Schlagwort-Archive: Feyenoord Rotterdam

Oranje farblos


Veröffentlicht am 9. September 2015

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Niederlande als großer Verlierer des Mega-Spieltags der EM-Qualifikation

Deutschlands Nationalmannschaft in Blüte, wenn auch noch mit kleineren Baustellen versehen. Gegen die Sorgen mancher Fußballnationen eher Petitessen. Ein Nachschlag nebst Titelgewinn bei der EM 2016 liegt daher durchaus im Bereich des Möglichen. Es zeichnet sich kein unüberwindbarer Mitbewerber ab, den das DFB-Team wirklich fürchten muss – Titelverteidiger Spanien, Gastgeber Frankreich und bärenstarke Österreicher wohl Stand heute noch am ehesten in der Lage, der deutschen Mannschaft ein Bein zu stellen. Die Jungs von Joachim Löw können sich aber wahrscheinlich nur selbst schlagen, der Weltmeister scheint gerüstet und die Favoritenbürde gut zu tragen. Das Turnier im nächsten Jahr wird letztendlich Antwort geben. Eine Nation war oft an Deutschlands Favoritenseite und bei großen Turnieren stets ein heißer Kandidat für hohe Weihen, die Niederlande. Diese ist nun tief gefallen. 23 Teilnehmer aus 53 Ländern werden in der Qualifikation ermittelt, es war wohl niemals leichter, eine EM-Endrunde zu erreichen. Dennoch scheint diese flache Hürde für unsere holländischen Nachbarn deutlich zu hoch. Was ist geschehen? Weiterlesen

Titelsammler mit Brücke


Veröffentlicht am 29. Juli 2015

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Sjaak Swart ist Mister Ajax

Dieser Stürmer ist über die Grenzen seiner Heimat wenig bis gar nicht bekannt. Dennoch gebührt ihm die Ehre eines Brückennamens in Amsterdam, was nur der großen Ajax-Generation vergönnt. Es gibt zwölf Übergänge mit dieser Ehre. Als Hollands Nationalmannschaft dem Weg von Feyenoord Rotterdam und Ajax Amsterdam Richtung Weltklasse endlich folgte, hatte er seine Fußballschuhe gerade an den heimischen Nagel seiner Geburtsstadt Amsterdam gehängt. Jesaia Swart, als Spieler nur unter dem Namen Sjaak Swart geführt, hatte bis zu seinem Karriereende 1973 längst alles gewonnen, was einem Vereins-Fußballer Traum und Ziel. An Spielen hat er dabei auch den großen Johan Cruyff weit hinter sich gelassen, niemand trug das Ajax-Trikot öfter als er, 463 Partien bestritt Swart zwischen 1956 und 1973 für Hollands Eliteclub. In der ewigen Bestenliste der Torjäger seines Vereins rangiert der Stürmer bis heute auf Platz drei mit 175 Treffern. Bei den Titeln und Pokalen kommt man ins anerkennende Staunen. Dreimal wurde er mit Ajax Sieger im Europapokal der Landesmeister, einmal im UEFA Intertoto Cup, den europäischen Supercup stemmte er mit seinem Team zweimal in die Luft, den Weltpokal half er einmal zu erobern. National stehen acht Meisterschaften und fünf Pokalsiege zu Buche. Glanzvoller und glorioser lässt sich kaum eine Titelsammlung an. Ein Überflieger dieser Mann und jede Erinnerung an einen großen Sportler wert. Weiterlesen

Zu sehr Freunde


Veröffentlicht am 21. November 2013

„Wir haben so viel erlebt, ich muss aufhören. Mit zu viel Siegen geht die Disziplin zurück. Wir werden zu sehr Freunde. Man leidet und weint, man lacht und gewinnt zusammen. Und das darf nicht zu lang dauern.“

(Ernst Happel über seinen Abschied bei Feyenoord Rotterdam, Pressekonferenz, 24. Mai 1973)

Ernst Happel (II) – Holländische Jahre


Veröffentlicht am 13. August 2013

Ein Wiener zieht in die Welt, um den Fußball zu revolutionieren

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In Zeiten, wo Wohnungssuche und Harndrang von Spielern oder die Flughafenankunft eines Trainers Fußballnachrichten darstellen, ist den Apologeten solcher Meldungen schwer zu vermitteln, wie großartig und erfolgreich ein Trainer vom Qualitätsschlag Ernst Happels auch in unserer Zeit wäre. Aura und Charakter, wenn sie mit Kontur, Ecken und Kanten daherkommen, sind angeblich nicht mehr gefragt. Weit gefehlt! Das Außergewöhnliche im Fußball wird nur von außergewöhnlichen Persönlichkeiten geschaffen und ist auch nach Happel oft von seinem Holz. So Luis Aragonés, der Spaniens Nationalmannschaft aus 40-jähriger Agonie erweckte, so Felix Magath, der aus grauen Mäusen erfolgreiche Meisterwölfe machte und so Otto Rehhagel, der einen Fußballzwerg zum europäischen Thronriesen erhob. Durch die Bank eher kluge Beobachter als denn hyperaktive Dampfplauderer. Kollegen nach Happels Geschmack. Der Welt erfolgreichster Fußballtrainer war einem Happel immer näher als jedem Konzepttrainer, wer den Sir auf der Rennbahn trifft, sollte ihn danach fragen. Weiterlesen