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Hot Heart grüßen von oben


Veröffentlicht am 28. August 2015

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Aufsteiger in der Scottish Premiership sorgt für Furore

Nach fünf Spieltagen alleiniger Tabellenführer mit fünf Siegen aus fünf Spielen, 15 Punkte und 13:5 Tore, sogar zwei Punkte Vorsprung vor dem Rekord- und Serienmeister. So etwas liest sich für jeden Aufsteiger wie ein Märchen, ist aber schottische Realität. Dennoch trägt auch dieses Märchen viel von einer Tragödie in sich, deren Höhepunkte den Anhängern des Heart of Midlothian Football Club bis heute flimmerndes Herzrasen verursachen. Während im Süden der britischen Insel eine gigantische Geldschwemme Vereine und Trainer der Premier League offensichtlich überfordert und Spieler reich und reicher macht, darbt man im rauen Fußball-Norden des Königreichs und muss sich mit den Brosamen des globalen Fußballmarkts ans Überleben klammern. Notlagen kennt der schottische Ligaalltag zur Genüge, diese sorgen oftmals für Geschichten vom Hinfallen und Wiederaufstehen. Die Glasgow Rangers versuchen sich gerade daran und sind mit Platz eins nach drei Spieltagen Tabellenführer der Scottish Championship, Schottlands zweiter Liga. Wäre dies am Saisonende noch der Fall, hätten die Rangers ihre so sehnlich erwünschte Rückkehr ins schottische Fußballoberhaus geschafft. Ein anderes Kapitel der Fußballauferstehung in Schottland darf mit Fug und Recht Heart of Midlothian FC für sich in Anspruch nehmen. Der aktuelle Aufsteiger in die Scottish Premiership ist dort beileibe kein Neuling, eher ein Rückkehrer. Historische Daten von strahlender und finsterer Natur pflastern den Weg des Clubs aus der Hauptstadt Edinburgh und gehören zur Fußballgeschichte der stolzen Schotten. 1960 stand die Fußballsonne besonders hell über den Heart of Midlothian, in der Saison 1959/60 holte man den einzigen Meistertitel seiner Vereinsgeschichte. Über Jahrzehnte konnte man zwar den Schritt der Rangers und von Celtic nicht mithalten, gehörte aber mit dem FC Aberdeen und Dundee United zum etablierten Verfolgerfeld und Anwärter auf Platz drei, mit oftmaliger Teilnahme am UEFA Pokal. Weiterlesen

Raues Klima für Weltmeister


Veröffentlicht am 21. Juni 2014

Deutschland hält die Fahne der Weltmeister hoch, der Auftakt gelang. Nun wartet also Ghana, dazu später mehr auf diesen Seiten. Mit der Furia Roja und den Three Lions flogen bereits zwei ehemalige Titelträger recht sang- und klanglos aus dem Turnier. Ohnmacht in Spanien, Déjà-vu in England, Ratlosigkeit bei beiden. Spanien holte allerdings drei große Titel in den letzten sechs Jahren, davon wagen sie in England nicht mal mehr zu träumen, zu lange inzwischen die Durststrecke, ein Ende nicht in Sicht, die Fans in Trauer. Beim Gruppenendspiel Italien gegen Uruguay wird es den nächsten alten Champion erwischen. Die Urus haben sich wiederbelebt, setzen auf den kontinentalen Heimvorteil und Luis Suárez. Wogegen die Squadra Azzurra bei ihrem zweiten Auftritt alle italienischen Fußballtugenden in der Kabine ließ und mit dieser Nichtleistung selbst den eigenen Trainer erschreckte. In der sogenannten „Weltmeistergruppe“ triumphiert das kleine Costa Rica mit Mannschaftsgeist und heizte den großen Namen mächtig ein, steht bereits im Achtelfinale. Frankreich konnte immerhin zweimal gewinnen, zuletzt kam die vollmundige Schweiz von Ottmar Hitzfeld unter die Räder der Équipe Tricolore. Die Motoren von Brasilien und Argentinien stottern eher als dass sie Glanz verströmen. Einige Titelträger also auf dem vorzeitigen Rückweg, andere Ex-Champion noch mit Ambitionen und Möglichkeiten. Die Spannung steigt unterm Zuckerhut, potentielle Thronerben zeigen sich bissg und wild entschlossen, das Klima für Weltmeister bleibt rau und ungemütlich.

Redaktion Magath & Fußball

Lebensmittelpunkt


Veröffentlicht am 12. Januar 2014

„Ich habe andere Talente, als mich irgendwo einzurichten und wohl zu fühlen. Ich bin immer auf meine Aufgabe konzentriert, wohnen ist mir nicht so wichtig. Wir schätzen das gesellschaft­liche Klima in Bayern, es ist hier auch sicherer. Hinzu kommt die gute Bildungssituation im Freistaat. Diese beiden Aspekte haben dazu geführt, dass wir sehr gerne in München blieben und die Kinder hier groß werden. Mir ging es überall gut, so dass ich München nicht besonders herausheben kann. 20 Jahre Hamburg haben mich auch den Norden schätzen lassen. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich lieber in Hamburg leben.“

(Felix Magath, Interview Nürnberger Zeitung, 1. Januar 2014)