Schlagwort-Archive: Iniesta

Andrés Iniesta


Veröffentlicht am 20. Dezember 2015

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„Vergessen Sie die Lionel Messi gegen Cristiano Ronaldo Debatte. Andrés Iniesta ist der beste Spieler der Welt. Er hat ein enormes Verständnis für das Spiel und lenkt damit seine Mannschaft. Kaum jemand versteht das Spiel so wie er. Andrés gibt dem Team Kraft. Messi ist ein kompletter Spieler, er kann ein Spiel alleine entscheiden. Genau wie Ronaldo mit seinen unterschiedlichen Eigenschaften. Spieler wie Andrés Iniesta oder Xavi haben jenseits ihrer Fähigkeiten außerdem noch ein großes Verständnis des Spiels und führen damit das Team an.“

(Jorge Sampaoli, Nationaltrainer Chile, Interview univision.com, 18. Dezember 2015)

Ballett als Hühnerhaufen


Veröffentlicht am 22. November 2015

Marcelos Grätsche kommt zu spät: Iniesta trifft unwiderstehlich in den rechten Torwinkel.

Marcelos Grätsche kommt zu spät: Iniesta trifft unwiderstehlich in den rechten Torwinkel.

Real Madrid bekam eine Lehrvorführung vom FC Barcelona

Barcelonas Andrés Iniesta war im Bernabéu-Stadion der große Macher. Er dirigierte sein Team zum 4:0-Auswärtssieg bei Real Madrid. Die Königlichen bekamen 90 Minuten kein Bein auf die Erde und Iniesta darf dafür als Hauptverantwortlicher genannt werden. Ein Mittelfeldstratege der absoluten Weltklasse, diese schon über viele Jahre, pulverisierte er im kongenialen Zusammenspiel mit Sergio Busquets die gegnerische Ordnung zur blamablen Unordnung eines Hühnerhaufens. Luka Modrić und Toni Kroos wurden zu staunenden Statisten degradiert, die dem Maestro bei der Arbeit zusehen durften. Nebenher besorgte Iniesta noch das 3:0, um dann bei seiner Auswechslung mit Applaus von den heimischen Real-Fans verabschiedet zu werden, die damit ihrem eigenen Team noch eine zusätzliche Ohrfeige verpassten. Wie sein grandioser Ex-Partner Xavi wird auch Andrés Iniesta wohl nie Weltfußballer, ein inkompetentes Zeugnis derer, die Jahr um Jahr darüber abzustimmen haben. Weiterlesen

Campeónes!


Veröffentlicht am 7. Juni 2015

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Barca macht Triple perfekt

Dieses Endspiel hielt, was es versprach. 70.500 Zuschauer im ausverkauften Berliner Olympiastadion erlebten eine über weite Strecken hochklassige Begegnung, die zu den fußballerisch anspruchsvollsten Darbietungen des zurückliegenden Champions League Jahrzehnts gezählt werden darf. Das lag aber nicht nur am gewohnt dominanten und spielerisch schlichtweg brillanten Auftreten der Katalanen, sondern auch am italienischen Double-Sieger, der nun endgültig wieder zur europäischen Spitze gerechnet werden muss. Die Gefühlslage nach 98 hochspannenden Minuten hätte dann aber doch kaum gegensätzlicher sein können. Das nach Treffern von Ivan Rakitić (4.), Luis Suárez (68.) und Neymar (90.+7) sichergestellte 3:1 (1:0) – Álvaro Morata (55.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich – versetzte den FC Barcelona in einen kollektiven Siegesrausch. Der vierte Champions League Triumph der Vereinsgeschichte gleichbedeutend mit dem endgültigen Ritterschlag für dieses Spieljahr: zum zweiten Mal nach 2008/09 holte man das europäische Triple. Mehr geht nun wirklich nicht. Felicidades, Barça! Weiterlesen

Juve vs. Barca – Das große Finale


Veröffentlicht am 6. Juni 2015

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Wer gewinnt und warum?

