Schlagwort-Archive: FA Cup

2017 Chinese FA Cup, 3. Runde


Veröffentlicht am 2. Mai 2017

Jilin Baijia – Shandong Luneng 1:4 (0:2)

0:1 Li Songyi (34.), 0:2 Cui Wei (39.), 0:3 Yuan Cheng (52.), 1:3 Li Changliang (71.), 1:4 Yuan Cheng (83.)

Happy 66th Birthday, Arsène Wenger!


Veröffentlicht am 22. Oktober 2015

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Feingeist und Manager – Arsène Wenger begeht seinen Geburtstag

Die Haare deutlich grauer, die Furchen im Gesicht tiefer, das Wort Altmeister macht längst die Runde. Im Fußball-Business ein Zeichen von Kämpfen, Beständigkeit und Respekt. In den letzten Jahren kamen im Saisontakt sportliche Nachrufe von dumm bis pathetisch hinzu. Der Jubilar hat sie allesamt überdauert. Was schert einen Berg das Picken der Krähen. An seinem Geburtstag ist dieser Jubilar zu preisen für die Vollständigkeit einer außergewöhnlichen Karriere und nicht für eine Momentaufnahme. Die obligaten Nörgler am Elsässer sollen hier kein Gehör finden, die Tatsache seiner Erfolge dagegen nochmals in Erinnerung gebracht werden. Als der Franzose 1996 neuer Manager bei Arsenal wurde, waren seine Empfehlungen ein französischer und ein japanischer Meistertitel, nichts was in Englands Fußballburgen für besondere Aufregung sorgte. Die britische Trainerzunft und das Fußballvolk der Insel staunten, ähnlich seinen Spielern, über den Mann aus Straßburg, der mehrsprachig über Fußball referierte, als stehe er im Hörsaal der Sorbonne. Der am 22. Oktober 1949 geborene Arsène Wenger lieferte der Öffentlichkeit von Beginn an das Bild eines Gentlemans und Fußballexperten par excellence. Die Anerkennung der gesamten Fußball-Branche war schnell erarbeitet, immerhin brachte er die Gunners 1998, 2002 und 2004 auf den englischen Meisterthron. Der Triumph 2004 hatte als phänomenales Beiwerk noch eine ganze Saison ohne Niederlage zu bieten.

In die Wenger-Jahre bei Arsenal fällt auch der Bau des Emirates Stadium, das seit seiner Eröffnung 2006 eine der imposantesten Fußballbühnen Europas ist. In 19 Dienstjahren als Trainer wurde der prestigeträchtige FA Cup sechsmal gewonnen, konnte ein Champions League Finale erreicht werden. Darin mussten Wenger und Arsenal sich allerdings dem FC Barcelona mit 1:2 beugen. Eine Bilanz, die sich absolut sehen lassen kann. Als Oligarchen und Scheichs auf den Fußballmarkt der Insel drängten und Clubs durch die Kraft des Geldes im Eiltempo groß machten, blieb Wenger seiner Linie treu, hielt weiter zu seinen Prinzipien vom Fußball. Allerdings musste er die Gesetzmäßigkeiten des Transfermarktes stärker anerkennen, als er dies vor den Zeiten des großen Geldes bereit war zu tun.  Das Terrain wurde schwieriger, die Titel rar, doch unter die ersten vier Tabellenplätze hievte Wenger sein Team stets. Die dadurch bedingte Regelmäßigkeit stetiger Champions League Teilnahme ist längst eine Selbstverständlichkeit im Londoner Stadtteil Holloway. Wie Alex Ferguson oder Felix Magath hasst es Arsène Wenger, zu verlieren. Der umgängliche und gebildete Gentleman mit dem Gespür für guten Fußball kann im Angesicht einer Niederlage schnell zur Furie am Spielfeldrand werden. Auch das gehört zur vielschichtigen Persönlichkeit des Arsène Wenger, dem heute weit über den Arsenal-Horizont hinaus Kollegen, Sportler und Fans auf der ganzen Welt zu seinem Geburtstag die besten Wünsche übermitteln. Herausgeber, Redaktion und Leser von Magath & Fußball schließen sich dem gerne an und gratulieren herzlich.

