Schlagwort-Archive: Grenzen

„Erfolg oder Ausreden – aber nicht beides“


Veröffentlicht am 8. Dezember 2015

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Apnoetaucherin Anna von Boetticher im Interview

Leidenschaftlich liebt Anna von Boetticher ihren Sport. Die Berliner Buchhändlerin ist in einer außergewöhnlichen Sportart unterwegs, dem Apnoetauchen. Darin gehört sie mittlerweile zur absoluten Weltklasse, holte bereits bedeutende Titel und jagt weiter Rekorde. Sie ist im Apnoetauchen längst eine begehrte Expertin, die versierte Workshops abhält und ihr Wissen weitergibt. Außerdem ist die Spitzensportlerin ein gern gesehener wie charmanter Gast in Talkshows. Mit Herzblut wirbt sie dort für ihren Sport. Bei Markus Lanz im ZDF kamen Felix Magath und Anna von Boetticher ins Gespräch und stellten schnell eine völlige Übereinstimmung in Sachen Leistungsbereitschaft und sportlichem Anspruchsdenken fest. Wie Felix Magath hasst auch Anna von Boetticher jede Ausrede bei fehlender Einstellung und strebt ständig nach Erfolgen, genügt sich niemals im Mittelmaß. Felix Magath wünscht vielen Fußballern diese Denkweise der Anna von Boetticher, dann wäre so manches Team wesentlich weiter. Im Training und im Wettkampf schont Anna von Boetticher sich nicht, akzeptiert keine Grenzen und lässt sich auch von einer Ohnmacht beim Weltrekordversuch nicht von ihren Zielen abbringen. Magath & Fußball traf die außergewöhnliche Sportlerin zum Interview. Weiterlesen

Einer trage des andern Last


Veröffentlicht am 18. November 2015

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Warum nicht schon die EM 2016 in ganz Europa austragen?

In neun Städten, an zehn Spielorten, mit 24 teilnehmenden Nationen soll die Europameisterschaft im Fußball bei unseren Nachbarn stattfinden. Hunderttausende Gäste und Fans aus dem Ausland werden im Sommer 2016 in Frankreich erwartet, Millionen Franzosen fiebern dem Ereignis entgegen. Man benötigt in heutiger Zeit wenig Phantasie, um sich unser Nachbarland in einem sicherheitspolitischen Ausnahmezustand vorzustellen. Polizei, Armee und auch die Bürger Frankreichs könnten an die absoluten Grenzen der Belastbarkeit geraten, selbst wenn Stadien zu Festungen ausgebaut und wie Fort Knox bewacht werden. Mit dieser Herkulesaufgabe darf man Frankeich nicht allein lassen. Eine Zeile aus dem Brief des Paulus an die Galater sollte in Fußball-Europa lebendig werden. Das vielbeschworene „Einer trage des andern Last“ könnte die Franzosen bei der EM im nächsten Jahr entlasten. Warum nicht schon dieses Turnier auf breitere Schultern stellen, die Verantwortung und enorme Belastung gemeinsam unter dem europäischen Dach tragen? Damit sendet Europa auch ein starkes Signal der Eintracht in die Welt!

Am 6. Dezember 2012 wurde von der UEFA festgelegt, dass die EM 2020 „in verschiedenen Metropolen Europas“ ausgetragen wird. Könnte dieses Modell nicht schon 2016 funktionieren? Frankreich sollte dabei selbstverständlich die zentrale Rolle beibehalten. Das Eröffnungsspiel, die Halbfinalpaarungen und das Finale müssen natürlich der Grande Nation vorbehalten bleiben. Europa und seine nationalen Fußballverbände haben indes jedoch die Ressourcen und Stadien, um Frankreich zu entlasten, Europas Staaten die nötigen Institutionen, um Sicherheit zu gewährleisten. Es wäre machbar, es wäre ein Schritt in eine große gemeinsame Anstrengung aller Europäer. Man kann sicher Argumente dagegen ins Feld führen. Allerdings gibt es auch gewichtige Gründe, so einen Vorschlag wenigstens in Erwägung zu ziehen und unter Federführung Frankreichs in der UEFA zu behandeln. Europa muss Frankreich auch im Fußball die Hand reichen und Frankreich darf im Fall EM 2016 nicht zu stolz sein, selbige auch anzunehmen. Fußball-Europa und Frankreich sollten gemeinsam eine Verteilung der EM 2016 über den gesamten Kontinent in Erwägung ziehen und das Turnier gemeinsam stemmen.

