Schlagwort-Archive: Gerardo Martino

Copa América 2015


Veröffentlicht am 11. Juni 2015

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Südamerika sucht seinen Titelträger

In Chile startet die 44. Auflage der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft. Zwölf Mannschaften spielen um den Titel. Der erste Wettbewerb fand bereits 1916 statt, als in Europa der erste Weltkrieg tobte und Verderben über Menschen und Völker brachte. In Südamerika kreuzte man die Klingen lieber friedlich beim Fußball. Die Chilenen, in der langen Tradition der Copa bereits zum siebten Mal Gastgeber, haben illustre Teams im Land. Titelverteidiger Uruguay, Venezuela, Paraguay, Peru, Ecuador, Kolumbien, Bolivien, Brasilien, Argentinien und als Gastmannschaften Jamaika und Mexiko komplettieren das Feld. Chile hatte einen starken Auftritt bei der WM und will die Copa auf Heimatboden endlich gewinnen. Das Land aus dem Südwesten des Kontinents nahm an 36 Turnieren teil, konnte sich aber nie in die Siegerliste eintragen. Mexiko überzeugte ebenfalls bei der WM, ist in guter Verfassung. Titelverteidiger Uruguay befindet sich im Umbruch. Traineraltmeister Óscar Tabárez weiß selber nicht, wie weit sein aktuelles Team um Champions League Sieger Luis Suárez ist. Aber die Urus sind eine Turniermannschaft und mit 15 Titeln der kontinentale Rekordhalter. Klare Mitfavoriten natürlich Argentinien und Brasilien, die ihre Starspieler Lionel Messi und Neymar an Bord haben. Die Gauchos kommen mit dem ehemaligen Barça-Trainer Gerardo Martino, der das Team nach der WM 2014 übernahm. Auch Brasilien mit einem neuen Mann an der Seitenlinie. Der temperamentlose Carlos Dunga ist bereits zum zweiten Mal Chef der Seleção und versucht sich daran, den völlig lädierten Ruf des brasilianischen Fußballs wiederherzustellen. Ein starker Mitfavorit für das Turnier ist das von José Pekerman trainierte kolumbianische Team. Die Mannschaft hat ihre spielerische und personelle Stärke aus dem WM-Jahr bewahrt. Das Auftaktspiel bestreiten Chile und Ecuador am 11. Juni 2015 um 20.30 Uhr im Estadio Nacional de Chile in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Für Europäer ist es dann bereits 1.30 Uhr in der Nacht des 12. Juni 2015. Das Endspiel am 4. Juli 2015 findet ebenfalls im Estadio Nacional de Chile statt.

Redaktion Magath & Fußball

Meisterstück im Calderón


Veröffentlicht am 18. Mai 2015

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Barca macht den 23. Ligatitel klar

Am 17. Mai 2014 sicherte sich Atlético Madrid mit einem 1:1 in Barcelona die Meisterschaft. Revanchieren konnten sich die Katalanen im Januar 2015 binnen 17 Tagen gleich dreifach: Erst siegte Barca in der Primera División, dann folgten Hin- und Rückspiel im Pokal-Viertelfinale, zwei weitere Siege der Blaugrana und gleichzeitig das Startsignal für eine furiose zweite Saisonhälfte in allen Wettbewerben. Auf den Tag genau ein Jahr nach der Atlético-Party im Camp Nou hielt der Spielplan für alle Barca-Anhänger nun eine besondere Konstellation bereit. Bei vier Zählern Vorsprung auf Real Madrid benötigte der Tabellenführer aus den verbleibenden beiden Spielen noch genau einen Sieg. Seinen ersten Matchball hatte der FC Barcelona am 17. Mai 2015 ausgerechnet im Estadio Vicente Calderón, der Heimstätte des amtierenden Titelträgers. Die Rojiblancos ihrerseits im Zwiespalt: Entweder den Gästen beim Feiern zusehen, oder dem Stadtrivalen mit einem Sieg vielleicht doch noch zur Meisterschaft verhelfen. Beide Szenarien wenig verheißungsvoll, Atlético entschied sich also für den sportlichen Wettkampf, wollte zudem Platz drei und die direkte Champions League Qualifikation unter Dach und Fach bringen. Daraus aber wurde nichts. Barca ließ sich die Chance auf Meistertitel Nummer 23 und einen entspannten Saisonausklang gegen La Coruña am kommenden Samstag nicht entgehen, schlug Atlético auch im vierten Vergleich des laufenden Spieljahres und nahm mit knallenden Sektkorken im Calderón endgültig Rache für 2014. Weiterlesen

