Schlagwort-Archive: Juventus Turin

Bayern gegen Juve, Wolfsburg gegen Gent


Veröffentlicht am 14. Dezember 2015

Das Champions League Achtelfinale 2015/16 in der Übersicht.

Das Champions League Achtelfinale 2015/16 in der Übersicht.

BVB, Augsburg, Schalke und Leverkusen mit schwierigen Aufgaben in der Europa League

Im Schweizerischen Nyon wurden am frühen Nachmittag noch einmal die Lostrommeln bemüht: Javier Zanetti und Alexander Frei assistierten UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino bei der Auslosung der ersten K.O.-Runde in Champions League und Europa League zu Beginn des kommenden Jahres. Rechtzeitig vor der Weihnachtspause wurden für die sechs in Europa verbliebenen Bundesligisten – nur die spanische Primera División stellt mit sieben Teams einen größeren Teilnehmerpool – die ersten internationalen Gegner im Kalenderjahr 2016 bestimmt. Ein echtes Glückslos erwischte dabei am ehesten noch der VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen bekommen es mit dem KAA Gent zu tun – der wohl größten Überraschung des laufenden Champions League Wettbewerbs. Als Gruppensieger treten die Wölfe zunächst auswärts in Belgien an, haben im Rückspiel Heimrecht und denkbar gute Chancen, dem ersten Achtelfinaleinzug der Vereinsgeschichte direkt das erste Viertelfinale folgen zu lassen. Favorit auf den Viertelfinaleinzug in der Königsklasse ist natürlich auch der FC Bayern, der mit Juventus Turin nicht nur den italienischen Meister, sondern nach Paris Saint-Germain den wohl schwierigsten Gegner aus dem zweiten Topf zugelost bekam. Nach schwachem Saisonstart ist Juve national wie international wieder in der Spur – ob das allerdings reicht, um die Münchner in Verlegenheit zu bringen, scheint fraglich. Ein gutes Omen ist die „Alte Dame“ für den deutschen Rekordmeister allemal, führte doch auch der Weg zum Champions League Sieg 2013 im Viertelfinale über Turin. Weiterlesen

20 Jahre Buffon


Veröffentlicht am 20. November 2015

Steht vor seinem 566. Einsatz in der Serie A: Gianluigi Buffon.

Steht vor seinem 566. Einsatz in der Serie A: Gianluigi Buffon.

Italienische Torwartlegende feiert Jubiläum

Ehre, wem Ehre gebührt! Wenn Juventus Turin am Samstagabend in der klangvollsten Partie des 13. Serie A Spieltags den AC Mailand empfängt, steht der ewige Gianluigi Buffon in Italien seit über 20 Jahren zwischen den Pfosten. Für den aus Carrara in der Toskana stammenden Torhüter schließt sich ein Kreis, denn auch sein Ligadebüt für den AC Parma absolvierte er am 19. November 1995 im zarten Alter von 17 Jahren einst gegen Milan. Sage und schreibe zwei Jahrzehnte lang prägte Buffon seither das Fußball-Geschehen seines Heimatlandes, steht seit 2001 bei Juve im Dienst und ist mit inzwischen 154 Einsätzen in der Sqadra Azzurra natürlich Rekord-Nationalspieler im Land des vierfachen Weltmeisters. Unzählige Titel und Trophäen pflastern seinen Weg: Buffon feierte sechs italienische Meisterschaften, zwei Pokalsiege, gewann 1999 mit Parma den UEFA-Pokal, wurde unter Marcello Lippi 2006 Weltmeister und nicht zuletzt in den Jahren 2003, 2004, 2006 und 2007 viermal zum Welttorhüter des Jahres gewählt. Einzig ein Champions League Sieg und der EM-Titel blieben ihm bislang verwehrt. Weil ein Ende seiner Ära aber auch mit bald 38 Jahren längst nicht in Sicht scheint, ist das letzte Wort hier wohl noch nicht gesprochen.

Denn eines steht mit Sicherheit fest: Noch immer zählt Buffon – national wie international – zu den ganz Großen auf seiner Position. Bei der „Alten Dame“, der er auch in bekannten Krisenjahren rund um den Manipulationsskandal und in der Serie B stets die Treue hielt, ist er praktisch nicht wegzudenken. Nicht auszuschließen, dass einer der bedeutendsten Schlussmänner der Fußball-Geschichte, dessen Name bald in einer Reihe mit Lew Jaschin, Gordon Banks, Dino Zoff oder Sepp Maier genannt werden wird, noch einen letzten Pfeil im Köcher führt. Es wäre dem Sportsmann und Menschen Gianluigi Buffon wirklich zu gönnen.

