Schlagwort-Archive: Film

Neben dem Rasen


Veröffentlicht am 22. März 2016

Pfarrer Rainer M. Schießler (links).

Pfarrer Rainer M. Schießler (links).

Entspannung für die Osterzeit – Tipps für den Kopf

Wer der eintönigen Mattigkeit des aktuellen Fußballbetriebes einmal entrinnen möchte, der kann sich an Kultur und Unterhaltung gütlich tun. Ostern bietet Anlass. Neben der Hoffnung auf gutes Wetter besteht die reale Chance mit Buch, Film, TV und Spiel vorzüglich entspannt zu werden. Im Kino läuft „Spotlight“, die reale Geschichte der Redaktion des „Boston Globe“, die mit klassischem Journalismus, zäher Recherche und ohne Furcht vor politischem Druck den sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in Boston aufdeckte. Wer wissen will was eine gute Zeitung von Gazetten unterscheidet und sich an einem phantastischen Darstellerensemble erfreuen möchte, der sollte unbedingt ins Kino. Ein großer Film, der den Vergleich mit den „Unbestechlichen“ nicht scheuen muss und ein schändliches wie unverzeihliches Kapitel der Kirche. Packendes Kino. Ein helles Kapitel von Glauben und Kirche schlägt dagegen der Münchner Stadtpfarrer Rainer Maria Schießler auf. Mitten unter den Menschen versieht er lebensprall seinen Dienst. Ob Trauer oder Freude, ob Altar oder Motorrad, der Mann ist authentisch und eine personifizierte Hoffnung. Wer diesen Zeitgenossen nicht kennt, der hat etwas verpasst. Die Möglichkeit zum Kennenlernen ist nun gegeben. Im Kösel-Verlag kann man unter dem Titel „Himmel, Herrgott, Sakrament“ einen unverstellten Blick in die Ansichten und das große Herz dieses klugen Mannes werfen. Ein Blick der lohnt und bereichert. Weiterlesen

Auf den Gabentisch – Weihnachtsempfehlung III


Veröffentlicht am 19. Dezember 2014

Schauspieler Gert Voss (1941 – 2014)

Schauspieler Gert Voss (1941 – 2014)

Abseits vom Fußball

Gert Voss starb am Tag des Endspiels, auf das er sich nach Bekunden von Freunden schon sehr gefreut hatte. Am Nachmittag des 13. Juli 2014 endete in einer Wiener Klinik das Leben des größten Theaterschauspielers unserer Zeit im Alter von 72 Jahren. Aus dem Land Shakespeares die größte Auszeichnung seines Lebens. Die ehrwürdige Times kürte Gert Voss im Jahr 1995 zum besten Schauspieler Europas. Mehr geht nicht, Voss sozusagen Europameister. Wer ihn auf der Bühne sah, wird ihn nicht vergessen, seine Kunst und sein Können begann wo andere schon am Ende aller Möglichkeiten, er machte Theater und Stücke lebendig und erlebbar, aus seinen Vorstellungen ging man bereichert. Seine Rollen und Triumphe, seine Größe und seine Regisseure zu notieren hieße unendliche Seiten füllen. Nicht nötig, es ist alles gesagt, auch von ihm. Unsterblich war er schon vor seinem Tod. Kurz vor diesem Tod erschienen seine Lebenserinnerungen, ein spannendes, ein ernstes, ein witziges und ein gutes Buch. Ein Buch von einem Theatermann, vor allem das Buch eines anständigen Menschen. Wer sich von den künstlichen Aufgeregtheiten des Fußballs erholen will, wo noch die letzte Blähung zu einem Orkan aufgeblasen, der sollte über die Feiertage zu „Ich bin kein Papagei“ greifen, dabei eine lesenswerte Erfahrung machen und eine aufregende Reise durch ein grandioses Theaterleben antreten. Weiterlesen