Keine Revanche


Veröffentlicht am 3. September 2014

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„Es ist eine Art Revanche, ja. Aber wenn wir gewinnen, bringt das auch nichts.“
(Sergio Agüero, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)

„Es ist vielleicht so etwas wie ein guter Test vor der EM-Qualifikation, bevor es sozusagen im Alltag wieder richtig zur Sache geht und wir uns dort wieder neu beweisen müssen. Wir wollten einen starken Gegner, das sah unsere Planung vor. Ich glaube, man kann den Leuten das Gefühl des WM-Finales ein bisschen zurückgeben. Aber es hat natürlich nicht diesen Stellenwert. Es gibt keine Revanche für Argentinien, kann es nicht geben, denn der WM-Titel ist wichtiger als alles andere.“
(Joachim Löw, Videointerview ZDFsportonline, 2. September 2014)

„Es ist schon eine Herausforderung, dieses erste Spiel als Trainer – und das gegen den Weltmeister. Das Spiel hat nichts mit dem WM-Finale zu tun. Das Ergebnis können wir nicht wiedergutmachen.“
(Gerardo Martino, Pressekonferenz Düsseldorf, 2. September 2014)

„Ich finde es schade, dass das Spiel jetzt stattfindet. Zum jetzigen Zeitpunkt hat es keine Bedeutung. Dafür sind die Eindrücke aus Brasilien noch zu frisch. […] Vielleicht ist es für die Argentinier eine Motivation, so schnell wieder gegen Deutschland spielen zu können. Sie sind sich immer noch bewusst, dass sie die deutsche Mannschaft hätten besiegen können – ja, vielleicht müssen. Ich war im Stadion und habe es hautnah miterlebt. Die Argentinier werden sich noch jahrelang ärgern, dass sie ihre Chancen nicht genutzt haben. Sie hatten die klareren Möglichkeiten. […] Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass Deutschland beim Abseitstor von Higuain Glück hatte. Auch als Manuel Neuer ihn abgeräumt hat, war es Glück, dass es kein Rot gab.“
(Jens Lehmann, Interview Die Welt, 3. September 2014)

„Deutschland war die konstanteste, reifste Mannschaft. Im Finale hat Argentinien seine beste Turnierleistung gezeigt. Und wenn sie am Anfang das Tor machen, dann holen sie vielleicht den Titel. Aber Deutschland war das beste Team der WM, spielte am besten, am intelligentesten, verstand es, seine Pläne umzusetzen. Sie haben gelernt aus den letzten WM-Turnieren.“
(César Luis Menotti, kicker Sportmagazin, 1. September 2014)

Der Neue im Camp Nou


Veröffentlicht am 18. August 2013

Argentinier Gerardo Martino ist Cheftrainer des FC Barcelona

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Die durch Erkrankung und Rücktritt von Tito Vilanova entstandene Erschütterung aufzufangen, im Club wie mit der Mannschaft wieder gestalterische Kraft zu entwickeln, haben sie in Barcelona den richtigen Mann gefunden. Der 50-jährige Argentinier Gerardo Martino ist also neuer Barca-Coach. Er sorgte bei der WM 2010 für Furore, führte Paraguay ins Viertelfinale, wo man Europameister Spanien alles abverlangte. Nach deren Trainer del Bosque sogar „ein komplizierterer Gegner als Deutschland“. Mit 1:0 siegte Spanien, knapp, glücklich und hart umkämpft. Weiterlesen