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Die Gleichgesinnten


Veröffentlicht am 24. März 2018

Felix Magath beim Heimspiel der Füchse Berlin

Wenn die Berliner aus dem Häuschen, dann aber richtig! Wer es nicht glaubt, sollte sich umgehend eine Karte für die Füchse Berlin besorgen. Diese Investition ist absolut zu empfehlen, liefert Sport und Spaß für die ganze Familie auf höchstem Niveau. Was Berlins Vorzeigehandballer bieten und wie ein Team mit seinem Publikum verschmilzt, die Max-Schmeling-Halle bot unter der Woche glänzenden Anschauungsunterricht. Was „Feuer unterm Dach“ anbelangt, muss sich die Berliner Handballelite nicht hinter Hertha, Alba, Union oder den Eisbären verstecken. Im Gegenteil. 71 Tore in einem Handballspiel sind wahrlich nicht alltäglich. Beim 40:31 (23:15) Triumph über den TSV GWD Minden konnten weder eigene Schwächemomente noch das Aufbäumen des Gegners oder diskussionsreife Schiedsrichterentscheidungen den Siegeswillen der Berliner brechen. Angetrieben von Cheftrainer Velimir Petković ließen die Füchse keinerlei Zweifel aufkommen, wer diesen Abend das Parkett als Sieger verlassen wird.

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Großer Dank dem Amateurfußball


Veröffentlicht am 24. Oktober 2015

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Amateure stehen für Sportsgeist und Anstand ohne kommerzielle Triebfeder

Das Konstrukt FIFA hängt den Fußballliebhabern wie eine unsägliche Klette am Hals und wirkt auf den Fußballsport wie ein Totengräber, der nur noch dem großen Fußballgeschäft und dem noch größeren Geld nachjagt. Unser nationaler Verband wie auch der europäische Fußballverband sind  keine Korrektive, weil zu sehr mit sich selbst beschäftigt und dem Fanherzen ebenfalls längst entschwunden. Immer öfter werden Verbände und Funktionäre als Okkupanten des Fußballs entlarvt, längst entfernt vom eigentlichen Sport und der Lebensrealität normaler Bürger. Echte Anhänger des runden Leders wenden sich von diesen Organisationen mit gleichermaßen Verachtung und Ohnmacht ab. Wer den vor allem von der FIFA ausgerotteten Sportsgeist sucht, wird immer wieder im Amateuruniversum fündig. Es sind rund um den Globus die Millionen Hobby-, Freizeit- und Amateurkicker, die den Begriffen von Anstand und Fair Play noch Ehre machen. Amateure werden nicht getrieben vom absoluten Muss des Geschäfts, die Last der großen Erwartung hemmt nicht ihre Schritte. Kein hochgepuschter Wettbewerb, kein rücksichtsloses Publikum oder eine fletschende Medienmeute richtet unaufhörlich über den Amateurspieler. Für ihn ist der Fußball noch ehrlicher Wettkampf mit Sportsgeist getränkt, ein Vergnügen, eine gern ausgeführte Pflicht unter Gleichgesinnten und Freunden, so wie eigentlich jedes Hobby seiner Natur gemäß sein sollte. Im Ergebnis kommen kein Hochglanzfußball oder gleißende Schlagzeilen zustande, aber doch eine große Genugtuung für sich selbst. Daraus wächst die berechtigte Gewissheit, einem schönen Sport zu frönen. Es geht nicht um Geld, Werbeverträge und eine große Karriere, es geht um die Bereicherung des eigenen Lebens durch Sport und Teamgeist. Ein dreifaches Hoch auf den lebendigen Amateurfußball und jene, die ihn spielen, ihm dabei unter oft widrigen Bedingungen Woche für Woche mit großer Leidenschaft und persönlicher Freizeit dienen. Alles  aus Liebe zum Spiel Fußball. Die Empathie mag schon lange aus dem Profifußball vertrieben sein, Amateure geben ihr weiter ein ehrliches Zuhause. Dafür und für sehr vieles mehr gilt ein großer Dank dem Amateurfußball, wo und wie er auf unserem Planeten auch immer gespielt wird. Chapeau!

Redaktion Magath & Fußball