Schlagwort-Archive: Hoffenheim

Hinrunde zu den Akten


Veröffentlicht am 21. Dezember 2015

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Bundesliga geht in die Winterpause

Immer diese Bayern. Sie spielen allen davon. Dennoch übt etwas im Fußballuniversum auf Pep Guardiola wesentlich mehr Anziehungskraft aus als die Münchner, Carlo Ancelotti nun hin oder her. Guardiola hat man in München den Himmel auf Erden bereitet, er hat ihn final verschmäht. Nervte ihn auch die Massenware sinnentleerter Reporterfragen, welche er in der Unterform in Spanien so nie erlebt? Jetzt scheint die Premier League überreif für Pep Guardiola. Der zentrale Kampfplatz aller Fußball-Ligen, mit unverschämt viel Geld und einer Menge Konkurrenz, wartet auf den asketischen Perfektionisten. Vielleicht wurde die absolute Konkurrenzlosigkeit im Deutschen Ligaalltag dem leidenschaftlichen Wettkämpfer Guardiola auf Dauer einfach zu langweilig. Weiterlesen

Jugend forscht


Veröffentlicht am 28. Oktober 2015

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Schachzug oder Strategie – Bundesligist zwischen Leichtsinn und Zukunftsmusik

Goethe schrieb seinen Werther mit 25, Thomas Mann die Buddenbrooks mit 26 und Georg Büchner war mit 24 Jahren bereits tot, hinterließ uns aber den Woyzeck. 26 Lenze zählte Mozart, als er die Entführung aus dem Serail komponierte. Albert Einstein revolutionierte 1905 mit 26 Jahren durch die spezielle Relativitätstheorie das physikalische Weltbild. 28 Jahre zählte T. E. Lawrence, als er 1916 den arabischen Aufstand anführte. Mit 27 Jahren zog Winston Churchill erstmals ins britische Unterhaus ein. Marlon Brando spielte den Stanley Kowalski in Endstation Sehnsucht mit 27 Jahren auf der Leinwand. Steve Jobs gründete mit 21 die Apple Computer Company, Bill Gates mit 20 Jahren die Firma Microsoft. Mit 28 Jahren wird ein derzeitiger Nachwuchstrainer im kommenden Sommer eine Bundesligamannschaft trainieren. Warum nicht? Es kann funktionieren oder in einem fürchterlichen Katzenjammer enden. Erst Praxistest wie Alltag werden zeigen, ob diese Lösung praktikabel und von Erfolg gekrönt. TSG 1899 Hoffenheim und Julian Nagelsmann soll das neue Traumduo also heißen. Ob die frühe Bekanntgabe und ein monatelanges Medienspektakel dem jungen Mann und der Sache dienen, man darf es bezweifeln. Einige Vereine scheinen die Position des Trainers ohnehin nicht mehr als wichtiges Kraftfeld des Clubs, sondern eher als Bauer auf dem Schachbrett zu betrachten. Fliegt der eine, zieht der nächste. „Jugend forscht“ ist im Fußball nicht so arg neu, wie nun überall getan wird. Der Uruguayer Alberto Suppici gewann als Trainer mit seinem Land die erste Weltmeisterschaft im Fußball. Als Suppici am 30. Juli 1930 den 4:2 Endspielsieg der Urus über Argentinien von der Seitenlinie aus lenkte und den Titel gewann, war er 31 Jahre alt. Alles war schon einmal da.

Redaktion Magath & Fußball

Wochenende abgehakt


Veröffentlicht am 3. November 2014

Shkodran Mustafi (Mitte) gefeierter Doppeltorschütze für Valencia beim 3:1-Sieg im „El Madrigal“.

Shkodran Mustafi (Mitte) gefeierter Doppeltorschütze für Valencia beim 3:1-Sieg im „El Madrigal“.

Spieltag in Europa mit Normalität und ohne den großen Wurf

Wenn Platz 15 bei Platz eins antritt, kann man nicht von Spitzenspiel reden. Dortmund hat sich für diese Voraussetzungen in München ordentlich verkauft, dennoch verloren, überrascht hat es wohl niemanden. Nun ist der BVB auf Platz 17, ein Abstiegsrang. Die Dortmunder werden so sicher in der Liga bleiben wie die Bayern Richtung Meisterschaft marschieren. Hinter den Bayern der Geldadel des Fußballs mit Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen, darin hineingeschoben die Borussia aus Mönchengladbach. Die beiden Nordclubs aus Hamburg und Bremen siegen und schmoren doch heiß am Abstiegsfeuer. In diesem hat sich der SC Freiburg etwas Luft verschafft, entkommen ist er noch lange nicht.

Englands Spitzenspiel plätscherte dahin, ein Platzverweis verschafft Gastgeber Manchester City einen Vorteil, der am Ende zählt und Gegner Manchester United auch als Verlierer vom Platz gehen lässt. Manchester City damit auf Platz drei, sechs Punkte hinter dem FC Chelsea. Die van Gaal Truppe hängt dagegen mit 13 Punkten auf Platz zehn schon 13 Punkte hinter Mourinhos Chelsea. Newcastle weiter mit einem Lauf, nun auch Sieger über Liverpool.

