Schlagwort-Archive: Herzen

Felix Magath im Talk am Sonntag


Veröffentlicht am 18. Oktober 2015

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„Von Beginn an, seit ich laufen konnte, habe ich gegen den Ball getreten. […] Man war von klein auf an Kritik gewohnt – es war nichts Außergewöhnliches kritisiert zu werden. Im Grunde war ich auch immer selbstkritisch genug und mit meinen Leistungen selten zufrieden. Ich habe immer nach Höherem gestrebt, immer versucht das Maximale zu machen. Das hat mich dazu gebracht mehr zu trainieren und mich weiterzuentwickeln. […] Niederlagen konnte ich immer schwer akzeptieren. Das ist bis heute so geblieben. Ich wollte immer gewinnen, ich will immer gewinnen. Dementsprechend fordere ich mich selbst. […] Ich habe im Herzen, mit Jugendlichen und jungen Männern zu arbeiten die ihr Leben völlig verändern könnten indem sie durch gute Leistungen beim Fußball Außergewöhnliches leisten, dadurch eben auch außergewöhnlich verdienen. […] Im Profisport geht es um Erfolg, geht es darum möglichst maximalen Erfolg zu erreichen. Die Entwicklung geht immer mehr hin zum Geld. Wer mehr Geld hat ist auch erfolgreicher. Ich habe gelernt, es geht auch anders. Man braucht nicht unbedingt Geld um erfolgreich zu sein. Das möchte ich jungen Menschen zeigen und vorleben, auch weitergeben. Was ich von meinen Spielern verlange, die mir anvertraut werden, ist was ich selbst gemacht habe. Ich verlange nichts was ich nicht selbst gemacht hätte oder selbst auch bereit wäre zu machen.“

„Für mich ist der Glaube ein ganz wichtiger Teil der Gesellschaft.“

„Die Phytokids-Stiftung, in deren Beirat ich tätig bin, hat z.B. Projekte in der Ukraine und in Turkmenistan. Dort habe ich Kinderkrankenhäuser und Waisenhäuser besucht. Wenn man in solche Gegenden kommt und sieht wie Kinder dort leben, lernt man was eigentlich Sache ist. Diesen Kindern geht es viel schlechter als denen die hier in Deutschland aufwachsen. Wenn man diese Dinge sieht wird man wieder geerdet und weiß was wichtig und was nicht so wichtig ist.“

(Auszüge)

Hier geht’s direkt zum Interview.

(Felix Magath, Talk am Sonntag mit Bruder Paulus, katholisch.de/Sat1, 18. Oktober 2015)

Poesie, Fußball und Katalonien


Veröffentlicht am 26. Juli 2015

Beharrlich kämpft Pep Guardiola für die Unabhänigkeit Kataloniens

Die Freundschaft mit dem katalanischen Lyriker Miquel Martí i Pol war dem Fußballer Pep Guardiola einst so wichtig wie der Teamgeist des FC Barcelona und sein fußballerischer Ziehvater Johan Cruyff. In freimütiger Selbstbekundung gestand der Bayern-Coach kürzlich die lebenslange Zuneigung zur Poesie des 2003 verstorbenen Freundes. Für Guardiola zeichnen Fußball und literarische Texte einen Anfang und eine Idee gemeinsam, welche man verwirklichen möchte. Wenn der Multimillionär allerdings rührig wie fasziniert über die „Kunst der Armen“ fabuliert bleibt doch ein Stück weit fader Beigeschmack. Die Inspiration der Poesie begleitet Guardiola jedenfalls durch Leben und Beruf. Neben Lyrik und dem Fußball ist Guardiola aber vor allem ein katalanischer Bürger voller National- und Heimatstolz. Noch kann das Netz den Menschen nicht bis in die letzten Winkel ihrer Herzen schauen. In dem von Pep Guardiola könnte man dann durchaus eine Landkarte von Katalonien finden die ihm offenbar Pulsgeber durch sein Leben ist. Egal was Guardiola tut und wo er arbeitet, seine Heimat hat er stets im Visier und er gehört nicht zu den Dachstubengenies die zu allem eine Meinung haben aber dabei gern die vorgehaltene Hand der Flüsterer bevorzugen. Weiterlesen