Berlin erwartet ein Endspiel mit klingenden Namen. Exzellente Fußballer und bunte Stars füllen die Reihen des FC Barcelona wie die von Juventus Turin. Beide Vereine und deren Geschichte gehören längst zu den Ikonen des Weltfußballs. Eine Champions League Saison kann wahrlich schlechter enden. Das Potenzial reicht aus, um eine würdige, bei gutem Verlauf sogar grandiose Fußballinszenierung abzuliefern. Die Bühne des Berliner Olympiastadions ist für ein Fußballfest gerichtet. Wetterfrösche künden von einem Sommertag, der sich laut Prognosen kurz vor dem Spiel in einem heftigen Gewitter entlädt, welches mit Anstoß aber sein Grollen eingestellt haben soll und der Partie eine frische Brise vorausschickt. Dann liegt es endlich bei den Teams. Der FC Barcelona sicher in einer öffentlichen Favoritenrolle. Juventus Turin in der Wohlfühlposition eines Außenseiters mit Chancen. Oft halten Endspiele nicht, was große Namen versprechen, aber es gibt immer Ausnahmen. Hoffen wir auf einen Sieg des Fußballs. Möge der Bessere gewinnen und nicht Fehlentscheidungen den sportlichen Tag trüben. Magath & Fußball wirft einen Blick auf die möglichen Siegchancen beider Teams. So oder so, es riecht nach Triple. Zwei Teams – zwei Meinungen. Weiterlesen

Jeder Zoll ein König


Veröffentlicht am 23. Mai 2015

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„Er malt seinen Gegnern ein dickes Fragezeichen in den Raum.“ (Die Zeit)

Xavier Hernández i Creus, genannt Xavi
geb. 25. Januar 1980
FC Barcelona (1998 – 2015)
739 Spiele
84 Tore
134 Länderspiele für Spanien
Bester Spieler der EM 2008

Triumpzug
Weltmeister, 2x Europameister, 3x Champions League Sieger, 8x Spanischer Meister, 3x Copa del Rey, 2x UEFA Supercup, 6x Spanischer Supercup, 2x FIFA Club-WM

„Er war für uns wichtiger als selbst der Nationaltrainer und ein Schlüsselspieler für unseren Spielstil, der uns so viele Erfolge beschert hat. Wir werden ihn auf und neben dem Platz vermissen.“ (Vicente del Bosque)

„Ich finde kein Lob, das erklären würde, was er als Mensch und Spieler repräsentiert hat.“ (Andrés Iniesta)

„Ich hätte mir keine bessere Karriere wünschen können.“ (Xavi)

Redaktion Magath & Fußball

Selbstverteidigung


Veröffentlicht am 1. Mai 2015

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„Wenn wir die Saison auf Platz sieben beenden würden, ohne uns für Europa zu qualifizieren, könnte ich die Kritik verstehen. Ich finde es gut, dass Sie denken, wir sind das einzige Team, das den Titel gewinnen muss. Es ist für jeden Club unmöglich, sich in jedem Jahr weiterzuentwickeln. Wir können nicht jedes Jahr Titel gewinnen. Das ist unmöglich, insbesondere in dieser Spielzeit. Es gibt fünf andere Teams, die genauso stark sind wie wir. In dieser Saison hat Arsenal mehr Geld ausgegeben als wir, Chelsea, United und Liverpool auch – also wenn wir, warum auch immer, nicht Zweiter werden sollten, denke ich, ist das keine Schande. […] Sie denken, wir sind besser als Barcelona? Sie denken, wir müssten frustriert sein, gegen Messi, Neymar, Suárez, Iniesta, Busquets auszuscheiden? Ich glaube nicht.“

(Manuel Pellegrini, The Guardian, 26. April 2015)

Bayrische Vorführung


Veröffentlicht am 22. April 2015

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Porto auf Normalmaß gestutzt, Barca problemlos weiter

