Schlagwort-Archive: Herz

„Erfahrung ist ein ganz wichtiges Kriterium“


Veröffentlicht am 16. März 2018

Anlässlich seines Besuches in der Oberpfalz traf sich Felix Magath mit Josef Maier, Fabian Leeb und Frank Werner von den Oberpfalz-Medien zum Interview. Dabei ging es nicht nur um die jüngste Entwicklung des deutschen Fußballs, sondern insbesondere auch um die prekäre Situation des Hamburger Sport-Verein in der Bundesliga. Auch die Aufstiegschancen des 1. FC Nürnberg in Liga zwei wurden diskutiert. Nachfolgend lesen Sie den kompletten Interviewtext.

Felix Magath, Ihr alter Verein, mit dem Sie die größten Erfolge feierten, macht gerade den Abflug Richtung zweite Liga. Jetzt wurde auch noch ihr langjähriger Co-Trainer Bernd Hollerbach entlassen. Wie sehen Sie das HSV-Drama?

Felix Magath: Der HSV wurde die ganzen letzten Jahre schlecht geführt. Man hat schon viele Trainer vor Bernd Hollerbach verbraucht. Ohne dass sich die Situation beim HSV dadurch verbessert hätte.

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Persönlichkeit und Aufbruch


Veröffentlicht am 11. November 2015

Helmut Schmidt beim WM-Finale 1974 im Münchner Olympiastadion. Im Hintergrund DFB-Präsident Dr. Hermann Gösmann (links) und DFB-Vizepräsident Hermann Neuberger.

Helmut Schmidt beim WM-Finale 1974 im Münchner Olympiastadion. Im Hintergrund DFB-Präsident Dr. Hermann Gösmann (links) und DFB-Vizepräsident Hermann Neuberger.

Die Ethik eines Helmut Schmidt könnte dem organisierten Fußball als Vorbild dienen

Ein altes Indianersprichwort sagt: „Wie groß ein Baum war, lässt sich erst ermessen, wenn er gefällt ist.“ Auch Indianer können irren. Die Größe von Helmut Schmidt war schon messbar, als dieser längst nationaler Kompass für Anstand, Umsicht, Integrität und Pflichterfüllung, dabei der Nation vorlebte, was ein Staatsmann sein kann. Der charismatische Hanseat brauchte zur Entfaltung seiner Wirkung kein Amt, es genügte die Kraft seiner Worte, die Autorität seiner Persönlichkeit und sein gelebter Wertekanon. Eine Persönlichkeit aus diesem Holz täte auch dem DFB gut. Man sucht und spekuliert aktuell nämlich über den neuen Fußballboss in Deutschland. Das Format Schmidt gibt’s natürlich nicht mehr in der Politik und schon gar nicht im Sport, an Stelle von Persönlichkeit ist längst eine blasse Harmlosigkeit getreten. Dennoch müssen weiter Führungspositionen besetzt werden. Der DFB benötigt dringend eine Mischung aus Aufräumer und Gestalter, mit lauterem Charakter und einem Höchstmaß an Seriosität. Der größte Sport-Fachverband der Welt braucht klare Kante und eine transparente Führung, muss in Gesamtheit den Willen, die Kraft und den Mut zum Neuanfang aufbringen, den Aufbruch gestalten. Nur durch die schonungslose Aufarbeitung und Bewältigung aller aktuellen Krisen kann ein Reset gelingen. Dabei gilt es, dringlich und zuallererst an fast sieben Millionen Mitglieder zu denken und nicht an eine Wohlfühloase von jahrzehntelangen Duzfreunden mit dem Hang zu latenter Kumpanei. Für einen glaubhaften Neuanfang könnte natürlich die Ethik eines Helmut Schmidt eine gute Richtschnur sein. Selbiger Schmidt schlug oft bei Mark Aurel nach. Dieser römische Kaiser und Philosoph ist nicht die schlechteste Lektüre für Verantwortungsträger. In seinen Betrachtungen kann man lesen: „Der Schein ist ein gefährlicher Betrüger. Gerade wenn du glaubst, mit ernsten und hohen Dingen beschäftigt zu sein, übt er am meisten seine täuschende Gewalt.“ Auch Sportfunktionären ist der Griff zum Buch nicht verboten. Sollte dem Deutschen Fußball-Bund ein ehrlicher Aufbruch nebst Selbstreinigung glaubhaft gelingen, woran zum jetzigen Zeitpunkt leider noch gezweifelt werden darf, könnte und sollte von Deutschland ein starker Impuls ausgehen, um im Augiasstall FIFA wirklich auszumisten. Es wäre dringend nötig. Dem Fußball möchte man es von Herzen wünschen.

Redaktion Magath & Fußball

Football and Crime


Veröffentlicht am 8. November 2015

Philip Kerrs Fußballthriller spielt in London.

Philip Kerrs Fußballthriller spielt in London.

