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Eine Menge Legenden


Veröffentlicht am 15. März 2014

Giorgos Karagounis (Fulham FC) im Hinspiel

Giorgos Karagounis (Fulham FC, links) im Hinspiel gegen Moussa Sissoko. Am 30. Spieltag allerdings muss der Grieche verletzungsbedingt passen.

The Magpies aus Newcastle kommen in ruhigen Fahrwassern daher. Anfangs mit Problemen in die Saison gestartet, ist das Team mittlerweile im Mittelfeld angekommen, zwar keine realistische Möglichkeit mehr in die internationalen Ränge vorzustoßen, aber dem Abstiegsgespenst längst schon entronnen. Man kann die Saison gemächlich austrudeln lassen, die Arbeit scheint getan. Newcastle United ist auch ein Club großer Legenden. Der Gentleman unter Englands Managern, Sir Bobby Robson, arbeitete von 1999 bis 2004 beim Club, auch der ehemalige Mitspieler von Felix Magath aus gemeinsamen HSV-Zeiten, Kevin Keegan. Er war ein erfolgreicher Trainer in der Vereinsgeschichte, lenkte von 1992 bis 1997 die Geschicke und wurde dann von seinem Stürmernachfolger aus glorreichen Liverpool Tagen, Kenny Dalglish, beerbt, der ein Jahr in Newcastle blieb. Paul Gascoigne startete 1984 in Newcastle eine der kurvenreichsten Spielerkarrieren der englischen Fußballgeschichte, Jack Charlton trainierte das Team 1984. Die größte Legende aber sicher Alan Shearer, der von 1996 bis 2006 in Newcastle am Ball war und in 303 Spielen 148 Tore für die Magpies schoss. Auch ein Deutscher hat seine Spuren hinterlassen, Dietmar Haman, der in der Saison 1998/1999 für den Club auflief und in 23 Spielen vier Tore beisteuerte.

In letzter Zeit etwas Aufregung in Sachen Trainer Alan Pardew. Dem gingen im Auswärtsspiel bei Hull City die Nerven durch und er konnte sich im Übereifer des Gefechts einen Kopfstoß in Richtung eines Hull-Spielers nicht verkneifen. Pardew entschuldigte sich umgehend und mit Stil. Vergebens. Der eigene Club reagierte rigoros, 120.000 Euro interne Strafe. Auch der englische Fußball-Verband FA hatte kein Erbarmen, sperrte Alan Pardew für sieben Spiele. Pardew muss sich während der ersten drei Spiele sogar außerhalb des Stadions aufhalten, wird also im Craven Cottage nicht dabei sein. Hinzu kommt eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Pfund. Alan Pardew hat bei den Fans von Newcastle allerdings eine Menge Kredit. Er arbeitet seit 2010 äußerst erfolgreich wie sachorientiert in Newcastle, startete in der Saison 2011/2012 mit elf Spielen ohne Niederlage, eine bis heute geachtete Leistung. In den Reihen der Magpies auch bekannte Gesichter aus der Bundesliga. Der Freiburger Papiss Demba Cissé heuerte 2012 in Newcastle an, Luuk de Jong kam zur letzten Transferperiode aus Mönchengladbach von der Borussia, ist bis zum Saisonende ausgeliehen. Aktuelle Stars bei Newcastle sicherlich der Hinspiel-Torschütze Hatem Ben Arfa und Mittelfeldregisseur Moussa Sissoko.

Hinspiel: Newcastle United – Fulham FC 1:0 (0.0)

30. Spieltag
Partie: Fulham FC – Newcastle United
Termin: Barclays Premier League, Samstag, 15. März 2014
Anstoß: 16.00 Uhr (MEZ)
Stadion: Craven Cottage, London

Redaktion Magath & Fußball

Tricky trees im Bernabéu


Veröffentlicht am 12. Mai 2013

Matchball vergeben – HSV verliert sein erstes Endspiel um Europas Fußballkrone

Real Madrid vom Platz gefegt und in Leverkusen die Meisterschaft verspielt. Wie grausam kann Fußball sein! Aber es gibt neue Chancen. Einen Matchball hatten die Männer von der Elbe noch. Es war ihr letzter. Madrid der Ort. Nottingham Forrest der Gegner. Die Trainer, stur wie hartnäckig, Perfektionisten, Brüder im Geiste, Gegner am Platz, enorme Achtung voreinander. Wer würde die bessere Strategie ins Endspiel bringen? Brian Clough und Branko Zebec hießen die Antipoden, John McGovern und Felix Magath die Kapitäne. Der Hamburger Sportverein machte sich auf nach Madrid, um den Cup an die Elbe zu holen. Weiterlesen

Die Nacht von Hamburg


Veröffentlicht am 23. April 2013

Glanz über dem Volksparkstadion beim 5:1-Sieg über Real Madrid

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Große Vereine haben große Tage und Nächte, Abende des Zaubers und der Fußballgeschichte. So auch der Hamburger Sportverein. Worte, wie „unvergessen“ und „legendär“ müssen dann her, um die Erinnerung zu beleben. Die dabei waren, sind oft schon um einiges älter als das Ereignis noch immer frisch. So einen Abend, der vom Hamburger Volksparkstadion über ganz Fußballeuropa strahlte, war der 23. April 1980. Es stand an, das Rückspiel im Europapokal-Halbfinale der Landesmeister gegen Real Madrid. Das Ziel für beide Team war klar, Finale der Königsklasse im „Estadio Santiago Bernabéu“, eben jener Heimstatt des Gegners Real, aus dem der HSV eine 0:2-Hinspielniederlage mitgebracht hatte. Real und ganz Madrid wollte dieses Endspiel vor 110.000 Madrilenen um jeden Preis, für die Spanier ein Spiel des Jahrhunderts und fest eingeplanter Triumph. Den Grundstein hatten sie gelegt. In den Augen der europäischen Fußballexperten würde es auch so kommen, dem HSV wurden eher kärgliche Außenseiterchancen eingeräumt. Weiterlesen

Der Stratege


Veröffentlicht am 19. April 2013

Branko Zebec: Persönlichkeit und Charisma

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Auch er hätte die Champions League nach Hamburg bringen können. Was für ein Halbfinale! Es war der 23. April 1980. Glanzvoll schlug der Hamburger SV das große Real Madrid im heimischen Volksparkstadion. Mit einem 5:1 schickte man die Madrilenen zurück in Spaniens Hauptstadt. In Reals Heimstätte, dem legendären Estadio Santiago Bernabéu, stand die Krone des europäischen Clubfußballs zum Greifen nah. Im Endspiel siegte aber der kühle wie ergebnisorientierte Pragmatismus der Mannschaft seines Kollegen Brian Clough gegen die drückende Überlegenheit der Männer von Branko Zebec. Weiterlesen