Schlagwort-Archive: Fischer

„Mit Schwarz am liebsten den Igel“


Veröffentlicht am 16. Juli 2015

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Unternehmer und Mäzen Wolfgang Grenke im Interview

Ein Lieblingswort des innovativen Unternehmers und passionierten Schachspielers ist Nachhaltigkeit. Er weiß es mit Leben zu füllen. Zu diesem Leben gehören Kultur und Sport. Dank ihm haben die Berliner Philharmoniker und Schachweltmeister Magnus Carlsen in einer kleinen wie feinen Kur- und Bäderstadt einen zweiten Heimathafen. Was er an vielschichtiger Lebensleistung den 24 Stunden des Tages zu entreißen vermag ist staunenswert. Der 1951 in Baden-Baden geborene Unternehmer Wolfgang Grenke ist als Vorsitzender des Vorstands der GRENKELEASING AG auch verantwortlich für Strategie und Konzernentwicklung. Dem leidenschaftlichen Schachspieler sind diese Aufgaben wie auf den Leib geschnitten. 1978 gründete er die GRENKELEASING KG, aus dieser Erfolgsgeschichte wurde dann im April 2000 der Börsengang der GRENKELEASING AG, die heute Teil der Grenke Gruppe ist. Wolfgang Grenke wirkt schon sehr lange weit über sein Unternehmen hinaus. Er lässt die Gesellschaft teilhaben an seinem Erfolg, unterstützt vehement Jugend- und Bildungsprojekte, engagiert sich in Sachen Kultur, fördert die schönen Künste. Herausragendes Beispiel das Festspielhaus Baden-Baden. Ohne Grenkes Engagement wäre dies wohl nur ein Traum, heute ist es als größtes Opern- und Konzerthaus Deutschlands staunenswerte Realität. Mit viel Herzblut unterstützt Wolfgang Grenke außerdem unterschiedliche, wohltätige und soziale Projekte. Als Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe leistet er einen gewichtigen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Beitrag. Seinen Erfolgsweg aufzuzeigen und sein Engagement aufzuzählen hieße Bände verfassen. Hier soll der Blick nun auf den Schachmäzen und Schachspieler Wolfgang Grenke gerichtet werden, der im Interview auch einen klugen Blick auf den Fußball wirft. Im Schach hat er den Club OSG Baden-Baden zur absoluten Top-Marke im Reich von Caissa gemacht. Die WM-Duellanten Magnus Carlsen und Viswanathan Anand gehören zum Team. Ihre Mitspieler, unter ihnen Deutschlands Nummer eins Arkadij Naiditsch, sind die Crème de la Crème der Schachwelt. Als Mensch hat Wolfgang Grenke seiner Heimat und als Schachspieler den 64 Feldern lebenslang die Treue gehalten. Über das Brett gebeugt schlug er manche Schlacht und zog viele Lehren. Ein Leben mit Schach. Weiterlesen

Fußball und Schach – ein Vergleich


Veröffentlicht am 13. Mai 2015

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Ein Gastbeitrag von André Schulz (Chefredakteur www.chessbase.de)

Fußball und Schach – gibt es da überhaupt Gemeinsamkeiten? Fußball wird mit den Füßen gespielt, Schach mit dem Kopf – zwei Körperteile, die weit voneinander entfernt sind. Allerdings betonen Experten immer wieder, dass ein Fußballspiel im Kopf entschieden wird und auch beim Schach wird bisweilen mit den Füßen getreten, unter dem Tisch nach dem Gegner – natürlich nur unabsichtlich. Beim Fußball wird viel gelaufen, beim Schach  sehr wenig. Wenn der Gegner am Zug ist, stehen viele Schachspieler aber doch mal, laufen herum und kümmern sich für einen Moment nicht um ihre Partie. Ein solches Verhalten, abschalten, wenn der Gegner in Ballbesitz ist, gibt es beim Fußball auch, gehört aber nicht unbedingt zur höheren Schule. Weiterlesen

Von Champion zu Champion


Veröffentlicht am 3. März 2015

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„Man kann seinen Beitrag gar nicht hoch genug einschätzen, er hat sehr, sehr viel für das Schachspiel getan. Was Fischer in den 60er-Jahren, Anfang der 70er-Jahre für das Schach geleistet hat, war revolutionär. Er hat das Schachbrett neu erfunden, er hat dem Schach in den Augen vieler Leute ein Gesicht gegeben. Er war ein Mann, der sich voll dem Schach hingegeben und damit auch das Interesse vieler Millionen Menschen auf das Schachspiel gerichtet hat. Ich habe damals schon Schach gespielt. Ich war acht, neun Jahre alt, als Fischer international triumphale Erfolge hatte. Wir haben das alle mit Spannung verfolgt und begriffen, dass da etwas Neues im Schach passiert.“

(Garri Kasparow, Interview, Welt am Sonntag, 20. Januar 2008)

Felix Magath vs. Garri Kasparow


Veröffentlicht am 20. November 2014

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Geschichte und Notation der Partie

