Schlagwort-Archive: Interview

Meistertipp


Veröffentlicht am 26. Oktober 2015

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Carlo Ancelotti tippt Titelträger

Bundesliga
„Bayern wird die Bundesliga gewinnen, ohne dabei die Hände aus den Hosentaschen zu nehmen. Ich muss zugeben, dass ich Bayern-Spiele nicht genießen kann. Es gibt einfach zu wenig Konkurrenz.“

Serie A
„La Roma.“

Premier League
„Manchester City.“

Primera División
„Real Madrid.“

Champions League
„Überraschenderweise Paris Saint Germain.“

Europameisterschaft 2016
„Frankreich.“

(Carlo Ancelotti, Interview La Gazzetta dello Sport, 24. Oktober 2015)

„Fußballhelden sind auch nur Menschen“


Veröffentlicht am 19. Oktober 2015

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TV-Moderator Markus Lanz im Interview

Er ist ohne Frage eines der prägenden Gesichter der modernen deutschen Fernsehunterhaltung. Von seinen Anfängen als Volontär bei Radio Hamburg, über seine Zeit als Nachrichtenmoderator bei RTL Nord, bis hin zu seinem endgültigen Durchbruch als Moderator und Redaktionsleiter des RTL-Magazins „Explosiv“ hat sich Markus Lanz in der Fernseh- und Medienlandschaft unserer Zeit einen Namen gemacht. Seit 2009 ist der gebürtig aus dem italienischen Bruneck stammende 46-Jährige im ZDF mit einer eigenen Talkshow unterwegs, moderierte unter anderem zwischen 2012 und 2014 die beliebte Samstagabendshow „Wetten, dass…?“. Im Interview mit Magath & Fußball spricht Markus Lanz über seine Herkunft, viele besondere Momente seiner Berufskarriere und seine Leidenschaft für den Sport und den Fußball. Weiterlesen

Journalismus heute


Veröffentlicht am 8. Oktober 2015

„Journalismus wurde nie stärker infrage gestellt als heute. Viele meiner Kollegen sprechen nicht gern darüber, weil es quasi ein Naturgesetz war, dass wir Journalisten Fähigkeiten hatten, Zugänge und Autorität, die andere nicht hatten. Nun müssen wir uns fragen: Was können wir, was Amateure nicht können? Die digitale Revolution hat meinen Beruf verändert, genau wie die Welt der Musik. […] Wenn ich mich umschaue, sehe ich eine ganze Menge von Chefredakteuren, die geschluckt und ausgespuckt wurden, entweder von den Besitzern der Blätter oder ihren Mitarbeitern. Ich habe Redaktionen gesehen, die in einen Bürgerkrieg abgeglitten sind, weil sie sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen konnten.“

(Alan Rusbridger, 1995-2015 Chefredakteur The Guardian, Interview Der Spiegel, Ausgabe 36/2015)

„Edin, was machst du da?“


Veröffentlicht am 27. August 2015

„Ich hatte keine Probleme mit Magaths Stil. Anfangs kam ich häufig zurück zur Mittellinie und wollte hier und dort den Ball haben. Da sagte Magath zu mir: ‚Edin, was machst du da? Du musst Tore machen. Ich will dich im Strafraum sehen.‘ Wenn ich den Fehler dann erneut gemacht habe, sagte Magath: ‚Was habe ich dir gesagt?‘ So hat er mir das eingebläut, und irgendwann ging es dann automatisch.“

(Edin Džeko, Interview, Der Spiegel, 3. Juni 2010)

Keine Lebensretter


Veröffentlicht am 27. August 2015

„Ich habe eine Leidenschaft für den Fußball. Wenn uns der Fußball alles bedeutet, haben wir ein Problem. Ich verstehe, dass der Fußball soziale, politische und kulturelle Kraft hat. Aber wie kann ein Fußballer im Forbes Magazine auf der Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt stehen? Das ist doch absurd! Wir retten doch keine Leben! Ich weiß, dass manche Menschen aus dem fünften Stock springen können, wenn ihr Team ein Spiel verliert. Aber diese Menschen haben Probleme. Wie kann man einen Fußballer, einen Trainer mit einem Wissenschaftler oder Arzt vergleichen? Man kann sie nicht vergleichen.“

(José Mourinho, Interview, Telegraph, 9. April 2015)

Vernunft und Solidität


Veröffentlicht am 3. Juni 2015

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Ein Interview mit Union-Präsident Dirk Zingler

Dirk Zingler führt den 1. FC Union Berlin seit dem 1. Juli 2004 als Präsident. Damals spielten die Berliner noch in der Regionalliga und stiegen am Saisonende sogar in die Oberliga ab. Der danach folgende Union-Aufstieg bis in Liga zwei und der Stadionbau der Fans an der Alten Försterei sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Kurz vor Saisonende stellte sich Dirk Zingler den Fragen der Deutschen Presseagentur (dpa). Hier gibt es das Interview in voller Länge. Weiterlesen

Zirkus


Veröffentlicht am 31. Mai 2015

„Ich denke, dass ich ein romantischer Fan bin. Deswegen will ich es so ausdrücken: Ich habe mehr Sympathie für Iker Casillas, der seit seinen Kindertagen im Klub ist, als für Gareth Bale. Ich hatte mehr Sympathie für Emilio Butragueno als für Hugo Sanchez; mehr für Raul als für Zidane. Für mich ist wichtig, dass ich gesehen habe, wie die Spieler gewachsen, wie sie besser geworden sind. Wenn jemand bereits voll ausgebildet dazustößt, dann ist das gut, aber nur, wenn die Basis der Mannschaft eine andere ist. Falls nicht, dann besteht die Gefahr, dass sich der Verein in eine Art Harlem Globetrotters verwandelt. Und die Globetrotters messen sich nicht mit anderen, sie sind nicht ernsthaft, sie sind eine Showmannschaft, ein Team der Jongleure, eine Zirkustruppe. Doch wer will schon Zirkus ohne Emotion?“

(Javier Marías, Schriftsteller, Real-Fan, 11Freunde-Interview, 05. Mai 2015)

Idee vom Spiel


Veröffentlicht am 26. April 2015

„Es geht um intelligentes Spiel bei Ballbesitz, Technik in der Bewegung mit dem Ball und Schnelligkeit. Damit meine ich nicht alleine die Geschwindigkeit. Usain Bolt ist schnell, aber er kann nicht Fußball spielen. Ich meine Gedankenschnelligkeit. Es geht auch um die Balleroberung. Gut ist, wenn man intelligente, beidfüßige Spieler hat. Wir können alle zusammen zufrieden sein. Aber wir wissen, wer wir sind und woher wir kommen. Wir wollen uns jetzt weiterentwickeln. Das ist eine schöne Aufgabe. Natürlich wächst auch der Ehrgeiz.“

(Lucien Favre, Trainer Borussia Mönchengladbach, Interview RP Online, 6. Juli 2013)

Vom Weltmeister lernen


Veröffentlicht am 31. März 2015

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„Im englischen Fußball gibt es strukturelle Defizite im Nachwuchsbereich. Es ist erstaunlich, dass eine Fußballnation wie England sich vom Glanz der Premier League derart blenden lässt. Natürlich findet die Premier League in der Welt deutlich mehr Resonanz als unsere Bundesliga. Aber darüber verdrängt man, dass der englische Fußball in Form von Länderspielerfolgen seit vielen Jahren sehr wenig vorzuweisen hat. Vielleicht kann man auf der Insel auf diesem Gebiet etwas vom Weltmeister lernen.“

(Felix Magath, Interview sport1.de, 26. März 2015)