Redaktion Magath & Fußball

Souveräner Sieg – Gunners verteidigen FA-Cup


Veröffentlicht am 31. Mai 2015

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FC Arsenal siegt in Wembley gegen Aston Villa mit 4:0 (1:0)

Endlich hat er den Sir hinter sich gelassen. Arsène Wenger konnte bisher – auf Augenhöhe mit Alex Ferguson – fünf FA-Cup Siege für sich verbuchen. Gleichauf mit beiden, ein Vergessener. Thomas Mitchell, auch er ein Schotte wie Ferguson, holte mit den Blackburn Rovers zwischen 1884 und 1891 ebenfalls fünf FA-Cup Titel. Diese Jahreszahlen erübrigen jedes Wort über die gewichtige Tradition des Spiels Nummer eins auf der Insel. Arsenal-Manager Wenger mit dem frischen Titel Nummer sechs allerdings nicht alleiniger Rekordhalter. George Ramsay – wieder ein Schotte – war von 1884 bis 1926 Manager bei Aston Villa, kommt ebenfalls auf sechs FA-Cup Titel. Lang ist es her. Die Gunners waren mit elf Siegen bereits Rekordhalter, gleichauf mit Manchester United. Nun also brachte die zwölfte FA-Cup Trophäe den alleinigen Spitzenplatz. Auch die Titelverteidigung ist im legendenumwobenen Wettbewerb etwas Besonderes, nur den Wolverhampton Wanderers, Blackburn Rovers und Tottenham Hotspur war dies bisher gelungen. Ob das gute Geschick im FA-Cup Trost für verpasste Meisterschaften und den ewig unvollendeten Traum vom Champions League Sieg, es lässt sich nicht sagen. Wer den Siegeswillen von Arsène Wenger und das Potenzial seiner Mannschaft kennt, wird den Gunners sicher größeren Ehrgeiz unterstellen. Jahr für Jahr unter die Big Four der schwersten Liga der Welt bleibt eine beachtliche Leistung, der FA-Cup Sieg dabei natürlich eine zusätzliche Bestätigung. Die Anhänger dieses Clubs reichen weit über London und England hinaus, auch ein Verdienst des französischen Trainers, der seit 1996 seinem Job bei Arsenal nachgeht, diesen Verein geprägt hat wie keiner seiner 23 Vorgänger. Weiterlesen

Favorit trifft Außenseiter


Veröffentlicht am 30. Mai 2015

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Arsenal London und Aston Villa bestreiten FA Cup-Finale

In Wembley steigt das Finale im traditionsreichsten Fußballwettkampf der Welt. Erstmals wurde der FA-Cup 1871/72 ausgetragen. Im Finale 2015 stehen sich nun Vorjahressieger Arsenal London und Aston Villa gegenüber. Auch England kennt die Binsenweisheit von den eigenen Gesetzen des Pokals, dennoch wird den Gunners die Favoritenrolle gegen das Team aus Birmingham eingeräumt. Arsène Wenger braucht die Titelverteidigung. Platz drei in der Premier League plus FA Cup in der Vitrine würde die Saison versöhnlich in einem guten Eindruck enden lassen. Zu durchwachsen bis schwach kam sein Team nämlich die letzten Spieltage im Ligabetrieb daher. Sein gegenüber Tim Sherwood übernahm Villa im Februar dieses Jahres und hatte den Auftrag den Abstieg zu verhindern, dies ist ihm mit knapper Not gelungen. Höhepunkt seiner Amtszeit war sicher der Halbfinalsieg im FA Cup gegen den FC Liverpool und der dadurch bedingte Einzug ins Finale. Trumpf im Team von Aston Villa ist der belgische Angreifer Christian Benteke, dessen 13 Saisontore entscheidend für den Klassenerhalt waren. Das Team um Kapitän Fabian Delph sieht Wembley als tollen Saisonnachschlag, will den Gunners den erneuten Pokaltriumph verwehren und mit dem Pott in die West Midlands zurückkehren. Auf der anderen Seite muss Arsène Wenger zwar auf den quirligen Danny Welbeck verzichten, eine Knieverletzung macht dessen Teilnahme unmöglich, kann aber auf seinen besten Stürmer Alexis Sánchez setzen. Der Chilene hat in seiner ersten Arsenal-Saison 16 Ligatreffer für die Gunners erzielt, passt immer besser ins Wenger-System und möchte am Samstag den ersten englischen Titel für sich verbuchen. Wembley ist ausverkauft, die Show kann beginnen.

