Schlagwort-Archive: Kampf

Magie Teamsport und die Art des Denkens


Veröffentlicht am 21. November 2015

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„Ich entschied mich für einen Teamsport. Es gibt eine Art von Magie, wenn die Menschen ihre Kräfte vereinen, um eine gemeinsame Idee auszudrücken. Mannschaftssport hat einen Wert, der seiner Zeit voraus ist. Sie können mit elf Spielern aus elf verschiedenen Ländern spielen und bieten dabei eine kollektive Arbeit. Der heutige Sport kann zeigen, was die Welt von morgen sein wird.“

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Pragmatiker ohne Furcht


Veröffentlicht am 12. Oktober 2015

„Dass Klopp auch ganz anders kann als bei seiner Charme-Offensive für Fans und Medien, werden die Profis rasch lernen. Die Gemütlichkeit hat Grenzen. Das verriet schon der mit gefährlichem Lächeln vorgetragene Satz: „Jeder, der das will, was ich will, kann mein Freund sein. Und es ist nicht schlecht, mein Freund zu sein.“ So gelang Klopp gleich zu Beginn beides, was wichtig war. Im Zeitalter des großen Fußball-Monopolys, der Fifa-Korruption, der eitlen Selbstvermarktung von Spielern und Trainern, in einer Welt, in der sich dieses wunderbar simple Spiel von seinen Wurzeln als kindliches Stück Glück immer weiter zu entfernen scheint, gerade in England, erschien er als jemand, der die Engländer an das Gute im Fußball glauben lässt. Und zweitens schien hinter all der virtuosen Fußball-Romantik auch der gnadenlose Pragmatiker des Spiels durch, als den man ihn in Deutschland kennengelernt hat. „Wenn die anderen besser sind, musst du sie auf dein Level bringen“, sagte er. „Und auf deinem Level kannst du jeden schlagen.“ Klopp, der Anti-Tuchel. Es ist eine Einstellung, die ohne ihn in der Bundesliga zu fehlen beginnt. Niemand, nicht mal mehr seine alte Borussia, traut sich noch, es überhaupt zu versuchen: die Bayern auf sein Niveau herunterzuziehen. Nachfolger Thomas Tuchel zeigte sich vor und nach dem 1:5 in München, als die Dortmunder so chancenlos waren wie niemals unter Klopp, als glühender Bewunderer, ja geradezu als Jünger dessen, was die Bayern und Pep Guardiola tun. Klopp denkt, spricht, handelt anders: Fußball ist nicht das Bewundern, sondern das Bearbeiten des Gegners. Man wird ihn bald vermissen.“

(FAZ Sonntagszeitung, Ausgabe Nr. 41, 11. Oktober 2015)

Viel Kampf, wenig Fußball


Veröffentlicht am 15. April 2015

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Derbi madrileño ohne Sieger, Juve profitiert von fragwürdigem Elfmeterpfiff

Nein, die Viertelfinal-Ouvertüre in Madrid war beileibe kein rauschendes Fußballfest, eher zu vergleichen mit einem Boxkampf, bei welchem sich beide Kontrahenten zwar blutige Nasen holten, einander aber nicht auf die Bretter schickten. Im Estadio Vicente Calderón trennten sich Atlético und Real torlos, Entscheidung vertagt. Die Frage, welcher Mannschaft dieses Unentschieden größeren Nutzen erweist, ist nicht ohne weiteres zu beantworten. In der kommenden Woche hat Real zwar das Bernabéu im Rücken, allein davon wird sich der Nachbar aber mitnichten beeindrucken lassen, die Angst vor den Königlichen hält sich bei Diego Simeones Mannen in Grenzen. Womöglich spielt das Resultat dem konterstarken Atlético sogar in die Karten, Real muss vor heimischer Kulisse nun unbedingt treffen, um zum fünften Mal in Serie ins Halbfinale vorzustoßen. Weiterlesen

Magath und die Heimatstadt


Veröffentlicht am 17. März 2015

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Herr Magath, wie lange ist denn Ihr letztes Bier im Schlappeseppel her?
Felix Magath: Das ist leider schon zu lange her. Weil der Schlappeseppel immer so voll ist. Aber wenn die sich mal überlegen, in München einen Laden aufzumachen, dann wäre ich da sicherlich Stammgast.