Redaktion Magath & Fußball

„Gigi ist einer der besten Torhüter der Welt und jemand, zu dem ich immer aufgeschaut habe. Es ist unglaublich, wie gut er immer noch ist. Ich mag ihn, er ist ein netter Kerl mit jeder Menge Charisma. Selbst als ich noch jünger war, kam er vor und nach den Partien, in denen wir gegeneinander antraten, immer auf mich zu.“
(Manuel Neuer)

„Buffons Persönlichkeit spricht für sich selbst. Seine Präsenz und seine Führungsqualitäten hatten schon immer großen Einfluss auf die Auftritte seiner Mannschaften und haben ihnen oft zum Sieg verholfen.“
(Petr Čech)

Bayern-Gala überstrahlt den Rest


Veröffentlicht am 5. November 2015

imago21721364m_c

Gladbach stark aber glücklos, Leverkusen im Tiefschlaf, Wolfsburg schwach

Vier von sechs Champions League Gruppenspieltagen sind absolviert und erwartungsgemäß kann sich nur der FC Bayern sicher sein, nach der Winterpause weiter in der Königsklasse vertreten zu sein. Das deutsche Flaggschiff auf Europas größter Fußballbühne revanchierte sich für die 0:2-Niederlage in London mit einem grandiosen 5:1-Kantersieg über den in der Premier League zuletzt beständig und gut aufspielenden FC Arsenal, der auf Münchner Boden der Musik diesmal von Anfang an hinterher lief. Schon nach zehn Minuten verspekulierte sich Innenverteidiger Gabriel Paulista bei einer Flanke von Thiago, Robert Lewandowski stand nicht im Abseits und köpfte Bayern in Front. Noch vor der Pause erhöhten Thomas Müller und David Alaba mit einem fulminanten Distanzschuss genau in den rechten Torwinkel. Die Gunners auch nach Wiederanpfiff chancenlos und endgültig besiegt, als der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Arjen Robben einen schönen Spielzug der Hausherren über Douglas Costa und Alaba problemlos vollendete. Immerhin gelang den Engländern nach 69 Minuten der schönste Treffer des Abends: Alexis Sánchez flankte auf den formstarken Olivier Giroud, der das Leder nach technisch perfekter Annahme ansatzlos per Seitfallzieher in die Maschen beförderte. Ein Traumtor, das jedoch die Bayern noch einmal auf den Plan rief – Müller blieb auf Vorlage von Douglas Costa der Schlusspunkt vorbehalten. Der achte Champions League Heimsieg in Serie bei einem überirdisch anmutenden Trefferverhältnis von 34:4 bestätigt die beachtliche Frühform des Rekordmeisters. Obgleich die begehrten Trophäen und Titel bekanntlich erst im Mai vergeben werden, sucht man eine bessere Mannschaft auf unserem Kontinent derzeit vergebens. Es braucht daher auch nicht allzu viel Fantasie, um sich Pep Guardiolas FC Bayern als einen der ersten Anwärter auf den Henkelpott vorzustellen. Während die Münchner verlässlich wie eh und je die deutsche Fahne durch Europa tragen, darf der Auftritt der anderen drei Bundesligisten allerdings bestenfalls als durchwachsen bezeichnet werden. Ein Blick auf das Geschehen in den acht Vorrundengruppen. Weiterlesen

Kontinentale Rundreise


Veröffentlicht am 30. Oktober 2015

Unaufhaltsam rollt der Bayern-Bus durch die Bundesliga.

Unaufhaltsam rollt der Bayern-Bus durch die Bundesliga.

