Schlagwort-Archive: FC Reading

Kein Titel zum Abschied


Veröffentlicht am 20. April 2015

imago19615805m_c

Arsenal und Aston Villa im FA Cup Finale

Das größte Geschenk zu seinem 35. Geburtstag hätte sich Steven Gerrard am 30. Mai wohl am liebsten selbst gemacht – an ebendiesem Samstag in sechs Wochen steigt im Wembley Stadion das Endspiel um den FA Cup. Das 90.000 Zuschauer fassende Rund im Londoner Stadtbezirk Brent wäre für die Liverpooler Clublegende die perfekte Bühne gewesen, um sich nach 26 äußerst verdienstvollen Jahren mit einer Trophäe in den Händen gebührend von seiner großen Fußballliebe zu verabschieden. Für den FC Liverpool hätte sich eine schwierige Saison mit mehr Tiefen als Höhen auf den letzten Metern doch noch zum Guten wenden sollen, der erste Titel seit dem League Cup-Gewinn 2012 im Finale gegen Cardiff City stand im Raum und war irgendwie auch fest eingeplant. Doch daraus wird nichts. Mit einer überraschenden 1:2-Niederlage gegen Aston Villa – ausgerechnet in jenem Stadion, wo das Drehbuch für den langjährigen Kapitän der Reds eigentlich ein Happy End vorgesehen hatte – fand dieser Traum ein bitteres Ende. Weiterlesen

FA-Cup – Viertelfinale steht an


Veröffentlicht am 7. März 2015

Alberto Moreno ist ein Schlüsselspieler der Reds.

Alberto Moreno ist ein Schlüsselspieler der Reds.

Ehrwürdiger Cup-Wettbewerb auch TV-Ereignis auf der Insel

Alle Partien werden zu unterschiedlichen Anstoßzeiten im TV übertragen, man will dabei sein. Der englische FA Cup, ältester Fußballwettbewerb der Welt, geht ins Viertelfinale, welches am Montagabend um 20.45 Uhr (MEZ) den Titelverteidiger Arsenal aus London als Gast im Old Trafford zu Manchester sieht. Es ist eine Königspartie, beide Vereine sind auf Augenhöhe Rekordsieger, holten die begehrte wie legendäre Trophäe jeweils elfmal. Beide spielen eine Saison wie aus der Wundertüte, Ausschläge nach oben wie unten nie ausgeschlossen, man kam gemeinsam schwer in die Gänge. Anhänger und Beobachter beider Teams hatten viele Gründe, sich des Öfteren die Haare zu raufen. Nun haben sich beide Teams einigermaßen gefangen, sind zumindest auf Champions League Kurs, die Meisterschaft allerdings sehr fern. Einen Favoriten gibt es nicht. Der Heimvorteil könnte für die Red Devils sprechen. Die Gunners konnten zuletzt aber neun der vergangenen elf Ligaspiele gewinnen. Eine Marke des berechtigten Selbstbewusstseins. In der Premier League liegt Arsenal nach 28 Spieltagen einen Punkt vor United auf Platz drei. Die Statistik ist auf Seiten der Gastgeber. In den letzten sieben Spielen gegeneinander stehen fünf Siege und zwei Unentschieden zu Buche. Ein weiteres Premier League Duell liefern sich Aston Villa gegen West Bromwich Albion. Aston Villa liegt nah an den Abstiegsplätzen und giert nach einem erneuten Erfolgserlebnis. Tony Pulis hat West Bromwich seit seiner Übernahme eine solide Defensive verordnet. Am vergangenen Dienstag war davon im Ligaalltag allerdings wenig zu sehen. Es gab genau diese Partie als eine Art Generalprobe, man begegnete sich in der Premier League, Villa gewann verdient mit 2:1. Samstag ab 18.30 Uhr (MEZ) also völlig offener Ausgang. Eindeutiger Favorit ist der FC Liverpool gegen den Zweitligisten Blackburn Rovers. An der Anfield Road plant man schon das Halbfinale. Der besondere Blick geht auf den jungen Spanier Alberto Moreno, unspektakulär aber mit viel Spielverständnis ist er ein entscheidender Faktor für die neue Klasse der Reds. Er macht kein Aufhebens von seinem Spiel oder seiner Person, ist auf der linken Seite mittlerweile einer der Topleute in Englands Eliteliga. Am Sonntag um 17 Uhr (MEZ) steigt die Partie. Außerdem trifft der Zweitligist Reading FC im Auswärtsspiel auf den Drittligisten Bradford City. Gastgeber Bradford immerhin Bezwinger von Mourinhos FC Chelsea. Bradford wollte stets vor großem Publikum im Fernsehen glänzen, am Samstag um 13.45 Uhr (MEZ) ist die Chance nun da.

Redaktion Magath & Fußball

Reading Football Club


Veröffentlicht am 12. September 2014

imago16267385m_c

Fulham FC zu Gast bei den „Königlichen“

Zwischen der Heimspielstätte des FC Reading und dem Craven Cottage liegen knapp 62 Kilometer. Dort wo der Kennet River in die Themse mündet, in der Grafschaft Berkshire auf halber Strecke zwischen London und Oxford, liegt Reading. Einst mittelalterliche Hochburg und bedeutender Schauplatz der Glorreichen Revolution des späten 17. Jahrhunderts, als die Bill of Rights und damit die Grundlage des parlamentarischen Regierungssystems entstand, ist Reading heute Handelszentrum und mittlere Großstadt im Verwaltungsbezirk South East England mit über 150.000 Einwohnern. Das Madejski Stadium, benannt nach dem Vorsitzenden und Ehrenpräsidenten Sir John Madejski, bietet Platz für 24.161 Zuschauer und befindet sich in direkter Nähe zur Autobahn M4 zwischen London und Südwales. Eine Klosterruine im Stadtzentrum – erbaut für Heinrich I., jüngster Sohn des berühmt-berüchtigten Normannen Wilhelm der Eroberer und von 1100 bis 1135 König von England – kündet noch heute vom majestätischen Glanz vergangener Tage. Nicht umsonst trägt die Mannschaft des 1871 gegründeten Reading Football Club den Beinamen „Die Königlichen“. Weiterlesen

Felix Magath vor Partie gegen FC Reading


Veröffentlicht am 12. September 2014

„Vier Niederlagen zum Start und vom Aufstieg sprechen klingt sicher nicht gut. Aber erst fünf Spiele sind absolviert, weniger als zehn Prozent der Saison gespielt. Es ist für alle Teams ein langer Weg. Wir können noch eine Menge Punkte machen. In der Geschichte der Championship gab es einige Mannschaften, die aufgestiegen sind und dabei keinen guten Start hatten. Diese Teams begannen auch mit schlechten Ergebnissen und schafften dennoch den Aufstieg. Auch uns kann dieses Ziel gelingen. Ich bin davon fest überzeugt. Im Moment ist es aber nichts worüber wir sprechen. Wir konzentrieren uns auf den FC Reading. Bryan Ruiz ist noch bei uns. Natürlich ist er ein wenig enttäuscht, er hat schließlich eine große WM gespielt und wollte nun auf höchstem Niveau fortfahren. Jetzt muss er seine Chance eben hier nutzen und uns helfen auf die nächste Stufe zu gelangen. Dann kann er auf diesem höchsten Niveau spielen. Die Verstärkungen aus dem Transferfenster erweitern unsere Möglichkeiten und ich sehe gute Zeichen in der Gesamtentwicklung. Ich denke, wir sind auf dem Weg nach oben.“

(Craven Cottage, 11. September 2014)