Es ist in letzter Zeit ruhiger um Sie geworden. Was machen Sie so?
Magath: Ich bin vielleicht nicht mehr so im Blickpunkt, aber trotzdem noch viel unterwegs. Mal in Berlin und mal in Hamburg, Außerdem habe ich endlich mal ein Privatleben. Unternehme viel mit meiner Frau und meinen Kindern. Langweilig ist mir also noch nicht.

Wie sieht es mit Hobbies bei Ihnen aus? Die meisten Fußballer golfen…
Magath: Ich bin auf jeden Fall kein Golfer. Letztens habe ich mir einen Tennislehrer geleistet, der mir schon viel beigebracht hat und ich bin zufrieden mit meinen Fortschritten. Es wird nicht mehr zum Profi reichen, aber bei den Ü60 greif ich noch mal an. Weiterlesen

Eurosplitter


Veröffentlicht am 9. März 2015

Doppelpacker Harry Kane schraubte sein Torekonto auf 16 Treffer in die Höhe.

Doppelpacker Harry Kane schraubte sein Torekonto auf 16 Treffer in die Höhe.

FA Cup mit Überraschungen und Ausrutscher von Real Madrid

Die Premier League bot am Wochenende nur ein Nachholspiel. Die Tottenham Hotspur gewannen einige Straßenzüge weiter eine Auswärtspartie im Londoner Derby gegen die Queens Park Rangers mit 2:1. Angreifer Harry Kane – die verlässliche Lebensversicherung der Spurs – schlug dabei zweimal zu. QPR auch nach dem Abgang von Harry Redknapp latent im Abstiegskampf. Die Spurs nun harter Konkurrent von Arsenal, Manchester United und Liverpool um die finanzkräftigen Champions League Plätze. Der Rest auf der grünen Insel galt dem FA Cup. Der FC Liverpool trat wieder ohne den am Oberschenkel laborierenden Steven Gerrard an. Eine Art Vorgeschmack auf die Liverpooler Zukunft, man spielte in der Tat irgendwie kopflos. Die Leistung war ernüchternd, Reds-Fans schüttelten früh ihr Haupt. Weiterlesen

Keine Wissenschaft


Veröffentlicht am 11. November 2014

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„Für mich war Schach nie Wissenschaft, sondern alles andere: Sport, Kampf, Psychologie und Kunst.“

(Viktor Kortschnoi, Großmeister, FAZ-Interview, 9. Januar 2005)

Spaß, Kampf und Leidenschaft


Veröffentlicht am 4. Oktober 2014

„Mir hat es sehr gut gefallen in England. Auch die zweite englische Liga hat mir aufgrund der Spielweise großen Spaß gemacht. Da sind noch Kampf und Leidenschaft drin, was ich beim Sport sehr schätze.“

(Felix Magath, Interview, goal.com, 29. September 2014)

Und wieder Luis Suárez


Veröffentlicht am 20. Juni 2014

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Englands Fußballer des Jahres entscheidet Duell England gegen Uruguay

„Wenn der Ofen einmal aus, kann nichts auf dieser Welt ihn mehr anblasen“, so lautet ein berühmtes Filmzitat, gesprochen von Peter Falk im siebziger Jahre Kult-Film „Eine Leiche zum Dessert“. Die Fans der Three Lions mussten sich auch wie an einem kalten Ort fühlen, keine Wärme in der Niederlage, als sich ausgerechnet Englands Fußballer des Jahres das gute, alte England zu seinem Dessert erkor und genussvoll verspeiste, die Herzen der Uru-Fans in Hitzewallung brachte. Weiterlesen

Katar = Frage von Sinnhaftigkeit


Veröffentlicht am 27. Dezember 2013

„Ich hätte die WM nicht nach Katar vergeben. Da stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit der Milliarden-Investitionen. Auf der einen Seite ein vierwöchiges Spektakel, auf der anderen Seite die Verarmung der Bevölkerung – das passt nicht. Für uns stehen der Kampf gegen Hunger und die Wahrung der Menschenrechte im Vordergrund. Das ist in Katar nicht geklärt.“

(Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Passauer Neue Presse, 23. Dezember 2013)