Anders geht’s auch


Veröffentlicht am 13. Juli 2015

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Swansea City in Sachen Kartenpreise an der Seite der Fans

Britische Fußballfans ächzen unter dem fortschreitenden Wahnsinn der Preisgigantonomie in Sachen Eintrittskarten und Ticketpreise. Die Clubs kratzte dies bisher nicht oder wenig. Einzig der walisische Premier League Verein Swansea City zeigte Flagge und traf eine historische Entscheidung. The Swans wollen den eigenen Fans mit 500.000 Euro aktiv helfen. Der Jubel bei den Anhängern groß. Die beispiellose Aktion unter dem Motto „True to 22“ möchte mit dieser Subvention in Höhe von einer halben Million Euro dafür Sorge tragen, dass kein Fan des Vereins aus Wales mehr als 22 Pfund (Umgerechnet: 31 Euro) für eine Karte bei Auswärtsspielen bezahlen muss. Eine vom Verein in Auftrag gegebene Studie hatte darauf hingewiesen, dass die Swansea-Fans mit im Durchschnitt 217 Meilen (Umgerechnet: 350 km) pro Saisonspiel den weitesten Reiseweg zu Auswärtsspielen in der Premier League haben. Die Ticketpreise im englischen Spitzenfußball sind für viel Fans kaum noch zu leisten, die steigenden Reisekosten durch Preiserhöhungen bei der Bahn und bei Flügen erschweren es Anhängern immer öfter, ihren Teams auf weiten Wegen noch treu zu folgen. Das neue System für die Saison 2015/16 sieht vor: Erwachsene zahlen für ihr Ticket maximal 22 Pfund, Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Pfund. Der Rest wird aus dem vom Verein verfügbar gemachten Subventionstopf gezahlt. Eine tolle Errungenschaft, müsste ein Erwachsener doch im Emirates Stadium von Arsenal bei einem Besuch mindestens 50 Pfund für sein Auswärtsticket zahlen. Swanseas Vizepräsident Leigh Dineen dazu: „Wir glauben, dass unsere ‚True to 22‘ Initiative das Verhältnis zwischen Club und Fans auf eine neue Ebene gehoben hat. Für die Verringerung der Ticketpreise bei Auswärtsspielen haben wir alle hart gearbeitet.“ Den Spitzenligen in ganz Europa könnte so ein Ansatz gut tun, mehr Swansea-Philosophie im Fußball die Fanherzen auch auf dem Kontinent erfreuen. Allerdings, bisherige Nachahmer in Premier League und in ganz Fußballeuropa: gleich Null.

Redaktion Magath & Fußball

Wenn die Söhne mit dem Vater


Veröffentlicht am 29. November 2014

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Zinédine Zidane und sein persönliches Fußballquartett

Im Meer der Nachrichtensaat des Weltfußballs nur ein kleines Korn, aber aus was für einem Speicher! Enzo Fernández, mit vollem Namen Enzo Alan Zidane Fernández, wurde am 16. November 2014 beim 2:1-Sieg von Real Madrid Castilla im Ligaspiel gegen UB Conquense in den Schlussminuten eingewechselt und gab damit im Alter von 19 Jahren sein Punktspieldebüt bei den Madrilenen. Sein Trainer ist ein Mann mit einem der größten Namen des Weltfußball und im Hauptberuf auch noch der Vater von Enzo, kein geringerer als Zinédine Zidane. Real Madrid Castilla ist die Talentschmiede und zweite Mannschaft des spanischen Fußballclubs Real Madrid, die dem eigenen Nachwuchs als Anlaufstätte zum ersten Team dient. Man spielt gegenwärtig in der dritthöchsten Spielklasse des spanischen Fußballs, der Segunda División B. Seit Saisonbeginn 2014/15 ist Vater Zidane dort Cheftrainer. Die „10“ im Team trägt Enzo, eine Nummer, die dem Vater durchaus bekannt sein sollte. Weiterlesen