Barcelonas überraschende Heimniederlage in der Primera División, die erste gegen Celta Vigo überhaupt, führte zum „Absturz“ auf Platz vier, es führt damit Real vor Valencia und Meister Atlético. Real Madrid schießt Tore wie kein anderer Spitzenclub in Europa, inzwischen 37 Treffer in zehn Spielen. Für Valencia traf derweil ein Weltmeister doppelt: Shkodran Mustafi hat in sechs Einsätzen für die „Blanquinegros“ nunmehr drei Treffer auf dem Konto. Keine schlechte Bilanz für einen Abwehrmann.

Tore sind in Italien nie ein Massenprodukt. Im Spitzenspiel SSC Neapel gegen den AS Rom fielen zwei für die Männer vom Vesuv. Die Roma damit zurückgerutscht auf Rang zwei, Juventus wieder alleiniger Tabellenführer. Einige Protagonisten des Ligawochenendes werden Hauptrollen im anstehenden Champions League Spieltag geben, Erkenntnisse aus dem gerade beendeten Spieltagwochenende können dabei in vielerlei Richtung sicher hilfreich sein.

Redaktion Magath & Fußball

Die Unbesiegbaren


Veröffentlicht am 20. Oktober 2014

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Noch gibt es in allen Top-Ligen Mannschaften ohne Niederlage

Es tummeln sich noch Ungeschlagene im europäischen Fußball, deren Leistung von Spieltag zu Spieltag beachtlicher wird. Paris Saint Germain in Frankreich gehört dazu, allerdings ist die Leistung nicht reif für Tabellenplatz eins, sechs Unentschieden verwässern den guten Eindruck. PSG hat große Ambitionen und diese mit einem 3:1-Auswärtssieg beim RC Lens auch unterstrichen. Der Zweitplatzierte der Bundesliga kann dagegen rundum zufrieden sein mit der bisherigen Saison. Man hat geringere Ambitionen als das millionenschwere Starensemble aus Paris mit arabischen Geldgebern im Rücken. Die Borussia aus Mönchengladbach musste viermal die Punkte teilen und konnte viermal als Sieger den Platz verlassen, niemand hat die Favre-Elf bisher schlagen können. Der 3:0-Auswärtssieg in Hannover passt gut in die Erfolgskurve der Fohlen. Bayern ohne Niederlage ist dagegen Normalität, was sich über die ebenfalls ungeschlagenen Teams von Mainz 05 und der TSG Hoffenheim nicht sagen lässt. Man darf gespannt sein, wer vom niederlagenfreien Bundesliga-Quartett als erster Federn lässt. Weiterlesen

Halbzeit – Bundesliga


Veröffentlicht am 29. Dezember 2013

Die Bundesliga nach 17 Spieltagen

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Was an Glück und Pech auf der Strecke, es beginnt zu verblassen, Ärger verraucht, Trainerhaare werden grau, Aufregungen verhallen, Irrtümer sind Geschichte, die erste Hälfte ist durch. Was allerdings nicht der Vergessenheit anheimfällt, wie ein Monolith in der Fußballlandschaft steht, dort von niemandem ignoriert oder vergessen werden kann, die Tabelle. Nach 17. Spieltagen ist die Hinrunde Geschichte, Halbzeit in der Saison 2013/2014. Es muss nicht ständig wiederholt werden, die Bayern spielen längst in ihrer eigenen Liga, der Rest kann sich zwischen Platz zwei und 18 tummeln. Am Ende stehen dann Champions League Teilnahme oder Abstieg, je nachdem. Nur die Meisterschaft – da kann es nur einen geben. Immer wieder Bayern, daran werden wir uns die nächsten Jahre gewöhnen müssen. Weiterlesen

Marwin Hitz


Veröffentlicht am 28. November 2013

Augsburgs Torwart auf einem guten Weg

Marwin Hitz kam beim FC Augsburg in dieser Saison bereits fünfmal zum Einsatz. Nur beim FC Bayern musste der FCA mit Hitz im Tor eine Niederlage hinnehmen, ansonsten aber gab's vier Siege.

Marwin Hitz kam beim FCA in dieser Saison bereits fünfmal zum Einsatz. Nur in München mussten die Augsburger mit Hitz im Tor eine Niederlage hinnehmen, ansonsten aber gab’s vier Siege.

Erfreulich sind die derzeitigen Leistungen von Marwin Hitz beim FC Augsburg. Mich überraschen diese nicht. Auf Marwin hat mich 2008 der Torwarttrainer des VfL Wolfsburg (Andreas Hilfiker) aufmerksam gemacht. Marwin spielte zu dieser Zeit in der zweiten Schweizer Liga beim FC Winterthur. Ich holte ihn mit gutem Gewissen als zweiten Torwart nach Wolfsburg und war schnell überzeugt von seinen Fähigkeiten. Im Anfang hatte Marwin Hitz noch leichte konditionelle Defizite. Kraft seiner Einstellung und seines Ehrgeizes konnten diese schnell beseitigt werden. Mit Fleiß und Anpassungsvermögen hat Marvin es geschafft, sich flott zu integrieren. Es war früh absehbar, dass er eine gute Zukunft als Torhüter haben wird. Weiterlesen