Redaktion Magath & Fußball

Kein Titel zum Abschied


Veröffentlicht am 20. April 2015

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Arsenal und Aston Villa im FA Cup Finale

Das größte Geschenk zu seinem 35. Geburtstag hätte sich Steven Gerrard am 30. Mai wohl am liebsten selbst gemacht – an ebendiesem Samstag in sechs Wochen steigt im Wembley Stadion das Endspiel um den FA Cup. Das 90.000 Zuschauer fassende Rund im Londoner Stadtbezirk Brent wäre für die Liverpooler Clublegende die perfekte Bühne gewesen, um sich nach 26 äußerst verdienstvollen Jahren mit einer Trophäe in den Händen gebührend von seiner großen Fußballliebe zu verabschieden. Für den FC Liverpool hätte sich eine schwierige Saison mit mehr Tiefen als Höhen auf den letzten Metern doch noch zum Guten wenden sollen, der erste Titel seit dem League Cup-Gewinn 2012 im Finale gegen Cardiff City stand im Raum und war irgendwie auch fest eingeplant. Doch daraus wird nichts. Mit einer überraschenden 1:2-Niederlage gegen Aston Villa – ausgerechnet in jenem Stadion, wo das Drehbuch für den langjährigen Kapitän der Reds eigentlich ein Happy End vorgesehen hatte – fand dieser Traum ein bitteres Ende. Weiterlesen

FA Cup Halbfinale


Veröffentlicht am 19. April 2015

Arsenal vor Titelverteidigung – Reds gescheitert

Das gewünschte FA Cup Traumfinale vieler Fußballfans innerhalb und außerhalb Englands ist geplatzt. Steven Gerrard wird Liverpool am Saisonende ohne Pokal und Titel verlassen. Im Wembley Stadion pulverisierte sich am Sonntag auch der Traum vieler Reds-Fans auf einen Titelabschied ihrer legendären Nr. 8.  Der FC Liverpool musste sich im FA Cup Halbfinale gegen Aston Villa mit 1:2 geschlagen geben. Die Männer von der Anfield Road gingen zwar durch Coutinho mit 1:0 in der 36. Minute in Führung, allerdings glich Aston Villa schon sechs Minuten später durch Benteke aus. In der zweiten Halbzeit dann der Siegtreffer für das Team aus Birmingham, Fabian Delph besorgte diesen in der 54. Minute. Einen Tag zuvor tat sich am gleichen Ort der andere Favorit auf die Endspielteilnahme ebenfalls sehr schwer. Arsenal London brauchte gegen Zweitligist FC Reading eine Verlängerung. In der regulären Spielzeit hatte Alexis Sánchez die Gunners in der 39. Minute in Führung gebracht und Garath McCleary in der 54. Minute für Reading ausgeglichen. Ein unkonzentrierter wie eigensinniger Pawel Pogrebnyak vergab im weiteren Verlauf zwei große Chancen zum Siegtreffer für den Außenseiter. So konnte erneut Alexis Sánchez für das Team von Arsène Wenger zuschlagen, in der 106. Minute den 2:1 Siegtreffer setzen und Arsenal damit die Finalteilnahme sichern. Beide Halbfinals in Wembley waren mit 81.000 Zuschauern ausverkauft. In Wembley steigt traditionell auch das Finale des legendärsten Pokalwettbewerbs der Welt. Vorjahressieger Arsenal hat mit dem Finaleinzug die Chance zur Titelverteidigung.

FA Cup Finale
30. Mai 2015 im Wembley Stadion London
FC Arsenal London – Aston Villa

Redaktion Magath & Fußball

Eurosplitter


Veröffentlicht am 9. März 2015

Doppelpacker Harry Kane schraubte sein Torekonto auf 16 Treffer in die Höhe.

Doppelpacker Harry Kane schraubte sein Torekonto auf 16 Treffer in die Höhe.

FA Cup mit Überraschungen und Ausrutscher von Real Madrid

Die Premier League bot am Wochenende nur ein Nachholspiel. Die Tottenham Hotspur gewannen einige Straßenzüge weiter eine Auswärtspartie im Londoner Derby gegen die Queens Park Rangers mit 2:1. Angreifer Harry Kane – die verlässliche Lebensversicherung der Spurs – schlug dabei zweimal zu. QPR auch nach dem Abgang von Harry Redknapp latent im Abstiegskampf. Die Spurs nun harter Konkurrent von Arsenal, Manchester United und Liverpool um die finanzkräftigen Champions League Plätze. Der Rest auf der grünen Insel galt dem FA Cup. Der FC Liverpool trat wieder ohne den am Oberschenkel laborierenden Steven Gerrard an. Eine Art Vorgeschmack auf die Liverpooler Zukunft, man spielte in der Tat irgendwie kopflos. Die Leistung war ernüchternd, Reds-Fans schüttelten früh ihr Haupt. Weiterlesen

FA-Cup – Viertelfinale steht an


Veröffentlicht am 7. März 2015

Alberto Moreno ist ein Schlüsselspieler der Reds.