Im Auge des Vulkans


Veröffentlicht am 1. November 2014

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Präsident Aurelio De Laurentiis prägt den SSC Neapel

Der Vesuv sah Pompeji untergehen und hatte gerüttelt Maß Anteil daran. Dank Edward Bulwer-Lytton und Robert Harris können wir uns dahin zurücklesen, seit Hollywood fliegt uns die Lava kinematographisch um die Ohren. Mit ähnlich eruptiver Energie wie der feuerspeiende Vulkan am Golf von Neapel, ließ ein argentinischer Fußballer den blassen Fußballstern am Fuße des Berges zum Leuchten aufsteigen. In der Erfolgsgemeinschaft mit Diego Maradona gelangte der SSC Neapel zu europäischer Fußballgröße und wurde zur Nummer eins in Italien. Die Erinnerung hat sich längst losgelöst von der Realität und kommt mittlerweile verklärt daher, „Goldene Ära“ schwärmen sie in Neapel. Dem Verursacher werden in der Stadt bis zum heutigen Tag Heiligenschreine gewidmet, sein Besuch beim Abschiedsspiel von Ciro Ferrara im Sommer 2005 führte zu einer Maradona-Feierstunde, als dieser vor 70.000 Zuschauern seine alte Wirkungsstätte, das Stadion San Paolo, betrat. Vor Maradona war der SSC Neapel nur ein 1904 gegründeter Fußballverein von Hafenarbeitern, die natürlich aus England kamen. Belacht und mit hoher Nase in den Fußballhochburgen Rom, Turin und Mailand bedacht, spielte man keine Rolle im Konzert der Großen, diente nur als Beispiel des armen wie hinterherhinkenden Südens. Lediglich zwei Pokalsiege konnten vom Kuchen der Großclubs erkämpft werden, man gewann 1962 und 1976 die Coppa Italia. Der Fußballnorden Italiens musste sich wahrlich nicht bedroht fühlen durch diesen SSC Neapel. Weiterlesen

Ein Hauch von Hollywood


Veröffentlicht am 21. August 2014

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Margot Robbie ist Fulham-Fan

Zweifelsfrei eines der neuen Hollywoodgesichter. Margot Robbie ist nicht nur begabt, schön und begehrt, sie mag Fußball und neuerdings auch den FC Fulham, der ihr erklärter Londoner Lieblingsverein. Zuletzt tauchte sie beim Heimspiel gegen Millwall am Craven Cottage auf. Ihr Lächeln war strahlend wie das Sommerwetter und wärmte die Gemüter. Wenn sie in New York ist, wird es wesentlich kälter, da macht sie aus ihrer Liebe zum Eishockey keinen Hehl, unterstützt das NHL-Team der New York Rangers. 2013 war ihr großes Jahr. In „About Time“ brachte sie als hübsche Augenweide Charlotte die Nerven und Hormone des Hauptdarstellers Domhnall Gleeson in Wallung. In „The Wolf of Wall Street“ wurde Margot Robbie vom Großmeister des Kinos besetzt, Regielegende Martin Scorsese holte die junge Schauspielerin vor die Kamera. Vor Scorsese hat nur Können Bestand, ein Ritterschlag für die junge Actrice, die 1990 im sonnigen Gold Coast in Australien geboren wurde. Partner im Scorsese Film sind Hollywoodstar Leonardo DiCaprio und Oscar-Preisträger Matthew McConaughey. Margot Robbie ist angekommen in Hollywood. 2016 wird man sie in der starbesetzten Großproduktion „Tarzan“ von Regisseur David Yates sehen, an der Seite von Großschauspielern wie Christoph Waltz, Samuel L. Jackson und Alexander Skarsgård steht sie dafür zur Zeit vor der Kamera. Demnächst wird sie in „Suite Française“ auf der Leinwand erscheinen, gemeinsam mit Kristin Scott Thomas und Lambert Wilson. Die Dinge stehen gut für Margot Robbie und die Zeit ist knapp. Wenn aber Zeit und London angesagt, dann hat nun auch der FC Fulham einen festen Platz in Kalender und Herz. Der berühmteste Fulham-Fan ist ebenfalls Schauspieler. Hugh Grant lässt sich kaum eine Partie im Craven Cottage entgehen. Auf Twitter outete sich Margot Robbie für den FC Fulham und bekundete, sie sei erst seit kurzem Fulham-Fan. Die Gründe für diese neue Liebe ließ sie sich allerdings nicht entlocken, man muss sie hinter ihrem bezaubernden Lächeln suchen oder tief in ihr Herz blicken.

