Schlagwort-Archive: Horst Heldt

Trümmerhaufen


Veröffentlicht am 12. Mai 2015

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Bei Schalke 04 läuft nichts rund

„Er ist ein Glücksgriff“, gestand Horst Heldt im September 2013 dem Spiegel in Sachen Kevin-Prince Boateng. Nun hat er seinen Glücksgriff geschasst, degradiert oder freigestellt und ein „nie wieder auf Schalke“ macht die Runde. So etwas ist im Fußball und bei Schalke nicht neu. Zum Handwerkszeug von Horst Heldt gehören das Bauernopfer und die martialische Drohung von Konsequenzen, womit er stets Trainer und/oder Spieler in keinem Fall natürlich sich und seine Arbeit meint, die gerade den FC Schalke aus den europäischen Rängen und ins tabellarische Mittelmaß der Tabelle trümmert, die Fans verzweifeln lässt. Man wähnt sich gerne vor Dortmund und auf Augenhöhe mit den Großen des europäischen Clubfußballs, eigene Hybris versteht sich als der einzige neben den Bayern vorhandene Gigant des deutschen Fußballs. In der Nüchternheit des Alltags ist die Champions League Teilnahme längst vergeigt und ringt man mit dem FC Augsburg um einen Europa League Platz; wobei Augsburg die bessere Figur macht. Der Erzrivale in Schwarz-Gelb sitzt den Knappen auch im Nacken, Dortmund steht kurz davor, die Schalker auch noch vom letzten internationalen Rang der Tabelle zu verjagen. Das Grauen für den Schalker Anhang kennt offenbar weder Ende noch Erbarmen. 984.000 Zuschauer waren im Saisonverlauf bisher im Schalker Stadion, damit hinter Borussia Dortmund und Bayern München die Nummer drei im Land, in dieser Tabelle immer noch Spitze. Diese treue Masse hat sicher mehr verdient, als billige Sündenböcke und Ausreden. Die Fans haben wenig Freude und das Team zu wenig Punkte. Irgendwann wird deswegen auch Roberto di Matteo dran glauben müssen. Nachhaltigkeit gehört nicht zum Schalker Wortschatz und Treueschwüre für Trainer enden stets in dessen Ende. Auch den nächsten Trainersturz wird Horst Heldt, der Überlebensstratege in eigener Sache unbeschadet verkaufen und seine Glücksgriff-Handschrift weiter dem FC Schalke 04 aufs Auge drücken. Glück auf.

Redaktion Magath & Fußball

Viel Lärm um nichts


Veröffentlicht am 2. März 2015

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Schauspiel in Dortmund und auf großer Bühne

Wer beim Fußball nicht auf Hollywood verzichten mag, kam auf seine Kosten. Das Equipment neben dem Tor deponiert und die pubertierende Jungs-Show konnte beginnen. Davor wurde vom BVB durchaus eine beindruckende Fußball-Aufführung geboten, die den einfallslosen Schalker Widerpart wie eine graue Maus vor bunter Schlange aussehen ließ. Jux vor Publikum ist der ultimative Kick für angehende Entertainer. Marco Reus sollte man die Camouflage gnädig nachsehen, schließlich wird bei Abfahrt des Batmobil nie nach dem Führerschein gefragt. Actionhelden leben noch entrückter von Alltagsplagen als die bedauernswerten Fußballprofis, müssen für ihren Platz an der Sonne allerdings ab und an wenigstens die Welt retten und sich dabei tatsächlich verausgaben. Aubameyang und sein Kumpel retteten nach ihrer Sicht eben Dortmund, für viele mehr als eine Welt. Dass für den Fall eines anderen Spielausgangs unter dem Stuhl von Horst Heldt ein Joker-Kostüm verstaut wurde, bleibt ein Gerücht. Jack Nicholson muss keine Konkurrenz fürchten. Ohne Jux und Tollerei, allerdings auch ziemlich entrückt drehten die Regelhüter des Weltfußballs dem Sportsgeist und Fairplay eine Nase. Die „Dreifachbestrafung“ aus Elfmeter, Rote Karte und Sperre wird Bestand haben, so ließen es acht Honoratioren, welche sich unter dem Arbeitstitel International Football Association Board (IFAB) in einem Belfaster Nobelhotel trafen, eine erstaunte Fußballöffentlichkeit wissen. Weiterlesen

Premier League schlägt zurück


Veröffentlicht am 27. November 2014

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Alle vier Bundesligavertreter unterliegen, nur Schalke gefährdet

Spieltag fünf in der Gruppenphase der Champions League verlief so gar nicht nach dem Geschmack der Bundesligisten. Alle drei deutsch-englischen Duelle gingen verloren, Leverkusen unterlag Monaco vor heimischem Publikum. Während Bayer 04 und Borussia Dortmund ihre Gruppe noch immer anführen, der FC Bayern Platz eins sogar schon in der Tasche hat, sind die Schalker auf Rang drei zurückgefallen und müssen nun um den Achtelfinaleinzug bangen. Geschichte wurde derweil auf Zypern geschrieben: Beim 4:0-Sieg Barcelonas gegen APOEL Nikosia traf Lionel Messi dreifach und ist nunmehr alleiniger Rekordtorjäger des Wettbewerbs. Mit astronomischen 74 Toren in 91 Partien verwies der Argentinier Raúl auf Platz zwei, der es zu seiner Zeit auf 71 Treffer in 142 Spielen gebracht hatte. Ebenfalls sein 71. Champions League Tor markierte Cristiano Ronaldo beim 1:0-Sieg Real Madrids im St.-Jakob-Park zu Basel. Der Weltfußballer allerdings hat schon 17 Einsätze mehr auf dem Konto, als sein großer Widersacher im Barca-Trikot. Weiterlesen

Weichenstellung


Veröffentlicht am 10. November 2014

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Tabellenführer festigen ihre Position

Die Spitzenreiter in den kontinentalen Top-Ligen agierten wie Champions, setzten eindrucksvolle Zeichen Richtung Konkurrenz. Bayern und Chelsea bleiben weiter ungeschlagen, Real die Torfabrik des europäischen Fußballs und Juventus zeigte sich in einer für italienische Verhältnisse ungewohnten Torlaune. Nur in Frankreich wurde der Spitzenreiter gerupft. Weiterlesen