Europas Ligen schalten nach Pokalwoche wieder auf Punktejagd

Eintracht Frankfurt wird den Bayern-Express ebenfalls nicht aufhalten und dessen Lokführer Pep Guardiola auch nach dem elften Spieltag nicht erzählen, was ihn sportlich in den nächsten Jahren umtreiben wird. Der Katalane lässt sich weiterhin nicht in die Karten schauen und wenngleich ihm in München von Karl-Heinz Rummenigge bis Philipp Lahm die gesamte Belegschaft zu Füßen liegt, deutet einiges auf einen turnusmäßigen Abschied zum Saisonende hin. Ohnehin scheint die bayerische Trainerfrage dieser Tage weitaus spannender, als der Blick auf die Tabellenspitze der Bundesliga, wo der Rekordmeister mit weiterhin sieben Zählern Vorsprung und seiner noch immer blütenweißen Weste einsam seine Kreise zieht. Allein Robert Lewandowski (13 Tore) und Thomas Müller (zehn) haben zusammen öfter getroffen, als 16 andere Bundesligisten. Nur Borussia Dortmund hält in Sachen Offensivpower einigermaßen mit, hat in Pierre-Emerick Aubameyang (13) und dem allmählich wieder in Fahrt kommenden Marco Reus (fünf) zwei ebenbürtige Kanoniere in seinen Reihen. Der BVB scheint derweil auf bestem Weg, sich dauerhaft auf Platz zwei festzusetzen und tritt nach furiosem Pokalsieg über Stefan Effenberg und den SC Paderborn am Samstag bei Werder Bremen an. Weiterlesen

Meister auf Abwegen


Veröffentlicht am 7. Oktober 2015

Neuzugang Hernanes (links) und Superstar Paul Pogba: Es läuft noch nicht rund bei der Alten Dame.

Neuzugang Hernanes (links) und Superstar Paul Pogba: Es läuft noch nicht bei der Alten Dame.

Juve sucht seine Form und hinkt hinterher

In den vergangenen vier Spieljahren entpuppte sich das Rennen um den Scudetto meist zu einer einseitigen Angelegenheit. Juventus Turin war in der Serie A das Maß aller Dinge und deklassierte den Rest der Liga zuletzt immer deutlicher. 2013/14 und 2014/15 betrug der Vorsprung der Alten Dame auf den Vizemeister AS Rom jeweils abenteuerliche 17 Zähler. In vier Jahren und 152 Meisterschaftsspielen wurden 109 Siege eingefahren, dabei stolze 360 Punkte erreicht und nur zehnmal verloren. Keine andere Mannschaft aus Europas Top-Ligen hatte im gleichen Zeitraum weniger Niederlagen zu verzeichnen, Barcelona (14), Bayern (15), Paris (16) und Real Madrid (18) wurden allesamt öfter bezwungen. In dieser Saison allerdings scheint alles anders. Zwar waren leichtere Startschwierigkeiten beim Double-Sieger und Champions League Finalisten durchaus zu erwarten gewesen. Dass Juventus nach sieben Spieltagen aber noch nicht einmal in der oberen Tabellenhälfte zu finden ist und mit drei Niederlagen bereits ebenso viele wie in der kompletten Vorsaison aufweist, überrascht sehr. Auch acht Gegentreffer nach sieben Spielen sind ungewöhnlich für eine der europaweit am schwierigsten zu bezwingenden Defensivreihen, zumal diese personell unverändert. Gegen das Tabellenschlusslicht Bologna brauchte es am Wochenende erneut erst einen frühen Rückstand, ehe sich die Bianconeri berappelten und ihren zweiten Saisonsieg einfuhren. Beim 3:1-Sieg über den Aufsteiger auch ein deutscher Weltmeister unter den Torschützen: Sami Khedira bot in der Zentrale wie schon in der Champions League gegen Sevilla eine vielversprechende Vorstellung. Überhaupt läuft es für Juventus auf internationalem Parkett bislang bedeutend besser. Ein 2:1-Auswärtserfolg bei Manchester City und der überlegene 2:0-Heimsieg über den Europa League Sieger bedeuten sechs Punkte und Gruppenplatz eins.

