute ein Gesicht gegeben. Er war ein Mann, der sich voll dem Schach hingegeben und damit auch das Interesse vieler Millionen Menschen auf das Schachspiel gerichtet hat. Ich habe damals schon Schach gespielt. Ich war acht, neun Jahre alt, als Fischer international triumphale Erfolge hatte. Wir haben das alle mit Spannung verfolgt und begriffen, dass da etwas Neues im Schach passiert.“

(Garri Kasparow, Interview, Welt am Sonntag, 20. Januar 2008)

Titel-Hattrick zum Abschied


Veröffentlicht am 4. November 2014

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Guangzhou Evergrande nun chinesischer Rekordmeister

Bereits zum vierten Mal in Serie feierte Guangzhou Evergrande FC am Wochenende die Meisterschaft in der Chinese Super League. Für Marcello Lippi war es der dritte Titelgewinn seit seinem Amtsantritt im Jahr 2012 und zugleich der krönende Schlusspunkt einer Trainerkarriere, die ihresgleichen sucht. Der 66-Jährige verabschiedet sich als Champion mit Stil und einem feinen Gespür für den richtigen Moment. Seine Begründung einleuchtend wie schlicht: „Ich bin zu alt.“ Evergrande aber bleibt der italienische Weltmeistertrainer wohl zumindest als Technischer Leiter erhalten. Spekulationen über einen Nachfolger Lippis bringen mit Fabio Cannavaro indes einen alten Weggefährten ins Spiel. Weiterlesen

Übereinstimmende Wertschätzung


Veröffentlicht am 25. Oktober 2014

„José Mourinho ist ein wunderbarer Trainer. Schauen Sie sich seine Erfolge an. Seine Meistertitel in verschiedenen Ländern sind eine fantastische Leistung. Er ist außergewöhnlich. Für mich ist unsere gute Beziehung etwas Besonderes, weil so ein gutes Verhältnis unter Trainern in der Fußball-Welt auch nicht oft zu finden ist. Das ist schön.“

(Louis van Gaal, BBC, 24. Oktober 2014)

„Jeder kennt meine Achtung und meinen Respekt für Louis van Gaal. Er hatte enormen Einfluss auf meine Karriere. Lassen Sie mich nicht eine halbe Stunde über ihn sprechen. Er weiß, was ich von ihm halte.“

(José Mourinho, BBC, 24. Oktober 2014)

Blick nach oben


Veröffentlicht am 29. März 2014

Abwehrgarant mit Offensivkraft, Leighton Baines, seit 2007 bei den Toffees und in dieser Saison bislang vierfacher Torschütze.

Abwehrgarant mit Offensivkraft, Leighton Baines, seit 2007 bei den Toffees und in dieser Saison bislang vierfacher Torschütze.

Der Everton Football Club kommt in blauer Farbe daher und gehört zur legendären Liverpooler Fußballkultur wie die Reds. Ob nun im Goodison Park von „The Blues“ oder bei „The Reds“ in Anfield, das Aufeinandertreffen beider Vereine – bekannt als legendäres „Merseyside Derby“ – gehört zu den Hochämtern des englischen Clubfußballs. Die großen Erfolge liegen schon lange zurück, für die Blauen wie die Roten. Aber auch die Brauen der „Toffees“ – wie der FC Everton auch genannt wird – zieren große Siegerkränze. Immerhin holte man neun englische Meisterschaften, gewann fünfmal den FA-Cup und sogar einen Europapokal der Pokalsieger. Nur fünf andere Clubs in der gloriosen englischen Fußballgeschichte sind in ihrer Gesamtbilanz erfolgreicher. Der letzte Meistertitel stammt aus dem Jahr 1987. Die Bilanz des Merseyside Derbys: Von 213 Spielen gewannen „The Reds“ 83 Spiele, „The Blues“ konnten 66 Siege erringen und 64 Spiele trennte man sich Unentschieden. Alles Geschichte, Rollen sind längst neu verteilt und anders als viele Persönlichkeiten im System Premier League es vor der Saison ahnten oder zu träumen wagten.

In Liverpool tut sich neuer Glanz auf, der FC Liverpool hat Meisterchancen und über Everton darf man staunen. Als Langzeittrainer David Moyes seinen FC Everton verließ schwante vielen nichts Gutes. Moyes wolle endlich zu den großen Titeln nebst glanzvoller europäischer Bühne im Hintergrund und mehr als nur dauernde Anerkennung für respektable Saisonleistungen. Er wurde Nachfolger auf Europas begehrtestem Fußballthron, dem von Sir Alex Ferguson in Old Trafford. In Everton verlor man den Trainer und seinen Mittelfeldmotor Marouane Fellaini, den es mit seinem Chef zu den Red Devils zog. In Everton heuerte Roberto Martinez als neuer Manager an und ließ erst gar keinen Phantomschmerz aufkommen. Everton spielt eine stabile und bisher äußerst erfolgreiche Saison. Während sich Ex-Trainer David Moyes mit Manchester United von der Champions League Teilnahme verabschieden darf, welch Schmach für United, macht sich Everton Richtung selbiger Ränge auf. Arsène Wengers Truppe spürt schon den Atem der „Toffees“. Der FC Everton spielt sich in Richtung Champions League Ränge, Arsenal wird immer wackeliger und Everton sieht beim Blick nach oben Platz vier in greifbarer Nähe. Ob Urgestein Leighton Baines oder die torgefährliche Ausleihe von Chelsea, Romelu Lukaku, das Team von Roberto Martinez ist in allen Mannschaftsteilen ausgezeichnet besetzt. Ein hochmotivierter und gefährlicher Gegner mit Ambitionen ist im Craven Cottage zu Gast. Aber auch diese „Toffees“ sind zu schlagen. Mit einem Sieg können die Männer von Felix Magath ein starkes Signal im Abstiegskampf setzen und die rote Laterne abgeben.

Hinspiel
FC Everton – Fulham FC 4:1 (1:0)
Tore: 1:0 Osman (18.), 1:1 Berbatov (67., Foulelfmeter), 2:1 Coleman (73.), 3:1 Barry (84.), 4:1 Mirallas (91.)

32. Spieltag
Partie: Fulham FC – FC Everton
Termin: Barclays Premier League, Sonntag, 30. März 2014
Anstoß: 14.30 Uhr (MEZ)
Stadion: Craven Cottage, London

Redaktion Magath & Fußball