Es hätte ein spannender Fußballabend werden sollen. Erstmals in dieser Saison standen Pep Guardiola und sein FC Bayern mit dem Rücken zur Wand, wirkten angezählt nach der durchaus überraschenden 1:3-Niederlage in Porto vor Wochenfrist. Viel wurde gerätselt über den Formzustand der Münchner, bei denen der Ausfall der beiden Tempodribbler Arjen Robben und Franck Ribéry gerade in der Champions League doch größere Spuren hinterlassen hatte. Ohne die unwiderstehlichen Antritte des Niederländers und die Schlitzohrigkeit des Franzosen wirkten die Bayern im Drachenstadion ebenso seltsam ideenlos wie notorisch ungefährlich. Es hatte den Anschein, als sei der Rekordmeister durch das Fehlen seiner beiden Fixpunkte auf den Außenbahnen seiner Attraktionen beraubt, das Offensivspiel der Ballbesitzmaschine darbte ganz offensichtlich vor sich hin, Überraschungsmomente Fehlanzeige. Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, leisteten sich die Münchner Defensivspezialisten drei haarsträubende Böcke, die allesamt jeweils einen Gegentreffer nach sich zogen. Demgegenüber hatte der FC Porto im Hinspiel natürlich einen absoluten Sahnetag erwischt, war vorne wie hinten präsenter und kurzum ein hochverdienter Sieger. Zweifel am vierten bajuwarischen Halbfinaleinzug in Serie waren umhin allemal berechtigt. Im Rückspiel in der Allianz Arena genügten jedoch nicht mehr als 26 Minuten, um diese vollständig zu zerstreuen. Wie eine Lawine brach ein bis in die Haarspitzen motivierter FC Bayern über hasenfüßige Portugiesen herein, die so ziemlich alles vermissen ließen, was im Vorfeld bei Mannschaft und Trainer zu überhöhten Lobpreisungen geführt hatte. Schon mit dem Halbzeitpfiff war für den neutralen Fußballbeobachter jedwede Spannung dahin. Weiterlesen

Der Gestalter


Veröffentlicht am 12. November 2014

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Cesc Fàbregas findet bei Chelsea seine Rolle und ist der Motor im Mourinho-Team

In der katalonischen Gemeinde Arenys de Mar erblickte er 1987 das Licht der Welt, zehn Jahre später bereits Schüler der legendären Ausbildungsakademie La Masia und Teil des großen FC Barcelona. 2003 fürchtete der blutjunge Cesc Fàbregas die große Konkurrenz bei Barca und sah wenig Perspektiven. Arsenal-Boss Wenger sah auch etwas, Potenzial und Zukunft des Jugendlichen, das Bündnis wurde geschlossen, Fàbregas Teil der Gunners. Der Katalane kam in ein furioses Klima, in seinem ersten Jahr debütierte er nur im Ligapokal, dort mit seinen 16 Jahren jüngster Arsenal-Spieler aller Zeiten. Fàbregas erlebte hautnah, wie die Gunners ihre größte Saison spielten, die Meisterschaft holten, dabei keine Partie verloren. Als Arsenal an die Titelverteidigung ging, gehörte Fàbregas zum Kader, hatte am 15. August 2004 gegen den FC Everton seinen heiß ersehnten Premier League Einstand. Weiterlesen

Diese wunderbaren Kleinen


Veröffentlicht am 21. März 2014

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„Barcelona war die beste Mannschaft, die jemals gegen meine Teams von Manchester United antrat. Mit Abstand. Sie hatte den richtigen Kampfgeist. In unserem Land gab es Mittelfeldspieler – Patrick Vieira, Roy Keane, Bryan Robson –, die starke Männer waren, Krieger, Sieger. Bei Barcelona gab es hingegen diese wunderbaren Kleinen, die gerade mal knapp 1,70 Meter maßen, aber den Mut von Löwen hatten, ständig auf Balleroberung aus waren und sich nie einschüchtern ließen. Für mich waren diese Leistungen von Lionel Messi, Xavi und Andrés Iniesta einfach fantastisch.“

(Sir Alex Ferguson, „Meine Autobiographie“, deutsche Ausgabe, Edel-Verlag Hamburg)