Von der Tabellenspitze in der Serie A ist das Team von Massimiliano Allegri derzeit hingegen noch ein gutes Stück entfernt. Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf den AC Florenz, der unter seinem neuen Coach Paulo Sousa – in Turin und Dortmund erinnert man sich gern an den Portugiesen – sechs seiner ersten sieben Partien gewann. Die Tabellenführung holte sich die Fiorentina mit einem fulminanten 4:1-Auswärtssieg über Inter Mailand am sechsten Spieltag im San Siro. Es folgte am Wochenende ein ungefährdeter 3:0-Sieg über Atalanta Bergamo, das Team scheint gefestigt. Auch die Serie A besticht in dieser Saison bislang durch ihre Ausgeglichenheit: Die Spitzengruppe um Florenz, Inter und die beiden Hauptstadtclubs ist eng beisammen und vieles deutet darauf hin, dass es 2015/16 bis ins Frühjahr wesentlich knapper zugehen wird als in der jüngeren Vergangenheit. Im Kampf um die Meisterschaft sollte man zudem den SSC Neapel im Auge behalten. Nach dem Weggang von Rafael Benítez in Richtung Madrid findet Napoli unter Maurizio Sarri allmählich zu alter Spielstärke, hat in Gonzalo Higuaín und Lorenzo Insigne das treffsicherste Offensivduo der Liga in seinen Reihen. Die Süditaliener allerdings noch zu unbeständig, dem 5:0-Kantersieg über Lazio Rom ließ man ein biederes 0:0 gegen Aufsteiger Carpi folgen, nur um anschließend Meister Juve 2:1 und den AC Mailand 4:0 zu besiegen. Das Tabellenende zieren über die Länderspielpause unterdessen die Aufsteiger: Carpi, Frosinone und Bologna werden es schwer haben, die Liga zu halten.

Redaktion Magath & Fußball

Premier League mit minderer Qualität?


Veröffentlicht am 5. Oktober 2015

„Wenn Sie sich die Qualität der Spieler anschauen, die nach England kommen, dann denke ich nicht, dass wir hier die besten Spieler Europas oder der Welt haben. Die besten Spieler sind bei Real Madrid, dem FC Barcelona oder Bayern München. Ein Level darunter stehen wahrscheinlich Paris Saint Germain und Juventus. Und darunter ist die Qualität der englischen Klubs anzusiedeln. Ich halte das für keine große Überraschung. Denken Sie über die Qualität der Spieler nach. Glauben Sie, dass irgendein Spieler von unseren Top-Klubs aktuell in Barcelonas Mannschaft spielen würde? Das möchte ich stark bezweifeln. Sie wären auch bei Real Madrid oder Bayern München nicht im Team. Einzig Sergio Agüero ist vielleicht eine Ausnahme.“

(Paul Scholes, Livekommentar BT Sports, 30. September 2015)

Die Sache mit dem Elfer…


Veröffentlicht am 1. Oktober 2015

Sicher verwandelt: Juan Mata lässt sich die Chance zum Ausgleich aus elf Metern nicht entgehen.

Sicher verwandelt: Juan Mata lässt sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen.

Wölfe und Fohlen mit knappen Niederlagen gegen Manchester – Ein Überblick über den zweiten Spieltag in der Champions League Gruppenphase

Mit einem Paukenschlag begann die Partie im Old Trafford: Die grün-weißen Gäste aus Wolfsburg kombinierten sich sehenswert durch die Abwehrreihe der Red Devils und gingen bereits nach fünf Minuten durch Daniel Caligiuri in Front – da staunten die knapp 75.000 Zuschauer in Manchester nicht schlecht. Als hätten die Mannen von Louis van Gaal ein solches Hallo-Wach-Signal unbedingt gebraucht, spielte bis zur Halbzeitpause fortan nur noch United. Wayne Rooney ließ die große Chance zum Ausgleich noch liegen, kurz darauf aber deutete Schiedsrichter Viktor Kassai aus Ungarn auf den Punkt. Torschütze Caligiuri bekam das Spielgerät im eigenen Sechzehner aus kurzer Distanz an den Unterarm geflankt – Absicht oder nicht, eine schwierige Entscheidung. Der Spanier Juan Mata jedenfalls blieb eiskalt und vollstreckte sicher links unten. Die Wölfe mit dem Stand von 1:1 beim Gang in die Kabine sicher nicht unzufrieden, nach dem Seitenwechsel allerdings ging das Anrennen des Premier League Tabellenführers unvermindert weiter. Einen abgeblockten Schussversuch des starken Bastian Schweinsteigers verlängerte wieder Mata geistesgegenwärtig und mit der Hacke über die VfL-Defensive in den Strafraum, wo Innenverteidiger Chris Smalling am schnellsten geschaltet hatte und das Leder ins Tor bugsierte. Mit der 2:1-Führung im Rücken zog sich Manchester United jetzt unerklärlich weit zurück, wenig bis nichts war mehr zu sehen von der millionenschweren Luxus-Offensive der Engländer. Wolfsburg nun mit der zweiten Luft und dem Mute der Verzweiflung, der eingewechselte André Schürrle und Ricardo Rodríguez kamen dem Ausgleich noch einmal ganz nah. Unterm Strich stand für den Bundesliga Vizemeister in Manchester letztlich trotz guter Leistung eine knappe Niederlage, einen Punkt aber hätte sich der VfL allemal verdient gehabt. Ganz ähnlich erging es derweil der Gladbacher Borussia im Duell mit Uniteds Stadtrivalen. Weiterlesen

