Schlagwort-Archive: Fehler

Felix Magath zum Wechsel von Julian Draxler


Veröffentlicht am 15. September 2015

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„Bei Schalke 04 ist Julian in den letzten Jahren stagniert. Und da tut ein neuer Impuls gut. […] In Wolfsburg hat er Mitspieler, die ihn weiterbringen können. Von daher hat er es richtig gemacht. […] Auf der zentralen Mittelfeldposition hat er bei Schalke nicht mehr die Möglichkeiten gehabt. Das ist seine beste Position. Dafür hat man ihn nach Wolfsburg geholt. […] Die Mannschaft der Wolfsburger wird aber ein bisschen mehr auf ihn eingehen müssen. Er ist ein anderer Spielertyp als Kevin De Bruyne. […] Es war ein Fehler, dass er zu früh schon das Gesicht des FC Schalke wurde. Er wurde immer wieder in den Blickpunkt gerückt. Das ist für einen jungen Spieler schon eine Belastung. Diese Störfeuer wird er nun beim VfL Wolfsburg nicht mehr haben. Er wird nicht so im Fokus stehen wie bei Schalke. Das wird ihm gut tun.“

(Felix Magath, Interview SID, 15. September 2015)

Fehlende Bewegung


Veröffentlicht am 13. September 2015

„Wir müssen jetzt Lösungen finden. Aber das wird schwer. Es wird dieses Jahr kein Wunder geben. Nicht der, der den Ball hat, macht den Fehler, sondern der, der ihn bekommen soll. Es fehlt die Bewegung, defensiv und offensiv.“

(Lucien Favre, Luzerner Zeitung, 13. September 2015)

„Edin, was machst du da?“


Veröffentlicht am 27. August 2015

„Ich hatte keine Probleme mit Magaths Stil. Anfangs kam ich häufig zurück zur Mittellinie und wollte hier und dort den Ball haben. Da sagte Magath zu mir: ‚Edin, was machst du da? Du musst Tore machen. Ich will dich im Strafraum sehen.‘ Wenn ich den Fehler dann erneut gemacht habe, sagte Magath: ‚Was habe ich dir gesagt?‘ So hat er mir das eingebläut, und irgendwann ging es dann automatisch.“

(Edin Džeko, Interview, Der Spiegel, 3. Juni 2010)

Der Winter, der ein Sommer war


Veröffentlicht am 1. März 2015

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„Die FIFA kann wirklich machen, was sie will. Wenn die FIFA entscheidet, das Endspiel findet Heiligabend statt, und wenn es Unentschieden ausgeht, spielen wir an Silvester weiter, dann muss das anscheinend jeder so hinnehmen. Was mir da völlig zu kurz kommt, ist die Verantwortung der Menschen, die vor vier Jahren für Katar gestimmt haben. Jedem, der sich mit der Thematik beschäftigt hat, war klar, dass das, für was sie jetzt abstimmen, nie so kommen kann. Es ist definitiv ein Fehler, wenn man eine WM für Sommer ausschreibt und dann sagt, sie findet im Winter statt.“

(Christian Heidel, Manager Mainz 05, Pressekonferenz, 26. Februar 2015)

Menschlich, allzu menschlich


Veröffentlicht am 17. November 2014

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Halbzeit bei der Schach WM

Unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit im WM-Kampf um die Schachkrone zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand, die mit Partie sieben beginnt, geistern Worte wie Fehler, Versagen und Schachblindheit vom Austragungsort Sotschi um die Welt. Differenzierter schreibende Zeitgenossen sprechen vom „psychologischen Moment, einem Mysterium“. Carlsen führt nach der Hälfte des Wettkampfes mit 3,5 zu 2,5 Punkten und hat seine beiden Siege in Partie zwei und Partie sechs auch Fehlern seines Gegenübers zu danken. Weiterlesen

Von Wiener zu Wiener – Merkel über Happel


Veröffentlicht am 5. August 2014

Max Merkel - Trainer

Max Merkel

„Den Wert eines Fußballtrainers bestimmen am allerwenigsten die Zensuren auf der Sporthochschule. Der Happel Ernst aus Wien hat nie eine Sporthochschule besucht, denn er besitzt, was den meisten fehlt: ein Fußballhirn. Bei ihm funktioniert die Intuition viel besser als die Definition. Mit diesem Fußballhirn läßt sich nirgendwo ein Doktorhut erwerben. Alle Abermillionen Zellen in diesem Bregen müssen irgendwie auf Fußball und auf Spiel eingestellt sein. Denn beim Pokern oder Roulette siegt der Happel auch wie in Trance. Wenn seine Mannschaft trainiert, neue Spielzüge einübt, dann guckt der Aschyl scheinbar gelangweilt in den Büschen ringsum nach, ob verirrte Bälle herumliegen. Schlaue Spieler denken, jetzt hat er meinen Fehler nicht gesehen. Aber er hat. Happel ist wie der Argentinier Menotti ein Kettenraucher, der mit einem Glimmstengel im Mundwinkel auffordert, die Gefahren des Tabakgenusses zu meiden.“

