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„Erfahrung ist ein ganz wichtiges Kriterium“


Veröffentlicht am 16. März 2018

Anlässlich seines Besuches in der Oberpfalz traf sich Felix Magath mit Josef Maier, Fabian Leeb und Frank Werner von den Oberpfalz-Medien zum Interview. Dabei ging es nicht nur um die jüngste Entwicklung des deutschen Fußballs, sondern insbesondere auch um die prekäre Situation des Hamburger Sport-Verein in der Bundesliga. Auch die Aufstiegschancen des 1. FC Nürnberg in Liga zwei wurden diskutiert. Nachfolgend lesen Sie den kompletten Interviewtext.

Felix Magath, Ihr alter Verein, mit dem Sie die größten Erfolge feierten, macht gerade den Abflug Richtung zweite Liga. Jetzt wurde auch noch ihr langjähriger Co-Trainer Bernd Hollerbach entlassen. Wie sehen Sie das HSV-Drama?

Felix Magath: Der HSV wurde die ganzen letzten Jahre schlecht geführt. Man hat schon viele Trainer vor Bernd Hollerbach verbraucht. Ohne dass sich die Situation beim HSV dadurch verbessert hätte.

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Selbstaufgabe


Veröffentlicht am 16. Oktober 2015

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Bundesliga verabschiedet die Meisterschaft

Die Zwerge kapitulieren. Den Bayern ist kein Vorwurf zu machen, sie haben sich das hereinbrechende Gesamtlob verdient, erspielt und über Jahre erarbeitet. Das nötige Kleingeld für Mario Götze, Robert Lewandowski, Diego Costa, Arturo Vidal und allem was sonst an Personal nötig selbstverständlich stets zur Hand. En passant haben sie nun auch den Kampfgeist in der Liga des Weltmeisters gebrochen und pulverisiert, eine neue Qualität, so noch nicht dagewesen. Die Kapitulation der ehemaligen Gegner, vielleicht die größte Leistung der Bayern. Die Bundesliga ist von Angst befallen, in einer Art vorauseilendem Gehorsam gehen keine sportlichen Kampfansagen Richtung München, sondern nur noch der kollektive Kotau. Ein Mix aus Huldigungs- und Ergebenheitsadressen erreicht den Tabellenführer im Minutentakt. Vermeintliche Konkurrenten für wenigstens ein Spiel senden Gesten der Selbstaufgabe. Die Übungsleiter schauen aus dem Trainingsanzug wie verirrte Lämmer vor der Schlachtbank, huldigen dem Bayern-Spiel und dessen Trainer schon vor Anpfiff. Staunend, wie Kleinkinder im Spielzeugladen, bedanken sie sich artig, wenigstens dabei sein zu dürfen. Zauberlehrlinge bestaunen Merlin. Wie wirkt dieses Verhalten der Verantwortungsträger eigentlich auf die ihnen anvertrauten Spieler und Mannschaften? Von denen darf doch der Fan und Zuschauer Leistung, Kampf und Einsatz sowie Tore, Siege und Punkte erwarten. Wo ist im Bundesliga-Alltag des Jahres 2015 nur die Courage früherer Herausforderer geblieben? Weiterlesen

Kleines Land, große Persönlichkeit


Veröffentlicht am 9. August 2015

Carmel Busuttil im getauschten DFB-Trikot nach der 2:3-Niederlage Maltas im Dezember 1984.

Carmel Busuttil im getauschten DFB-Trikot nach der 2:3-Niederlage Maltas im Dezember 1984.

Die Karriere des Carmel Busuttil

Es endete wie es begann, der Gegner hieß Island. In Messina auf Sizilien besiegten Busuttil und seine Mannschaftskameraden am 5. Juni 1982 das Team der Nordländer in einem EM-Qualifikationsspiel mit 2:1. Sein erstes Länderspiel. Das letzte Spiel für seine Nation bestritt er am 25. Mai 2001 im Rahmen der WM-Qualifikation in La Valletta, ein Abschluss der guten Art blieb allerdings verwehrt. Island behielt die Oberhand, Busuttil und sein Team mussten sich mit 1:4 geschlagen geben. Die persönliche Bilanz von Carmel Busuttil zählte am Ende des Tages 111 Länderspiele und 23 Treffer. Busuttil war der erste Malteser, der die 100-Spiele-Marke an Einsätzen für sein Land erreichte. Die großen Sporttitel und das noch größere Geld waren mit dieser Laufbahn dennoch nicht zu machen. Busuttil musste als Nationalspieler seines Heimatlandes Malta auch eine Menge einstecken. 16 Siege konnte er bejubeln, 20 Unentschieden verbuchen und 75 Niederlagen musste er ertragen. Malta ist ein historischer Zauberort und eine geschichtliche Adresse voller Legenden, ein Fußballriese war es nie. Im Gegenteil, bis heute gilt die Insel Malta als leichte Beute und Zwerg des Weltsports Fußball, findet dennoch immer wieder Jungen und Männer, die mit Stolz und Freude am Spiel das Trikot ihres Landes tragen. Ihr großes Vorbild ist Carmel Busuttil. Weiterlesen

Die Welt ist kein Ball


Veröffentlicht am 27. April 2014


„Die Welt ist zwar kein Fußball, aber im Fußball, das ist kein Geheimnis, findet sich eine ganze Menge Welt. Es ist eine zuweilen bizarre Welt, in der unablässig Gefühlsschübe aufeinanderprallen. Emotionen, die jederzeit in ihr Gegenteil umschlagen können: Entzücken in Entsetzen, Begeisterung in Wut, Verzweiflung wieder in Entzücken.“

(Ror Wolf, Schriftsteller, Hörfunk-Essay, Frankfurt 1980)