Alberto Moreno ist ein Schlüsselspieler der Reds.

Ehrwürdiger Cup-Wettbewerb auch TV-Ereignis auf der Insel

Alle Partien werden zu unterschiedlichen Anstoßzeiten im TV übertragen, man will dabei sein. Der englische FA Cup, ältester Fußballwettbewerb der Welt, geht ins Viertelfinale, welches am Montagabend um 20.45 Uhr (MEZ) den Titelverteidiger Arsenal aus London als Gast im Old Trafford zu Manchester sieht. Es ist eine Königspartie, beide Vereine sind auf Augenhöhe Rekordsieger, holten die begehrte wie legendäre Trophäe jeweils elfmal. Beide spielen eine Saison wie aus der Wundertüte, Ausschläge nach oben wie unten nie ausgeschlossen, man kam gemeinsam schwer in die Gänge. Anhänger und Beobachter beider Teams hatten viele Gründe, sich des Öfteren die Haare zu raufen. Nun haben sich beide Teams einigermaßen gefangen, sind zumindest auf Champions League Kurs, die Meisterschaft allerdings sehr fern. Einen Favoriten gibt es nicht. Der Heimvorteil könnte für die Red Devils sprechen. Die Gunners konnten zuletzt aber neun der vergangenen elf Ligaspiele gewinnen. Eine Marke des berechtigten Selbstbewusstseins. In der Premier League liegt Arsenal nach 28 Spieltagen einen Punkt vor United auf Platz drei. Die Statistik ist auf Seiten der Gastgeber. In den letzten sieben Spielen gegeneinander stehen fünf Siege und zwei Unentschieden zu Buche. Ein weiteres Premier League Duell liefern sich Aston Villa gegen West Bromwich Albion. Aston Villa liegt nah an den Abstiegsplätzen und giert nach einem erneuten Erfolgserlebnis. Tony Pulis hat West Bromwich seit seiner Übernahme eine solide Defensive verordnet. Am vergangenen Dienstag war davon im Ligaalltag allerdings wenig zu sehen. Es gab genau diese Partie als eine Art Generalprobe, man begegnete sich in der Premier League, Villa gewann verdient mit 2:1. Samstag ab 18.30 Uhr (MEZ) also völlig offener Ausgang. Eindeutiger Favorit ist der FC Liverpool gegen den Zweitligisten Blackburn Rovers. An der Anfield Road plant man schon das Halbfinale. Der besondere Blick geht auf den jungen Spanier Alberto Moreno, unspektakulär aber mit viel Spielverständnis ist er ein entscheidender Faktor für die neue Klasse der Reds. Er macht kein Aufhebens von seinem Spiel oder seiner Person, ist auf der linken Seite mittlerweile einer der Topleute in Englands Eliteliga. Am Sonntag um 17 Uhr (MEZ) steigt die Partie. Außerdem trifft der Zweitligist Reading FC im Auswärtsspiel auf den Drittligisten Bradford City. Gastgeber Bradford immerhin Bezwinger von Mourinhos FC Chelsea. Bradford wollte stets vor großem Publikum im Fernsehen glänzen, am Samstag um 13.45 Uhr (MEZ) ist die Chance nun da.

Redaktion Magath & Fußball

Traum-Viertelfinale perfekt


Veröffentlicht am 17. Februar 2015

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Manchester United trifft auf den FC Arsenal

Als letzte von acht Mannschaften löste Manchester United am späten Montagabend mit einem Kraftakt sein Ticket für das FA Cup Viertelfinale. Auswärts beim Drittligisten Preston North End gelang den Red Devils unter den Augen von Nationaltrainer Roy Hodgson trotz 0:1-Rückstand noch ein mühevoller 3:1-Sieg. Scott Laird hatte die Lilywhites unmittelbar nach dem Seitenwechsel in Führung gebracht, doch Ander Herrera, Marouane Fellaini und in den Schlussminuten Wayne Rooney per Elfmeter drehten die Partie an traditionsreicher Stätte im Prestoner Stadtteil Deepdale – Preston North End niemand sonst als der erste englische Fußballmeister und Double-Gewinner aus dem Jahre 1889. Bereits im Vorfeld dieser letzten Achtelfinalpartie waren die Viertelfinalpaarungen ausgelost worden. Weiterlesen