In der FAZ brachte es Felix Magath einst auf den Punkt oder besser auf die 64 Felder: „Schach ist aufgrund der vielen Steine eigentlich ein Mannschaftssport und alle Fußballer sollten auch Schach spielen.“ Wie gut der Fußballer, Trainer, Manager und Sportler Magath auch den „Mannschaftssport Schach“ beherrscht, konnte er bei einem Simultanwettkampf am 5. Juni 1985 im Spiegel-Verlagshaus an der Brandstwiete zu Hamburg gegen Garri Kasparow unter Beweis stellen und schlug sich bei dieser Auseinandersetzung sehr achtbar. Der Hobbyspieler Felix Magath hielt mit den schwarzen Steinen gegen den Giganten Garri Kasparow, neben Bobby Fischer, Emanuel Lasker und Magnus Carlsen wohl der beste Schachspieler aller Zeiten, beachtliche 33 Züge stand. (Am Ende des Beitrages die Notation der Partie.) Weiterlesen

The Great Magnus


Veröffentlicht am 7. November 2014

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Magnus Carlsen und Viswanathan Anand kämpfen um die Schachkrone

Der Norweger Magnus Carlsen ist das A und O im internationalen Schach, ein Weltmeister von Format und Esprit, der an die ganz großen seines Fachs wie Bobby Fischer, Gary Kasparow und Alexander Aljechin gemahnt. Die Egozentrik dieser drei Giganten ist ihm nicht gegeben, der 23 Jahre alte Norweger kommt wesentlich dezenter durchs Leben. Im Spiel ist er diesen großen Spielern der Schachgeschichte aber längst ebenbürtig, wenn nicht schon voraus. In Sotschi am Schwarzen Meer wird der amtierende Schachweltmeister nun erneut auf Viswanathan Anand als Gegner im Titelkampf treffen. Der 44-Jährige Inder verlor im November 2013 in seiner Heimatstadt Chennai den Weltmeisterschaftskampf gegen den damaligen Herausforderer Magnus Carlsen. Dieser WM-Kampf war auf zwölf Partien angelegt, Carlsen hatte nach zehn Partien mit drei Siegen und sieben Remis bereits alle nötigen Punkte zusammen, Anand damit also entthront. Es spricht für den Inder, nicht resigniert zu haben. Mit Elan stürzte er sich sofort wieder ins Schach und gewann souverän das erforderliche Kandidatenturnier, welches den Herausforderer ermittelte. Anand ist nun in dieser Rolle der Gegner des Weltmeisters. Weiterlesen

Vom Brett zum Mittelkreis


Veröffentlicht am 31. Juli 2014

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Schachweltmeister Magnus Carlsen und die Liebe zum Fußball

Wenn sich die Gelegenheit bietet, tritt er gegen den Ball. Die Geschichte mit dem Vater hinterm Haus war schön und ist sattsam bekannt aber irgendwann wird diese Welt natürlich zu klein. Inzwischen ist er ausgezogen, um Schachweltmeister zu werden, was ihm in blendender Manier gelang und auf die legendären Gipfel von Aljechin, Fischer und Kasparow katapultierte, mittlerweile darüber hinaus. Weiterlesen

Mit breiter Brust


Veröffentlicht am 20. November 2013

Der Sport und seine Lautsprecher

Schachgenie Bobby Fischer

Schachgenie Bobby Fischer.

Während der Schacholympiade 1962 faszinierte der 19-jährige Bobby Fischer bereits die anwesende Weltelite, darunter Weltmeister wie Botwinnik und Tal sowie die internationale Fachpresse, war Magnet für viele Fans. Einer jungen Frau gelang es, zum introvertierten Fischer vorzudringen, dem Schachgenie das große Programmheft mit der Foto-Doppelseite aller teilnehmenden Großmeister entgegenzustrecken, verbunden mit der Bitte, doch ein Autogramm auf sein Bild zu setzen. Mit seinem vollen Schriftzug überflog und zeichnete Fischer die gesamte Doppelseite. Auf die empörte Frage der Autogrammjägerin, wo denn nun noch Platz für die anderen Teilnehmer sei, antworte Fischer: „Die anderen sind Quatsch.“ Weiterlesen

Rasenschach und Titelkampf


Veröffentlicht am 9. November 2013

Fußballbegeisterter Norweger greift nach der Schachkrone

Viswanathan Anand (links) und Magnus Carlsen kämpfen im indischen Chennai um die Schachkrone. Hier sitzen sich die beiden bei den Chess Classics 2008 in Mainz gegenüber.

Viswanathan Anand (links) und Magnus Carlsen kämpfen im indischen Chennai um die Schachkrone. Hier sitzen sich die beiden bei den Chess Classics 2008 in Mainz gegenüber.

In der Branche Fußball wird sich leidenschaftlich und leutselig fast „zu Tode geduzt“, wer nicht mitmacht, der gehört nicht zur Familie. Solche Usancen sind im Schach eher unüblich, eine Ausnahme ist der amtierende Weltmeister, der Inder Viswanathan Anand. Diesen nennt jeder nur „Vishy“, mittlerweile Marken- und Spitzname des indischen Ausnahmespielers. Im Zusammenhang mit „Vishy“ gibt es noch ein zweites, ständig wiederholtes Wort: „nett“. Ein netter Weltmeister. Schachlegende Viktor Kortschnoi sagte vor Jahren über die Schachgeneration von Anand: „Die mögen sich alle – entsetzlich. Zu meiner Zeit hat man die Gegenüber noch gehasst.“ Nicht umsonst trägt Kortschnoi sein ganzes Schachleben den Beinamen „Viktor, der Schreckliche“. Weiterlesen