Redaktion Magath & Fußball

Zivilcourage oder vom tätigen Leben


Veröffentlicht am 31. Januar 2014

Die filmische Geschichte von Fußballern, die Vorbilder wurden

„Tapfer sind solche, die Taten vollbringen, an die ihr Mut nicht heranreicht“ hat der Komponist Arnold Schönberg einst gesagt. Wie mutig die Protagonisten des ARTE-Dokumentarfilms von Éric Cantona, Gilles Rof und Gilles Perez „Rebellen am Ball“ sind, wissen wir nicht, aber wir nehmen rückblickend teil an ihrer Tapferkeit. Natürlich kann man sich auf YouTube köstlich an Delikatessen aus der Fußballwelt delektieren und sich an phantastischen Clips berauschen, dabei das eigene Fußballherz höher schlagen lassen. Wer hat nicht seinen Lieblingsclip, der werfe bitte den ersten Stein. Aber auch für die Schärfung von Verstand und Alltagstauglichkeit, den Moment des reflektierten Nachdenkens außerhalb des grünen Rasens, bietet der Fußball einiges, man muss nur hinsehen wollen.  Ein Beispiel in Sachen Zivilcourage und Anstand bietet diese spannungsreiche ARTE-Produktion aus dem Sommer 2012. In der Hauptrolle: Fußballer. Wir erleben pures wie ungeschöntes Leben, haben teil an menschlicher Größe. Fußball, längst ein durchgeplantes Event, welches keine Schatten in der bonbonfarbenen Traumwelt duldet und des Öfteren mit der Lebenswirklichkeit auf diesem Planeten nicht korrespondiert, hier von einer ganz anderen Seite.

Eric Cantona

Eric Cantona

Die im Film vorgestellten Spieler sind keine geborenen Helden oder gar Engel, auf dem Platz konnten Sie austeilen und den eigenen Vorteil schamlos, wie eisern nutzen. Der die Dokumentation tragende Moderator ist beileibe auch kein Unbekannter. Éric Cantona ist eine Legende Weiterlesen

Wieder Nr. 1


Veröffentlicht am 28. Dezember 2013

Alex Ferguson führt die Bestsellerlisten in Großbritannien an

Alex Ferguson - Das Buch

Alex Ferguson – Das Buch

Der Mann kann es nicht lassen. Die Tabellenspitze, sonst nichts. Der vertrauteste Ort seines Lebens. Was sonst? Ob Aberdeen, Manchester oder eine Bestsellerliste, wenn er dabei, dann kann es nur einen geben. Sein aufgeschriebenes Leben ist längst Bett- und Tageslektüre von Neugierigen, Sportlern, Fans und Führungspersönlichkeiten gleichermaßen. 647.000 Exemplare, seit der Veröffentlichung im Oktober, sind bereits verkauft, Rekord für 2013. Das Geschäft brummt kräftig weiter. Den weltberühmten und ständigen Bestsellerkönig Dan Brown lässt er, mit dessen verkauften 626.000 Exemplaren von „Inferno“, auf der Insel locker hinter sich. Fergusons „My Autobiographie“ schlägt sie alle, ist unangefochtene Nr. 1 auf der Top-100 Bestseller-Liste in Großbritannien. Weiterlesen