Redaktion Magath & Fußball

Bereit für eine Aufgabe


Veröffentlicht am 26. Oktober 2015

„Warum soll ich mir Grenzen setzen? Ich kann in verschiedenen Positionen sicher einem Verein helfen. Wenn jemand gerne Hilfe benötigt, braucht und will dann… Ich bin bereit für eine Aufgabe.“

(Felix Magath, Blickpunkt Sport, Bayerisches Fernsehen, 25. Oktober 2015)

„Fußballhelden sind auch nur Menschen“


Veröffentlicht am 19. Oktober 2015

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TV-Moderator Markus Lanz im Interview

Er ist ohne Frage eines der prägenden Gesichter der modernen deutschen Fernsehunterhaltung. Von seinen Anfängen als Volontär bei Radio Hamburg, über seine Zeit als Nachrichtenmoderator bei RTL Nord, bis hin zu seinem endgültigen Durchbruch als Moderator und Redaktionsleiter des RTL-Magazins „Explosiv“ hat sich Markus Lanz in der Fernseh- und Medienlandschaft unserer Zeit einen Namen gemacht. Seit 2009 ist der gebürtig aus dem italienischen Bruneck stammende 46-Jährige im ZDF mit einer eigenen Talkshow unterwegs, moderierte unter anderem zwischen 2012 und 2014 die beliebte Samstagabendshow „Wetten, dass…?“. Im Interview mit Magath & Fußball spricht Markus Lanz über seine Herkunft, viele besondere Momente seiner Berufskarriere und seine Leidenschaft für den Sport und den Fußball. Weiterlesen

Eine Endspiel-Neuauflage und jede Menge Personalsorgen


Veröffentlicht am 14. April 2015

Im Estadio Vicente Calderón erwartet Real einmal mehr ein heißer Tanz.

Im Estadio Vicente Calderón erwartet Real einmal mehr ein heißer Tanz.

Champions League Viertelfinale läutet heiße Saisonphase ein

Acht Mannschaften sind übrig geblieben – dreimal Spanien, zweimal Frankreich, je einmal Deutschland, Italien und Portugal. Mit Beginn des Viertelfinals in der UEFA Champions League biegt die Saison 2014/2015 endgültig auf die Zielgerade ein, der Traum vom großen Finale am 6. Juni im Berliner Olympiastadion ist bei Clubs und Anhängerschaft gleichermaßen allgegenwärtig. Das millionenschwere Spektakel Königsklasse nähert sich unaufhaltsam seinem Höhepunkt. Für die Spieler ist der Henkelpott gleichbedeutend mit dem ultimativen Ritterschlag, ein Champions League Titel in der Vita strahlt weit über das Karriereende hinaus. Die Vereine indes wähnen sich angesichts schwindelerregender Summen im siebten Himmel. Unglaubliche 10,5 Millionen Euro bringt in diesem Jahr allein der Finalsieg, ab 2016 sind es dann sogar 15 Millionen Euro. Rosige Aussichten für den Fußball-Geldadel des Kontinents, der seine nationalen Vormachtstellungen dank horrender Ausschüttungen auf europäischem Parkett Jahr für Jahr aufs Neue zementiert. Es ähneln sich deshalb auch die jährlichen Prognosen für den internationalen Wettbewerb, hier schließt sich der Kreis. Real Madrid, der FC Bayern München und der FC Barcelona – die üblichen Verdächtigen also – sind, wen mag es verwundern, jeweils mindestens im vierten Jahr nacheinander im Viertelfinale dabei. Wenngleich in der Favoritenrolle, erwarten alle drei Branchenriesen mehr oder minder schwierige Aufgaben. Weiterlesen