(Max Merkel, Kolumne Der Spiegel, 14. Juni 1982)

Zwei Weltmeister in Augenschein


Veröffentlicht am 22. Juni 2014

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Deutschland und Argentinien an ihrem zweiten Spieltag

Deutschland und Ghana boten ein aufregendes Fußballspiel. Das Ergebnis dieser Partie sorgt für eine Art Endspielcharakter am letzten Spieltag der Gruppe G, dort warten dann die US-Boys auf die Löw-Truppe. Am Achtelfinaleinzug Deutschlands sollte niemand zweifeln. Der WM-Titel mag mit der Leistung gegen Ghana nicht automatisch auf der Hand liegen, dieses 2:2 ist kein Titelgarant aber auch nicht das Ende aller Tage. Die Ordnung löste sich etwas auf, der Abwehrkonstrukt funktionierte nicht optimal, es gab individuelle Fehler, die Raumaufteilung war schlecht, man ließ phasenweise taktische Cleverness vermissen, auch im Aufbauspiel steckte der Fehlerteufel. Man kann dies kritisieren oder sich an einem aufregenden Fußballspiel erfreuen. Weiterlesen

Ach was!


Veröffentlicht am 13. Februar 2014

Vico von Bülow machte sich auch über den Fußball Gedanken

„Schon vor Hunderttausenden von Jahren hatte der Mensch Freude daran, Gegenstände mit Fußtritten in rasche Bewegung zu versetzen. Allerdings ging man seinerzeit noch auf allen vieren, so dass ein Schuss aufs Tor sich meist schon in den eigenen Vorderbeinen verfing. Da begriff der Mensch, er müsse sich, wenn er erfolgreich Fußball spielen wollte, in den aufrechten Gang erheben. Und diese Erkenntnis führte, wie wir wissen, zu Tempo und Eleganz des Fußballspiels und damit auf den Weg in die Zivilisation. Politiker, Wissenschaftler und Kulturschaffende folgten Jahrtausende später. Leider gewöhnen sich seither viele Menschen an den aufrechten Gang, die gar nicht vorhaben, Fußball zu spielen. Als Erste empfanden sportinteressierte Studenten die Leistung ihrer Mittelfinger als unbefriedigend und wandten sich einem damals hier zu Lande noch weithin unbekannten Rasenspiel zu, dem Fußball, einem Spiel, bei dem der Mittelfinger nie oder nur in kritischen Situationen zum Einsatz kommt. Das Spiel stammte, wie die meisten Sportarten, bei denen es gilt, Leib und Leben zu riskieren, aus englischen, für ihre Fairness bekannten Akademikerkreisen. Seither ist es auch bei uns üblich, ein beabsichtigtes Foul dem Gegner anzukündigen mit den Worten: „Gestatten Sie, Sir . . .“ Aber da seit längerem keine Fouls mehr gespielt werden, ist dieser Vorgang kaum noch zu beobachten.“

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Über Fehler zum Erfolg


Veröffentlicht am 25. Januar 2014

Medaillen der Nobelstiftung

Medaillen der Nobelstiftung

„Wenn Sie etwas entwickeln wollen, dann müssen Sie sich Zeit nehmen. Und Sie werden, wenn Sie etwas Neues aufbauen, Fehler machen. Ein Nobelpreisträger hat kürzlich gesagt: Jetzt habe ich den Preis, aber vorher habe ich jahrzehntelang nur Fehler gemacht. Wir stoßen da auf ein gesellschaftliches Problem, das mit Fußball nichts zu tun hat: Es werden nur noch Schuldige gesucht. Also traut sich kei­ner mehr, etwas zu machen, weil kei­ner Fehler machen will. Ich mache gerne Fehler, weil ich weiß, dass ich aus Fehlern wirklich lerne und nur so die Sache positiv weiterentwickeln kann.“

(Felix Magath, Interview Nürnberger Zeitung, 1. Januar 2014)