Tore, Debütanten und ein Derby


Veröffentlicht am 14. September 2015

imago21056367m_c

Ein Blick auf Europas Top-Ligen

Falsche Territorien. Cristiano Ronaldo läuft in Barcelona gegen Espanyol auf und schießt für Real Madrid fünf Tore beim 6:0-Auswärtssieg. Damit pulverisiert er den von Raúl mit 228 Treffern gehaltenen Torschützenrekord bei den Königlichen und liegt nun mit 230 Treffern auf Platz eins der ewigen Bestenliste. Raúl benötigte für seine 228 Tore insgesamt 550 Spiele, Ronaldo für seine Quote 203 Spiele. Sensationeller Wert des Portugiesen, der auch gleich noch an Clublegende Alfredo Di Stéfano vorbeizog. Der hatte in 329 Spielen für sein Weißes Ballett 227 Tore auf die persönliche Habenseite gebracht. Wird Ronaldos Torquote auch oft von schrecklicher Eitelkeit überlagert, die Statistik spricht staunenswert für ihn. Espanyol war allerdings auch ein Gegner an der Grenze zur Peinlichkeit. In solchen Partien, wo selbst die Frisur keinerlei Schaden nimmt, findet Ronaldo seine größte Profession und echte Lust am Spiel. Den ihm gebotenen Nährboden für eine One Man Show kann dann keiner so gut beackern wie der Mann aus Funchal. Einer, der mit CR7 mithält, diesem auch nach Belieben das Wasser reichen kann und dem Spiel doch den Mannschaftscharakter erhält, bleibt stets Lionel Messi, der andere Großstern im Blendwerk Fußball. Messi lief in Madrid auf und saß beim Spitzenspiel seines FC Barcelona gegen Atlético Madrid anfangs auf der Bank. Der kleine Argentinier wurde zum zweiten Mal Vater und bekam von Trainer Luis Enrique eine vermeintliche Pause geschenkt. Weiterlesen

Überraschender Beginn


Veröffentlicht am 24. August 2015

Cyril Théréau brachte dem Meister gleich zu Beginn die erste Saisonniederlage bei.

Cyril Théréau brachte dem Meister gleich zu Beginn die erste Saisonniederlage bei.

Serie A startet in die Saison

Als letzte der vier großen europäischen Top-Ligen startete die Serie A am Samstagabend ins Spieljahr 2015/16. Den Auftakt machten dabei die beiden ambitionierten Hauptstadtclubs, wenngleich mit unterschiedlichem Ausgang. Die Roma – mit ihren drei Premier League Neuzugängen Wojciech Szczęsny (FC Arsenal), Edin Džeko (Manchester City) und Mohamed Salah (FC Chelsea) in der Startelf, Antonio Rüdiger vom VfB Stuttgart zählte noch nicht zum Aufgebot – kam zunächst bei Hellas Verona nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Dem Serben Boško Janković blieb dabei der erste Saisontreffer in der Serie A vorbehalten, Rechtsverteidiger Alessandro Florenzi sicherte dem Vizemeister immerhin noch einen Punkt. Lazio dagegen sammelte im ersten Heimspiel bei seinem 2:1-Erfolg gegen Aufsteiger FC Bologna alle drei Zähler ein, hatte dabei aber mehr Mühe als erwartet. Vier Tage nach dem 1:0-Sieg über Bayer Leverkusen in der Champions League Qualifikation trafen Kapitän Lucas Biglia und Debütant Ricardo Kishna für die Adler, bei denen Miroslav Klose nach seiner gegen Leverkusen erlittenen Muskelverletzung fehlte. Der Anschlusstreffer durch Matteo Mancosu war letztlich zu wenig für Bologna. Am Sonntag schließlich konnte der neutrale Beobachter allerlei Sensationen bestaunen. Die größte trug sich zweifellos im Juventus Stadium zu, wo Udinese Calcio einen glücklichen 1:0-Sieg ins Friaul entführte. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte kassierte der 31-fache italienische Meister zum Saisonstart eine Niederlage. Weiterlesen