Schlagwort-Archive: Fußballkultur

Vernunft und Solidität


Veröffentlicht am 3. Juni 2015

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Ein Interview mit Union-Präsident Dirk Zingler

Dirk Zingler führt den 1. FC Union Berlin seit dem 1. Juli 2004 als Präsident. Damals spielten die Berliner noch in der Regionalliga und stiegen am Saisonende sogar in die Oberliga ab. Der danach folgende Union-Aufstieg bis in Liga zwei und der Stadionbau der Fans an der Alten Försterei sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Kurz vor Saisonende stellte sich Dirk Zingler den Fragen der Deutschen Presseagentur (dpa). Hier gibt es das Interview in voller Länge. Weiterlesen

Lebenszeichen im Lößnitztal


Veröffentlicht am 25. September 2014

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Erzgebirge Aue hält die ostdeutsche Fahne hoch

Es ist keinesfalls übertrieben, wenn man den Saisonstart der Veilchen als durchweg misslungen bezeichnet. Null Punkte, ein einziges Törchen aber schon zehn Gegentreffer nach vier Spielen mündeten in ein Chaos auf ganzer Linie. Das 0:3 daheim gegen Düsseldorf Ende August war schließlich der Auslöser, der unmittelbar vor der zweiwöchigen Spielpause zunächst Trainer Falko Götz sowie Vizepräsident Jens Stopp aus ihren Ämtern spülte und einen Tag später auch den Rücktritt von Präsident Lothar Lässig nach sich zog. Alles auf Anfang heißt es seither im Erzgebirge, wo seit Jahren die Fußballfahne Ostdeutschlands tapfer in die Höhe gehalten wird. Das 3:0 über den FC St. Pauli sowie der Auswärtspunkt beim zwischenzeitlichen Tabellenführer in Ingolstadt lassen aufhorchen. Ein Lebenszeichen aus der Hochburg ostdeutscher Fußballtradition. Finanziell wie die allermeisten Clubs aus den neuen Bundesländern nicht gerade auf Rosen gebettet, ist es mehr als beachtlich, wie sich Aue nunmehr im fünften Spieljahr in Serie in der 2. Bundesliga hält. Oft wähnte man sie schon aussichtlos verloren, die „Kumpel aus der Tiefe“ aber sind immer noch da. Weiterlesen

Blick nach oben


Veröffentlicht am 29. März 2014

Abwehrgarant mit Offensivkraft, Leighton Baines, seit 2007 bei den Toffees und in dieser Saison bislang vierfacher Torschütze.

Abwehrgarant mit Offensivkraft, Leighton Baines, seit 2007 bei den Toffees und in dieser Saison bislang vierfacher Torschütze.

Der Everton Football Club kommt in blauer Farbe daher und gehört zur legendären Liverpooler Fußballkultur wie die Reds. Ob nun im Goodison Park von „The Blues“ oder bei „The Reds“ in Anfield, das Aufeinandertreffen beider Vereine – bekannt als legendäres „Merseyside Derby“ – gehört zu den Hochämtern des englischen Clubfußballs. Die großen Erfolge liegen schon lange zurück, für die Blauen wie die Roten. Aber auch die Brauen der „Toffees“ – wie der FC Everton auch genannt wird – zieren große Siegerkränze. Immerhin holte man neun englische Meisterschaften, gewann fünfmal den FA-Cup und sogar einen Europapokal der Pokalsieger. Nur fünf andere Clubs in der gloriosen englischen Fußballgeschichte sind in ihrer Gesamtbilanz erfolgreicher. Der letzte Meistertitel stammt aus dem Jahr 1987. Die Bilanz des Merseyside Derbys: Von 213 Spielen gewannen „The Reds“ 83 Spiele, „The Blues“ konnten 66 Siege erringen und 64 Spiele trennte man sich Unentschieden. Alles Geschichte, Rollen sind längst neu verteilt und anders als viele Persönlichkeiten im System Premier League es vor der Saison ahnten oder zu träumen wagten.

In Liverpool tut sich neuer Glanz auf, der FC Liverpool hat Meisterchancen und über Everton darf man staunen. Als Langzeittrainer David Moyes seinen FC Everton verließ schwante vielen nichts Gutes. Moyes wolle endlich zu den großen Titeln nebst glanzvoller europäischer Bühne im Hintergrund und mehr als nur dauernde Anerkennung für respektable Saisonleistungen. Er wurde Nachfolger auf Europas begehrtestem Fußballthron, dem von Sir Alex Ferguson in Old Trafford. In Everton verlor man den Trainer und seinen Mittelfeldmotor Marouane Fellaini, den es mit seinem Chef zu den Red Devils zog. In Everton heuerte Roberto Martinez als neuer Manager an und ließ erst gar keinen Phantomschmerz aufkommen. Everton spielt eine stabile und bisher äußerst erfolgreiche Saison. Während sich Ex-Trainer David Moyes mit Manchester United von der Champions League Teilnahme verabschieden darf, welch Schmach für United, macht sich Everton Richtung selbiger Ränge auf. Arsène Wengers Truppe spürt schon den Atem der „Toffees“. Der FC Everton spielt sich in Richtung Champions League Ränge, Arsenal wird immer wackeliger und Everton sieht beim Blick nach oben Platz vier in greifbarer Nähe. Ob Urgestein Leighton Baines oder die torgefährliche Ausleihe von Chelsea, Romelu Lukaku, das Team von Roberto Martinez ist in allen Mannschaftsteilen ausgezeichnet besetzt. Ein hochmotivierter und gefährlicher Gegner mit Ambitionen ist im Craven Cottage zu Gast. Aber auch diese „Toffees“ sind zu schlagen. Mit einem Sieg können die Männer von Felix Magath ein starkes Signal im Abstiegskampf setzen und die rote Laterne abgeben.

Hinspiel
FC Everton – Fulham FC 4:1 (1:0)
Tore: 1:0 Osman (18.), 1:1 Berbatov (67., Foulelfmeter), 2:1 Coleman (73.), 3:1 Barry (84.), 4:1 Mirallas (91.)

32. Spieltag
Partie: Fulham FC – FC Everton
Termin: Barclays Premier League, Sonntag, 30. März 2014
Anstoß: 14.30 Uhr (MEZ)
Stadion: Craven Cottage, London

Redaktion Magath & Fußball