Schlagwort-Archive: Euro

Unbeugsam


Veröffentlicht am 15. November 2015

„Wenn man die EM jetzt infrage stellt, würde man sich den Regeln der Terroristen beugen. Wir werden die notwendigen Entscheidungen treffen, damit die Euro 2016 mit den bestmöglichen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden wird.“

(Jacques Lambert, OK-Chef EM 2016, Zitat nach FAZ, 15. November 2015)

Der FC Liverpool und sein Komitee


Veröffentlicht am 25. Oktober 2015

„Das ‚Transfer-Komitee‘, das der amerikanische Milliardär John W. Henry einführte, als er den FC Liverpool mit der Fenway Sports Group 2010 übernahm, hat, bei 31 Einkäufen für fast 400 Millionen Euro, eine schwache Bilanz, vor allem in den vergangenen zwei Jahren. Für Suárez und Sterling bekam man fast 150 Millionen Euro und verplemperte sie für Spieler wie den inzwischen an den AC Mailand zurückverliehenen ‚Torjäger‘ Mario Balotelli, der in 16 Ligaspielen einen Treffer schoss – aus einem Meter ins leere Tor.“

(FAZ Sonntagszeitung, Ausgabe Nr. 41, 11. Oktober 2015)

Fenster zu – Kaufrausch pausiert


Veröffentlicht am 5. September 2015

„Das Transferfenster für Spielerwechsel ist seit vergangener Woche geschlossen. Und wieder einmal staunt die Branche – über die Engländer. Insgesamt 1,2 Milliarden Euro investierten die Klubs der Premier League in Neuzugänge. Die deutschen Vereine profitierten am stärksten, kassierten 207,3 Millionen Euro.“

(Der Spiegel, Ausgabe 37/2015)

Gelenkte Gier


Veröffentlicht am 18. Juli 2015

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Das aberwitzige Wechseltheater des Raheem Sterling

Ein Paradeexemplar des modernen Jungprofis, längst kein Einzelfall, ließ dieser Tage den Fußball in den Spiegel schauen und offenbarte mal wieder die dunkle Seite des Sports. In England ging ein gewaltiges Schmierentheater über die Fußballbühne. Der Hauptakteur eine Mischung aus unreifem Kind, großer Hoffnung und hohem Risikofaktor. Seine Torquote ist ausbaufähig, der linke Fuß schwach, die Launenhaftigkeit greifbar. Er ist jung und schnell, bringt Leben auf die Außenbahn, zeigt dabei erstaunliche Dribblings, die Flanken kommen meistens an. Dazu besitzt er noch einen englischen Pass. So etwas reicht aus, um in Englands Fußball als große Nummer zu gelten und für 69 Millionen Euro Ablöse den Verein zu wechseln. Weiterlesen

Anders geht’s auch


Veröffentlicht am 13. Juli 2015

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Swansea City in Sachen Kartenpreise an der Seite der Fans

Britische Fußballfans ächzen unter dem fortschreitenden Wahnsinn der Preisgigantonomie in Sachen Eintrittskarten und Ticketpreise. Die Clubs kratzte dies bisher nicht oder wenig. Einzig der walisische Premier League Verein Swansea City zeigte Flagge und traf eine historische Entscheidung. The Swans wollen den eigenen Fans mit 500.000 Euro aktiv helfen. Der Jubel bei den Anhängern groß. Die beispiellose Aktion unter dem Motto „True to 22“ möchte mit dieser Subvention in Höhe von einer halben Million Euro dafür Sorge tragen, dass kein Fan des Vereins aus Wales mehr als 22 Pfund (Umgerechnet: 31 Euro) für eine Karte bei Auswärtsspielen bezahlen muss. Eine vom Verein in Auftrag gegebene Studie hatte darauf hingewiesen, dass die Swansea-Fans mit im Durchschnitt 217 Meilen (Umgerechnet: 350 km) pro Saisonspiel den weitesten Reiseweg zu Auswärtsspielen in der Premier League haben. Die Ticketpreise im englischen Spitzenfußball sind für viel Fans kaum noch zu leisten, die steigenden Reisekosten durch Preiserhöhungen bei der Bahn und bei Flügen erschweren es Anhängern immer öfter, ihren Teams auf weiten Wegen noch treu zu folgen. Das neue System für die Saison 2015/16 sieht vor: Erwachsene zahlen für ihr Ticket maximal 22 Pfund, Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Pfund. Der Rest wird aus dem vom Verein verfügbar gemachten Subventionstopf gezahlt. Eine tolle Errungenschaft, müsste ein Erwachsener doch im Emirates Stadium von Arsenal bei einem Besuch mindestens 50 Pfund für sein Auswärtsticket zahlen. Swanseas Vizepräsident Leigh Dineen dazu: „Wir glauben, dass unsere ‚True to 22‘ Initiative das Verhältnis zwischen Club und Fans auf eine neue Ebene gehoben hat. Für die Verringerung der Ticketpreise bei Auswärtsspielen haben wir alle hart gearbeitet.“ Den Spitzenligen in ganz Europa könnte so ein Ansatz gut tun, mehr Swansea-Philosophie im Fußball die Fanherzen auch auf dem Kontinent erfreuen. Allerdings, bisherige Nachahmer in Premier League und in ganz Fußballeuropa: gleich Null.

Redaktion Magath & Fußball

Fassungslos


Veröffentlicht am 13. März 2014

„So oder so. Uli Hoeneß muss nach dem Urteil von allen seinen Ämtern zurücktreten. Seine Funktionärs-Karriere ist vorbei! Der strahlende, der mächtige Bayern-Boss ist danach Geschichte. Hoeneß hat nicht nur betrogen, er hat auch gelogen. In einer TV-Diskussion behauptete er vor Millionen, dass er immer brav seine Steuern bezahlt. Hinterzogene Steuern in Höhe von (eingeräumten) 27,2 Millionen Euro – selbst beste Freunde sind angesichts dieser Summe fassungslos und schockiert. Kann jemand, der derart unkontrolliert mit Millionen jonglierte (und Gewinne nicht versteuerte) als Aufsichtsratschef noch Deutschlands größten und beliebtesten Verein kontrollieren? Wohl kaum. Auch die Wirtschafts-Kapitäne im Aufsichtsrat (u.a. Hainer/adidas oder Winterkorn/Volkswagen) werden sich diese Frage nach dem Urteil stellen müssen.“

(Alfred Draxler, BILD, Kommentar Auszüge, 13. März 2014)