Ein spannender Fußballkimi ist auf dem Markt

Auf den Außenstehenden wirkt die kollektive Hysterie des Fußballs stets etwas sonderbar. Die Fußballgemeinde dagegen ist enthusiasmiert und hält alles für völlig normal. Zwischen diesen Polen liegt der Stoff für gute Geschichten. Von einer interessanten Variante soll hier erzählt werden. Assistenztrainer Scott Manson ist beim Fußballclub London City unter Vertrag, einem der wichtigsten Vereine in der Premier League. Dort arbeitet er unter dem portugiesischen Startrainer und Manager João Gonzales Zarco, der größte Trainerzampano auf dem globalen Fußballmarkt. Es ist Weihnachten, schwierige Transfers müssen geregelt werden und der Boxing Day steht vor der Tür. Wir tauchen mit Wucht in den Alltag des englischen Fußballs und einer Welt, die den Ball für den Mittelpunkt der Erde hält. Trainiert wird bei London City in Hangman’s Wood, das hypermoderne Stadion am Silvertown Dock nennen die Londoner Crown of Thorns. Der vierzigjährige Scott Manson bewundert seinen eloquenten wie reizbaren Chef Zarco und hasst Weihnachten. Für beides hat er allerdings wenig Zeit. Erst erhängt sich ein langjähriger Freund, mitten im Crown of Thorns wird dann auch noch der große Zarco tot aufgefunden. Mord liegt in der Luft. Der ukrainische Oligarch Viktor Sokolnikow, seines Zeichens Milliardär und fußballverrückter Besitzer des Clubs London City, weiß um die Spürnase seines Co-Trainers und mag keine Polizei. Scott Manson macht er schnell zum Zarco-Nachfolger und verpflichtet ihn zu internen Ermittlungen im Verein. Weiterlesen

Das Buch zum Bau


Veröffentlicht am 13. Oktober 2015

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Wie die Alte Försterei neu entstand

„Das ist’s ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand.“
(Friedrich Schiller, Die Glocke)

Am Horizont dämmert das Weihnachtsfest, Supermärkte befeuern die Kunden trotz eines schönen Spätsommers schon längst mit Stollen und Zimtsternen. In guter Tradition und in früher Voraussicht bietet Magath & Fußball auch für 2015 wieder Tipps für den Gabentisch. Heute die erste Empfehlung. Fußball und Klassiker passen manchmal zueinander, man muss nur hinschauen. In Schillers Glocke wird die Tat der Arbeit besungen und das geschaffene Werk gelobt. Im Mittelpunkt großer Literatur steht der Mensch, grandiose Romane handeln von bedeutenden Taten. Auch Biographien und Sachbücher vermögen es des Öfteren, einen Sog zu erzeugen, der den Leser und Betrachter auf die Seiten zieht, diesen an Texte und Bilder bannt. Ein solches Faszinosum ist das bereits 2009 im kleinen aber feinen Berliner Verlag „edition else“ erschienene „Buch zum Bau“. Es handelt vom Fußball, obwohl darin der Ball nicht rollt, Trainerstimmen stumm bleiben, Profis nicht die Hauptrolle spielen, selbst Funktionäre das elegante Stilmittel der Zurückhaltung beherrschen. Die Hauptrolle auf der Bühne dieses Buches wird denen überlassen, deren Anwesenheit und Notwendigkeit den Fußball erst zu einem Fest und Ereignis machen. Weiterlesen

Herzenssache


Veröffentlicht am 22. September 2015

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„Als Spieler geht es eher. Wenn man aber als Trainer Verantwortung trägt, sollte man sich möglichst von Emotionen freimachen. Sympathie oder Antipathie darf nicht die Grundlage einer Trainerentscheidung sein. Denn wenn man emotional entscheidet, glaube ich, liegt man häufiger daneben, als wenn man versucht, rational an die Sache heranzugehen. Natürlich können Sie Emotionen nie ganz ausschalten, aber deswegen ist es umso wichtiger, sich von ehemaligen Vereinen zu lösen. Selbstverständlich kann ein Verein eine Herzenssache sein, diese wechselt man auch nicht alle zwei Jahre. Bei mir ist das nicht anders. Meine Herzenssache war immer der HSV. Während eines Engagements stand ich allerdings auch immer absolut zu meinem jeweiligen Verein.“

(Felix Magath, Interview Main-Echo, 22. September 2015)