Klarsicht


Veröffentlicht am 21. Oktober 2014

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„Ich verstehe nicht hundertprozentig, wie man als FIFA – oder wer auch immer dafür dann schlussendlich zuständig ist – davon ausgehen kann, dass ausgerechnet in Afrika die Grenzen so sicher sein sollten, dass nicht irgendwelche mit Ebola infizierten Menschen von einem Land ins andere kommen, wenn wir es hier schon nicht schaffen, dafür zu sorgen, dass das nicht passiert. Ich habe immer durchaus Verständnis dafür, dass beispielsweise Politik den Sport nicht beeinflussen sollte, aber es gab einige Dinge, über die man sich zuletzt Gedanken machen konnte, ob das nun Champions League Spiele in Russland oder der Ukraine sind oder, ob das eben jetzt der Afrika-Cup in Marokko ist. Wenn ein afrikanischer Staat das Gefühl hat, das Ganze nicht sicher stemmen zu können, rückt für mich der Wettbewerb automatisch hinten an. Dann muss man das auch ernst nehmen und darf nicht die Augen verschließen und sagen: ‚Ist doch völlig wurscht, da passiert schon nichts. Wir ziehen den Afrika-Cup durch.‘ Es werden viele Zuschauer, viele afrikanische Fußballfans in Marokko sein und aus meiner Sicht werden nur die wenigsten die maximal möglichen medizinischen Kontrollen haben. […] Wenn man sich die afrikanische Karte anguckt und dann sieht, welche Staaten bereits betroffen sind und welche noch nicht, und denkt, da liegt noch ein Land dazwischen und so weiter, dann ist das für mich natürlich keine Situation, wo man über Sport nachdenken sollte, sondern tatsächlich über andere Maßnahmen.“

(Jürgen Klopp, Bundesliga Pressekonferenz, 16. Oktober 2014)

Internationalität auf großer Bühne


Veröffentlicht am 28. August 2014

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Europas Spitzenclubs rekrutieren sich global

Grenzen, Nationalitäten, Inland oder Ausland, der Fußball hat solche Begrifflichkeiten längst überwunden. Internationale Top-Clubs sind in ihrer Personalgestaltung keine regional oder national begrenzten Gruppierungen mehr, ähneln eher einem internationalen Völkergemisch, welche in ihrer ethnischen und internationalen Vielfalt den Vereinten Nationen gleichen. Weiterlesen

Harmonie, Dialog und Akzeptanz


Veröffentlicht am 5. Dezember 2013

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„Sport spricht eine universelle Sprache, die Grenzen, Sprachunterschiede, Rassen, Religionen und Ideologien überwindet. Sport bringt Menschen zusammen, er ermutigt zum Dialog und zu Akzeptanz. Das ist eine äußerst wertvolle Eigenschaft. Wenn Sport nur wirtschaftlich betrachtet wird oder als Siegen um jeden Preis, dann riskieren wir, Athleten zu reinen Produkten zu reduzieren, von denen wir profitieren. Sportler werden in einem solchen System fortgerissen, sie verlieren die wahre Bedeutung ihres Handelns, nämlich die Freude und das Spiel, die sie ursprünglich angetrieben haben, so viele Opfer auf sich zu nehmen, um Champions zu werden. Sport ist Harmonie, aber wenn das maßlose Streben nach Geld und Erfolg überhandnimmt, geht sie verloren.“

(Papst Franziskus, Rom, 22. November 2013)

Der Stratege


Veröffentlicht am 19. April 2013

Branko Zebec: Persönlichkeit und Charisma

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Auch er hätte die Champions League nach Hamburg bringen können. Was für ein Halbfinale! Es war der 23. April 1980. Glanzvoll schlug der Hamburger SV das große Real Madrid im heimischen Volksparkstadion. Mit einem 5:1 schickte man die Madrilenen zurück in Spaniens Hauptstadt. In Reals Heimstätte, dem legendären Estadio Santiago Bernabéu, stand die Krone des europäischen Clubfußballs zum Greifen nah. Im Endspiel siegte aber der kühle wie ergebnisorientierte Pragmatismus der Mannschaft seines Kollegen Brian Clough gegen die drückende Überlegenheit der Männer von Branko Zebec. Weiterlesen