Schlagwort-Archive: Gegenwind

Gefundenes Fressen


Veröffentlicht am 5. Dezember 2014

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Gegenwind statt Gegenpressing beim BVB, Jürgen Klopp im Fokus

Am Beispiel Jürgen Klopp zeigt sich dieser Tage die Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts besonders deutlich. Eben noch gefeiert für zwei Meisterschaften, einen Pokalsieg und ein Pokalfinale, das Erreichen des Champions League Endspiels und eine neue Philosophie vom Gegenpressing, bläst dem Vorturner der Borussen der Gegenwind nach dem miserablen Saisonstart der Schwarz-Gelben inzwischen frontal ins Gesicht. Von der „größten Krise seiner Trainerkarriere“ ist zu lesen, einige übereifrige Schreiberlinge gehen sogar schon so weit, Motivationsfähigkeit und taktisches Verständnis des vormaligen Übertrainers in Abrede zu stellen. Ungeheuerlich. Von seriöser, wertneutraler dafür weniger effekthaschender Berichterstattung sind wir offenbar längst noch weiter entfernt, als der BVB von der Tabellenspitze. Weiterlesen

Weltmeister Favorit – Europameister gestolpert


Veröffentlicht am 11. Oktober 2014

Alte und neue Kräfte auf dem Weg nach Frankreich

Deutschland muss keinen Tritt befürchten, der polnische Kader ist dem Weltmeister deutlich unterlegen. Kann sich die Truppe von Joachim Löw motivieren wird in Polen kein Stolperstein warten, der Weg nach Frankreich bleibt ein leichter Aufgalopp. Leicht sah es vor dem Start in die Qualifikation auch für Holland und Guus Hiddink aus. Seine zweite Amtszeit soll endlich wieder einen Titel bringen. Die 1988 in Deutschland erspielte EM-Krone bleibt der vorerst einzige Triumph der Elftal. Auf der Bank damals Hollands Trainerfürst Rinus Michels. Seither versuchten sich alle holländischen Trainerkoryphäen. Leo Beenhakker, Dick Advocaat, Guus Hiddink, Frank Rijkaard, Bert van Marwijk, Marco van Basten und Louis van Gaal nahmen Anlauf, allein ein Titel sollte dabei nicht rausspringen. Im Nacken hatten sie alle eine Hundertschaft von mehr oder minder fähigen Experten, das halbe Land und den Großen Johan Cruyff, der es stets besser wusste und weiß aber bis heute nie das Amt übernommen hat. Hiddink bekam nun wie van Gaal eine zweite Amtszeit, deren Start geriet eher dürftig. Die Auftaktniederlage in Tschechien war nicht im Erfolgsplan vorgesehen. Die Scharte nun aber etwas ausgewetzt. Mit einer Quälerei im Heimspiel gegen den Nobody Kasachstan, wo erst ein Platzverweis der Kasachen die Holländer auf die Siegerstraße führte wird dem konzilianten Hiddink etwas Gegenwind nehmen. Glanzlichter waren im Spiel seines Teams allerdings absolute Mangelware. Was wohl Johan Cruyff dazu sagt? Weiterlesen

Europa wankt ins Viertelfinale


Veröffentlicht am 1. Juli 2014

Frankreich und Deutschland weiter

Frankreich wurschtelte sich lahm ins Viertelfinale, hatte Dusel, sah eine berechtigte Rote Karte nicht. Diese Schiedsrichter. Nigeria hatte Pech, der beste Mann machte einen entscheidenden Fehler. Mit einer sehr engagierten Partie hatte das Team aus Afrika der Grande Nation Paroli geboten, verlor am Ende unglücklich und ist damit aus dem Turnier. Frankreichs Nachbar Deutschland muss sich in kontinentaler Eintracht vom französischen Rumpelfußball etwas abgeschaut haben. Unser Team machte es spannender, als der Gegner Algerien auch nur vermuten ließ und legte einen fahrigen Auftritt hin. Auch wir haben unseren oft beschworenen Dusel, der uns verlässlich vor Blamage schützt und diesmal in Person von Manuel Neuer daherkam. Ihm ist zu danken. Mit einer schaurigen Leistung quälten wir uns also ins Viertelfinale. Den siegbringenden Dusel kann es dort nur für einen geben. Gegen Frankreich wird Deutschland gewinnen, daran keinerlei Zweifel.

Europas Fahne hing dieser Tage schlaff und zerzaust am Mast des Weltfußballs, aber sie zerbröselte nicht im fußballerischen Gegenwind. Holland brauchte einen Schwalbenkönig, Frankreich einen Torwartfehler des Gegners und unsere Jungs trieben den Angstschweiß der vorzeitigen Abreise auf die Stirn der Fans. Drei glanzlose europäische Siege – aber dreifache Viertelfinalteilnahme. Was zählt, ist die nächste Runde. Erfolg kann manchmal hässlich sein, er bleibt Erfolg. Der Titeltraum hat überlebt, Kratzer am Lack und verbeulte Armaturen bedeuten schließlich nicht das Ende des Motors. Die Fahrt Richtung Endspiel geht weiter.

Redaktion Magath & Fußball