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Großmeister in Berlin


Veröffentlicht am 25. März 2018

Kandidatenfinale zur Schach WM bietet ein Kühlhaus, Ausgeglichenheit und Spannung pur

Bei Turnierende flattern im Schachsport die Großmeister schneller auseinander als Blätter von den Bäumen fallen, um sich in neue Schlachten zu stürzen. Deshalb an dieser Stelle ein Zwischenfazit des Kandidatenturniers, wo im achtköpfigen Teilnehmerfeld noch sechs Spieler die Chance haben, sich in den letzten beiden Runden zum Herausforderer des Weltmeisters Magnus Carlsen zu küren. Das Feld ist ausgeglichen, ein Überflieger hat sich nicht herauskristallisiert. Vor die Partien hat auch die Schachgöttin einen Veranstaltungsort nebst Organisation gesetzt. Beide verdienten sich im Turnierverlauf Aufmerksamkeit und Anerkennung.

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Ist Vincent Keymer ein deutsches Schach-Jahrhunderttalent?


Veröffentlicht am 7. September 2015

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Ein Gastbeitrag von Chessbase-Chefredakteur André Schulz

Es gab einmal eine Zeit, da war Deutschland das führende Schachland und stellte mit Adolf Andersson, Siegbert Tarrasch oder Emanuel Lasker die besten Schachspieler der Welt. Doch das ist lange her. Lasker war von 1894 bis 1921 auch der einzige deutsche Weltmeister. Nach dem Krieg spielten Wolfgang Uhlmann aus Dresden und Robert Hübner aus Köln immerhin noch bei den Qualifikationsturnieren um die Weltmeisterschaft mit und Hübner war in seiner besten Zeit sogar kurze Zeit die Nummer zwei der Welt. Aber auch das liegt nun schon über 35 Jahre zurück. Inzwischen gibt es keinen einzigen deutschen Weltklassespieler mehr. Der letzte Deutsche, der sich immerhin unter den Top 50 der Welt befindet, der in Lettland geborene Arkadij Naiditsch, hat gerade dem Ruf des Geldes folgend den Verband gewechselt und spielt nun für Aserbaidschan. Im Schach ist man sehr liberal in solchen Dingen. Weiterlesen

„Mit Schwarz am liebsten den Igel“


Veröffentlicht am 16. Juli 2015

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Unternehmer und Mäzen Wolfgang Grenke im Interview

Ein Lieblingswort des innovativen Unternehmers und passionierten Schachspielers ist Nachhaltigkeit. Er weiß es mit Leben zu füllen. Zu diesem Leben gehören Kultur und Sport. Dank ihm haben die Berliner Philharmoniker und Schachweltmeister Magnus Carlsen in einer kleinen wie feinen Kur- und Bäderstadt einen zweiten Heimathafen. Was er an vielschichtiger Lebensleistung den 24 Stunden des Tages zu entreißen vermag ist staunenswert. Der 1951 in Baden-Baden geborene Unternehmer Wolfgang Grenke ist als Vorsitzender des Vorstands der GRENKELEASING AG auch verantwortlich für Strategie und Konzernentwicklung. Dem leidenschaftlichen Schachspieler sind diese Aufgaben wie auf den Leib geschnitten. 1978 gründete er die GRENKELEASING KG, aus dieser Erfolgsgeschichte wurde dann im April 2000 der Börsengang der GRENKELEASING AG, die heute Teil der Grenke Gruppe ist. Wolfgang Grenke wirkt schon sehr lange weit über sein Unternehmen hinaus. Er lässt die Gesellschaft teilhaben an seinem Erfolg, unterstützt vehement Jugend- und Bildungsprojekte, engagiert sich in Sachen Kultur, fördert die schönen Künste. Herausragendes Beispiel das Festspielhaus Baden-Baden. Ohne Grenkes Engagement wäre dies wohl nur ein Traum, heute ist es als größtes Opern- und Konzerthaus Deutschlands staunenswerte Realität. Mit viel Herzblut unterstützt Wolfgang Grenke außerdem unterschiedliche, wohltätige und soziale Projekte. Als Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe leistet er einen gewichtigen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Beitrag. Seinen Erfolgsweg aufzuzeigen und sein Engagement aufzuzählen hieße Bände verfassen. Hier soll der Blick nun auf den Schachmäzen und Schachspieler Wolfgang Grenke gerichtet werden, der im Interview auch einen klugen Blick auf den Fußball wirft. Im Schach hat er den Club OSG Baden-Baden zur absoluten Top-Marke im Reich von Caissa gemacht. Die WM-Duellanten Magnus Carlsen und Viswanathan Anand gehören zum Team. Ihre Mitspieler, unter ihnen Deutschlands Nummer eins Arkadij Naiditsch, sind die Crème de la Crème der Schachwelt. Als Mensch hat Wolfgang Grenke seiner Heimat und als Schachspieler den 64 Feldern lebenslang die Treue gehalten. Über das Brett gebeugt schlug er manche Schlacht und zog viele Lehren. Ein Leben mit Schach. Weiterlesen

Wimbledon auf 64 Feldern


Veröffentlicht am 27. Januar 2015

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Magnus Carlsen gewinnt hochkarätiges Turnier der Weltelite

Das alljährlich stattfindende Schachturnier im holländischen Wijk aan Zee, das vom Stahlkonzern Tata Steel finanziert wird, gilt schon lange als eine Art Wimbledon des Schachsports. Nicht anders die gerade beendete Ausgabe des Jahres 2015. Die Schachwelt sah unterhaltsame und spannende Partien sowie eine sehr jugendliche Schachelite nebst einem bestens aufgelegten Weltmeister. Magnus Carlsen hatte entscheidenden Anteil am erfolgreichen Turnier und holte sich den völlig verdienten Sieg. Weiterlesen

Geistig rege – insgesamt besser!


Veröffentlicht am 14. November 2014

„Es gibt da z.B. das Buch, Schach und Alter, zu dem ich selbst auch ein Kapitel beigesteuert habe. Da konnte ich z.B. anhand von Studien zeigen, dass man, wenn man bis ins Alter hinein Schach spielt, länger geistig rege und frisch bleibt. Und es gibt z.B. keinen bekannten Fall von einem Schachspieler, der an Demenz oder Alzheimer erkrankt wäre. Das ist doch immerhin sehr auffallend. Wobei ich aber glaube, dass jede geistige Tätigkeit, die einen fordert, gut ist. Nicht umsonst haben ja auch die Philosophen teilweise das ewige Leben gepachtet. Das Schachspielen kann also gut sein in dieser Hinsicht, und es ist eben auch unterhaltsam. Noch etwas ist mir in diesem Zusammenhang wichtig, das man heute immer mehr merkt und das ebenfalls durch Studien belegt ist: Ich meine das Schul-Schach. Wenn Kinder bereits in der Grundschule Schach lernen, dann werden ihre Schulleistungen insgesamt besser.“

(Dr. Helmut Pfleger, Großmeister u. Schachkolumnist, Interview Bayerischer Rundfunk, 12. März 2013)

Keine Wissenschaft


Veröffentlicht am 11. November 2014

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„Für mich war Schach nie Wissenschaft, sondern alles andere: Sport, Kampf, Psychologie und Kunst.“

(Viktor Kortschnoi, Großmeister, FAZ-Interview, 9. Januar 2005)