Schlagwort-Archive: Glaube

Felix Magath über…


Veröffentlicht am 29. Dezember 2015

Glück
„Das ist nur ein Moment. Es kommt manchmal unverhofft, manchmal ist es angestrebt. Glück hat etwas Flatterhaftes. Es kommt und geht.“

Gesundheit
„Je älter ich werde, desto bewusster gehe ich damit um. Da geht es mir sicher wie anderen Leuten auch. Gesundheit ist nichts Allgemeines, sondern sehr individuell.“

Glaube
„Nur so viel: Ich glaube an Gott und bin in der evangelischen Kirche.“

(Felix Magath, Interview BZ-Berlin, 13. Dezember 2011)

Felix Magath im Talk am Sonntag


Veröffentlicht am 18. Oktober 2015

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„Von Beginn an, seit ich laufen konnte, habe ich gegen den Ball getreten. […] Man war von klein auf an Kritik gewohnt – es war nichts Außergewöhnliches kritisiert zu werden. Im Grunde war ich auch immer selbstkritisch genug und mit meinen Leistungen selten zufrieden. Ich habe immer nach Höherem gestrebt, immer versucht das Maximale zu machen. Das hat mich dazu gebracht mehr zu trainieren und mich weiterzuentwickeln. […] Niederlagen konnte ich immer schwer akzeptieren. Das ist bis heute so geblieben. Ich wollte immer gewinnen, ich will immer gewinnen. Dementsprechend fordere ich mich selbst. […] Ich habe im Herzen, mit Jugendlichen und jungen Männern zu arbeiten die ihr Leben völlig verändern könnten indem sie durch gute Leistungen beim Fußball Außergewöhnliches leisten, dadurch eben auch außergewöhnlich verdienen. […] Im Profisport geht es um Erfolg, geht es darum möglichst maximalen Erfolg zu erreichen. Die Entwicklung geht immer mehr hin zum Geld. Wer mehr Geld hat ist auch erfolgreicher. Ich habe gelernt, es geht auch anders. Man braucht nicht unbedingt Geld um erfolgreich zu sein. Das möchte ich jungen Menschen zeigen und vorleben, auch weitergeben. Was ich von meinen Spielern verlange, die mir anvertraut werden, ist was ich selbst gemacht habe. Ich verlange nichts was ich nicht selbst gemacht hätte oder selbst auch bereit wäre zu machen.“

„Für mich ist der Glaube ein ganz wichtiger Teil der Gesellschaft.“

„Die Phytokids-Stiftung, in deren Beirat ich tätig bin, hat z.B. Projekte in der Ukraine und in Turkmenistan. Dort habe ich Kinderkrankenhäuser und Waisenhäuser besucht. Wenn man in solche Gegenden kommt und sieht wie Kinder dort leben, lernt man was eigentlich Sache ist. Diesen Kindern geht es viel schlechter als denen die hier in Deutschland aufwachsen. Wenn man diese Dinge sieht wird man wieder geerdet und weiß was wichtig und was nicht so wichtig ist.“

(Auszüge)

Hier geht’s direkt zum Interview.

(Felix Magath, Talk am Sonntag mit Bruder Paulus, katholisch.de/Sat1, 18. Oktober 2015)

Der Tragödie erster Teil


Veröffentlicht am 29. Mai 2015

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HSV und KSC trennen sich 1:1

„Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“ Gut möglich, dass die Gefühlslage vieler HSV-Fans im Stadion und an den TV-Bildschirmen nach Abpfiff des Relegationshinspiels jener von Goethes Dr. Faust im berühmten Studierzimmer ähnelte. Aufklärung darüber, was dieses 1:1 gegen den Karlsruher SC letztendlich wert ist, wird es erst am kommenden Montag geben. Auf dem Papier weist das Unentschieden an der Elbe – vor allem das vom treffsichersten Karlsruher Angreifer und ehemaligen Hamburger Rouven Hennings bereits nach vier Minuten erzielte Auswärtstor – zwar einen leichten Vorteil für die Badener aus. Diesen im heimischen Wildpark aber auch über die Ziellinie zu retten, bleibt am Ende einer langen Saison das letzte große Meisterstück für den von Markus Kauczinski trainierten Noch-Zweitligisten. Mut machen kann den Hanseaten auf der anderen Seite die eigene Schlussviertelstunde, die ausgerechnet eines der größten Sorgenkinder der letzten Jahre mit dem so wichtigen Ausgleich vergoldete. Weiterlesen

God is good


Veröffentlicht am 28. Oktober 2014

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Ein Hoffnungsträger für die Three Lions

Nicht Wayne Rooney, auch nicht Danny Welbeck, Daniel Sturridge, Rickie Lambert oder Jay Rodriguez lautet der Name des bis dato gefährlichsten Engländers in der Premier League. Saido Berahino, 13-facher U21-Nationalspieler in Diensten von West Bromwich Albion, hat nach dem neunten Spieltag bereits sieben Treffer auf dem Konto, wird bislang in der Torjägerliste nur von Sergio Agüero und Diego Costa (beide neun) übertroffen. Der 21 Jahre alte Angreifer mit der Rückennummer 18 war zuletzt in vier Spielen fünfmal erfolgreich, traf in der Vorwoche im „The Hawthorns“ sowohl gegen Manchester United als auch gegen Crystal Palace (jeweils 2:2). Schon jetzt wird an der Anfield Road wie an der White Hart Lane öffentlich über eine in diesem Falle wohl äußerst kostspielige Verpflichtung des Shootingstars im Winter spekuliert, sein Länderspieldebüt für England wohl nur eine Frage der Zeit. Angesichts der gegenwärtigen Sturmflaute bei den Three Lions scheint eine erstmalige Berufung Berahinos schon für die Partie gegen Slowenien in der EM-Qualifikation Mitte November durchaus im Bereich des Möglichen. Gottvertrauen, Coach Alan Irvine und nicht zuletzt ein Blick auf die eigene Geschichte sorgen derweil dafür, dass der Torjäger in der Welt frühreifer, ruhmgeschwängerter Fußball-Halbgötter nicht die Bodenhaftung verliert. Weiterlesen

Gastgeber fällt nicht vom Drahtseil


Veröffentlicht am 29. Juni 2014

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Brasilien und Kolumbien im Viertelfinale

Mit Chile ist die zäheste Mannschaft aus dem Turnier geschieden, der Ausdruck geflogen verbietet sich. Wer etwas über Power im Fußball lernen will, der sollte auf diese Mannschaft blicken. Das Tor war der Feind, die Querlatte verbaute ihnen den Einzug ins Viertelfinale, der Pfosten ließ sie im Elfmeterschießen unterliegen. Pech. Im Glück dagegen Gastgeber Brasilien, welcher trotz höherer Chancenquote mit zunehmender Spielzeit an seiner Favoritenrolle zu ersticken drohte. Selbst der erfahre Trainer-Haudegen Scolari wirkte an der Seitenlinie wie ein ratloser Herbergsvater, dem seine Schar längst abhandengekommen, während sein Gegenüber Sampaoli den Eindruck erweckte, sich jeden Moment selbst einwechseln zu wollen. Die Gastgeber wackelten auf dem Drahtseil des Achtelfinals, aber sie stürzten nicht. Für Brasilien könnte dieser Lotterie-Sieg über Chile eine Initialzündung sein. Ob allerdings ein Hulk, ein Fred und ein Jo auch nur im Entferntesten ein Weltmeister-Gen in sich tragen, es darf bezweifelt werden. Der Teamspirit, der stimmt bei der Seleção allerdings. Wille, Leidenschaft und Glaube haben schon oft Berge versetzt, im Leben wie im Fußball. Weiterlesen