Kicken mit Herz am 14. Juni 2015 in Hamburg


Veröffentlicht am 11. Juni 2015

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Felix Magath mit dabei

Der Countdown läuft, der Herzschlag steigt: Am 14. Juni 2015 stehen sich Promis und Ärzte beim Benefiz-Fußballspiel Kicken mit Herz gegenüber. Mit dabei sind prominente Unterstützer wie Felix Magath, Tim Mälzer, Fabian Boll, Jupiter Jones und viele mehr. Alle Einnahmen gehen an die Kinder-Herz-Station am UKE. Am Sonntag, 14. Juni 2015, bringen mehr als 30 Prominente und 5.000 Fans das Stadion Hoheluft zum Beben – dann heißt es zum achten Mal Anstoß für Kicken mit Herz. Die Hamburg Allstars haben sich für den Benefiz-Kick ordentlich verstärkt: Felix Magath, Ivan Klasnic, Patrick Owomoyela, Kai Pflaume, Fernanda Brandao und Jupiter Jones stehen erstmals auf dem Kicken-mit-Herz-Rasen. Außerdem wieder mit dabei: Kicken-mit-Herz-Legenden Tim Mälzer, Elton, Bjarne Mädel, Johannes Oerding, Steffen Hallaschka, Fabian Boll, Peter Lohmeyer, Thomas Meggle und viele mehr. Weiterlesen

Berufserfahrung


Veröffentlicht am 11. April 2015

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„Ich kann mir nicht vorstellen, dass Vereinsvertreter, die für den Verein verantwortlich zeichnen, sollten sie sich mal einer schweren Operation unterziehen, zum Beispiel am Herzen, dass sie dann auf jemanden zurückgreifen würden, der wenig Berufserfahrung mitbringt.“

(Felix Magath, Hamburg, 8. April 2015)

Nie genug


Veröffentlicht am 24. Januar 2015

„Während andere sich schon zu ihren aktiven Zeiten im Ruhm sonnen, war Steven das Erreichte nie genug. Er war ein Anführer, ein leuchtendes Beispiel für alle um ihn herum. Durch seine pure Präsenz hob er die Mannschaft auf ein höheres Niveau. Er weigerte sich, Niederlagen anzuerkennen, solange das Spiel noch lief. Für seine Mitspieler war es deshalb unmöglich, sich hängen zu lassen. Ich möchte Steven Gerrard danken. Für die harte Arbeit, die er geleistet hat, für die Hingabe, für seine Leidenschaft. Der Liverpool FC verliert nicht nur einen tollen Athleten und einen großen Kapitän. Er verliert sein Herz.“

(Rafael Benítez, Trainer des Liverpool FC von 2004 bis 2010, 11 Freunde, Ausgabe 159, Februar 2015)

Ein Hauch von Hollywood


Veröffentlicht am 21. August 2014

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Margot Robbie ist Fulham-Fan

Zweifelsfrei eines der neuen Hollywoodgesichter. Margot Robbie ist nicht nur begabt, schön und begehrt, sie mag Fußball und neuerdings auch den FC Fulham, der ihr erklärter Londoner Lieblingsverein. Zuletzt tauchte sie beim Heimspiel gegen Millwall am Craven Cottage auf. Ihr Lächeln war strahlend wie das Sommerwetter und wärmte die Gemüter. Wenn sie in New York ist, wird es wesentlich kälter, da macht sie aus ihrer Liebe zum Eishockey keinen Hehl, unterstützt das NHL-Team der New York Rangers. 2013 war ihr großes Jahr. In „About Time“ brachte sie als hübsche Augenweide Charlotte die Nerven und Hormone des Hauptdarstellers Domhnall Gleeson in Wallung. In „The Wolf of Wall Street“ wurde Margot Robbie vom Großmeister des Kinos besetzt, Regielegende Martin Scorsese holte die junge Schauspielerin vor die Kamera. Vor Scorsese hat nur Können Bestand, ein Ritterschlag für die junge Actrice, die 1990 im sonnigen Gold Coast in Australien geboren wurde. Partner im Scorsese Film sind Hollywoodstar Leonardo DiCaprio und Oscar-Preisträger Matthew McConaughey. Margot Robbie ist angekommen in Hollywood. 2016 wird man sie in der starbesetzten Großproduktion „Tarzan“ von Regisseur David Yates sehen, an der Seite von Großschauspielern wie Christoph Waltz, Samuel L. Jackson und Alexander Skarsgård steht sie dafür zur Zeit vor der Kamera. Demnächst wird sie in „Suite Française“ auf der Leinwand erscheinen, gemeinsam mit Kristin Scott Thomas und Lambert Wilson. Die Dinge stehen gut für Margot Robbie und die Zeit ist knapp. Wenn aber Zeit und London angesagt, dann hat nun auch der FC Fulham einen festen Platz in Kalender und Herz. Der berühmteste Fulham-Fan ist ebenfalls Schauspieler. Hugh Grant lässt sich kaum eine Partie im Craven Cottage entgehen. Auf Twitter outete sich Margot Robbie für den FC Fulham und bekundete, sie sei erst seit kurzem Fulham-Fan. Die Gründe für diese neue Liebe ließ sie sich allerdings nicht entlocken, man muss sie hinter ihrem bezaubernden Lächeln suchen oder tief in ihr Herz blicken.

Redaktion Magath & Fußball