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Opposition aus Europa?


Veröffentlicht am 26. Januar 2015

Wahl des Fifa-Präsidenten wirft theatralische Schatten voraus

Der Schweizer Joseph S. Blatter werkelt seit 1975 als FIFA-Funktionär und steht dem Weltverband seit 1998 als allmächtiger Präsident vor. Im nächsten Jahr wird er 80 Jahre. An freiwilligen wie klugen Verzicht denkt er nicht, sein Mantra: „Ich muss sagen, dass ich meine Mission noch nicht erfüllt habe. Ich möchte weitere vier Jahre haben, um zu beweisen, dass Fußball mehr als ein Spiel ist.“ Der Herbst von Patriarchen ist seit König Lears Zeiten ein dunkles Geschäft. Fans in aller Welt graust es schon lange vor der „Mission“, bei WM-Eröffnungen pfeift sich das Stadionpublikum die Seele aus dem Hals, sobald der Name Blatter genannt. Pfiffe lassen Sepp Blatter allerdings seit jeher kalt. Kritik perlt ab, Stadien haben Hinterausgänge. Der FIFA-Boss kontert gern mit deftigen Gegenangriffen. Nun hat es die UEFA erwischt, die all die Jahre den FIFA-Alleinherrscher hat gewähren lassen. Blatter erbost: „Sie wollen mich loswerden. Die gesamte Opposition kommt, das muss man leider so sagen, aus Nyon von der UEFA“, verkündet der 78-Jährige über CNN, um noch in Verachtung nachzulegen: „Sie haben nicht den Mut, selbst einzusteigen“, womit er sogar Recht haben könnte. Fans haben bei diesem Machtpoker weder Stimme noch Gehör, sitzen als ohnmächtige Beobachter am Rand. Sponsoren sind dagegen wichtig wie einflussreich und wenden sich offensichtlich von dieser Art Weltverband ab. Top-Sponsoren wie Emirates/Luftfahrt, Sony, Castrol, Continental und Johnson & Johnson werden ihre auslaufenden Verträge mit der FIFA nicht mehr verlängern, verkündeten bereits ihren Verzicht auf eine Fortsetzung der Partnerschaft. Dennoch, der nächste FIFA-Präsident wird wieder Sepp Blatter heißen, ein Mann, der seine Dinge immer zu regeln wusste. Für ihn kann es nur einen geben, sich selbst. Quo vadis, FIFA?

Redaktion Magath & Fußball

Wo gibt es die schönsten Wälder?


Veröffentlicht am 15. November 2013

Spessart

Spessart 

„Ich komme aus Aschaffenburg – da fällt die Antwort leicht: natürlich im Spessart! Ich mag einfach das Mittelgebirge, es geht rauf und runter, ich mag die Hügel hier, man kann ein bisschen in die Ferne sehen, aber auch nicht zu weit. Und die Mischwälder im Spessart sind natürlich auch wunderschön. Die Laubbäume, die Buchen, die Eichen, die Jahrhunderte alt sind, das ist wunderschön, besonders im Herbst, da kann ich mir fast nichts Schöneres vorstellen. Der Begriff Heimat hat viel mit Kindheitserfahrungen zu tun. Und als Kind bin ich ganze Nachmittage lang alleine durch die Wälder am Stadtrand von Aschaffenburg gezogen.“

(Felix Magath, Magazin Der Spessart, November 2013)