Schlagwort-Archive: Konkurrenz

Akzeptieren der Übermacht


Veröffentlicht am 15. Dezember 2015

„Solch eine Dominanz, wie sie heute ein FC Bayern an den Tag legt, ist in erster Linie die Konsequenz einer Gesamtentwicklung der Branche. Der wirtschaftliche Erfolg des Klubs sowie das Ungleichgewicht, das unter anderem durch die Champions League in die europäischen Ligen getragen wurde, haben dafür gesorgt, dass die Konkurrenzfähigkeit in der Bundesliga schon länger nicht mehr gegeben ist. Mit einem Jupp Heynckes hat der FC Bayern auch schon dominiert. Zusätzlich haben die Bayern durch die Verpflichtung von Götze und Lewandowski die Dortmunder auf Abstand gebracht. […] Die Entwicklung in der Liga gegenüber den Bayern ist insgesamt fragwürdig. Der eine huldigt Guardiola. Der andere sagt: Wenn wir hier mit vier Toren verlieren, haben wir es gut gemacht. Und der Dritte: Ich stelle nur noch Verteidiger auf. Es ist eine Art von Selbstaufgabe, ein Akzeptieren der Übermacht. So könnte ich nie arbeiten.“

(Felix Magath, Interview FAZ-Sonntagszeitung, 6. Dezember 2015)

Thierry Henry tippt auf seine Gunners


Veröffentlicht am 31. Oktober 2015

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„Ich denke wirklich, es ist ihr Jahr. Sie holen inzwischen auch gegen große Mannschaften Ergebnisse und bestätigen diese Leistungen in den Spielen danach – das ist der Schlüssel. Es gibt eine gesunde Konkurrenz um die Plätze im Team und genau das braucht man. Wenn Theo Walcott vorne in der Mitte spielt, pusht das Olivier Giroud – und wenn Giroud in der Mitte spielt und Walcott draußen sitzt, pusht das Walcott. Auch Mesut Özil wacht endlich auf. Jeder weiß, dass er ein fantastischer Spieler ist, ein Weltmeister mit großer Technik und Übersicht. In der Vergangenheit hat er das bei Arsenal nicht immer regelmäßig gezeigt, jetzt tut er genau das. Dann gibt es noch Santi Cazorla. Er ist das Hirn der Mannschaft, er diktiert das Spiel. Und natürlich hat man mit Alexis Sánchez einen, der den Unterschied ausmacht. Einen solchen Spieler wie ihn braucht man, um Titel zu gewinnen. Wenn er gut drauf ist, wird es schwer, Arsenal zu schlagen. Darüber hinaus macht es die Abwehr bislang sehr gut. Héctor Bellerín spielt stark, Nacho Monreal zeigt, warum er da ist und Petr Čech macht genau das, was man von ihm erwarten durfte.“

(Thierry Henry, Interview TalkSPORT, 27. Oktober 2015)

Selbst ist der Mann


Veröffentlicht am 2. Mai 2015

„Ich bin nicht hier, um auf das zu schauen, was unsere Konkurrenten so tun. Wir sind auf das nötige Sammeln unserer eigenen Punkte fokussiert. Wenn wir alle unsere Begegnungen gewinnen ist es völlig egal, was die anderen tun.“

(Luis Enrique, Trainer FC Barcelona, Daily Mail, 1. Mai 2015)

Couch-Meister und Labbadia-Effekt


Veröffentlicht am 27. April 2015

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Bayern mit 25. Meisterschaft, HSV sendet Lebenszeichen

Am Sonntagabend war es soweit. Der VfL Wolfsburg hätte im Gladbacher Borussia-Park unbedingt gewinnen müssen, um nach dem 1:0-Sieg der Münchner im Heimspiel gegen tapfere Berliner das Unvermeidliche noch eine Woche hinauszuzögern. Taten die Wölfe aber nicht, stattdessen traf Max Kruse in der Schlussminute zum hochverdienten 1:0 für spielstarke Borussen und machte den FC Bayern damit vier Spieltage vor Saisonende endgültig zum neuen alten Deutschen Meister. Die Reaktion im Landessüden eher durch freudvolle Nüchternheit denn überschwängliche Begeisterung gekennzeichnet. Es gibt eben Wichtigeres, eine Meisterschaft allein reißt in München niemanden mehr vom Hocker. Erst recht nicht dann, wenn sie ohne direktes eigenes Zutun praktisch auf dem heimischen Sofa zur Kenntnis genommen werden durfte. Noch weniger, wenn sie derart klar und überlegen errungen wurde, wie im nunmehr dritten Spieljahr in Folge. Der FC Bayern in der Saison 2014/2015 seit Spieltag fünf unangefochten wie ungefährdet an der Tabellenspitze. Ernsthafte Konkurrenz? Einmal mehr absolute Fehlanzeige! Weit spannender fast schon traditionell der Kampf um den Klassenverbleib. Klarer Punktsieger am zurückliegenden Wochenende: Bruno Labbadia und der Hamburger Sport-Verein. Weiterlesen

Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer


Veröffentlicht am 12. April 2015

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Hamburger Schachjugend olympiareif

Für 2.500 schachbegeisterte Schülerinnen und Schüler in Hamburg bot das traditionsreiche Schachturnier „Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer“ in der vergangenen Woche eine willkommene Abwechslung zum Bildungsalltag auf den Schulbänken. Die spürbare Freude in den Gesichtern der jungen Schachfreunde, gepaart mit unbedingtem Siegeswillen und hoher Konzentration sorgten für eine einzigartige und olympiareife Atmosphäre im Hamburger Congress Center. Mit dabei – als Schirmherr des von Barclaycard in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schachjugend ausgerichteten internationalen Schulschachturniers „Yes2Chess“ – natürlich auch Felix Magath. Der HSV-Europapokalheld von 1983 ist selbst ein langjähriger Freund der 64 Felder, weiß um die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung lösungsorientierter Denkansätze bei Kindern und Jugendlichen und tritt deshalb regelmäßig als bekennender Befürworter der Schulschachidee auf. Das weltgrößte Schulschachturnier – unterstützt von Barclaycard, ChessBase und dem Hamburger Schachverband – startete der Fußballlehrer an der Alster mit dem Eröffnungszug. Weiterlesen

„Magath hat auf mich gesetzt“


Veröffentlicht am 29. August 2013

imago13930825m_c„Mit mir hat Magath immer sehr viel gesprochen, mein Verhältnis zu ihm war sehr gut. Als mein Vertrag auslief, hat Magath ihn direkt verlängert. Er hat auf mich gesetzt, deshalb hat er bei mir einen Stein im Brett. Magath hat mich auch unterstützt, als ich um eine Ausleihe gebeten habe, weil die Konkurrenz mit Helmes, MandžukićOlić und Dost unglaublich stark war. Das waren echte Bretter. Er fand es gut, dass ich auf ihn zukam.

(Sebastian Polter, Interview Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. August 2013)