Alex & Harry


Veröffentlicht am 30. Oktober 2013

Zwei Legenden greifen zur Feder

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„Ich würde den Verantwortlichen der FA nicht einmal dann zutrauen, einen guten Trainer zu finden, wenn ihr eigenes Leben davon abhinge. Der englische Fußball wird von Leuten geführt, die keine Ahnung haben. Und die sollen allen Ernstes den Nationaltrainer auswählen!“ So etwas sitzt und verkauft sich. Harry Redknapp macht aus seiner Abneigung gegen Verbandsbosse und Funktionäre keinen Hehl, besonders wenn diese der englischen Football Association angehören. So nachzulesen in seiner Autobiographie, in typischer Redknapp-Art in einem Vorabdruck der Daily Mail veröffentlicht. Das bei Ebury Press erscheinende Werk umfasst 432 Seiten und trägt den schlichten Titel „Harry“, Fußball-England weiß wer gemeint. An Seitenzahl unterlegen, er bringt es „nur“ auf 416, aber an Titeln um Lichtjahre entfernt und auch noch sechs Lebensjahre mehr auf dem Kreuz, wirft Britanniens berühmtester Pensionär zeitgleich mit Redknapp seine Erinnerungen auf den Markt. Weiterlesen

Felix Magath zur Situation beim HSV


Veröffentlicht am 17. September 2013

„Als Beobachter ist man aus meiner Sicht ein bisschen verwundert, denn im Mai, nach der letzten Saison, nachdem Thorsten Fink schon anderthalb Jahre beim HSV war, hat weder der Aufsichtsratschef noch der Vorstandschef einen Zweifel daran gelassen, dass Thorsten Fink der richtige Trainer ist. Wenn jetzt jemand auf einmal dann vier Spieltage später gehen muss, dann frage ich mich, warum er Ende Mai noch der Richtige war und jetzt im September auf einmal der Falsche ist, das leuchtet mir nicht ganz ein.“

„Der HSV liegt mir am Herzen. Aber bei diesem HSV sehe ich jetzt nicht, dass eine Person wirklich helfen könnte. Aus meiner Sicht kann es nur Herr Kühne sein. Außer einer besseren sportlichen Entwicklung gehe ich davon aus, dass der HSV auch Geld braucht. Geld fällt nicht vom Himmel, das muss jemand mitbringen. Ich sehe im Moment außer Herrn Kühne niemanden, der bereit wäre, dem HSV zu helfen. Aus Gesprächen mit Herrn Kühne weiß ich, dass er halt gern helfen würde, aber er möchte natürlich sein Geld, was er dann zur Verfügung stellt, auch sinnvoll verwendet sehen.“

„Ich bin in dieser Frage (Trainer) im Grunde noch nicht entschieden, ich könnte mir vorstellen, wieder als Trainer zu arbeiten, bin aber auch schon so lange dabei, dass es vielleicht gar nicht so schlecht wäre, mal etwas anderes zu machen.“

(Felix Magath, Video-Interview auf bild.de, 17. September 2013)

„Beim HSV muss sich Grundlegendes ändern“


Veröffentlicht am 25. August 2013

„Es waren weniger die jüngsten Tage, sondern die vergangenen Wochen und Monate, in denen der HSV an Reputation verloren hat. So, wie sich der Verein dargestellt hat, hatte kaum jemand Spaß, dem der HSV am Herzen liegt. Ich kenne die Meinung von Klaus-Michael Kühne ich habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der HSV-Fan ist, dem der HSV sehr am Herzen liegt. Und der mit der gegenwärtigen Situation nicht einverstanden ist. Ohne Geld wird der HSV nicht auf die Füße kommen. Und wer das Geld bringt, sollte auch das Sagen haben. Ich glaube, nur Herr Kühne kann den HSV retten.“

„Es muss sich etwas Grundlegendes ändern. Ich sehe keine klare Struktur. Ein Verein wie der HSV ist nur in die Spitze zu führen, wenn es eine breite Unterstützung für die Clubführung gibt und nicht jeder seine eigene Politik betreibt. Ich habe den Eindruck, dass man sich nicht so richtig einig ist. Meiner Meinung nach muss sich der ganze Club neu aufstellen. Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, braucht Rückendeckung aus dem Verein und durch die Gremien. Ich weiß noch nicht, was ich machen werde. Ich habe immer gesagt, dass ich eine Aufgabe suche, die mich fordert und interessiert. Ich werde nicht mehr alles annehmen. Und vor allem möchte ich das, was ich verantworten muss, auch entscheiden.“

(Felix Magath, Hamburger Abendblatt, 24. August 2013)